Der Frauenjäger

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Argon, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Andrea Sawatzki

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Jörg Kijanski
Origineller Plot mit einigen Schwächen.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Dez 2010

Marlene Weißkirchen erwacht in totaler Finsternis in einer Höhle. Doch wie kam sie dorthin und vor allem, wie kommt sie wieder heraus? Langsam und beschwerlich erforscht Marlene ihre Umgebung …

Über zwanzig Jahre vorher: Marlene, Karola, Annette und Ulla sind die besten Freundinnen und lernen in einer Diskothek die Freunde Werner, Christoph, Matthias und Andreas kennen. Wie es der Zufall will, finden sich vier Paare zusammen und so kommt es alsbald zu Nachwuchs und Hochzeiten. Doch die Ehen verlaufen sehr unterschiedlich. Karola wird nach dem zweiten Kind von Andreas sitzen gelassen (er verschwindet spurlos im Mai 2006) und lediglich Marlene hat in Werner den "perfekten" Ehemann gefunden, mit dem ein sorgenfreies Leben für alle Zeit garantiert scheint.

Januar 2010 - Wenige Tage vor Marlenes Verschwinden: In Annettes kleinem Buchladen hält die Autorin Heidrun Merz eine Lesung, in dem sie aus den Tagebüchern ihrer ermordeten Schwester Mona Thalmann vorliest. Merz wendet sich seit einiger Zeit an die Öffentlichkeit, in der Hoffnung, deren Mörder zu finden. Nach Merz’ Auffassung hat der Täter bereits mehrere Frauenmorde begangen. Mona hatte keine finanziellen Probleme, litt jedoch an schweren Depressionen und gab sich daher einem fremden Mann her. Ein fataler Irrtum. Angeblich habe Mona den Mann einmal als Andy, den Jäger, bezeichnet. Eine Anspielung auf Karolas Mann Andreas Jäger? Bei der Lesung ist nur ein einziger Mann anwesend und dieser stellt zum Schluss der Veranstaltung einige Fragen, die den Eindruck erwecken, als wäre die ganze Geschichte erfunden. Karola, inzwischen als Radiomoderatorin tätig, will die Geschichte am nächsten Tag groß in ihrer Sendung herausbringen, da überschlagen sich die Ereignisse. Merz stirbt auf der Heimfahrt bei einem Verkehrsunfall, den sie anscheinend hoch alkoholisiert verschuldet hat. Doch vor ihrer Rückfahrt hatte sie nichts getrunken. Zudem kommt Werner mit blutverschmierter Kleidung nach Hause…

Es ist nicht ganz einfach, den Plot der vorliegenden Geschichte zusammenzufassen, ohne das ganze Buch vorweg zu nehmen. Folgt man beispielsweise der kurzen Inhaltsangabe auf der Buchrückseite, so muss man bis zu der dort genannten Begegnung zwischen Marlene und Andreas bereits über 350 Seiten (von rund 430) gelesen haben. Der Frauenjäger ist trotz des ebenso reißerischen wie zutreffenden Titels eine interessante Geschichte, in der ein Mann Jagd auf Frauen macht, die seiner Meinung nach (selber "nutzlos" sprich untätig) vom Geld ihrer Männer leben und womöglich diesem noch Hörner aufsetzen. Wie man schnell erfährt, ist Marlene bereits die "Nummer neun".

