Der Nachbar

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 2001, Titel: 'Acid Row', Seiten: 343, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2002, Seiten: 413, Übersetzt: Mechtild Sandberg-Ciletti
  • Augsburg: Weltbild, 2003, Seiten: 6, Übersetzt: Franziska Bronnen
  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 413

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Michael Matzer
Ein extrem spannendes und aktuelles Dokudrama

Buch-Rezension von Michael Matzer Mai 2003

Die First Lady des britischen Krimis begibt sich in "Der Nachbar" an die vorderste Front der sozialen Katastrophe, die Sozialwohnungssiedlung in England heißt. Hier findet eine regelrechte Hexenjagd gegen einen mutmaßlichen Kinderschänder statt, während ein kleines Mädchen vermisst wird. Walters greift reale Ereignisse aus dem Jahr 2000 in Großbritannien auf.

Der Originaltitel "Acid Row" trifft den Gewaltanteil in diesem Mileu genau: "acid" heißt Säure, aber auch LSD und Methedrin (ein Heroinersatz). Acid Row nennen die Bewohner dieser Siedlung ihr eigenes Ghetto.

Der Name "Bassindale Estate" klingt großspurig nach einem herrschaftlichen Anwesen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Wohnviertel in Südengland um ein heruntergekommes Sozialbaughetto, in dem viele Senioren und alleinerziehende Mütter leben. Wegen der aggressiven Jugendbanden, in denen Alkohol und harte Drogen kursieren, trauen sich kaum noch Beamte oder Ärzte in das Viertel. Dr. Sophie Morrison, ist die große Ausnahme. Sie ist eine der Hauptfiguren in diesem Drama, das sich an nur zwei Tagen abspielt.

Eines Tages quatscht eine Sozialarbeiterin, Fay Baldwin, die es Dr. Morrison heimzahlen will, gegenüber einer Bewohnerin des Viertels, Melanie Patterson, aus, dass ein entlassener Pädophiler in der Nachbarschaft einquartiert worden sei: in Haus Nr. 23 der Bassindale Row Nord. Sie ahnt nicht, dass sie damit einen regelrechten Krieg auslöst.

Denn Melanie und ihre Mutter Gaynor brauchen nur zwei und zwei zusammenzuzählen: Gerade hörten sie im Fernsehen, dass die zehnjährige Amy Rogerson vermisst werde, möglicherweise wurde sie entführt. Könnte vielleicht der Pädophile von Nr. 23 dahinterstecken? Angeführt von den beiden couragierten Frauen, beginnt etwas, das als Protestdemonstration gegen den Sexualstraftäter geplant war. Melanies neuester Freund, Jimmy James, der gerade aus dem Knast zurückkommt, warnt die beiden Frauen vor den möglichen Folgen.

Denn die Jugendbanden sehen die unverhoffte Gelegenheit, ordentlich Rabbatz zu machen. Die Benzinbomben sind bereits vorbereitet, ebenso die Autobarrikaden, die das Eindringen von Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen in das Viertel verhindern. Unter den Anführern finden sich Kinder der Pattersons, doch Wesley Barber ist ein vollgedröhnter Junkie, der sich nichts sagen lässt. Er will Blut sehen.

Rund zwei- bis dreitausend Menschen drängen sich vor dem Haus Nr. 23. Als die ersten Steine und Benzinbomben fliegen, drohen bereits die ersten Kinder zerquetscht zu werden. Horrorszenen wie in panikartig verlassenen Fußballstadien bahnen sich an. Die Polizei ist machtlos. Ihr Hubschrauber hält alles fest, kann aber nicht eingreifen.

Das eigentliche Drama spielt sich in Haus Nr. 23 selbst ab. Dort ist Dr. Sophie Morrison mit zwei Psychopathen eingeschlossen, während die Benzinbomben die Haustür in Brand setzen. Der sogenannte Pädophile Milosz stellt sich als friedfertiger Feigling heraus, der total unter der Tyrannei seines 71-jährigen Vaters Franek lebt. Franek ist ein bulliger Ex-Boxer, der die Psyche eines Sadisten hat. Sophie erlebt den wahren Horror, als Franek zweimal versucht, sie zu vergewaltigen, während dessen Sohn Milosz wegsieht.

