Foresta Nera von Friedemann Hahn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Polar.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Schwarzwald, 2010 - heute.

  • Hamburg: Polar, 2018. ISBN: 978-3945133613. 210 Seiten.

'Foresta Nera' ist erschienen als Hardcover E-Book

In Kürze:

In einem abgelegenen Wirtshaus im Schwarzwald zelebrieren Polizei- und Wehrmachtveteranen ein blutiges Schlachtfest. Regie führt der selbstherrliche Bundesgrenzschutz-Offizier Felix Krüger. Der Polizeioffizier Hans Cremer, der wie viele Alte Kameraden nach der Kapitulation `45 für Frankreichs Fahne in der Fremdenlegion weiterkämpfte, wechselt zum Bundesgrenzschutz und wird von Krüger, nicht ganz legal, als Sonderermittler eingesetzt. Eine Blutspur zieht durch den Schwarzwald und das an­grenzende Rheintal. Ein Kunstmaler erschießt sich angeblich selbst. Ein Mitarbeiter der Organisation Gehlen wird hingerichtet. Mädchen verschwinden und tauchen als Leichen wieder auf. Auf Polizeioffiziere wird geschossen, sie werden gejagt, sie werden ermordet. Hans Cremer sieht einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen und Morden im Dreiländereck Baden, Schweiz und dem Elsaß und Verbrechen im 2. Weltkrieg. Wer steckt hinter der Organisation Boxsport-Süd? Welche Rolle spielt der Gendarmerie-Commandant Proust?  Die Vergangenheit holt die Täter ein. Auch Hans Cremer ist tiefer in die Mordtaten verstrickt, als er anfangs ahnt.

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Joachim F. Schroeder-Hohenwart zu »Friedemann Hahn: Foresta Nera« 02.05.2018
Eine wilde, blutige Geschichte! Die Beschreibung des Schwarzwald-Tanns hat mich an Heavy Metal-Musik erinnert. Zum Beispiel 'Rammstein': Ohne dich - "Ich werde in die Tannen gehen / Dahin wo ich sie zuletzt gesehen."
Berserkerhafte Poesie, die in Deutschland fast ausgestorben ist. Dazu eine subtile Anspielung an die Stars der 50er und 60er Jahre. Bogey und Ava. Das schöne Gesicht von Ava Gardner überlagert sofort jede Erinnerung. Als Konzept und ironische Brechung ist dieses Stilmittel gut gelungen, finde ich. Das Schlachtfest der Nazi-Bande ist kaum zu überbieten an Wort- und Bildgewalt. Wahnsinn! Ich wusste gar nicht, dass der Maler - oder jedenfalls seine Begabung - alle sonstigen künstlerischen Betätigungen so stark überlagert wie das in Foresta Nera der Fall ist. Tolle Bilder schossen in meinem Kopf hin und her. Das tat der leicht systemischen Intransparenz der Erzählung aber keinen Abbruch. Starkes Stück Sprache! Ich bin beeindruckt!
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