Ausgeliefert von Lee Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel Die trying, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Illinois / Chicago, 1990 - 2009.
Folge 2 der Jack-Reacher-Serie.

  • New York: Putnam, 1998 unter dem Titel Die trying. 374 Seiten.
  • München: Heyne, 2000. Übersetzt von Heinz Zwack. ISBN: 3-453-17867-X. 479 Seiten.
  • München: Heyne, 2002. Übersetzt von Heinz Zwack. ISBN: 3-453-19891-3. 509 Seiten.
  • München: Heyne, 2007. Übersetzt von Heinz Zwack. ISBN: 978-3-453-81088-4. 509 Seiten.

'Ausgeliefert' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

Das meint Krimi-Couch.de: »Wo die Kugeln tief fliegen, bleiben die Charaktere besser flach« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Eine jede gute Tat wird prompt bestraft auf dieser Welt …Jack Reacher, ehemaliger Elitesoldat und Militärpolizist, nun Türsteher in einem Musikclub in Chicago, will eigentlich nur einer jungen Frau mit einer Sportverletzung behilflich sein – und gerät mitten in eine Entführung! Gemeinsam mit der Frau zwingen ihn drei Männer, in einen alten Lieferwagen zu steigen. Seine unfreiwillige Gefährtin entpuppt sich in mehrfacher Hinsicht als wertvolle Geisel: Holly Johnson, 27, arbeitet für das örtliche Büro des FBI, Abteilung Finanzstraftaten. Sie ist aber auch die Tochter von General Johnson, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs und damit ranghöchster Soldat der Vereinigten Staaten – und das Patenkind des Präsidenten!

Entsprechend fällt die Reaktion der Behörden aus, als sich herausstellt, dass Holly Johnson verschwunden ist. FBI-Abteilungsleiter McGrath und die Agenten Brogan und Milosevic (sic!) bilden nur die Spitze eines vielköpfigen und eifrigen Ermittlungsteams, das bald die Spur der Kidnapper aufnimmt, die eher durch ihre Brutalität als durch kriminelle Professionalität auffallen. Mit Jack Reacher haben sie ahnungslos einen Mann entführt, der weder willens noch gewohnt ist, eine Opferrolle zu übernehmen. Mit der tatkräftigen Unterstützung seiner unfreiwilligen Gefährtin beginnt Reacher unverdrossen an einer Befreiung zu arbeiten. Diese Bemühungen drohen jedoch im Sande zu verlaufen, als sich endlich herausstellt, wer hinter der Entführung steckt: Beau Borken ist der »Kommandant« der »Montana Militia«, einer der zahllosen selbsternannten militanten Gruppen, die mit der offiziellen Politik der US-Regierung nicht einverstanden sind. In diesen Milizen kommen jene zusammen, für die sich der amerikanische Traum nicht erfüllt hat, mit der Gegenwart einer globalisierten Alltagswelt nicht zurecht kommen und sich nach den »guten alten Zeiten« zurücksehnen, in denen der redliche, einfache (und natürlich weiße) Mann das Sagen hatte. Beau Borken ist eine charismatische Führernatur, die am »realen Leben« gescheitert ist – eine gefährliche Kombination, die ihn in den Cäsarenwahn getrieben hat.

Für die Demütigungen der Vergangenheit will Borken sich rächen. Er sammelt jene, die ähnlich denken wie er, um sich und schwingt sich zu ihrem Anführer auf. Widerstand duldet er nicht und ahndet ihn mit brachialer Gewalt. Mit seinen verblendeten Anhängern hat er in einer abgelegenen Waldregion Montanas einen Staat im Staat gegründet und übt dort ein mörderisches Schreckensregiment aus. Schwer bewaffnet und sich über das Gesetz erhaben fühlend, lebt die »Montana Militia« das, was sie für die »wahren amerikanischen Werte« hält. Intoleranz gegen alle, die »anders« sind, wird großgeschrieben. Borkens Ehrgeiz geht sogar so weit, sich von den Vereinigten Staaten loszusagen und sich zum Herrscher eines eigenen »Landes« auszurufen. Die Entführung des Patenkindes des Präsidenten soll ihm die nötige Publicity sichern.

