Tödlicher Fehler

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • New York: St. Martin’s Press, 2009, Titel: 'Trust no one', Seiten: 341, Originalsprache
  • München: Droemer Knaur, 2011, Seiten: 448, Übersetzt: Wibke Kuhn

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Wolfgang Weninger
Bestes Actionkino in Buchform

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Nov 2010

Jede Nacht, pünktlich um 02:18 Uhr lässt Gregg Hurwitz seinen Titelhelden Nick Horrigan aus dem Schlaf aufschrecken, denn dieser erinnert sich in Tödlicher Fehler aus dem Droemer Verlag, wie er vor zwanzig Jahren als Jugendlicher, wegen eines Stelldicheins mit einer älteren Frau, die Wohnungstür offen ließ. Diesen Fehler nutzte ein unbekannter Killer, um seinen Stiefvater zu ermorden, der beruflich als Leibwächter für einen Lokalpolitiker engagiert war.

Und nach zwanzig Jahren ist es wieder so weit. Nick Horrigan schreckt aus dem Schlaf und der Horror setzt wieder ein, denn ein Sonderkommando stürmt seine Wohnung, entführt ihn und bringt ihn in ein Atomkraftwerk, wo er gänzlich unbewaffnet einem Terroristen entgegentreten soll, der ihn unbedingt sprechen will. Dieser Terrorist, Mike, ein alter Bekannter seines Stiefvaters, kommt jedoch nicht dazu, ihm in allen Details zu erklären, warum er ihn vor Ort haben wollte, denn das mitgebrachte Mobiltelefon explodiert, bevor er zu viel ausplaudern kann.

Aber Nick hat Lunte gerochen. Er beginnt gegen die Geheimdienste zu ermitteln. In Mikes Wohnung findet er einen Rucksack mit brisanten Informationen und bündelweise Dollarscheine. Es sieht aus, als hätten Mike und sein Stiefvater mit brisanten Informationen einen der beiden rivalisierenden Politiker erpresst und seien deswegen ins tödliche Visier von FBI und Polizei geraten. Und auch jetzt wird die Suche nach der Wahrheit zur tödlichen Abrechnung, bei der Nick mehr oder weniger zufällig den Kugelfang zwischen den Fronten spielt …

Dass Gregg Hurwitz unter Anderem als Drehbuchautor für Actionfilmregisseur Jerry Bruckheimer gearbeitet hat, merkt man schon an den ersten Zeilen dieses 441 Seiten dicken Thrillers. In der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Wibke Kuhn legt der Autor gleich richtig los und lässt es fulminant krachen. Das ist bestes Actionkino in Buchform, wie man es sich wünscht. Dass man bei dieser Art von (amerikanischer) Literatur nicht an psychologische Dichte und nachvollziehbare Handlungsstrategien denkt, sondern ausschließlich darauf aus ist, möglichst effektiv dem Bösewicht das Lebenslicht auszublasen, wird den Genrefreund absolut nicht stören. Und Hurwitz macht auch nicht den Fehler, den Leser diesbezüglich zu enttäuschen.

Sein Titelheld beginnt das Pferd von hinten aufzuzäumen und tappt dabei von einer Falle in die nächste, aber natürlich wundert es nicht, wie er immer wieder überlebt. Obwohl er zwanzig Jahre lang abgetaucht war, weil er sich die Schuld an Daddys Tod gegeben hatte, geht er gleich in medias res, taucht bei seiner Mutter und in deren jetzigem Leben auf und versucht mit der Brechstange an Informationen zu kommen. Und wenn er dabei keine durchschlagenden Erfolge aufweist, dann bedient er sich eben anderer Bekannte, die ihn alle selbstlos in seinem Kampf für die Wahrheit unterstützen.

Es braucht keine Plausibilität, es braucht hier nur Spannung und Hauruck-Kino ohne Ende. Leider kann aber Tödlicher Fehler die auf den ersten Seiten so famos vermittelte Spannung nur sehr schwer durchhalten. Je länger der Roman wird, umso flacher wird der Spannungsbogen. Zugegeben, mit dem was hier durch die gesamte Story rumst und kracht, könnten andere Autoren drei Thriller schreiben, aber Hurwitz verschießt sein Pulver deutlich zu früh und bis er wieder nachlädt, dauert gelegentlich ein wenig zu lange. Dennoch ist dieses Actionspektakel ein sehr brauchbares Stück Lesevergnügen, wenn man es gerne so anspruchslos mag.

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