Die dunkle Stimme der Schuld

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • New York: Harper, 2009, Titel: 'Dismantled', Seiten: 422, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: rororo, 2010, Seiten: 508, Übersetzt: Sabine Maier-Längsfeld

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Wolfgang Weninger
Überschrift

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jul 2010

"Dismantled" = demontiert. So nennt sich der dritte Roman von Jennifer McMahon, der im Rowohlt Taschenbuch Verlag in der Übersetzung von Margarete Längsfeld und Sabine Maier-Längsfeld als Die dunkle Stimme der Schuld den Weg zum deutschsprachigen Thriller-Leser findet.

Und wie schon in den Vorgängern Das Mädchen im Wald und Insel der verlorenen Kinder spielt der Roman in zwei Zeitebenen. Damals waren fünf junge Kunststudenten der Meinung, das wahre Kunst nur aus der Zerstörung von Bestehendem entstehen könne. Folgerichtig nennen sie sich fortan "Die barmherzigen Demontisten" und lehnen sich, nicht immer ganz legal, gegen das sogenannte Establishment auf. Ihr Hauptquartier finden sie in einer abgelegenen Waldhütte an einem See.

Anführerin des rebellischen Haufens ist Suz, eine charismatische junge Frau, die jeden beeinflussen und verführen will und damit auch das Leben und die Liebe ihrer Freunde zu zerstören droht. Tess, die sich davor fürchtet, mixt einen Drogencocktail, der Suz beim Schwimmen im See gemeinsam mit einem Steinschlag auf den Kopf den Garaus macht. Die Vier versenken Suz in der Seemitte und beenden das Leben in der Hütte und nehmen sich gegenseitig das Versprechen ab, darüber Stillschweigen zu bewahren.

Gegenwart: Henry und Tess haben geheiratet. Henry leitet einen Malerbetrieb und Tess macht Bedarfskunst, die sie auf dem Markt verhökert. Beide haben sich auseinandergelebt und nur die gemeinsame Tochter hält die Verbindung noch zusammen. Emma, ist kein "normales" Kind. Sie ist völlig introvertiert, hat einen unsichtbaren Freund namens Danner und zählt mit Vorliebe in Neuner-Sprüngen. Aber sie spürt die Trennung zwischen ihren Eltern, schnüffelt in deren Vergangenheit und findet alte Unterlagen der Demontisten. Gemeinsam mit einer Freundin sendet sie an Winnie und Spencer eine Postkarte, um die Gruppe wieder auferstehen zu lassen …

Jennifer McMahon hat ihren Roman wieder auf völlig gestörten Typen aufgebaut. Der Sumpf des Alltagslebens mit der Erinnerung an damals, eine verkorkste Ehe, ein alkoholsüchtiger Vater und das psychisch noch schlimmer angeknackste Kind, das eigentlich in eine geschlossene Anstalt gehört, sind keine Zutaten, die Die dunkle Stimme der Schuld zu einem rechten Lesevergnügen werden lassen. Obwohl die Autorin die Spannung beständig anhebt, so dass man doch wissen will, was hinter diesen verrückten Dingen steht, kann man über die handelnden Personen nur den Kopf schütteln.

Wenn eine Handlung so unglaubwürdig präsentiert wird, dass man fast schon von einem Fantasy-Thriller sprechen möchte, sollte wenigstens die eine oder andere Person halbwegs normal handeln. Tut es aber in diesem Buch überhaupt nicht. Henry baut sich einen Einbaum im Schuppen, schmökert heimlich in alten Tagebüchern und besäuft sich dabei und hat nebenbei Angst, dass seine Tochter schwimmen geht, weil er im Traum gesehen hat, wie sie ersäuft. Tess verschließt ihre Augen vor der Tatsache, dass ihr Kind völlig durch den Wind gedreht ist, bastelt in ihrem Atelier an seltsamen Kunstwerken. Spencer hat sich das Leben genommen und Winnie taucht plötzlich auf, läuft in Suz alten Klamotten und mit deren Perücke herum und bezieht die alte Hütte. Und so nebenbei versucht noch ein Detektiv die Hintergründe zu durchleuchten.