Die Ereignisse spitzen sich zu, als es Jimmy James gelingt, in das Haus Nr. 23 einzudringen, um Sophie zu retten. Die Abwehrmauer, die seine schwangere Freundin Melanie Patterson gegen die randalierenden Jugendlichen vor dem Haus errichtet hat, wankt und Wesley Barber dringt ebenfalls ein. Ein Kriegsveteran aus der Nachbarschaft hält Jimmy für einen Einbrecher und verfolgt ihn mit einer Machete, um ihn auszuschalten. Eine Explosion der Gewalt erscheint unvermeidlich.

Währenddessen geht die Fahnung nach Amy und ihrem Entführer weiter. Die Beamten stoßen in einen Sumpf aus Pornofotografie und Kinderpornografie, zu dem offenbar auch Amys eigener Vater gehört. Der eigentliche Pädophile scheint woanders zu suchen zu sein.

Auf den ersten 40 Seiten werden nur ein paar Personen vorgestellt, und es passiert rein gar nichts. Enntäuscht legte ich dieses Buch ein Vierteljahr beiseite. Was für ein Fehler! Denn sobald ihre Mutter Laura feststellt, dass Amy verschwunden ist, entzündet sich die Zündschnur am Pulverfass der Gewalt im Wohnviertel. (Denn Amy wird ja im Haus der Pädophilen vermutet.)

Wie in einem Dokudrama beschreibt die Autorin detailliert und mit sehr viel Personalaufwand, wie sich zunächst das Gewaltpotenzial anstaut und schließlich zur Explosion gelangt. Das restliche Buch - 370 Seiten - habe ich in nur zwei Tagen verschlungen: Viele Szenen, die im Gedächtnis haften bleiben.

Die Straffheit, das Tempo und der fein abgestimmte Rhythmus der Handlung sind beeindruckend. Auf die hochdramatischen Episoden vor Haus Nr. 23 folgen immer wieder Szenen, in denen Inspektor Tyler auf Amys Spuren Nachforschungen anstellt. Hier werden ganze Verhöre wiedergegeben und Theorien durchgekaut - etwas, was ohne die Hochspannung der anderen Teilen unerträglich wäre. So aber nimmt es etwas Spannung weg und verschafft dem Leser eine Verschnaufpause.

Bei so viel Personal sollte man meinen, dass die Charakterzeichnung nicht sonderlich tief oder genau sein kann. Dennoch schafft es die Autorin, den wichtigsten Figuren ein Profil und eine Geschichte zu verleihen, die sie glaubwürdig macht, so dass sich dem Leser ihr Schicksal einprägt. Dadurch verliren die Figuren ihre Klischeeträchtigkeit vollkommen. Der Vergewaltiger Franek Zelowski etwa ist selbst als ein Opfer erkennbar, sein Sohn leidet seit dem 5. Lebensjahr unter seinem Vater, und Sophie Morrison ist in einer einzigartigen Position, es mit Franek und Milosz aufzunehmen. Als Ärztin und Verlobte eines Psychologen verfügt sie über das Wissen, auf die geistige Verfassung dieser beiden schwer gestörten Männer Einfluss zu nehmen.

Doch es bedarf schon des Eingreifens von Jimmy James, dem jugendlichen Delinquenten und angehenden Drogendealer, dass Sophie aus ihrer verhängnisvollen Lage befreit wird. Durch seine Kontakte mit einem Netzwerk in der Nachbarschaft, das Sophie zuvor monatelang aufgebaut hatte, avanciert Jimmy - für manche etwas unglaubwürdig - zu einem Retter und Helfer, der letzten Endes den Ausschlag gibt, dass die Dinge keinen schlimmeren Ausgang nehmen. Im Epilog wird er sogar zum Leiter des neuen Jugendzentrums befördert: eine Traumkarriere für jeden Drogendealer, nicht wahr.

Die Autorin kennt die Kommunikationsformen des Polizeialltags und in der Bevölkerung offenbar genau. Handys klingeln allenthalben und geben nach kurzer Zeit mit leerem Akku den Geist auf. Internet und Fax sind ihre Fremdwörter - zuhauf finden sich Reproduktionen von Mails, Funksprüchen und Faxen im Buch. Über das Internet wird heutzutage die meiste Pornografie verbreitet. Das konnte man letztes Jahr in England bei der Hexenjagd auf Pädophile, die eine Boulevardzeitung namhaft gemacht hatte, erfahren.