Die Geschichte pendelt ständig zwischen Marlene in ihrem Gefängnis und den Ereignissen der letzten Tage und führt die Leser so langsam aber sicher zu jenem folgenschweren Ereignis, welches zu dem Verschwinden Marlenes geführt hat. Erstmals spannend wird es jedoch erst als Heidrun Merz aus dem Tagebuch ihrer Schwester vorliest und man merkt, dass es deutliche Parallelen zu Marlenes eigener Lebenssituation gibt. Bis dahin sind aber schon hundert Seiten ins Land gegangen, denn zunächst werden die Figuren ausführlich vorgestellt. Vier Frauen, vier Männer, dazu noch deren Kinder, da kommt einiges an (häuslichen und sonstigen) Problemen zusammen. Hier wäre eine Straffung und dadurch ein höheres Erzähltempo mehr als wünschenswert gewesen. Wie ein schwer beladener Tanker nimmt die Geschichte Fahrt auf, doch erst Mal auf Touren geht es spannend weiter. So wird das pro und contra um die Echtheit des Tagebuches umfassend diskutiert und ganz unterschwellig kommt die Gefahr für Marlene immer näher. Dumm nur, dass die Leser – dank des Buchrückens – schon vorab wissen, dass man erst einmal auf die Rückkehr des verschwundenen Andreas Jäger warten muss, bevor es zum finalen Showdown kommt. Und da dieser lange Zeit nicht kommt, nimmt dies doch ein bisschen von der Spannung, denn die Frage ist ja von vorneherein klar. Ist der mehrfache Frauenmörder, in dessen Fängen sich nun Marlene befindet, tatsächlich Andreas oder eben doch ein anderer Mann? Leider dürfte die Beantwortung dieser Frage vielen Lesern nicht all zu schwer fallen, da man die Zahl der hierfür in Frage kommenden Personen an einer Hand abzählen kann.

Eigentlich ein guter, da origineller Plot, der vor allem durch die Schilderung von Marlenes klaustrophobischer Situation in der Höhle glänzt. Die genannten Schwachstellen sorgen aber für deutliche Punktabzüge.

Der Frauenjäger

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Letzte Kommentare:
04.09.2017 16:04:33
trafik

Es war mein erstes Buch von Petra Hammesfahr. Leider stimmt, was die anderen hier schreiben.
Eigentlich fing der Krimi sehr gut an. Zirka in der Mitte verlor er total an Spannung. Auch die Aufklärung des Mörders hat mir nicht sehr vom Hocker gehaut.
Viele Leser schreiben, daß dieses Buch das schlechterste von Petra Hammesfahr ist. Deshalb wwerde ich noch weitere ohne Vorurteil lesen.

15.04.2014 10:58:36
fluffi

Petra Hammesfahr wird oft hoch gelobt für ihre Werke. Bis jetzt kann ich das nur schwer nachvollziehen. Dies war mein zweites Buch von der Autorin. Mein erstes war "die Lüge" das fand ich ganz ok. Dieses hier aber .ich lese als E.Book, auf meinem Reader kann ich einstellen, dass er das Gelesene als Prozent ausgibt. Bei fast 80% hat sich noch nicht der Hauch einer Spannung eingestellt. Das ganze wirkt wie ein ziemlich durchschnittlicher Frauenroman, langweilig, vom Hölzchen aufs Stöckchen und ohne wirklichen Inhalt. Erst gegen Schluß ( so bei ca 89% ) kam dann etwas Spannung auf, weil man nun doch wissen wollte was Marlene geschehen war aber auch die Auflösung des Ganzen war wie herunter geleiert. Keine der Figuren hat es mir gestattet ihre Sichweise anzunehmen, keine Möglichkeit sich in irgendjemanden hinein zu versetzen. Sorry, bis jetzt ist PH so überhaupt nict meine Schiene. Von mir leider nur 35 Grad.

03.04.2014 11:54:42
Hupfdidue

Nach "Erinnerung an einen Mörder", welches mich von der ersten bis zur letzten Minute total gefesselt hat, war dieses mein zweites Buch von Petra Hammesfahr.

Auch wenn die Spannung durchaus da war, weil ich schon gern wissen wollte, wer denn nun der Täter ist, war es kein wirkliches Vergnügen, bis zuletzt zu hören. Die ständig wechselnden Zeiten und Personen, alles dazu noch furchtbar langatmig... Das Ende war mir dann auch etwas blöd, was ich hier aber schlecht begründen kann, ohne die Spannung zu nehmen.

Mehr als wohlwollende 60 Grad kann ich diesem Buch von mir nicht geben.

