The Cutting

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • New York: Minotaur Books, 2009, Titel: 'The cutting', Seiten: 326, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2011, Seiten: 509, Übersetzt: Leo Strohm

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Jörg Kijanski
Treibendender Plot, guter Mainstream-Thriller.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jul 2011

Auf einer Mülldeponie wird die Leiche der sechszehnjährigen Katie Dubois gefunden, die vor einer Woche spurlos verschwunden ist. Bei der Untersuchung des Mädchens machen die Ermittler unter der Leitung von Detective Sergeant Michael McCabe eine schaurige Entdeckung, denn dem Opfer wurde mit äußerster Präzision das Herz entfernt. Offenbar war ein Chirurg oder ein Fachmann mit vergleichbaren medizinischen Kenntnissen am Werk, so dass McCabe den führenden Kardiologen der Stadt, Dr. Philip Spencer, befragen möchte. Dieser leitet zudem die Transplantationschirurgie im Cumberland. Doch die Zeit drängt bereits, denn noch am gleichen Tag, an dem die Leiche der kleinen Katie gefunden wird, wird die achtundzwanzigjährige Lucinda Cassidy als vermisst gemeldet. Beide Frauen sind bzw. waren jung, hübsch und aktive Sportlerinnen. Sollte sie das nächste Opfer eines Serienmörders sein, der es auf die Entnahme von Herzen abgesehen hat?

McCabes Verdacht , dass hier möglicherweise gezielt Herzen gesucht werden, um sie womöglich im Wege einer Transplantation einem anderen Menschen einzusetzen, wird von Dr. Spencer nachhaltig widersprochen. Eine Transplantation könne nur über offizielle Wege erfolgen, ein wie auch immer organisierter Schwarzmarkt sei völlig undenkbar. McCabe stößt das arrogante Gehabe des Doktors unangenehm auf; auch kann er nicht glauben, dass Katies Herz nicht für eine Transplantation infrage kommen soll. Als er bei seinen Recherchen auf den unaufgeklärten Fall der im Jahr 2002 ermordeten Elyse Andersen stößt, welcher ebenfalls das Herz entnommen wurde, ist allen Ermittlern klar, dass Lucinda Cassidy nur noch wenige Tage zu leben hat, denn der Mörder stieß immer binnen einer Woche zu. Konkrete Verdächtige gibt es allerdings zunächst nicht…

James Hayman hat mit The Cutting einen gradlinigen Pageturner vorgelegt, der trotz seiner rund 500 Seiten problemlos in zwei Tagen zu lesen ist. In "Echtzeit" beschreibt der Autor die detaillierten Ermittlungen der Polizei, die sich zunächst äußerst mühsam darstellen. Da mit dem Auffinden von Katies Leichnam fast zeitgleich Lucinda verschwindet, geht die Geschichte von Beginn an hohes Tempo und es gelingt dem Autor bis zum Schluss, dieses weitgehend zu halten. Die Hauptfigur des DS Michael McCabe wird sympathisch beschrieben, so dass man sich mit ihm durchaus anfreunden kann. Als alleinerziehender Vater einer dreizehnjährigen Tochter gelingt es ihm oftmals nur mit Hilfe von Bekannten und seiner Lebensgefährtin Kyra alles unter einen Hut zu bekommen. Dabei wollte McCabe eigentlich im beschaulichen Portland ein etwas ruhigeres Leben als Polizist führen, denn zuvor war er beim NYPD aktiv, wo er mit einer glänzenden Aufklärungsquote eine Art Kultstatus erreichte. Nicht zuletzt wegen seines fotografischen Gedächtnisses, dass es ihm ermöglicht, beispielsweise Augenzeugenberichte auch nach längerer Zeit noch wortwörtlich zu zitieren. McCabe vergisst nichts. Abgesehen davon, dass dieser Punkt vielleicht ein wenig überzogen erscheint sind die Figurenzeichnungen recht ordentlich.

Die Pluspunkte von The Cutting sind das treibende Tempo des Plots, die Einblicke in die – nicht immer – offizielle Transplantationschirurgie und die gelungene Figur des Protagonisten. Leider hat es der Autor versäumt genügend verdächtige Personen aufzubauen, so dass, abgesehen von einer kleinen Finte, die Lösung womöglich dem einen oder anderen Leser schon frühzeitig klar sein dürfte. Zudem überschlagen sich auf den letzten rund hundert Seiten die Ereignisse, was dem vorhergehenden Erzählstil ein wenig widerspricht. Alles in allem aber ein klarer Kauf bei dem am Ende die Vorfreude auf den nächsten Fall die Oberhand behält.

The Cutting

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Letzte Kommentare:
22.11.2011 17:15:35
Sarah_Ch

"The Cutting" war ein echter Glücksgriff, da ich zuvor noch nie von James Hayman gehört habe.

Anfangs ist es schwierig mit den ganzen Namen und Personen klar zu kommen, weil es einfach so viele sind. Allerdings ist mir das Ermittlerteam schnell sympathisch geworden. Die Figur McCabe gefällt mir.

Es ist eine typische Serienmördergeschichte, allerdings gut geschrieben. Der Schreibstil geällt mir und spätestens nach dem Gespräch mit der Zeugin hat man Spannung pur, die sich bis zum Ende hält.

Empfehlenswertes Buch. Das zweite dieser Reihe hab ich mir direkt zugelegt.

09.09.2011 16:45:16
volker.reads

Nichts wirklich Neues an der "Serienmörderfront" (auch wenn es sich um einen Medizinthriller oder so handelt.
Zwar hat die Story einen ausgefeilten Plot und sauber charakterisierte Akteure - und trotzdem: man hat die Geschichte eigentlich schon dutzendfach so ähnlich gelesen und die tragenden Personen sind absolut austauschbar. Sehr Spannend ist die Story allemal, sie liest sich in einem Zug ohne einen Funken Langeweile, ist in sich schlüssig mit vielen spannenden Wendungen. Ich mags halt etwas raffinierter.

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