Wem das noch nicht genug an Verrücktheiten ist, der wird an dem dritten Roman der Amerikanerin sicherlich seine Freude haben. Wer mit so durchgeknallten Szenarien nichts am Hut hat, der lässt besser die Finger davon.

Die dunkle Stimme der Schuld

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Letzte Kommentare:
01.04.2015 12:04:19
Isabel S.

Was für eine Qual. Ich habe nach 3/4 des Buches aufgegeben, da es mir einfach zu unrealistisch und völlig konstruiert erschien. Die ständigen Visionen von Emma, aber auch von den anderen Figuren, die meinen, die verstorbene Suz an jeder Ecke erkennen zu können, aber nicht zuletzt auch Danner, dessen Name ich langsam nicht mehr hören kann, die Emma aber ständig erscheint, gaben mir den Rest.

11.03.2013 14:06:29
Gunda

Es ist eine Quälerei, sich durch dieses Buch zu lesen. Total kaputte Typen beherrschen eine Handlung, die sich "irgendwie" vorwärs
schleppt. Aber das allerschlimmste ist die Tatsache, dass Liss und Henry sich nach zehn Jahren nicht mehr so richtig an ihre ehemalige Mitstreiterin erinnern. Eine Perücke und angebliche Gesichtsoperation lassen eine Person, deren Identität erst gegen Ende offenbar wird, wie Suz erscheinen. Jene hat die Autorin offenbar mal schnell aus dem Hut gezogen, weil ihr nichts anderes dazu einfiel. Gut - Thriller sind in der Regel unrealistisch. Aber dieser hier setzt allem die Krone auf und ist nur zum DEMONTIEREN geeignet. Prost, Henry!

22.09.2012 13:56:53
Manuel

Eines der spannensten Bücher die ich je gelesen hab.Konnte es kaum aus der Hand legen.Der schluss kam mir ein bisschen übertrieben konstruiertt vor.War aber nicht weiter wild.Danach hab ich auch noch die anderen Werke von McMohan gelesen und muss sagen das es immer noch das beste und spannenste bleibt.Besonders war die Erzählweise immer gleichmäßig in den Zeiten und den Personen zu springen.

15.11.2010 16:21:52
Laura Kulmer

Ein wunderbares Buch! Ich bin absolut begeistert davon. Mein erster richtiger Thriller, der mich so richtig darauf brachte überhaupt Thriller zu lesen.
Dieses Buch ist nicht einer der klassischen Detektivbücher in dem es nur darum geht zu erfahren wer denn der Mörder war, nein es ist weitaus besser. Denn sie alle plagt die Schuld ihrer Freundin so etwas angetan zu haben und Jennifer McMahon beschreibt einmal so richtig wie es diesen Menschen ergeht.
Außerdem schließe ich mich der Meinung an, dass jemand dem solche Bücher nicht gefallen sich einer anderen Büchersorte zuwenden sollten.

26.09.2010 17:44:28
Kate

Ich habe dass Buch heute zu Ende gelesen und finde es sehr gut,ich muss allerdings sagen,dass dieser Wolfgang Weninger sich vielleicht mit anderen Büchern beschäftigen sollte da er anscheinend nicht versteht was ein gutes Buch aus macht.Und ich finde es zeigt auch sehr gut,wie Schuld einen manchmal nicht los lässt und eine Person einen dermaßen beeinflussen kann.Für alle die sich gute Tipps holen wollen zu Büchern,die sollten nicht auf diese Seite gehen weil sie das Ende schon im Voraus bekannt machen und nichts offen lassen.Und das Buch hat sehr wohl realistische Charaktere,es zeigt auch wie die Cliquen Probleme heutzutage sein können,dieses Buch sollte man nicht verpassen