12.07.2013 10:38:25
Manuela Bombis

Ich muss den Lesern, die zuvor ihre Meinung hier kund taten, recht geben. Dieser "Krimi" ist sterbenslangweilig. Wäre es das erste Buch von P.H., würde ich kein weiteres lesen. Aber ich habe schon einige von ihr gelesen, und "Der Frauenjäger" bezeichne ich als mit Abstand das schlechteste. Das ist wirklich eher ein Frauenroman, als ein Krimi. Sie wechselt ständig von einer Frau zur nächsten - dazu deren Männer. Da ist man völlig verwirrt (dann kommen ja noch deren Kinder dazu!). Auch wenn Petra Hammesfahr einen gewissen Humor besitzt (richtige Ironie kann ich nicht finden), so wäre dieser besser in einem Frauenroman aufgehoben als in einem Krimi. Man denkt während des Lesens: "Mann, nun komm doch mal zum Punkt! Wer will denn das jetzt bitte wissen?" Ist Frau Hammesfahr vielleicht ein wenig unter Druck geraten durch ihre Kolleginnen?
Fazit: Ich habe es geschafft das Buch zuzuklappen und zu den Büchern zu legen, die ich in die Tonne schmeiße.

24.09.2012 15:29:35
manni

Petra Hammesfahr bleibt ihrem sarkastischen Schreibstil treu und das ist gut so.
Die Autorin beschreibt haarklein unser teilweise megaspießiges sogenanntes Bürgertum, da bleibt mir das Lachen eher im Hals stecken. Das sie nebenbei noch sehr gekonnt einen Kriminalfall abwickelt macht das Buch zu einem kurzweiligen, teilweise spannenden Lesevergnügen. Im letzten Drittel hatte ich eine Handvoll Verdächtiger,
umso überraschender das Finale. Da spielt die Autorin ja immer noch einen Überraschungs Joker aus. Der Frauenjäger ist nicht der spannendste Hammesfahr, aber wer die Schreibe mag wird gut unterhalten!
Die überwiegend schlechten Kritiken kann ich nicht nachvollziehen, fühlt sich da wer düpiert? Von mir 70°

23.08.2012 14:22:46
Lisa Lueders

Ich bin jetzt auf Seite 300 und kann es kaum erwarten das Buch endlich ausgelesen zu haben und beiseite legen zu können.
Es machte mir Mühe die Figuren der handelnden Frauen und Männer auseinanderzuhalten, um Menschen individuell zu gestalten bedarf es mehr als ein paar Sätze,auch die Namen entstammen der deutschen Mottenkiste, die Handlung ist oberflächlich und wie mein Vorgänger schon schrieb voller Klischees.
Die Figur der Marlene machte mich regelrecht aggressiv.
Das Buch ist kein Krimi sondern ein trivialer Frauenroman aus der Mottenkiste.

05.08.2012 17:08:29
Peter T. Mispagel

Eines der ödesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Sehr schwacher, oberflächlicher Schreibstil. Platte Figuren, die klischeehaft gezeichnet sind. Langatmiger Aufbau. Verzögerungen, die nicht Spannung bewirken, sondern Langeweile erzeugen. Unglaubwürdigkeiten: Eine Frau, die in eine völlig schwarze Höhle eingesperrt ist, zu schildern, ihre Panik einzufangen - das ist bestimmt nicht leicht, zugegeben, Petra Hammesfahr ist dies aber auf jeden Fall überhaupt nicht gelungen. Vergeudete Zeit. Gott im Himmel, was hätte man mit diesen Stunden alles anfangen können. Man ist ja auch zu blöde, wenn man so brav und perfektionistisch ist, dass man ein Buch nicht abbricht, sondern immer zu Ende liest. Das werde ich ab jetzt ändern. Wegschmeißen so was.

16.03.2012 20:04:10
marianne

Öd und langweilig!
Zuviel Blabla um die Handlung herum.
Die Gedanken der für mich sehr unglaubwürdigen Hauptpersonen sind so schrecklich seicht.
Kein Buch, das man abends im Bett am liebsten fertig lesen möchte.
Anstrengend zu lesen, hab nie einen Zugang zu dem Buch gefunden...
Keine Spannungsfaden, nix.
Schade...
Hab schon bessere Bücher von Hammesfahr gelesen.
Kann ich leider nicht weiterempfehlen.