Die Rechnung geht auf, doch Jack Reacher erweist sich als Störfaktor. Dabei muss er gleich an mehreren Fronten kämpfen: gegen den unberechenbaren Borken, gegen das Militär und die Behörden, die ihn irrtümlich für einen der Kidnapper halten – und gegen einen Maulwurf in den Reihen des FBI, der Borken über die Aktivitäten seiner Gegner stets auf dem Laufenden hält. Daher ist die Miliz gewarnt, als ihr Schlupfwinkel von den Regierungskräften entdeckt und eingekreist wird. Ein erbitterter Kampf bricht los, in dem sich Jack Reacher als Zünglein an der Waage erweist. Freilich wird deutlich, dass auch er die perfide Schlauheit Borkens unterschätzt hat …

Jack Reacher ist wieder da – und zum zweiten Mal (nach »Größenwahn«) ist der heimatlose Ex-Soldat, der seine ihm fremde Heimat bereist und kennenlernen möchte, zum falschen Zeit am falschen Ort. Er, der nur seine Ruhe haben möchte, gerät in ein wahnwitziges Intrigenspiel, das lange undurchschaubar bleibt. So lange dies auch auf den Leser zutrifft, ist »Ausgeliefert« ein Thriller, der an Dichte und Spannung kaum zu überbieten ist. Trügerisch ruhig, fast dokumentarisch schildert Lee Child eine tarantinoeske Welt, in der die Gewalt wie selbstverständlich zum Alltagsleben gehört.

Der deutsche Titel ist insofern irreführend; weder Jack Reacher noch Holly Johnson sind ihren Entführern jemals wirklich ausgeliefert. Vom ersten Augenblick ihrer Gefangenschaft machen sie sich mit der Gelassenheit des wahren Profis daran, ihren Peinigern nicht nur zu entkommen, sondern sie auch gleich auszuschalten. Dass die harte Schale der FBI-Beamtin dabei bald einige Sprünge bekommt, gehört zum Repertoire des Action-Thrillers: Selbst in der politisch korrekten Welt der Gegenwart muss die weibliche Hauptrolle dem Helden stets unterlegen sein, damit er sie retten kann, was der Handlung zugute kommt und ihn im Finale noch strahlender dastehen lässt.

Das handwerkliche Talent des Autoren erweist sich als willkommener Rettungsanker, als dem starken Anfang die enttäuschende Auflösung folgt: wieder einmal die Mär vom irren Bösewicht, der nach der Weltherrschaft greift! Da nützt auch das solide Fundament nichts, auf das Child seine Story setzt: Zwischen zwölf und 46 Millionen US-Bürger würden eher einer Miliz folgen als der rechtmäßig eingesetzten Regierung, liest man da, und angesichts der sorgfältigen Recherche, die »Ausgeliefert« erkennen läßt, glaubt man das dem Autor auch. Wie verhält sich eine Regierung, wenn ein Viertel ihrer Bürger sich gegen sie wenden würde? Holly Johnsons Entführung entwickelt sich erwartungsgemäß rasch zum Politikum, das den Behörden die Hände bindet. Die daraus resultierenden Verwicklungen werden pflichtschuldig angedeutet, geraten dann aber in den Hintergrund, denn die realistische Rekonstruktion eines Geiseldramas à la Waco ist Childs Anliegen nicht. Action, Action und noch einmal Action – das ist der Treibstoff, der seine Feder fliegen lässt!

