Liebeskind

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Köln: Fredebold und Fischer, 2008, Seiten: 476, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2009, Seiten: 475, Originalsprache

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Zwei Tote in einer Woche. Einer mit durchtrennter Kehle, ein anderer von einem Fabrikregal erschlagen. Beide waren im beschaulichen Maschen bei Hamburg zuhause, und beide wurden nach Eintritt des Todes grausam verstümmelt. Kommissarin Greve ist ratlos. Bis auf eine ominöse, unauffindbare Frau gibt es keine Spur. Doch dann ereignet sich ein dritter Mord, und mit ihm findet sich der erste Hinweis: Die Opfer gingen alle in dieselbe Schulklasse. Was haben sie sich nur einst zuschulden kommen lassen, dass nach so langer Zeit derart grausam Rache geübt wird?

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Letzte Kommentare:
29.01.2012 21:51:41
Henriette

Innerhalb von einer Woche gibt es zwei Tote. Anna Greve ist die ermittelnde Kommissarin im Hamburger Vorort Maschen. Zuerst erscheinen die Morde rätselhaft, denn es ist erst kein Zusammenhang erkennbar. Mit der Zeit kristallisieren sich immer mehr Gemeinsamkeiten heraus.
Parallel spielt die Geschichte der Mörderin. Elsa will sich rächen, für ein Geschehen aus der Schulzeit. Doch sie hat sich sehr verändert, so dass die vertraute Umgebung der Kindheit sie nicht wiedererkennt.
Anna Greve ist eigentlich auf der richtigen Spur, doch eine Kollegin aus Hannover soll ihr zur Seite stehen. Und legt Anna immer Steine in den Weg.
Nicht nur das, sie hat auch noch zu Hause genug Probleme mit ihrer Familie.

Was mir als erstes aufgestoßen ist, dass ich den Mörder kenne. Ich habe zwar das Motiv nicht erkennen können, doch das ist mir erst mal nicht so wichtig. Krimis bedeuten für mich Spannung, wenn mir erst am Ende der Mörder bekannt wird. Ich liebe das Spekulieren und Raten, warum und wieso jemand mir unbekanntes so etwas tut.
Die Geschichte ist gut und verständlich geschrieben. Sie wird allerdings überlagert mit Hamburger Politik, Anna Greves Familienproblemen sowie auch Probleme mit der hannoveraner Kollegin.
Leider habe ich auch Beschreibungen der Personen und auch der Umgebung gefehlt. Es hat bei mir kein Kopfkino stattgefunden. Schade.

[B]Fazit:[/B] Ich kann für diese leicht missglückte Unterhaltung nur drei von fünf Sternen vergeben.

29.04.2011 19:46:19
Theatermichel

Das Debüt hatte Interesse an mehr geweckt, "Liebeskind" wird aber mit Sicherheit mein letzter Roman von Christine Westendorf sein. Viel zu aufgeblasen mit Rückblenden und Handlungssträngen, die nicht alle etwas mit dem Verlauf der Handlung zu tun haben, die aber nicht nur den Leser verwirren, sondern auch die Autorin schon beim Schreiben gelegentlich durcheinander gebracht haben müssen. Spannung ersäuft hier in der Geschwätzigkeit von 475 Seiten, und der zum Schluss gar nicht mehr geneigte Leser bedauert nur noch die verlorene Zeit, die er lieber mit einem "richtigen" Krimi verbracht hätte.

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