23.02.2012 21:53:55
HeJe

Leider war dieses Buch in meinen Augen die reinste Zeitverschwendung. Über die Hälfte des Buches passiert nichts außer ödem Geschwätz, das an einsame Hausfrauen erinnert. Der Schreibstil ist flach und langweilig. Ich habe nichts an diesem Buch spannend oder interessant gefunden. Dabei versprach der Klappentext doch so viel...

Naja, für eine Erkenntnis war dieses Buch dann doch gut: Hammesfahr ist wirklich nichts für mich. Sorry 10 °

29.12.2011 14:30:21
Mel.E

*~* Der Frauenjäger! *~*

Zugegebener Maßen fängt das Buch sehr spannend an, denn es beginnt mit den Gedanken des Mörders und wir werden direkt mit der Nase auf sein Motiv gestoßen, warum er Frauen entführt und sterben lässt. Seine Mutter leiß sich von seinem Vater aushalten, lag nur auf der faulen Haut oder mit irgendeinem Kerl im Bett, der eben nicht sein Vater war. Sein Frauenbild ist völlig verfälscht und er ist auf der Suche nach eben solchen "Schlampen" wie seine Mutter es ihm vorgemacht hat. Marlene passt nicht ein bisschen in sein Beuteschema, warum er sie dennoch ausgewählt hat, erfahren wir dann aber doch zum Ende hin, denn das Buch endet mit den Gedanken des Mörders. Er kommt also gleich am Anfang zu Wort und dann auch noch einmal am Ende, dazwischen ist nichts. Ich gestehe, dass ich mir bis zum Schluss unsicher war, welche kranke Seele hinter den Morden und Entführungen steckte.
Im Prinzip bewegt sich das Buch in Zeitsprüngen - Gegenwart und Vergangenheit, will heißen, wir leiden mit Marlene in ihrer dunklen Gruft und wir begleiten Marlene und ihre Familie und Freunde vor der Entführung. Die Gefangenschaft in der sich Marlene befindet verlangt alles von ihr ab, damit sie nicht verzweifelt, sondern sich ihrer scheinbar aussichtslosen Lage stellen kann. Die Vorgeschichte vor der Entführung ist seicht und sehr langatmig, bis es dann zum großen Showdown kommt. Das einzige was wirklich fesselt und spannend ist, sind die Einblicke in die Gefangenschaft und das erklärt dann auch das Cover. Auf den ersten Blick war es für mich Hände, die jemand hinter sich her schleift, wie ein Jäger ein totes Tier. Es ist aber ganz anders, es sind Hände, die sich in der Dunkelheit orientieren wollen. Unter dem Titel "Frauenjäger" wird sich sicher der eine oder andere eine echte Jagt vorstellen, so war es aber nicht, denn der Täter lässt sich erst spät in seine Karten gucken und macht auch nicht so Jagt auf die Frauen wie ich es erwartet hätte. Ich bin nicht enttäuscht von dem Buch falls es so herausklingt, denn wenn es in der Sparte Krimi eingeordnet worden wäre, dann wäre ich wirklich zufrieden gewesen. So habe ich gelesen, gelesen und gelesen und immer darauf gewartet, dass jetzt endlich mal etwas wirklich schockierendes passiert, aber da musste ich 432 Seiten lesen um zu erkennen, da kommt nichts.

Die Personen sind wirklich super und detailliert beschrieben, denn es handelt sich um einen Freundeskreis bestehend aus 4 Frauen, Marlene eingeschlossen und 4 Männern, die sich eines Abends kennengelernt haben und untereinander geheiratet haben, Familie gegründet und so weiter. Die Ausschmückungen brauchte das Buch vielleicht um es zu einem Ganzen zu formen, aber so zwischenzeitlich war es einfach zu viel des Guten. Was es mit "Monas Tagebuch" auf sich hat und warum Thomas, der Sohn von Ulla in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde, müsst ihr schon selbst nachlesen.
Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich will nicht sagen ich habe mich gelangweilt, denn dem war nicht so, aber ich bin recht hohen Erwartungen an das Buch gegangen und die wurden leider nicht erfüllt! "Ein fast perfekter Plan" der Autorin liegt auch noch auf meinem SUB, aber ich denke, daß ich mir erst ein anderes Buch vornehmen möchte.