Diesen Fall greift Walters auf und spielt ihn bis zu den nächsten Konsequenzen durch. Die vorgeblichen Kinderschänder sind gar nicht die richtigen, sondern überall in der Gesellschaft zu finden - auch unter den Saubermännern, die sich als Amys Väter ausgeben.

Aber auch herkömmliche Kommunikationsformen spielen eine Rolle: das gerücht, der Streit, das Nachbarschafts-Netzwerk. Das dabei Fehlinformationen entstehen und kolportiert werden, liegt in der Natur der Sache. Die Autorin zeigt hier auch die Verständigungsschweirigkeiten, die sich zwischen drei Generationen im Viertel ergeben: Die Alten haben sich zurückgezogen, die Elterngeneration kann sich kaum gegen ihre Kinder durchsetzen. Doch die Jugend lehnt natürlich die Werte der "Alten" rundweg ab. Ganz offensichtlich fehlen hier die Väter. Väter, wie Jimmy James einer ist.

Und so beklagt das Buch nicht nur deren Fehlen, sondern auch das Versagen eines großen Teils der Elterngeneration, mithin also besonders der Mütter. Aber auch diese werden zu Opfern gemacht. Das Beispiel der jungen Francesca Gough (ausgesprochen: gaff) macht deutlich, dass junge Frauen schon frühzeitg missbraucht und zu Opfern gemacht werden. Nicht zuletzt geraten sie in Not, weil sie, wegen der puritanischen Moral der Gesellschaft unaufgeklärt, frühzeitig schwanger werden und in Abhängigkeit geraten. Dass Kinder sich für Sex interessieren? Nein, das darf nicht sein, und daher kann es auch nicht wahr sein. Und doch dreht sich letzten Endes das ganze Buch darum. Ein heißes Eisen - auch in der deutschen Gesellschaft.

Was einen wirklich erstaunt, ist die klägliche Rolle, die die Polizei bei der Bekämpfung der Krawalle in der Acid Row spielt: kein Polizist dringt durch die Barrikaden, so dass Acid Row einer belagerten Burg ähnelt. Es dauert Stunden, bis eine Spezialeinheit mit schwerem Gerät herbeigeschafft ist. Einzig der Helikopter scheint so etwas wie Überblick zu verschaffen und Koordination von kleinen Aktionen zu ermöglichen. Mittendrin agieren kleine Sergeants, die kaum Erfahrung haben. Seltsamerweise haben die Ärzte vom Gesundheitsdienst in dieser explosiven Lage mehr Einfluss als der kurze Arm des Gesetzes mit seinem stumpfen Schwert.

Wie gesagt, ist "Der Nachbar" - ein verwünschenswert nichtssagender Titel, der zu dem scheußlichen Titelbild passt - ein extrem spannendes und aktuelles Dokudrama, das binnen zwei Tagen eine hochexplosive soziale Krise schildert - und nicht vor der letzten Konsequenz zurückschreckt. Ein couragierter Roman, der mitunter vielleicht doch ein wenig blauäugig ist. Aber es ja nur ein Buch.

Die Übersetzung ist in Ordnung, aber es sind zahlreiche Druckfehler zu verschmerzen.

Der Nachbar

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Letzte Kommentare:
06.01.2012 18:20:49
Chrisu

Ja, ja, die lieben Nachbarn, man weiß ja nie wer sich dahinter versteckt. In diesem Fall ein Pädophiler und sein Vater, die in ein Stadtteil einquartiert werden, wo sich viele Kinder befinden. Als das herauskommt explodiert im wahrsten Sinne des Wortes die Situation. Auch wird in den Medien bekannt gegeben, dass ein 10-jähriges Mädchen vermisst wird, das schaukelt natürlich die Gemüter noch mehr an. Am Anfang fand ich das Geschehen ziemlich seicht, wollte das Buch schon zur Seite legen, aber das mache ich eigentlich ganz ungern und somit habe ich weiter gelesen. Und da wurde ich von den Empfindungen der einzelnen Personen mitgezogen. Walters hat sehr gut die Unterschiede der einzelnen Hauptprotagonisten beschrieben, die Erziehung die sie genossen haben, den weiteren Werdegang und dann das Endresultat. Es sind zwar einige Entscheidungen, wie z.B. eine Polizistin allein in so eine brisante Gegend geschickt wird, nicht wirklich nachvollziehbar, aber na gut. Was mir auf jeden Fall nicht gefallen hat war der Schluß dieser ganzen Aktion. Wie Jimmy James die alte Frau Eileen abholt um ihr etwas ganz wichtiges zu zeigen. Ich finde, da wird stark auf die Tränendrüse gedrückt.

