Katzmann und das verschwundene Kind

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Jaron, 2011, Seiten: 208, Originalsprache

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Anfang November 1918: Auch in Dresden gärt es. Die Bevölkerung leidet unter der katastrophalen Lebens mittel ver sorgung nach dem Ende des Weltkrieges, viele Familien sind verarmt, die Spanische Grippe fordert täglich neue Opfer. Immer wieder flackern Unruhen auf, die Gegner der Monarchie fordern eine neue, eine demokratische Ordnung. Kurz vor Ausbruch der Revolution verschwindet ein kleines Mädchen spurlos. Der ermittelnde Kommissar ist ratlos. Da kommt ihm sein alter Schulfreund Konrad Katzmann, frischgebackener Dresden-Korrespondent der Leipziger Volks - zeitung, gerade recht. Mit seinem Gespür für die richtigen Fragen und einer großen Portion Abenteuerlust stürzt sich dieser sogleich in die Recherche und hat schon bald eine heiße Spur

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Letzte Kommentare:
11.11.2014 17:01:35
tassieteufel

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges leiden die Menschen unter Hunger, Arbeitslosigkeit und der politischen Ungewissheit. Zudem grassiert die spanische Grippe und fordert täglich neue Opfer. Auch in Dresden im November 1918 sieht es nicht besser aus. Der frischgebackene Dresden-Korrespondent der Leipziger Volkszeitung, Konrad Katzmann hingegen freut sich über seine Festanstellung und stürzt sich mit Eifer auf seine neue Aufgabe. Als er von seinem alten Jugendfreund Kommissar Fritz Ganter um Hilfe gebeten wird, da dieser in seinem aktuellen Fall um ein verschwundenes kleines Mädchen nicht weiter kommt, entwickelt der junge Reporter viel kriminalistisches Gespür und am Ende gelingt es ihm, den Fall, der noch wesentlich größere Dimensionen annimmt als zuerst gedacht, aufzulösen.

Die Idee eines Kettenromans um eine Hauptfigur, die sich über Jahre hinweg entwickelt ebenso wie der historische Hintergrund, wobei jeder Teil von einem andern Autor geschrieben wird, ist auf jeden Fall interessant und vom Konzept her durchaus reizvoll. Der Einstieg in die Reihe ist der Autorin Franziska Steinhauer auch im Großen und Ganzen recht gut gelungen. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Aber zuerst mal zum Positiven. Die Hauptfigur Konrad Katzmann wird sehr sympathisch geschildert und als Leser bekommt man einen Einblick in seine Lebensverhältnisse. Das recht schwierige Verhältnis zu seinem Vater, der die politischen Ansichten des Sohnes nicht teilt und auch dessen Lebensumstände nicht billigt, wird anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Bei aller Sympathie für Konrad erscheint er mir allerdings ein wenig zu gut und heldenhaft für seine Zeit, dass nimmt man der Figur nicht so ganz ab, hier fehlte mir ein bissel die Ausgewogenheit.
Ebenso erhält man einen bildhaften Einblick in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und die schwierige Situation für viele Kriegsheimkehrer die mit ihren körperlichen und geistigen Gebrechen allein gelassen werden. Hier ist der Autorin ein stimmiges Bild gelungen, das plastisch und eindringlich die sozialen und politischen Verkettungen schildert.
Neben Katzmanns ganzen Aktivitäten und der Schilderung des historischen Hintergrundes gibt es auch noch kurze Einschübe, die Einblick in die Psyche des Täters geben, allerdings bleibt der eigentliche Krimifall bei dem ganzen (zugegebener Maßen netten und interessanten „Drumherum“) ein wenig auf der Strecke. Sicher ist es bei nur knapp 200 Seiten schwer, einen schlüssigen und stimmigen Fall aufzubauen, bei dem auch noch ein adäquater historischer Hintergrund geschaffen wird, aber man hätte hier doch auf ein paar unwichtige Nebenschauplätze verzichten können, die zum einen für den Fall nicht von Belang sind und zum anderen eh im Sande verlaufen und den Leser am Ende ein wenig rätselnd zurück lassen, wozu das gut sein sollte. Insgesamt ist das Ende schlüssig, obwohl mir schon recht lange klar war, wer hier der Täter war, zudem hätte man sich nach den ganzen Einblicken in die Psyche des Mörders doch ein wenig mehr Informationen über sein Schicksal gewünscht, das wird zum Schluß alles ein wenig überstürzt abgehandelt.


FaziT: insgesamt ein interessantes Konzept und dieser erste Fall macht auf jeden Fall neugierig auf weitere Fälle für Reporter Katzmann, der eine interessante und liebenswerte Figur ist. Das Highlight für mich in dem Buch war aber mehr der historische Rahmen als der Krimifall.