13.10.2011 12:44:51
Jule

Mein erster Eindruck zu diesem Buch war ein sehr sehr guter, umso mehr war ich allerdings enttäuscht worden.

Der Autor gibt dem Leser einen super Start vor, um ihm dann mit seitenlangen Personenbeschreibungen zu langweilen. Schon ich der Leseprobe habe ich einige Seiten übersprungen um zu den schaurigen Stellen zu kommen. Diese waren jedoch außerordentlich Spannend und gut beschrieben.

Leider habe ich das Buch dennoch nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Zum einen lag es daran das es schlicht und weg zu langweilig war (dabei meine ich die Beschreibungen der Personen, Beziehungen zueinander…) und mein Bücherstapel mit vllt spannenderen Büchern nach mir schrie.

Ich denke nicht, dass „Der Frauenjäger“ ein schlechtes Buch ist, aber zurzeit habe ich keine Lust und Zeit mich bis zu den spannenden Stellen durchzukämpfen. Da gebe ich lieber anderen Lesern die Chance, es lesen zu können und vertausche es.

12.10.2011 19:42:41
€nigma

Zum Inhalt

Der "Frauenjäger" hasst Frauen vom Typ seiner eigenen Mutter, die es sich zuhause auf Kosten ihres Mannes bequem machen und sich dann zu allem Überfluss unter Vernachlässigung ihrer Familie auch noch mit anderen Männern herumtreiben. Solche Schlampen und Parasiten auszurotten ist sein erklärtes Ziel. Acht Männer hat er bereits "befreit", als Marlene seine Nr.9 werden soll.
Marlene ist 42 Jahre alt, Hausfrau und Mutter von zwei wohlgeratenen fast erwachsenen Kindern. Ihr Mann Werner, ein erfolgreicher Unternehmensberater, trägt sie auf Händen und lenkt die Geschicke der Familie mit festen Händen. Eigentlich müsste Marlene glücklich sein, wenn sie ihr Leben mit dem ihrer drei Jugendfreundinnen Karola, Annette und Ulla vergleicht, die nicht auf Rosen gebettet sind. Die vier Frauen sind mit vier ebenfalls befreundeten Männern (Werner, Andreas, Christoph, Matthias) verheiratet, aber nur Marlene hat das große Los gezogen. Ihre Freundinnen kämpfen mit Problemen, die heutzutage weit verbreitet sind: Karola wurde von ihrem abenteuerlustigen und untreuen Mann verlassen und muss nun ihre Töchter allein durchbringen, Ulla muss nach zwei Geschäftspleiten ihres Mannes die Brötchen für die Familie verdienen, während ihr Mann die Schulden abstottert, außerdem hat sie viel Stress mit dem siebzehnjährigen Sohn, der alles Andere als gut geraten ist. Annettes Mann ist ein übergewichtiger und taktloser Tölpel, ganz im Gegensatz zu Werner, der diszipliniert und erfolgreich durchs Leben geht und immer noch attraktiv ist. Marlene fühlt sich jedoch nicht mehr ausgefüllt, seitdem ihre Kinder sie nicht mehr ständig brauchen. Die Leere im Leben einer unterforderten Frau wird für sie durch "The ballad of Lucy Jordan" von Marianne Faithfull symbolisiert, dieses Lied über eine Frau, die sich nicht gebraucht fühlt, begleitet sie quasi durch ihr Leben. Von ihrer unausgesprochenen Unzufriedenheit abgesehen, ist Marlene jedoch eine treusorgende Ehefrau und Mutter sowie eine gewissenhafte Hausfrau.
Umso verwunderlicher ist es, dass sie plötzlich eines Tages in einer vollkommen finsteren Höhle aufwacht. Sie weiß nicht, wie sie dorthin gekommen ist, sie kann nichts sehen und hört nur in einer nervtötenden Endlosschleife die Ballade von Lucy Jordan und gelegentlich ein Rauschen wie von einem Wasserfall. Als sie begreift, dass es sich nicht um einen schlechten Scherz handelt, beginnt sie um ihr (Über)leben zu kämpfen.