Hat der Leser es geschafft, sich über die zahlreichen verschenkten Ansätze zu einer etwas tiefgründigeren Geschichte hinwegzutrösten, kommt er (oder sie) aber durchaus auf seine Kosten, denn Child versteht etwas von seinem Job. Freunde wird er sich unter den Literaturkritikern freilich nicht machen. Das liegt nicht nur daran, dass »Unterhaltung« für diesen Menschenschlag per se etwas Verdächtiges ist. Schlimmer noch: Child arbeitet auch in seinen Gewaltszenen, an denen er nicht spart, mit ausgesprochener Liebe zum Detail. Mit beinahe schon fetischistischer Inbrunst widmet er sich den zahlreichen im Einsatz befindlichen Feuerwaffen und entwickelt dabei eine Poesie, die in eigenartigem Kontrast zum Gegenstand seiner Bewunderung steht. Der Vorwurf der Gewaltverherrlichung greift hier allerdings zu kurz; er ist heute ohnehin eher zum Pavlowschen Reflex verkommen. Für Child ist Gewalt nichts Positives, sondern etwas, dass für bestimmte Menschen zum Alltag gehört. Sie haben gelernt, damit umzugehen – im Guten wie im Bösen -, und wenden sie ebenso lakonisch wie folgerichtig an: Profis eben.

Wo die Kugeln tief fliegen, bleiben die Charaktere besser flach. »Ausgeliefert« stellt in dieser Hinsicht keine Ausnahme dar. Jack Reacher kommt, killt und geht, ohne eine innere Entwicklung zu durchlaufen. Das macht ihn zum idealen Serienhelden – und die Vereinigten Staaten sind groß, das Potenzial an Kriminellen, Spinnern und Möchtegern- Diktatoren ist gewaltig! Drei weitere Abenteuer hat Child sein Ein-Mann-A-Team inzwischen durch- und überleben lassen, die weitgehend denselben Mustern folgen. Ebenso austauschbar sind die übrigen Figuren, an ihrer Spitze der nur scheinbar dämonische Beau Borken, der zunächst und erfolgreich zum Genie des Bösen stilisiert wird, doch rasch zum Allerweltsschurken (Blofeldfaktor 5) degeneriert, sobald Child ihn persönlich auftreten lässt. Wie Borken zum Herrn eines eigenen »Staates« aufsteigen konnte, bleibt angesichts seiner offensichtlichen Unfähigkeit rätselhaft. Dass es Menschen wie Borken in der Realität gibt, sei jedoch unbestritten; offenbar haben sie etwas an sich, das sich nicht in Worte fassen lässt, jedenfalls nicht durch einen Schriftsteller wie Lee Child.

Das Erstaunliche an den Reacher-Romanen ist die Tatsache, dass der Mann, der sie so kundig im Herzen der USA anzusiedeln weiß, ein waschechter Brite ist. 1954 im englischen Coventry geboren, arbeitete Lee Child zwanzig Jahre beim Fernsehsender »Granada Television«, wo er u. a. zahlreiche hochklassige Thrillerserien (darunter »Prime Suspect«/»Heißer Verdacht« und »Cracker«/»Ein Fall für Fitz«) betreute. Das »Filmische« schlägt sich daher sichtlich in seinen Romanen nieder, die wie Drehbücher angelegt sind. Der Teamarbeit müde, wie er sagt, sattelte Child in den späten Neunzigern um. Seine Karriere als Schriftsteller ging er generalstabsmäßig an. Schreiben wollte er für ein möglichst großes Publikum, und das sitzt seiner Meinung nach jenseits des Großen Teiches. Ausgedehnte USA-Reisen hatten ihn mit Land und Leuten bekannt gemacht, so dass die Rechnung schon mit dem Erstling »Killing Floor« 1997 aufging. Im Jahr darauf ließ sich Child in seiner neuen Wahlheimat nieder.

