Ein Teil von ihr von Karin Slaughter

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 unter dem Titel Pieces of her, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei HarperCollins.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 2010 - heute.

  • New York: William Morrow, 2018 unter dem Titel Pieces of her. 512 Seiten.
  • Hamburg: HarperCollins, 2018. Übersetzt von Fred Kinzel. ISBN: 978-3959672146. 512 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2018. Gesprochen von Nina Petri. ISBN: 3961080690. 8 CDs.

'Ein Teil von ihr' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Andrea Mitchell weiß alles über ihre Mutter. Sie ist überzeugt, dass keine Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Bis ein Besuch im Einkaufszentrum in einer brutalen Attacke endet, bei der ihre Mutter Laura ins Visier gerät. Plötzlich lernt Andrea eine Seite von ihr kennen, die nichts mit dem ruhigen, gutmütigen Charakter der Frau gemein hat, die sie aufgezogen hat. Wenige Stunden später wird Laura von skrupellosen Verfolgern heimgesucht. Auf der Suche nach einer Antwort folgt Andrea verzweifelt den Spuren in die Vergangenheit. Denn sie muss die verborgene Identität ihrer Mutter ans Licht bringen. Sonst kann es für keine von ihnen eine Zukunft geben.

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Odenwaldwurm zu »Karin Slaughter: Ein Teil von ihr« 09.08.2018
Wir alle kennen unsere Mütter.
Oder etwa nicht?
Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?
(Klappcovertext vom Buch)

Ich bin gut in die Story gekommen. Der Schreibstil ist wieder sehr gut und flüssig geschrieben. Die Charaktere und die Handlung sind sehr bildlich dargestellt und haben mir sehr gut gefallen. Gleich von Anfang an geht es hoch her und es gibt einen Überfall mit Toten. Als Leser stellt man sich gleich einige Fragen, so dass man bereits hier das Buch nur sehr ungern aus den Händen legen kann. Eine der Fragen ist, warum hat den junge Mann das Cafe überfallen und warum hat Andreas Mutter Laura den Angreifer töten hat? Andrea stellt sich auch diese Fragen und muss heraus finden, dass sie ihre Mutter gar nicht richtig kennt. Wir erfahren deshalb was vor ca 30 Jahren in der Vergangenheit bei Laura passiert ist und in laufe der Story wir uns einiges klarer. Am Anfang zieht sich der Thriller etwas in die länge, dass ich von der Autorin eigentlich nicht kenne. Aber das legt sich schnell und wir dürfen mit erlegen was Andrea alles auf ihrer Flucht erlebt. Am Ende der Geschichte sind dann alle Puzzleteile zusammengefügt.

Ich kann das Buch nur sehr empfehlen, auch wenn es nicht das beste Buch von der Autorin ist. Durch die bildhaften Beschreibungen war ich immer sehr gefesselt. Es gibt viele Thriller Autoren die kein so gutes Werk zu Papier bringen. Ich gebe den Buch 4,5 Sterne.
StephanieP zu »Karin Slaughter: Ein Teil von ihr« 07.08.2018
Andrea ist Anfang dreißig und kriegt ihr Leben nicht wirklich auf die Reihe. Sie hat ihr Studium
abgebrochen und Schulden. Als ihre Mutter Laura an Krebs erkrankt, zieht Andrea wieder zu ihr.
Andrea und Laura haben ein sehr gutes Verhältnis und Andrea denkt, dass sie alles über ihre Mutter
weiß. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als ein Anschlag auf Laura geschieht. Andrea muss
erkennen, dass ihre Mutter ein dunkles Geheimnis hat und beginnt daraufhin in der Vergangenheit
zu wühlen um die Wahre Identität ihrer Mutter auzuklären.

Ich konnte von der ersten Seite an die Handlung einsteigen und ihr sofort folgen. Im Gegensatz zu
den anderen Büchern der Autorin baut sich erst relativ spät Spannung auf und diese kann leider nicht
durchgehend gehalten werden. Dennoch fand ich das Buch fesselnd und mitreißend und ich konnte
es trotz der zum Teil fehlenden Spannung schnell und flüssig lesen. Besonders gut gefällt mir, dass
die Handlung in zwei Zeitebenen spielt, welche sehr gelungen verbunden werden. Dies macht den
besonderen Reiz des Buches aus, da dadurch erst nach und nach relevante Details aufgedeckt
werden. Zudem gibt es im Buch einige unerwartete Wendungen, welche den Leser immer wieder
überraschen.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vielschichtig. Zu Beginn kommen viele
unterschiedliche Protagonisten vor und ich hatte anfangs Probleme diese auseinander zu halten. Im
Laufe des Buches kam ich allerdings immer besser hinein und hatte bald keine Schwierigkeiten mehr.
Vor allem die Hauptprotagonistin Andrea war mir sehr sympathisch. Ihre Gefühle wurden sehr
realistisch und glaubwürdig beschrieben.

Ich kenne bereits mehrere Bücher von Karin Slaughter. Ich war bisher von ausnahmslos jedem Buch
begeistert und finde, dass sie absolut zu Recht auf sämtlichen Bestsellerlisten auftaucht. „Ein Teil von
ihr“ ist ein unglaublich fesselnder und mitreißender Thriller, der mich komplett in seinen Bann
gezogen hat. Dennoch finde ich, dass das vorliegende Buch nicht das stärkste der Autorin ist. Ich
hoffe dennoch auf weitere Thriller der Autorin und schlaflose Nächte!