17.01.2011 07:44:45
rolandreis

Erst war ich mir nicht ganz sicher, ob das Buch mich wirklich interessieren würde. Aber ich muss gestehen, dass es mich mit jeder Seite mehr fesselte. Es ist kein klassischer Krimi von Walters, eher ein Einfangen einer eskalierenden Situation als Sozialdoku. Aber meiner Meinung nach wirklich gut gemacht und ich konnte mir diese Eskalation auch bildlich sehr gut vorstellen. Das Buch fristete wirklich zu Unrecht so lange verstaubt in meinem Bücherregal. Von mir 90 von 100 Punkte.

25.12.2010 12:05:31
vifu

Hatte das Buch schon eine Weile in meinem "Lesevorrat", aber immer mal wieder weggelegt da ich das "Pädophilenthema" bald nicht mehr lesen mag!
Aber nun hab ich das Buch doch verschlungen, da es sich anders als erwartet entwickelte. Die Schilderungen des britischen Polizeiangagements im Problemviertel mit dem unterstützenden Einsatz des Gesundheitszentrums nahm die Illusion über die Allmacht der Polizei. Die krassen Ausgrenzungen der sogenannten Unterschicht sind ja kein britisches Merkmal. Parallelen gibts hier in Deutschland sicherlich auch.
Spannendes, informatives Buch, sehr lesenswert!

13.08.2009 18:50:17
Emamju

Puh, ganz schön viel los im Viertel.

Die Ereignisse überschlugen sich zum Ende hin förmlich. Ich hatte etwas Mühe dem Ganzen überhaupt zu folgen.

Ein Wechselspiel zwischen faden und aggressionsgeladenen Passagen.

Nun weiss ich, dass nicht alle Sozialarbeiterinnen schlecht und nicht alle Teenie-Mütter desinteressiert sind.

War das nun ein Krimi? Ich habe es vergessen.

06.02.2009 11:01:45
Lesemaus

Ich hab das Buch 3 mal angefangen und bin selbst beim 3 mal nicht weiter als bis zur Hälfte gekommen. Ich find dieses Buch zu lang. Die Spannung ist nicht merken. Die ganze Handlung ist mir zu blöd aufgebaut. Dieses Buch gehört definitiv zu den schlechtesten von Minette Walters.
Ich find es nicht empfehlenswert und ich bin froh, dass es mich nicht so viel Geld gekostet hat, da ich es aufm Flohmarkt gefunden habe.

Fazit: Von 10 Punkten max 2

14.12.2007 13:22:03
Dani

Ich habe von Minette Walters schon allle Bücher gelesen. Ihre Bücher haben ich immer in zwei Tagen durch, weil sie so spannend sind. Und so war es auch dieses mal.Unglaublich fesselnd. Für mich fast ihr bestes Buch.

12.07.2007 23:56:24
Krimilotte

Ich fand das Buch auch sehr spannend, allein schon durch die Schauortwechsel. Zwar ist dieses Buch nicht so gut wie ihre anderen, jedoch war es für mich immer noch von hohem "Verschlingpotential" und war an einem Tag ausgelesen.

12.07.2007 23:55:54
Krimilotte

Ich fand das Buch auch sehr spannend, allein schon durch die Schauortwechsel. Zwar ist dieses Buch nicht so gut wie ihre anderen, jedoch war es für mich immer noch von hohem "Verschlingspotential" und war an einem Tag ausgelesen.

