Die Spur der Kinder

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Ullstein, 2010, Seiten: 342, Originalsprache

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Eine junge Frau irrt verzweifelt durch den Wald. In einer abgelegenen Hütte findet sie Zuflucht. Zur gleichen Zeit erhält die Schriftstellerin Fiona Seeberg in Berlin eine schreckliche Nachricht. Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter werden erneut Kinder entführt. Die Spur führt Fiona und Kommissar Piet Karstens zu einer einsamen Hütte im Spreewald. Offenbar wurden die Kinder dort einem grausamen Ritual unterzogen. Und jede Hilfe scheint zu spät…

Die Spur der Kinder

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Letzte Kommentare:
09.09.2020 11:04:59
thrillerfan

Nach der Beschreibung habe ich einen spannenden Thriller erwartet. Das wurde erfüllt, wenn auch mit einigen "Hängern".

Die junge Frau befreit sich aus dem Versuch einer Entführung und kann wegrennen und kommt zu der Hütte. Sie hofft dort Hilfe zu kommen aber sie landet in einem Keller in dem sie Grausamkeiten ertragen muss. Die Schriftstellerin Fiona Seeberg kämpft immer noch mit der Tatsache, dass über den Verbleib ihre verschwundenen Tochter nichts bekannt ist. Und dann bekommt sie mit, dass weitere Kinder entführt wurden und dies in verschiedenen Gegenden- Außerdem bekommt sie dann auch noch ein "Geschenk" von einem Unbekannten, was sie noch weiter verwirrt. Fiona Seeberg ist reich und sie unterstützt ihren Lebenspartner so viel wie sie kann. Und dann muss sie aber feststellen, dass es Geheimnisse gibt, die das Zusammenleben mit ihm in neues Licht stellen. Fiona hat seit dem Verschwinden ihrer Tochter mit der Sucht Alkohol zu kämpfen. Aber sie will ankämpfen und geht zu "Anonymen Alkoholikern". Dabei muss sie im Verlauf ihrer sonstigen Aktivitäten feststellen, dass sie belogen wurde und damit das Verschwinden ihrer Tochter neu zu sehen ist. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und besonders Kommissar Piet Karstens kniet sich rein. Er stellt dabei viele Geheimnisse und Zusammenhänge fest. Umso weiter er und Fiona kommen umso mehr geraten beide selbst in große Gefahr. Aber sie liegen mit ihren Erkenntnissen eigentlich falsch. Erst zum Ende stellt sich die unerwartete Lösung heraus.

Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben, wenn auch mit kleineren Hängern. Der absolute Abschluss des Buches geht leider in die kitschige Richtung.

Fazit: Gut lesbar, nicht unbedingt für Leser, mit schwachen Nerven geeignet.

12.05.2020 16:15:32
Plusundminus

Für einen Erstling sehr routiniert runtergeschrieben. Einfacher Plot, klar und straight inszeniert. Personen bleiben etwas blass. Die Auflösung ist bezüglich der schuldigen Person recht überraschend, weil vorher kaum Hinweise zum Mitdenken erkennbar. Liest sich flott trotz manchmal abflauender Spannung.

30.03.2019 08:00:48
laura_testet_

Fionas kleine Tochter ist vor zwei Jahren spurlos verschwunden und bis jetzt konnte der Täter gefunden werden. Die Polizei ermittelt wieder am Fall, da weitere Kinder aus der gleichen Kindergartengruppe verschwinden. Fiona wird erneut befragt und beginnt selbst mit Nachforschungen.
Ich habe tatsächlich sehr schockiert zwanghaft weitergelesen bei dem Teil an dem erzählt wird was Fiona passierte.
Die Spannung hätte etwas rasanter sein können.
Der Teil mit den Kindern kommt meiner Meinunc nach ein kleines bisschen zu kurz. Hier hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Mit kleinen Hinweisen das ganze Buch über will man dann aber doch unbedingt zu Ende lesen und endlich erfahren wer es war. Nur leider kommt das erwartete und gewünschte Ende nicht Und man hängt quasi im Dunkeln. Bin gespannt ob es hier noch weiter geht :)

30.03.2012 20:36:52
antje

Liest sich recht spannend - aber schnell und in einem Rutsch; und man hat den Eindruck, so wurde das Buch auch geschrieben... Ist alles etwas sehr oberflächlich gehalten - nett als Strandlektüre, aber kein echter Burner.
Vor allem der Schluss hat einen schalen Beigeschmack hinterlassen: [...]

28.03.2012 19:41:38
Dante.