Zum Aufbau
Der Prolog ist aus der Perspektive des namenlosen Frauenjägers geschrieben, die Haupthandlung des Romans besteht aus abwechselnden Erzählsträngen, in denen die Gegenwart (Marlenes hilflose Lage in der Höhle) und die jüngste Vergangenheit (die letzten 10 Tage vor ihrer Entführung) beschrieben werden. Die Szenen ihrer Gefangenschaft sind jeweils mit "Nummer 9" überschrieben und verdeutlichen, dass ihr Entführer schon viele Frauen auf dem Gewissen hat, denen er nicht mal einen Namen, sondern nur eine unpersönliche Nummer zugesteht.
Die Rückblicke tragen als Überschrift jeweils Datum und Tageszeit der beschriebenen Erlebnisse.

Durch den Aufbau des Romans wird Spannung erzeugt, zumal es am Ende der "Nr.9"-Abschnitte meist einen kleinen Cliffhanger gibt. Die Spannung dieses Romans lebt jedoch nicht von bluttriefenden Gewalttaten, sondern eher vom Beziehungsgeflecht der Hauptpersonen und der Unterströmungen darin. Von subtiler Spannung ist auch die Entwicklung Marlenes in einer Extremsituation. Nachdem der Leser sie im Alltag als
sehr angepasst , schüchtern und vor allem wenig selbstbewusst kennengelernt hat, muss sie nun ,ganz allein auf sich gestellt, Stärken mobilisieren, von denen sie nicht mehr weiß, dass sie sie überhaupt besitzt.
Bis zum Schluss spannend bleibt die Frage nach dem Motiv des Täters. Den Frauenjäger kann man zwar relativ früh entlarven, jedoch erfährt man erst zum Schluss, warum Marlene, die mit den anderen Opfern so gut wie nichts gemeinsam hat, seine Aufmerksamkeit erregte.

Fazit

"Der Frauenjäger" ist meiner Meinung nach ein außergewöhnlich gelungener Psychothriller, obwohl, bzw. gerade weil es zu keinerlei Gewalttaten kommt. Die Beklemmung des Lesers rührt eher daher, dass man sich je nach dem persönlichen Leben mit der einen oder anderen Hauptfigur identifizieren kann. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass immer wieder Dinge aus der Alltagswelt der Leser angesprochen werden, von aktuellen Hits bis zu nerviger Radiowerbung, die jeder zu Genüge kennt.
Für mich ist dieses Buch ein Highlight meiner diesjährigen Lektüre, für das ich die vollen 5 Sterne vergebe und das ich Lesern psychologisch angehauchter Romane gern empfehle. Wer einen blutigen Thriller erwartet, ist aber mit diesem Buch nicht gut beraten.

16.08.2011 21:52:54
Andrea

Ehrlich gesagt bin ich völlig enttäuscht von dem Buch.
Seeehr langatmige und uninteressante Erzählungen.
Ich dachte dass es wenigstens zum Ende hin gut wird, wurde dann aber eines besseren belehrt.
Was ist das bitte für ein Ende??
Von dem Entführer wurde vorab kein Wort verloren. Auch das warum und weshalb wurde viel zu wenig erläutert.
Sorry, aber meiner Meinung nach "nicht empfehlenswert".

06.08.2011 16:48:36
lesenchris

Ein zwischen den Zeilen zu lesender Krimi von eher alltäglichen Dingen, die sich im Laufe des Plots zu einer abenteuerlichen Geschichte entwickelt. Mir gefällt, dass trotz mehrerer Leichen, das ganze Thema dennoch weitestgehend ohne Blutrünstigkeit auskommt. Nicht, dass ich Krimis ohne Blut bevorzuge, dennoch ist es hier auf eine Art und Weise gelungen, ein Verbrechen und eher normale Alltagssituationen spannend miteinander zu verknüpfen. Empfehlenswert!

