Rendezvous mit dem Tod

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • München: btb, 2010, Seiten: 480

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Ein perfider Serienmörder sucht Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts heim. Den ermordeten jungen Frauen ist keine Verletzung anzusehen. Bei genauer Untersuchung des Hinterkopfes entdeckt der Pathologe, dass eine Hutnadel durch eine kleine Öffnung der Schädeldecke ins Gehirn getrieben wurde. Die Ermittlungen führen Inspektor Oskar Rheinhardt auf die dunkle Seite Wiens, wo er bald die Hilfes seines Freundes Max Liebermann, des jungen Psychoanalytikers, nötig hat ...

Rendezvous mit dem Tod

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Letzte Kommentare:
03.02.2020 15:27:11
tassieteufel

Die Morde an einer Reihe von jungen Frauen, die alle während des Geschlechtsverkehrs mit einer Hutnadel ermordet wurden, geben Inspektor Rheinhardt vom Sicherheitsamt Rätsel auf. Wie immer zieht er seinen Freund, den Psychologen Max Liebermann zu Rate. Doch der hat gerade selbst einen seltsamen Fall zu klären, einen Patienten der angeblich einen ominösen Doppelgänger sieht.

Wie immer überzeugt auch der 5. Max Liebermann Fall nicht nur durch einen komplexen und interessanten Krimifall, sondern auch durch ein authentisches Wienflair und diverse psychologische Betrachtungen. Liebermann und Rheinhardt sitzen im Kaffeehaus und genießen diverse Köstlichkeiten, während sie ihre Fälle diskutieren. Liebermann sucht auch des Öfteren seinen Lehrer Freud auf und bespricht psychoanalytische Fragen wie Traumdeutung und Ödipuskomplex mit ihm und auch in der Pathologie, die ja vor 120 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, ergeben sich durch den schrulligen Dr. Mathias immer neue Anhaltspunkte zur Klärung der Fälle. Hier hat man wirklich das Gefühl tief in die Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende einzutauchen und viel vom damaligen Lebensgefühl mitzubekommen. Ein unterhaltsames Detail, das auch im Zusammenhang mit den Mordfällen steht, ist die damals aufkommende Reformmode, die hier etwas thematisiert wird.
Der Krimifall ist gewohnt komplex und entfaltet sich nur langsam und Inspektor Rheinhardt sitzt bald sein Vorgesetzter im Nacken, weil der trotz mehrerer Leichen in dem Fall nicht voran kommt. Auch wenn es reichlich Nebenhandlungen gibt, so wird der Krimifall nie aus den Augen verloren und zieht sich wie ein rotes Band durch das gesamte Buch und überzeugt mit einigen unerwarteten Wendungen, die am Ende für eine Überraschung sorgen.

FaziT: ein stimmungsvoller und atmosphärisch dichter historischer Krimi mit einem komplexen, gut durchdachten Krimifall und interessanten, liebenswerten Charakteren, der bestens unterhält und Lust auf mehr macht.

03.12.2013 09:28:08
tedesca

Auch Teil 5 der Max-Liebermann-Reihe hat mich restlos begeistert. Ich mag diese Mischung aus Mordermittlung und psychologischen Betrachtungen. Die Forensik steckte zu dieser Zeit ja noch in den Kinderschuhen, trotzdem gelingt es dem Kommissar unter Mithilfe des Gerichtismediziners und der klugen Amelia immer wieder, anhand biologischer Beweise die Täter zu überführen.
Hier amüsiert vor allem auch das Thema der "Reformmode" für Frauen, also weg mit dem Korsett und rein in die Flattergewänder, wie wir sie von Emilie Flöge so gut kennen - davon sind wirklich nur die sehr liberalen Männer begeistert.
Gordon Griffin liest auch dieses Buch mit viel Energie und macht es son wieder einmal zum perfekten Hörgenuss. Ein Muss für Fans der Serie, eh klar!

29.12.2010 10:39:59
koepper

Ein gut geschriebener, spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Roman. Auch wenn man den Lehren Sigmund Freuds nicht anhängt, so ist es doch interessant die Ausführungen des Autor zu einigen freudschen Theorien, hier vor allem zur Traumdeutung und zum Ödipuskomplex zu lesen. Tallis gelingt es gut die Atmosphäre des alten Wiens zu vermitteln, die Kaffeehäuser in denen sich Inspektor Oskar Rheinhardt und sein Freund, der Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann oft aufhalten und Wiener Backspezialitäten zu sich nehmen. Das alleine macht "Rendezvouz mit dem Tod" zu einem entspannten Lesevergnügen. Das Buch hat nichts spektakuläres, ist jedoch kurzweilig und damit gute Unterhaltung.

11.12.2010 00:33:26
O. Urban

Nach den in einem Zuge geschriebenen vier "Meinungen" zu den ersten Romanen muss nun doch auf die oftmaligen psychoanalytischen Exkurse hingewiesen werden. Diese sind durchaus lehrreich und zeigen, dass der Autor vom Fach ist. Neben der bekanntlich am Cobenzl entdeckten "Traumdeutung" finden sich zahlreiche andere Quellen Freuds, welche von Tallis im Roman verarbeitet werden. Im Unterschied zu den ersten Romanen finden sich dieses mal mehrere Täter am Ende.
Die Romane sind - im besten Sinne des Wortes - leicht zu lesen. Die Verhältnisse in den Ämtern und Kliniken werden eindrucksvoll geschildert - letztendlich kann man daraus durchaus die Strukturen erkennen, die auch heute noch die Wiener Bürokratie, sei es in den Ministerien, in den Rathausabteilungen oder den Universitäten, prägen.
Kritisch ausgedrückt - es ist erschreckend, wie wenig sich in den letzten einhundert Jahren in Wiens Amtsstuben, Politbüros oder Kaffehäusern (vom Rauchverbot einmal abgesehen) geändert hat.