Das tote Herz

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • London: Michael Joseph, 2008, Titel: 'Bleeding Heart Square', Seiten: 480, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2009, Seiten: 477, Übersetzt: Isabel Bogdan
  • München: Goldmann, 2011, Seiten: 477

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Der Legende nach soll einst der Teufel am Bleeding Heart Square in London getanzt und eine Frau verführt haben. Alles, was von ihr übrig blieb, war ihr Herz. Doch im Jahr 1934 glaubt man nicht mehr an den Teufel. Auch Lydia Langstone nicht, die die dortige Wohnung ihres Vaters nur als Zuflucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann aufgesucht hat. Dann aber erfährt sie von dem plötzlichen Verschwinden der Hausbesitzerin und von den Päckchen, die regelmäßig vor der Tür des Hausverwalters gefunden werden und die alle ein verwesendes Herz enthalten.

Das tote Herz

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Letzte Kommentare:
05.04.2013 03:15:06
-Ahotep-

Das tote Herz spielt größtenteils 1934 und handelt von Lydia Langstone, einer jungen Adligen, die ihren gewalttätigen Mann Marcus verlässt und sich zu ihrem heruntergekommen Vater Captain Ingleby-Lewis in eine Wohnung am zweifelhaften Bleeding Heart Square flüchtet.
Dieser Teil des Buches erinnert stark an einen Schicksalsroman, man erlebt Lydias frei gewählten gesellschaftlichen Abstieg mit und ihre Schwierigkeiten sich in der „Arbeiterklasse“ zurecht zu finden.
Ein weiterer Handlungsstrang entwickelt sich, als in das gleiche Haus auch der Journalist Rory Wentwood zieht, entschlossen dem Verbleib der ehemaligen Besitzerin Miss Penhow nachzugehen, mit deren Nichte Fenella er befreundet ist. Miss Penhow verschwand nämlich spurlos, angeblich in die USA, nachdem Sie ihr Vermögen – einschließlich des Bleeding Heart Square Nr. 7 - Mr. Serridge, überschrieben hatte. Dieser Teil des Romans erinnert noch am ehesten an einen Krimi.
Angestachelt wird er darin zudem von dem Polizisten Narton, der Serridge aus ganz eigenen Gründen aufs Korn genommen hat – um nicht zu viel zu verraten, möchte ich nur erwähnen, dass diese sehr tragisch und traurig sind.
Zwischen diese beiden Handlungsstränge, die sich immer wieder kreuzen, da Rory und Lydia sich immer wieder unter ihrem Dach begegnen und zarte Bande knüpfen (Liebesroman ist es also auch;-)), werden Einträge des Tagebuchs aus dem Jahr 1930 besagter Miss Penhow eingeschoben, sowie die Reaktion eines unbekannten Lesers, der mit „Du“ angesprochen wird.
In diesen Einträgen wird u. a. ganz klar, dass Miss Penhow und Lydia nicht unterschiedlicher hätten sein könnten – insofern ist das Buch auch eine Gegenüberstellung zweier Charakterstudien.
Zudem enthält es Züge eines Gesellschaftsromans, es wird versucht die Auswirkungen des Krieges auf einzelne Menschen als auch auf die Politik darzustellen, so schließt sich Marcus z.B. den Faschisten an, Fenella den Kommunisten und Lydias Patenonkel ist vom Krieg traumatisiert. Auch die herrschenden (moralischen) Zustände im Adel und in der Arbeiterklasse werden thematisiert.
Außerdem bietet der Roman auch noch ein bisschen was von einem Schauerroman, denn angeblich verführte der Teufel am Bleeding Heart Square junge Damen und nun regnet es dort blutige Tierherzen mit der Post – adressiert an Serridge.
Wie man sieht, das Buch bietet viel – darum gefällt es mir persönlich viel besser als so mancher, sicher temporeicherer, aber eindimensionaler Krimi, allerdings muss ich zugeben, dass die zahlreichen Aspekte trotzdem nur relativ oberflächlich ausgearbeitet wurden, teilweise voller Klischees stecken oder die Geschichte nicht wirklich weiterbringen bzw. keinen Sinn ergeben und doch sehr aufgesetzt wirken.
Sehr missfallen hat mir auch der fiktive Leser des Tagebuches bzw. dass dem Leser damit die Deutung dessen aufgezwungen wurde – der Autor hätte seinen Lesern ruhig mehr Empathie zutrauen können;-) Gegen Ende hat er sich damit dann auch noch stilistisch verfangen und plötzlich eine andere Person zum Schreiber des Tagebuchs werden lassen, um jenen Handlungsstrang auflösen zu können.
Ebenso erging es mir mit dem Zusammenführen der Handlungsstränge, da wurde teilweise viel mehr konstruiert als nötig oder glaubwürdig.
Kein Buch, das mich nun völlig umgehauen hat, aber es konnte mich ein paar Tage durchaus fesseln und bot eben weitaus mehr als eine eindimensionale Krimihandlung – auch wenn hier vielleicht der ein oder andere behandelte Aspekt oder die ein oder andere Nebenhandlung weniger mehr gewesen wäre.
70°

21.06.2012 17:42:23
Mac Rob

Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie jemand diesen langweiligen Roman mit 94° bewerten kann. Die Handlung zieht sich zäh wie Leder durchs ganze Buch, erst auf den letzten 2 Seiten erfolgt die Auflösung, die man sich leicht vorher schon vorstellen konnte.
Auch weiss man bei diesem Roman nicht was er eigentlich sein soll.
Krimi? Gesellschaftsstudie Vorkrieg-Englands?
Oder gar beides?
So richtig eigentlich keins von beiden.
Wenn dies ein britischer Top-Thriller sein soll, dann gute Nacht.
Mein Fazit: Zeitverschwendung, Finger weg.