24.06.2011 18:45:20
sabina

Wenn Petra Hammesfahr schreibt, kann man sich nicht entziehen. Auch diese Geschichte ist bei den netten Nachbarn von Nebenan und nicht in Hamburg oder New York angesiedelt, das macht alle ihre Geschichten so sympatisch.
Das Verweben der Erzählebenen ist gut gelungen, dennoch etwas langwierig in Bezug auf das Geschehen im Berg betrifft.Das Ende ist abrupt und etwas enttäuschend, da einige Fragen ungleklärt und unplausibel bleiben.
Trotzdem lesen!

08.05.2011 23:01:43
Anika

Ich liebe Petra Hammesfahr und dementsprechend hab ich mich auf das Buch gefreut.


Das Buch beginnt (und endet) mit den Gedanken des Mörders. Dann wechseln sich "live" Erzählungen von Marlene, welcher in einer Höhle aufwacht und nicht weiß wo sie ist und warum, und Rückblenden ab.

Meiner Meinung nach ist das Buch sehr flüssig geschrieben und die Spannung bleibt auf einem angenehmen Level. Manches Mal musste ich verstohlen vorblättern weil ich es sonst nicht ausgehalten hab :)

Inhaltlich störten mich die ganzen verschiedenen Personen und Namen. Und auch das Ende war nicht wirklich wie ich es von Petra Hammesfahr kenne und somit für mich enttäuschend.

Dennoch hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich kann es empfehlen.

20.03.2011 22:56:11
mascha

Ich habe jedes Buch von Petra Hammesfahr, doch die letzten drei haben mich alle sehr enttäuscht.
Wo ist die Hammesfahr geblieben,deren Buch man auf gar keinen Fall aus den Händen legen kann und das einen am Schluss fassungslos und erstaunt da sitzen lässt?
Ihre Figuren sind wie immer alle sehr schön gezeichnet und man möchte mehr über ihr Privatleben wissen, doch als Krimi einer Hammesfahr finde ich es zu schwach!

28.02.2011 16:47:49
strangegirl29

Dieses war mein drittes Buch von Petra Hammesfahr, nachdem ich eines von Ihr super fand und das zweite nicht so ganz , siedelt sich dieses in der Mitte an.
Es ist gut geschrieben, sehr ereignisreich, die Handlung kommt nicht zum stillstand auch wenn teilweise sehr ausführlich berichtet wird, was aber nicht von Nachtteil ist.Dieses Buch hat zweifelsohne eine gewisse Tiefe.

Der Prolog startet vielversprechend und fesselt vom ersten Satz.
Wir haben einen kurzen Einblick in die Psyche eines Frauenhassers, geprägt von Kindheit an durch das Verhalten seiner Mutter, welche ihren Alltag mit diversen Liebhabern verbringt und finanziell gut auf Kosten ihres Ehemannes lebt.
Szenenwechsel
Wir lernen das vierblättrige Freundinnen Kleeblatt um Marlene immer ausführlicher kennen, Ihre dazugehörigen Männer, Jobs, Fehlschläge, Kinder, Alltag und so weiter. Unterbrochen werden die Erzählungen von kurzen Kapiteln, in denen sich Nummer 9 in Gefangenschaft befindet und Wege aus Ihrer scheinbar aussichtslosen Situation sucht.
Unterbrochen werden ihre Gedanken immer wieder von einem Song "The ballad of Lucy Jordan", dieser Song zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und auch durch Marlenes Leben, und für ein intensiveres Lesegefühl sollte man sich den Song auch anhören, sofern man ihn nicht kennt.
Wer mehr Thrill von diesem Buch erwartet, könnte sich stellenweise etwas langweilen.
Dennoch, dafür dass das Buch ohne viel Blut und Greueltaten auskommt ist es spannend bis zum Ende und ich finde so vorhersehbar ist es nicht wer der Frauenjäger ist.
Dadurch dass in dem Buch nicht soooviel Männer vorgestellt werden, kann man nur zu dem ein oder anderen tendieren, aber konkret schon zeitig zuwissen wer mehrere Frauen auf dem Gewissen hat, macht die Autorin uns dennoch schwer und führt uns gelegentlich in die Irre.
So 2-3 Fragen hätte ich gern noch beantwortet gehabt am Ende, dass geht dann doch recht zügig.

