Schirmers Erbschaft

Erschienen: Januar 1955

Bibliographische Angaben

  • London: William Heinemann, 1953, Titel: 'The Schirmer Inheritence', Seiten: 270, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Fischer, 1955, Seiten: 209, Übersetzt: Harry Reuss-Löwenstein & Theodor A. Knust
  • Zürich: Diogenes, 1975, Seiten: 231
  • Zürich: Diogenes, 2001, Seiten: 292, Übersetzt: Nikolaus Stingl

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Die Handlung setzt 1806 mit den Napoleonischen Kriegen in Deutschland ein, als ein Ansbacher Dragoner von der preußischen Armee bei Königsberg desertiert, sich mit seiner Frau nach Mühlhausen in Thüringen durchschlägt und später, als Mühlhausen preußisch wird, seinen Namen ändert. Mehr als hundert Jahre später, am Ende des Zweiten Weltkriegs, wird ein Nachkomme dieses Franz Schirmer für eine amerikanische Millionenerbschaft gesucht. Ein amerikanisches Anwaltsbüro entsendet eine neugierige Nachwuchskraft nach Europa, und Eric Ambler führt in diesem Fall, in einem seiner besten Bücher, zwei Jahrzehnte europäischer Kriegs- und Nachkriegsgeschichte vor: zunächst die deutsche, dann die griechische und jugoslawische.

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Letzte Kommentare:
29.06.2009 14:21:24
Pela

Ein ungewöhnliches, ganz hervorragendes Buch mit außergewöhnlicher historischer Sachkenntnis. Ambler versteht es, den Konflikt Griechenlands und des Balkans nach dem Abzug der deutschen Besatzungstruppen zu schildern, dass es einem dem Atem verschlägt. Und das bei einem eher aufgeräumten Erzähltempo! Zweifellos ist Schirmers Erbschaft der einzige Roman in der gesamten Epoche, der zumindest latente Sympathien für einen deutschen Soldaten weckt. Das Ende überrascht allerdings und lässt Fragen offen, die man sich als Leser nur mühsam selbst zusammenschustern kann. Dennoch: Ich würde es jedem Thrillerfan empfehlen!

01.09.2004 14:07:18
Double-K

Eine Reise wie sie nur wenige geschildert haben!
Lesenswert ohnehin. Und ohne den endlosen amerikanischen Idiotismus anderer Krimiautoren. (Ambler ist ja eh Brite)!!
Ambler ist heute noch unerreicht!

06.10.2003 21:46:46
Kai Luehrs-Kaiser

Ein Beweis dafür, dass Ambler immer Neues ausprobiert hat. Sein originellstes Buch, kein Krimi, noch weniger ein Thriller.