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juancho zu »Lee Child: Ausgeliefert« 19.03.2018
fast unverstaendlich, dass "ausgeliefert" aus der gleichen feder stammt wie "killing floor". nachdem der erste reacher wirklich interessant und spannend zu lesen war und mich noch am selben tag 2 fortsetzungen kaufen liess, war der 2. auesserst mau. langwierig, langsam, lang, unlogisch... und viele seiten reine werbung fuer die us-waffenlobby.. die charaktere flach, der schluss sinnbefreit.. nur die ersten vielleicht 80 seiten ueberzeugen. kann ich auf keinen fall empfehlen
trafik zu »Lee Child: Ausgeliefert« 22.09.2017
Bei diesem Krimi schlagen zwei Herzen in einer Brust. Die erste Seite sagt, so etwas unrealistisches habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nicht einmal in den USA könnte so etwas nur im Ansatz stattfinden.
Die zweite Seite in einem fand das Buch sehr spannend geschrieben. Ich würde ihn als neuen Wild West Krimi bezeichnen.
Diesen Krimi kann man ganz schwer einschätzen. Unterhalten hat er und das ist sehr wichtig.
InaB zu »Lee Child: Ausgeliefert« 10.04.2016
Ich fand die Geschichte gut, auch wenn einiges unlogisch war.
Z.B. waren die "Bösen" nie zimperlich im Umgang mit Anderen. Alle Feinde und Mitwisser waren im Handumdrehen tot bloß der Hauptheld Reacher nicht. Die ausführlichen Beschreibungen der Waffen und Flugbahnen der Geschosse empfand ich als langweilig.
Aber mit Überfliegen dieser Passagen war es für mich insgesamt ein spannendes, interessantes Buch.
Stefan83 zu »Lee Child: Ausgeliefert« 02.09.2012
Sie bevorzugen verwinkelte und realitätsnahe Plots, lieben bodenständige, authentische Figuren und haben besonders an psychologisch ausgefeilten Wendungen innerhalb der Handlung ihre Freude? Dann lassen Sie lieber mal schön die Finger vom zweiten Roman aus der Feder von Lee Child – denn „Ausgeliefert“ bietet, wie auch schon der Erstling, geradlinige und in erster Linie auf Unterhaltung ausgelegte Kriminalliteratur. Und wie bei einem Film aus der „Stirb langsam“-Reihe, tritt da die Logik schnell in den Hintergrund. Überraschungsmomente werden patronengeschwängerten Action-Szenen geopfert, Dialoge räumen ihre Platz für ausführliche Beschreibungen von Kugellaufbahnen. Es ist diese Art amerikanischer Thriller, welche mir mit ihrem triefenden Patriotismus, dem Ehre-und-Pflicht-Palaver und den strahlenden, muskelbepackten Helden eigentlich normalerweise zutiefst zuwider ist. Wie gesagt normalerweise, denn der muskelbepackte Held ist in diesem Fall ein gewisser Jack Reacher – und der ist schlichtweg Kult und macht süchtig.

Völlig egal, dass die Geschichte so vorhersehbar wie ein „James-Bond“-Streifen und der Tod des Antagonisten bereits bei der Lektüre des Klappentexts beschlossene Sache ist. Und wen interessiert es schon, dass die Bösen mit ihrem Plan dank des dazwischen funkenden Jack Reachers auf jeden Fall Schiffbruch erleiden werden? Ein Band aus der Serie um den Ex-Militärpolizisten und „Lonesome Wolf“ lebt weniger von der „Wie geht’s aus?“ als vielmehr von der „Wann legt Reacher endlich richtig los?“-Frage. Und genau aus dieser bezieht der Plot letztlich auch seine Spannung. Diese stetig ansteigende Erwartung, die unter der Oberfläche brodelnde Gewalt, das Sehnen nach dem unvermeidlichen Ausbruch treiben die Story voran und lassen vergessen, dass die eigentliche Handlung mit wenig Tiefgang aufwartet und die Figuren allesamt nach stereotypen Schablonen-Muster gezeichnet wurden. Vom sowohl in Gestalt als auch in Grausamkeit überproportionalen Bösewicht über den tumben Handlanger bis hin zur toughen FBI-Agentin, die letztlich doch als „damsel in Distress“ von Reacher gerettet werden muss – Child setzt dem Leser altbekannte Hausmannskost vor und macht am Herd wenig Experimente.