13.02.2011 12:41:08
subechto

Alles Schlampen außer Mutti?
Nachdem der letzte Roman von Petra Hammesfahr, Ein fast perfekter Plan, meines Erachtens nicht so doll war, ist "Der Frauenjäger" wieder spitze!
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau in 2 Handlungsstränge: einerseits die vor sich hin plätschernde, banale Familiengeschichte von Marlene und ihren drei Freundinnen sowie andererseits die gruseligen "Nummer neun"- Einlagen. Wie ist Marlene in diese hoffnungslose Situation geraten, gefangen in einer dunklen Höhle, und was hat Andreas, der Mann ihrer Freundin Karola, damit zu tun?
Beide Handlungsstränge treffen erst ganz zum Schluss aufeinander. Dazwischen verschwinden sowohl Männer, als auch Frauen. Einige tauchen wieder auf, andere sterben. Außerdem gibt es viele Lügen und Eitelkeiten, Missverständnisse und Schicksalsschläge…
Der Erzählstil von Petra Hammesfahr ist eher ruhig, dennoch hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt, weil die Spannung während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist. Marlene muss sich gegen moralische, aber auch gegen psychische und physische Gewalt behaupten, obwohl es nicht sehr blutig und actionreich zugeht.
Frau Hammesfahr ist mit Der Frauenjäger - meiner Meinung nach - eine sehr gute Mischung aus Kriminalroman und Thriller gelungen. Alle Verbrechen werden aufgeklärt, der Täter überführt Leider blieben für mich ein paar Fragen bzgl. Andreas Verschwinden offen. Auch, dass eine Nachbarin gleich zweimal verschwindet, fand ich etwas unglaubwürdig.
Deshalb „nur“ 4*. Dennoch: Ein Highlight, unbedingt Lesen!!!

13.02.2011 12:40:05
subechto

Alles Schlampen außer Mutti?
Nachdem der letzte Roman von Petra Hammesfahr, Ein fast perfekter Plan, meines Erachtens nicht so doll war, ist "Der Frauenjäger" wieder spitze!
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau in 2 Handlungsstränge: einerseits die vor sich hin plätschernde, banale Familiengeschichte von Marlene und ihren drei Freundinnen sowie andererseits die gruseligen "Nummer neun"- Einlagen. Wie ist Marlene in diese hoffnungslose Situation geraten, gefangen in einer dunklen Höhle, und was hat Andreas, der Mann ihrer Freundin Karola, damit zu tun?
Beide Handlungsstränge treffen erst ganz zum Schluss aufeinander. Dazwischen verschwinden sowohl Männer, als auch Frauen. Einige tauchen wieder auf, andere sterben. Außerdem gibt es viele Lügen und Eitelkeiten, Missverständnisse und Schicksalsschläge…
Der Erzählstil von Petra Hammesfahr ist eher ruhig, dennoch hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt, weil die Spannung während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist. Marlene muss sich gegen moralische, aber auch gegen psychische und physische Gewalt behaupten, obwohl es nicht sehr blutig und actionreich zugeht.
Frau Hammesfahr ist mit Der Frauenjäger - meiner Meinung nach - eine sehr gute Mischung aus Kriminalroman und Thriller gelungen. Alle Verbrechen werden aufgeklärt, der Täter überführt Leider blieben für mich ein paar Fragen bzgl. Andreas Verschwinden offen. Auch, dass eine Nachbarin gleich zweimal verschwindet, fand ich etwas unglaubwürdig.
Deshalb „nur“ 4*. Dennoch: Ein Highlight, unbedingt Lesen!!!