Berlin wird seit einigen Jahren durch Serie von Kindesentführungen in Atem gehalten. Der Ermittler Piet Karstens und sein Team tappen noch immer im Dunkeln. Der Täter hinterlässt keinerlei Spuren, seine Handschrift hinterlässt er in Form einer weißen Lilie, die er den Müttern per Boten schicken lässt. Fiona Seeberg, Schriftstellerin und eine der betroffenen, findet auch zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter Sophie noch nicht richtig ins Leben zurück. Alles hat sich verändert, ihr Lebensgefährten Adrian Riedel scheint dies besser kompensieren zu können, er stürzt sich in die Arbeit, doch ihr mag dieser Schritt nicht gelingen. Schon mehrfach hat Fiona versucht einen neuen Roman zu beginnen, auch ihr Alkoholkonsum nimmt bedrohliche Ausmaße an. Nach einer weiteren Kindesentführung suchen die Ermittler Karstens und Behring Fiona auf, in der Hoffnung, dass es doch noch Anhaltspunkte gibt, die damals übersehen wurden. Adrian, Fiona´s Verlobter scheint nicht begeistert, wie in den vorherigen Vernehmungen verhält er sich merkwürdig und verstrickt sich Wiedersprüche. Von der Ungewissheit geplagt beginnt Fiona nachzuforschen…

Fazit:

Der Roman liest sich absolut angenehm, fließend und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Die Protagonisten erscheinen auf Anhieb sympathisch und durch die Ecken und Kannten sehr lebensnah.
Die Autorin schafft es spielend, den Leser zu verwirren und in lange im Dunkeln tappen zu lassen. Am Ende des Buches wird die Handlung rasant vorangetrieben und ein Ereignis führt zum nächsten. Doch niemand kann ahnen, welche Abgründe sich am Ende auftun, Absolut empfehlenswert.

27.07.2011 21:45:35
Elisabeth Wiengarten

Ich habe das Buch gerade gelesen. Absolut spannend und gut aufgebaut. Der Leser bleibt bis zuletzt auf der falschen Spur. Gut finde ich auch die Darstellung der einzelnen Personen, die in vielen Facetten gezeigt werden. Es wird kein Alltag gezeigt, der weit weg von der normalen Vorstellungswelt liegt, was ich sehr wichtig finde. Ein Buch, dass ich nur für Krimiliebhaber empfehlen kann.

16.05.2011 17:38:00
anyways

Fiona Seeberg, gut situierte junge Autorin, ereilt das denkbar schlimmste Schicksal, dass eine Mutter treffen kann, ihre 2 1/2 jährige Tochter Sophie verschwindet vom Spielplatz, wo sie unter der Aufsicht ihres Vaters spielte. Nach der Zustellung einer weißen Lilie ist Fiona klar, dass Sophie einem Serientäter in die Hände gefallen ist.



Zwei Jahre später ist Fiona noch nicht über diesen Verlust hinweg, sie kommt ohne Alkohol und die täglichen Ausflüge zum Spielplatz nicht mehr über den Tag und ihre Lebensgemeinschaft mit Sophies Vater Adrian, läuft auch mehr recht als schlecht.

Andres als Fiona stürzt Adrian sich wieder voll ins Berufsleben.

Als ein weiterer kleiner Junge aus Sophies ehemaligem Kindergarten verschwindet, wird Fiona erneut sehr schmerzhaft mit ihrem Verlust konfrontiert.

Wieder stehen sie und Adrian den Kriminalkommissaren Rede und Antwort. Diesmal verstrickt sich der so cool wirkende Adrian aber in leichte Widersprüche. Aufgerüttelt durch ihre Begegnung mit Kriminalkommissar Karstens beginnt Fiona ihr Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen, sie besucht die Anonymen Alkoholiker und beginnt zaghaft wieder mit dem Schreiben.



Weitere verschwundene Kinder, ein Selbstmord und rätselhafte Morde an jungen Erwachsenen ziehen Fiona in einen grausamen Sog menschliche Abgründe.







Ein außergewöhnlich spannender Thriller von Hanna Winter. Obwohl man ganz zu Anfang in Adrian schon den Schmarotzer und zwielichtigen Lebensabschnittsgefährten sieht, verschleiert die Autorin bis zum Schluss dessen Geheimnis. Alle Handlungsstränge laufen parallel ab, so dass der Leser manchmal vorher weiß was passiert, bzw. die Zusammenhänge vor den Ermittlern erkennt, ohne natürlich eingreifen zu können.

Einen kleinen Minuspunkt gibt es für die Darstellung der Beziehung von Adrian und Fiona. Eine Mutter die auf so tragische Weise ihr Kind verliert, ist bestrebt irgendjemanden die Schuld hier für zu geben. Da Adrian der letzte war, der Sophie lebend gesehen hat, und im weitesten Sinne seine Aufsichtspflicht verletzt hat, wäre er der geeignete Kandidat für Fionas verbalen Angriff. Aber im Gegenteil, Fiona zeigt außerordentlich viel Verständnis für ihren Freund. Das wirkt unglaubwürdig.



Für einen Debüt-Thriller sehr gut gelungen. Ich freue mich schon auf ihre nächsten Bücher

11.05.2011 05:24:47
Koffeinfrei

Bin mehr durch Zufall auf dieses Buch bzw. auf die Autorin gestoßen und bin positiv überrascht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist spannend geschrieben, gut zu lesen, systematisch aufgebaut und man fiebert erwartungsvoll dem Ende zu. Einige Verdächtige werden präsentiert und man fragt sich wirklich bis zum Schluss, wer es war und was genau passiert ist. Es ist keine superkomplizierte Kost, keine in tiefschürfende Charakterstudien ausschweifende Lektüre und keine in Beschreibung von Situation, Dramatik und Stimmung ausschweifender Roman, sondern leichte Kost, die sich schnell und mühelos liest. Ich habe das Buch gerne gelesen und werde mir das nächste auch kaufen.

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