Aber – und das ist sein Erfolgsrezept – es schmeckt. Und es macht Laune, da trotz teils ausschweifender Erklärungen, Beschreibungen und Inneneinsichten die Geschichte stetig vorangetrieben wird, die inszenierten Höhepunkte fast allesamt zünden. Das liegt schlichtweg daran, dass Child seine literarischen Fähigkeiten punktgenau einzusetzen weiß und nicht mehr will, als er letztlich kann. Und was er kann ist letztlich mehr als ausreichend, um in den Bann zu ziehen, wenngleich man deutlich sagen muss, dass „Ausgeliefert“ qualitativ nicht an den Erstling heranreicht. Auch weil die Handlung, größtenteils in den Bergen von Montana angesiedelt ist, ein paar Längen zu viel aufweist und es zu lange dauert, bis Reacher endlich in Action tritt. Wenn er dies dann endlich tut, ist alles viel zu schnell vorbei. Und der an diesem Punkt so verhasste Bösewicht tritt viel schneller ab, als er angesichts seiner Gräueltaten verdient gehabt hätte. Dies ist jedoch wohl auch ein Zugeständnis an die Hauptfigur – Jack Reacher ist Pragmatist. Er setzt nur soviel Gewalt wie nötig ein, springt (wie auch sein Schöpfer) nicht höher als er muss, um sein Ziel zu erreichen. Getreu dem Motto: Warum auf Schnellfeuer stellen und Kugenl verschwenden, wenn ich die drei Gegner mit drei Schüssen in den Kopf zu Boden schicken kann.

In der Konzentration des Ganzen auf Reacher besteht jedoch auch stets eine Gefahr, denn mit ihm steht und fällt die Geschichte. Das wird in „Ausgeliefert“ immer dann deutlich, wenn Child seinen Blick weg von Montana schweifen lässt und der Leser den deutlich hinterher hinkenden FBI-Agenten über die Schulter blicken muss. 100 Seiten weniger hätten dem vorliegenden Buch da gut getan und das Tempo höher gehalten. Pluspunkte gibt’s aber diesmal für die Idee der isolierten Unabhängigkeitsbewegung, deren Mitglieder, gespeist aus örtlichen Milizen und hinterwäldlerischen „White-Trash“-Bürgern, an den Grundpfeilern der amerikanischen Demokratie sägen will. So weit hergeholt das für den ein oder anderen wirken wird – Lee Child dürfte hier näher an der Realität sein, als den meisten bewusst und lieb ist.