12.07.2007 23:55:09
Krimilotte

Ich fand das Buch auch sehr spannend, allein schon durch die Schauortwechsel. Zwar ist dieses Buch nicht so gut wie ihre anderen, jedoch war es für mich immer noch von hohem "Verschlingspotential" und war an einem Tag ausgelesen.

18.04.2007 12:03:34
kufe

ich war eigentlich total enttäuscht von diesem roman, weil er nicht nur extrem langatmig, sondern auch langweilig war.
In der Hoffnung, dass es vielleicht besser wird, habe ich es schließlich doch zu Ende gelesen, viel hat sich aber nicht geändert.

15.01.2007 10:45:59
Helga Meiser

In seinem Roman "Schatten über Burma" greift der deutsche Krimi-Autor Klaus Sebastian das gleiche Thema auf. Allerdings lässt er seine Akteure ganz real nach den Urhebern einer Kinderporno-Seite suchen (in Südostasien). Ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen?
Anfang 2007 hat die Realität die Fiktion nun eingeholt: Nach der Kreditkartenhexenjagd nach Pädophilen verliert sich die Spur der wahren Übeltäter (nämlich der Betreiber der Webseite) auf den Philippinen....

03.01.2007 11:22:41
Lea

Mein erstes Buch von Minette Walters war die Bildhauerin. Dann habe ich lange nichts gelesen und schließlich der Nachbar. Ich fand es einfach genial! Dass alles in so kurzer Zeit spielt und die Schnelligkeit der Ereignisse. Ein Buch, das man nicht weglegen kann!

27.06.2006 16:35:09
cornelia

Ich habe mit "der Nachbar" seit längerem mal wieder ein Buch von Minette Walters gelesen und bin leider sehr enttäuscht. Anders als bei den meisten Kommentaren fand ich den Anfang noch recht gut, da werden interessante Charaktere und vielversprechende Konflikte zwischen diesen aufgezeigt, die dann aber nicht weiterverfolgt werden. Was dann folgt, finde ich ziemlich langweilig, und ich hab mich selten so zwingen müssen, ein Buch wirklich zu Ende zu lesen, was ich bisjetzt auch noch nicht geschafft habe.
An ihre ersten Bücher (Eishaus, Bildhauerin) kommt dieses bei weitem nicht heran.

01.04.2006 15:33:37
Isa

Diese Buch war das erste Buch, dass ich von Minette Walters gelesen habe. Und ich kann nur sagen, dass es so spannend war, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legene konnte. Seit dem bin ich ein absoluter Minette Walters Fan und lese ein Buch nach dem anderen von ihr! Wer dieses Buch von ihr noch nicht gelesen hat, sollte dies schnell tun! Super spannend! Und die Wechsel von Schauplatz zu Schauplatz einfach genial!

20.08.2005 20:52:40
katherina

ein unglaublich spannendes buch, dass auch die abgründe von vorverurteilung und hysterie der mediengesteuerten massen aufzeigt. man fiebert bis zum ende mit und hát das gefühl, sich mitten im geschehen zu befinden. das tollte an minette walters ist, daß jeder krimi anders ist und nicht immer der heroische kommisar zur tat schreitet.

11.08.2005 07:38:38
Durbin Watson

Also ich fand es hochspannend und habe es in Akkordzeit gelesen. Diese Sprünge von Schauplatz zu Schauplatz fand ich einfach klasse und sah alles bildlich vor mir. Ich finde, das war bis jetzt das beste Buch, das ich von M. Walters gelesen habe.

05.05.2005 17:28:01
lisa

Ich habe jetzt insgesamt ungefär 3 Monate gebraucht um dieses total langweilig schwer verständliche, zusammenhangslose Buch zu lesen. Jedoch musste ich es lesen (Schule :/ ) und musste mich für jede Seite aufraffen :/

27.01.2005 12:22:48
Laura

Ich bin ein großer Minette Walters-Fan und auch "Der Nachbar" war wieder mal richtig gelungen! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Wer das Buch nicht gelesen hat, hat echt was verpasst. Minette versteht es, einen guten und anspruchsvollen Roman zu schreiben, was sie in ihren Büchern immer wieder unter Beweis stellt! Weiter so, Minette!!