FAZIT:
„Ein Teil von ihr“ ist meiner Meinung nach nicht das Beste Buch von Karin Slaughter. Trotz der häufig
fehlenden Spannung konnte mich der Thriller fesseln und mitreißen. Ich vergebe daher 4 Sterne!
leseratte1310 zu »Karin Slaughter: Ein Teil von ihr« 29.07.2018
Andrea Mitchell ist mit ihrer Mutter beim Geburtstagsessen, als etwas geschieht, dass sie an allem zweifeln lässt. Immer hat sie gedacht, es gäbe keine Geheimnisse zwischen ihrer Mutter und ihr. Doch als es eine Schießerei gibt und ein Mann sie bedroht, erlebt sie ihre Mutter von einer ganz neuen Seite, denn Laura stellt sich dem Schützen entgegen und tötet ihn sogar. Danach ist das alles im Internet zu sehen und Verfolger sind plötzlich hinter Andy her. Lauras Vergangenheit hat sie eingeholt. Andrea will mehr über ihre Mutter wissen und macht sich auf die Spurensuche.
Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen und habe mich auch auf dieses Buch gefreut. Es ist nicht schlecht, aber so richtig konnte es mich trotzdem nicht packen. Vielleicht lag es daran, dass so viele Personen in dem Buch eine Rolle spielten und es nicht einfach war, alle gleich auseinander zu halten. Anfangs gestaltet sich die Geschichte auch recht zäh. Zum Glück ändert sich das später. Der Schreibstil ist aber gewohnt gut und flüssig zu lesen.
Ein Handlungsstrang führt den Leser etwa dreißig Jahre in die Vergangenheit und berichtet über Jane und Nick. Jane ist Nick sehr ergeben und Nick ist ein radikaler Typ.
Andrea lebt wieder bei ihrer Mutter, als diese an Brustkrebs erkrankte. Sie ist jetzt 31 und hat eigentlich noch nichts so richtig auf die Reihe bekommen. Die Schulden ihres Studiendarlehens belasten sie, den Abschluss hat sie nicht geschafft. Sie ist nicht glücklich mit ihrem Leben, hat aber auch nicht den Elan, um daran etwas zu ändern. Aber als an ihrem Geburtstag so dramatische Sachen ablaufen, wird sie aus ihrem Phlegma gerissen und dann kann sie zeigen, dass doch etwas in ihr steckt. Laura dagegen hat ein bewegtes Leben hinter sich. Als Andrea fliehen muss, weiß Laura genau, was zu tun ist.
Auch wenn man manchmal zu wissen glaubt, worauf die Geschichte hinausläuft, so ergeben sich doch immer wieder Wendungen, die die dann wieder in eine andere Richtung weisen. Jeder scheint sein Geheimnis zu haben. Das hält die Spannung aufrecht.
Am Ende ist man schockiert, wieviel Hass und Rachegedanken hinter dieser Geschichte steckt und die mit viel Gewalt zu tun hat.
Auch wenn ich nicht hundertprozentig überzeugt bin, so hat mir das Buch dennoch gefallen.
subechto zu »Karin Slaughter: Ein Teil von ihr« 24.07.2018
Mutter und Heldin oder Tötungsmaschine?

Um es gleich zu sagen, „Ein Teil von ihr“ ist das Beste was ich je von Karin Slaughter gelesen habe. Worum geht es?
Hier und Jetzt. Laura lebt mit ihrer erwachsenen Tochter Andrea in Belle Isle, einer kleinen Stadt in Georgia, USA. Sie ist geschieden und mit ihrem Ex Gordon noch immer freundschaftlich verbunden. Aber sie hat auch eine dunkle Seite.
Am Geburtstag ihrer Tochter geraten beide in einen Amoklauf. Laura tötet den Schützen. Doch wie das heute so ist, wird die Schießerei gefilmt und das Video anschließend ins Internet gestellt. Damit gerät Laura ins Visier von Menschen, die sie eigentlich vergessen wollte. Was folgt, ist ein Trip in die Vergangenheit, kreuz und quer durch Amerika.
Ein weiterer Handlungsstrang, mehr als 30 Jahre davor, schildert, wie sich eine Gruppe von jungen Leuten unter Führung des charismatischen Nick radikalisiert. Jane ist diesem Mann rückhaltlos verfallen, ja geradezu hörig.
Karin Slaughter hat ihren neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, 1986 und 2018, mit wechselnden Perspektiven. Wie immer gelingt es der Autorin Spannung aufzubauen - und zu halten.
Es geht um eine unglückliche, schmerzhafte Liebe, Erpressung und Gewalt. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Je näher man der Wahrheit zu kommen scheint, desto undurchsichtiger wird sie - bis sie mit voller Wucht zuschlägt.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Andrea ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Naiv und phlegmatisch. Eine Amöbe (Zitat). Aber als sie unvermittelt an den Rand des Abgrunds getrieben wird, wächst sie über sich hinaus.

Fazit: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Erschütternd und mitreißend zugleich.
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