Insgesamt ist „Ausgeliefert“ grundsolide, unterhaltsame Popcorn-Literatur, die Reachers Einfallsreichtum einmal mehr auf die Probe und an den Leser keine allzu hohen Ansprüche stellt. Ein Buch von einem Mann über einen Mann für Männer. Viel Testosteron, viel explizite Gewalt, viel Geballer – mir gefällt es, ich schnapp mir gleich den nächsten.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kai zu »Lee Child: Ausgeliefert« 02.01.2011
Ebenso anspruchslose Unterhaltung wie die Serien Krimis der 70 (executioner, butcher etc). Reacher, von Child nach dessen rauswurf bei Granada speziell für den amerikanischen Markt konzipiert, verkörpert alle Redneck Tugenden. Das englischsprachige original ist leider von verblüffenden stilistischen einfachheit. Nicht Unvermögen Childs, sondern Zugeständnis an das Genre. Ein Buch für 'echte' Männer.
tinubern zu »Lee Child: Ausgeliefert« 20.01.2010
Ich habe mich bestens unterhalten und fand den Roman sehr spannend. die figur des Jack Reacher ist überzeugend gezeichnet, der Plot ist plausibel. für meinen Geschmack werden etwas viel Leute abgemurkst, und die Tötungsmethoden sind etwas gar unzimperlich beschrieben. Aber ansonsten wünsche ich mir von Herrn Child noch ein paar weitere solche Geschichten mit Jack Reacher als Figur.
silverfox zu »Lee Child: Ausgeliefert« 29.06.2008
Lee Child und sein Held treffen voll ins Schwarze,was ich von einem Thriller betreffs
Spannung und Stil erwarte. Verschiedene Unwahrscheinlichkeiten der Story spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle,z.B.
kann man nur darüber grinsen,daß Drei-und
Vier-Sterne-Generäle und hochrangige FBI-Agenten mitsamt dem Direktor des FBI einsam im Busch herumkriechen.Aber das tut der Spannung keinerlei Abbruch.Wenn ich tiefgründige Charaktere erwarte,muß ich natürlich was anderes lesen.
Max zu »Lee Child: Ausgeliefert« 21.04.2008
Lee Child schreibt zwar sehr spannend, seine ausführlichen Beschreibungen zu Waffen darf man allerdings nicht allzu ernst nehmen. Als Sportschütze finde ich es schon amüsant, daß Reacher in „Ausgeliefert“ mit einer Glock 17 auf 25 Meter Reißnagelköpfe treffen kann. So etwas ist unmöglich. Selbst leistungsoptimierte 9 Para Spitzenpistolen haben aus der Schießmaschine (fest eingespannt) Streukreise von 2-3 Zentimetern und das auch nur, wenn die Munition auf die Waffe abgestimmt wurde. Eine Glock 17 ist eine Dienstpistole und damit lassen sich allenfalls Streukreise von 8-10 cm realisieren. Auch der im Buch beschriebene Scharfschützenwettbewerb ist grotesk. Reacher schießt auf 800 Meter - später dann sogar 1200 Meter – und trifft ein Ziel von Kopfgröße. Und dies, obwohl er weder die Treffpunktlage des Zielfernrohres noch die Ladung der Munition kennt. Er hält einfach etwas drüber. Jeder der schon einmal auf 300 Meterbahnen geschossen hat, weiß, daß dies unmöglich ist. Auch völlig unmöglich ist es, so wie im Roman, auf 800 Meter Entfernung mit dem Feldstecher Treffer auf der Scheibe ausmachen zu wollen. Das geht schon bei 300 Metern mit 10-12 fach vergrößernden Gläsern nicht mehr. Fazit: Child scheint, was den Waffenbereich seiner Romane angeht, nachlässig zu recherchieren.
Kerstin zu »Lee Child: Ausgeliefert« 15.10.2007
Zwei fremde Menschen, eine Entführung, ein weiter Weg, viele Verrückte und ein Plan, der dumm und grandios zugleich ist, aber Hilfe ist schon im Anmarsch und auch die beiden Entführten sind nicht wehrlos … Ein schonungsloses, aufwühlendes, präzise geschriebenes Buch voller Überraschungen und purer Spannung – also, das Duell im Wald kann beginnen!
Kincaid zu »Lee Child: Ausgeliefert« 04.08.2007
PUH ... ich konnte mich nicht von diesem Buch losreissen!!! Ich habe gelesen wie eine Süchtige!!! Es gibt sicherlich literarisch wertvollere Krimis, aber selten einen der so unterhaltsam und vor allem spannend geschrieben ist!!! Warum müssen Bücher für Kritiker geschrieben sein, sie sollen doch in erster Linie unterhalten, und das tut Lee Child auf jeden Fall - Absurditäten hin oder her!! Ich habe in den letzten 10 Tagen 4 Jack-Reacher-Bücher verschlungen und freue mich schon jetzt auf Nachschub.sehr zum Leidwesen meiner Familie.!

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