12.01.2005 11:19:43
Tina

Der Anfang des Buches ist sehr langweilig und langatmig. Es treten viele Charaktere auf und die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen sind nicht gleich durchschaubar. Später wird das Buch ein wenig besser, doch wirklich spannend fand ich es nicht. Ich hätte mir mehr von diesem sozialkritischen Thema erhofft.

26.12.2004 15:06:07
Richard.H

Also ich fand das Buch durchweg spannend auf gutem Niveau geschrieben.Der einzige Kritikpunkt ist vieleicht,daß die Polizei nach Ausbruch der Unruhen nicht in das betroffene Gebiet reinkam;realistisch gesehen wären sie reingekommen,aber sonst gebe ich dem Buch eine gute Bewertung,ich war sehr zufrieden und kann das Buch nur weiterempfehlen!

06.07.2004 14:51:31
Nicoletta

War von diesem Buch jetzt nicht soooo begeistert, obwohl es schon spannend ist. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich keinem der Charaktere identifizieren konnte. Finde es etwas langatmig.

29.06.2004 16:42:55
Brit K.

Meiner Meinung nach das bisher beste Buch von Minette Walters - nicht aufhören zum Lesen!!! Es wird unerträglich spannend!
Da ich auch Mutter einer kleinen Tochter bin, hat es mir beim Lesen wirklich oft die Kehle zugeschnürt!

30.12.2003 22:30:47
Jan S.

Von dem ersten Teil des Buches abgeschreckt, in dem eine Vielzahl von Charakteren und deren Beziehungen auf trägem Niveau ohne erkennbaren Spannungsaufbau, habe ich das Buch zunächst zur Seite gelegt. Dann habe ich ein paar Wochen fortgesetzt und wurde unmittelbar mit dem Verschwinden des Kindes in die eigentliche Handlung geworfen. Seit diesem Zeitpunkt brauchte ich noch zwei Abende, bis ich das Buch durchgelesen hatte. Zwischendurch gab es immer wieder Stellen, die man mit viel Mühe und Ausdauer lesen musste, bis diese dann von spannungsintensiv beschriebenen Teilen abgewechselt wurde.
Zusammenfassend ist es ein Roman, der am Anfang ein wenig Geduld braucht, sich jedoch dann mit ein paar kleinen Lücken zu einem spannenden (Meister)werk entwickelt!

23.08.2003 11:54:38
Anja

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Büchern fand ich dieses nicht so toll. Wie die anderen meist schon geschrieben haben: Der Anfang sehr langatmig, langweilig, kompliziert. Ich hatte mir auch mehr von der Thematik versprochen. Spannend war es teilweise schon, aber es ist keins von den Büchern, die man aus der Hand legt und es schade findet, dass es schon zu Ende ist...
Ich habe bisher alle Bücher von Minette Walters gelesen, meist im Original, und habe mir jetzt gerade ihr neuestes gekauft: Fox Evil - ich bin sehr gespannt darauf!!

11.05.2003 18:26:09
Daniel S.

So, so. Minette Walters ist also die britische "Queen of Crime"? Dann muss ich sagen, bin ich umso enttäuschter als sowieso schon! Ich habe den Roman auch gelesen und muss sagen, dass ich mich endlich wieder einem neuen Roman widmen kann. Wo bloss blieb die Spannung? Wo die Aussage, die bei den vielen Klischees, die in diesem Buch verarbeitet wurden, völlig untergeht? Ich habe mir von dem Thema, das Walters für dieses Buch gewählt hat wirklich viel versprochen - gerade in der heutigen Zeit. Doch das war leider ein Fehler.

07.05.2003 13:22:01
SK

Also ich muss sagen, dass ich das Buch wirklich spannend fand, auch wenn es manchmal etwas kompliziert wurde mit den Ganzen Ortswechseln.
Ich habe das Buch für mein "Bookreport" im Englischunterricht ausgewählt und für mich ist es ein klasse, sozialkritisches Buch.

04.05.2003 18:00:57
Manuela M.

Hm. Wie ich gerade feststellen mußte, hat Minette Walters für ihre ersten 3 Bücher Auszeichnungen bekommen. Wobei ich sagen muß: hat sie wirklich verdient! Sehr gute Bücher! Danach ging aber nichts mehr. Scheint mir so, als gehen ihr die GUTEN Ideen aus! Habe mittlerweile fast alle Bücher von ihr gelesen und bin sehr enttäuscht. In ihren Büchern kommt keine Spannung mehr auf. Nur noch Langeweile.

