Die Gebeine von Avalon

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • London: Corvus, 2010, Titel: 'The bones of Avalon', Seiten: 440, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Polaris, 2011, Seiten: 640, Übersetzt: Alexandra Hinrichsen

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Panik am Hofe von Elisabeth I: Der Astrologe Nostradamus hat den Sturz der Königin vorhergesagt, sollte es ihr nicht gelingen, «die Knochen ihres Ahnherren zu finden». Gleichzeitig wird ruchbar, in der Ruine des Klosters von Glastonbury sei das Grab König Arthurs entdeckt worden. Sofort schickt Elisabeth ihren gelehrtesten Berater auf die Suche. Doch Glastonbury ist eine Stadt voller Geheimnisse, und der junge Doctor Dee wird bald mit grässlichen Morden und der verführerischen Tochter einer Hexe konfrontiert.

Die Gebeine von Avalon

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Letzte Kommentare:
28.07.2012 21:56:37
tassieteufel

Dr. John Dee, Zauberer und Hofastrologe von Königin Elizabeth I wird von dieser in das ferne Glastonbury gesandt, um dort nach den Gebeinen ihres Ahnherren König Artus zu suchen, denn laut einer Prophezeiung von Nostradamus wird die Königin gestürzt, sollte es ihr nicht gelingen, die Gebeine ihres Ahnherren zu küssen. Begleitet wird Dr. Dee von Robert Dudley, dem obersten Stallmeister und Günstling der Königin. Doch was sie dann in Glastonbury erwartet, hätten sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet. In der ehemaligen Hochburg des Katholizismus kursieren Aberglaube und Hexenwahn. Dann geschieht ein grausamer Ritualmord und die Tochter des Ortsansässigen Arztes gerät in den Verdacht eine Hexe zu sein und den Mord verübt zu haben, doch gerade zu dieser jungen Frau fühlt sich John Dee zunehmend hingezogen.

Der Einstieg ins Buch ist zunächst nicht ganz einfach. Zwar beginnt der Roman recht spannend mit dem Fund einer rätselhaften Wachspuppe, hier wird sofort das Interesse des Lesers geweckt, doch dieser Erzählstrang endet recht abrupt ohne dann je eine befriedigende Auflösung zu finden. Der weitere Verlauf der Geschichte ist dann zunächst recht dialoglastig und etwas langatmig, da recht ausufernd verschiedene philosophische Thesen erörtert werden. Zudem stören diverse Rückblicke, die immer recht abrupt eingeflochten werden, den Lesefluß. Hier muß man als Leser schon ein wenig Durchhaltevermögen beweisen und aufpassen, dass man nicht den roten Faden verliert. Phil Rickmann flicht in seine Geschichte auch viel Wissen über die damalige politische Situation ein, was natürlich für den Verlauf der Geschichte wichtig ist. Wer sich gut in der elisabethanischen Zeit auskennt, hat es hier vermutlich leichter, den Ausführungen zu folgen, ich mußte ab und an mal zurück blättern, aber das lag ev. auch daran, das ich nicht immer so viel Zeit zum Lesen hatte, wie wünschenswert gewesen wäre. Interessant waren die vermittelten Informationen allemal und so weit ich das beurteilen kann, hat der Autor auch hervorragend recherchiert und ist bei seiner Figurenzeichnung nah an den historisch belegten Figuren geblieben.
Nachdem Dr. Dee und Robert Dudley in Glastonbury eingetroffen sind, nimmt die Geschichte aber zusehends an Fahrt auf, es wird spannender und mysteriöser, der ganze Ort scheint voller Geheimnisse und jeder den Dr. Dee befragt, scheint sein eigenes Süppchen zu kochen. Der faszinierenden Mythos um Artus und seine Tafelrunde beschäftigt auch heute noch viele Menschen, da wundert es wenig, das auch Menschen früherer Zeitalter davon verzaubert waren. Hier versteht es der Autor meisterhaft, Mythologie, Religion und Aberglaube miteinander zu verknüpfen, ebenso wie die Beschreibungen des Lebens im 16. Jahrhundert und die etwas schwierige politische Situation zu Beginn der Regentschaft von Elisabeth der I. Die Grundstimmung im Roman ist eher düster gehalten, es gibt viele leicht unheimliche Szenen, der Auffund der Leiche, nächtliche Aktionen bei Nebel auf dem unheimlichen Glastonbury Tor, eine Hexenjagd, dazu paßt auch das ehr unheimlich gehaltene Buchcover…… Hier entsteht für den Leser ein sehr plastisches Bild, das einen mit der Hauptfigur John Dee mitfiebern läßt. Überhaupt hat mir die Figur des Dr. Dee sehr gut gefallen, er ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und keineswegs der typische Held. Die kleine Liebesgeschichte zwischen ihm und Nell Borrow ist sehr glaubwürdig und stimmig in die Geschichte integriert, ohne den eigentlichen Handlungsstrang zu überlagern, das hat mir gut gefallen. In Glastonbury ergeben sich dann eine Vielzahl von Handlungssträngen, die aber am Ende alle geschickt mit der eigentlichen Suche nach den Knochen von Artus verwoben werden und es ergibt sich eine Auflösung die mich wirklich verblüfft hat! Dr. Dee deckt hier eine zwar fiktive Verschwörung auf, die aber vom Autor derart geschickt konstruiert wurde, das sie beinah wahr sein könnte!!
Im Nachwort erläutert der Autor, was Wahrheit und was Fiktion ist, so das der geneigte Leser hier nocheinmal detailliert unterscheiden kann.

FaziT: nach leichten Anfangsschwierigkeiten bekommt der Leser hier einen spannenden Mix aus fundiertem historischen Roman, Mysteriethriller u. Krimi, das Durchhalten lohnt hier wirklich!