Der Krake auf meinem Kopf

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Tucson: Dennis McMillan, 2007, Titel: 'The octopus on my head', Seiten: 236, Originalsprache
  • Berlin: Pulp Master, 2012, Seiten: 175, Übersetzt: Angelika Müller & Ango Laina

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Michael Hoch
Roadmovie für Fortgeschrittene

Buch-Rezension von Michael Hoch Mai 2011

Die Perlen sind nicht immer nur den großen Verlagen vorbehalten. Wer sich umschaut, entdeckt, so manchen Schatz außerhalb des Mainstreams, wie in diesem Falle bei Pulp Master. „Der Krake auf meinem Kopf" ist eines dieser Werke, die einen nicht mehr loslassen und man nicht so recht weiß, warum man um Himmels Willen erst so spät auf Jim Nisbet aufmerksam geworden ist, sollte man vorher noch nichts von ihm gehört haben.
Mit Nisbet geht es auf einen derben Roadtrip ohne Rücksicht darauf, den Leser damit total zu überfordern. Nisbet, Jahrgang 1947, liegt irgendwo zwischen Quentin Tarantino und Bret Easton Ellis ohne dabei auf einen der beide zu schielen, um sich irgendetwas dort herauszuziehen. Nisbet hat seinen eigenen Stil, keine Frage. Und er besitzt die Gabe, auf den Punkt genau die Situation zu sezieren, ohne dabei auch nur ein einziges Wort zu verschwenden.

Es geht um Curly Watkin und seine Freunde, weiblich wie männlich. Watkin ist Musiker, die Punkbewegung liegt verkümmert hinter ihm. Sein Krakentattoo und seine Gitarre zeugen noch aus jener goldenen Zeit, in der er durch die Clubs gezogen ist. Ivy Pruitt ist noch einer seiner alten Freunde, die die Zeit überlebt haben, wenn auch angeschlagen. Er ist Jazzdrummer und gedenkt eine neue Band zu gründen. Die gemeinsame Freundin, Lavinia, bei der man das Gefühl nicht los wird, dass sie bei guter Laune so manchem Blow-Job nicht abgeneigt ist, versucht, das Geld für Ivy aufzutreiben. Kein leichtes Unterfangen, wenn dann auch noch Drogen im Spiel sind und die nächste Razzia nicht lange auf sich warten lässt. Und auch ein Mord passiert und die Freunde befinden sich mitten im Schlamassel, werden zu Verdächtigen und das ganze Bandding gerät mehr und mehr in den Hintergrund.

Es ist faszinierend, zu erleben, wie die Protagonisten sich immer wieder in philosophischen Ausflüchten verlieren und wie Jim Nisbet mit seinen Figuren spielt.

Beim Lesen des Buches schleicht sich die Hoffnung ein, das Buch als Roadmovie bald im Kino sehen zu können. In der Art, wie Nisbet schreibt, sind die Bilder dermaßen präsent, dass es für eine Umsetzung als Drehbuch nicht mehr viel braucht, um die Krake Realität werden zu lassen.
Ein Unbekannter Jim Nisbet wahrlich nicht. Dreizehn Romane hat er bereits geschrieben. Einige seiner Bücher gelten bereits als moderne Klassiker. Und auch sein aktuelles Buch Der Krake auf meinem Kopf hat das Zeug, ein echter Kultroman zu werden.

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