01.05.2003 22:46:57
klementi

Also das ist jetzt die vierte oder fünfte Story von Minette Walters. Ich finde den Roman klasse, wobei ich Minette Walters gegenüber der "Bildhauerin" nicht wieder erkenne. Als ob es eine andere Schriftstellerin wäre. Inhaltlich schließe ich mich eher der Redaktion an als den bisherigen Kommentaren. Zustimmen muß ich hingegen, dass der Roman etwas zu lang geraten ist. Die Handlung und der Aufbau sind klasse. Ich werde den nächsten auch wieder lesen.

24.03.2003 00:13:02
snoozer

Hab das Buch gerade beendet und muss sagen: endlich !
Gut, nach den letzten Werken von Minette Walters, die mit jedem mal schlechter wurden, ist dieses mal wieder eine Verbesserung - aber mehr auch nicht ! An "Die Bildhauerin" oder "Im Eishaus" kommt "Der Nachbar" bei weiten nicht heran.
Anders als Michael Matzer oben finde ich überhaupt nicht, dass es detailliert beschrieben ist, wie sich die Aggressionen aufstauen und entladen. Ich hatte Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie es in den abgeschotteten Strassen, vollgefüllt mit panischen Menschen, wohl aussehen mag. Da half auch der kleine Kartenausschnitt am Anfang nicht allzu viel. Ich fand das viel zu unzureichend beschrieben wie sich das ganze Drama dort überhaupt entwickelt hat; hatte eher den Eindruck wie - Poff, da war es !
Einige Szenen - vor allem die Szenen im haus Humbert Street 23 waren dagegen wieder erstklassig und so spannend, dass man das Buch doch nicht so schnell weglegen konnte, weil man wissen wollte, wie es dort weitergeht. Der Rest dagegen - *gähn*
Für mich gehört dieser Roman auch nicht wirklich zu den Krimis, denn ein wirklicher Kriminalfall liegt hier eigentlich nicht vor.

Also eine Empfehlung gibt's hierfür nicht. Und meinetwegen muss Minette Walters auch nicht mehr weiterschreiben, wenn man immer wieder von ihr enttäuscht wird.
Jedenfalls werde ich so schnell nix mehr von der Dame anrühren.

09.03.2003 14:04:28
Petra

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Auch ich fand den Einstieg (die ersten 40 Seiten) sehr schwer, da etwas langweilig. Auch kam ich Anfangs mit den vielen Charakteren durcheinander. Normalerweise mag ich Bücher mit so vielen Hauptpersonen ja nicht, und auch die beiden fast voneinander unabhängigen Handlungsstränge des Buches, der Krawall in Acid Row und das Verschwinden von Amy Biddulph scheinen auf den ersten Blick etwas befremdlich. Aber nachdem ich mich erstmal eingelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich fand es sehr gut, auch weitgehend glaubwürdig. Minette Walters hat es sehr gut verstanden die beiden Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen, und sich mit jedem einzelnen ihrer Hauptpersonen so weit auseinanderzusetzten, dass man doch zu jedem eine "emotionale Bindung" aufbaut. Sie verarbeitet in diesem Buch das immer aktueller werdende Thema Pädophilie und ich finde das ist ihr gut gelungen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

28.01.2003 15:46:09
Heike

Sorry, das war jetzt das dritte und endgültig letzte Buch von Minette Walters. Ich fand's zu lang und kein bißchen spannend. Die Handlung mit dem vorbestraften, krimininellen Außenseiter, der sich zum "Helden" entwickelt, fand ich absolut unglaubwürdig und an den Haaren herbeizezogen. Habe vorher schon "Die Schandmaske" und "Die Bildhauerin" gelesen und war genauso enttäuscht.

17.01.2003 19:31:41
Silke

Ich habe das Buch auch gelesen. Ich fand es nach ihren letzten Werken endlich wieder brisant geschrieben.
Thema ist gut recherchiert und die Aussage sehr wichtig! Trotzallem hätten es aber ein paar hundert Seiten weniger auch getan!