Der Vampir

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • New York: Penguiin Press HC, 2007, Titel: 'Fangland', Seiten: 400, Originalsprache
  • Berlin: Aufbau, 0, Titel: 'Wolfgang Thon', Seiten: 494

Couch-Wertung:

55°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
0 x 71°-80°
1 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:70
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":1,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Zwischen Krimi und Horror: Ein Grenzgänger mit stumpfen Zähnen

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Nov 2009

Vergessen Sie alles, was ihnen Bram Stoker über Graf Vlad und seine transsylvanischen Blutsauger erzählt hat und auch die Geschichten einer Stephenie Meyer sind ein harmloses Twilight-Beißen gegen das, was der Journalist John Marks seinem rumänischen "Titelhelden" in "Der Vampir" an Fähigkeiten andichtet. 
"Fangland", das Land der Reißzähne, wie der Originaltitel lautet, ist kaum als Krimi zu bezeichnen, aber in der Übersetzung von Wolfgang Thon, wird aus der Reportage einer gewissen Evangeline Harker, die den rumänischen Unterweltkönig Ion Torgu für die alles überragende Abendshow "The Hour" interviewen soll, eine reißerische Auseinandersetzung zwischen mediengeilen Amerikanern und rachsüchtigem Vampir.
Dieser Ion Torgu ist allerdings gänzlich anders gepolt, als es seine Vorfahren aus der Walachei waren, jene Söhne der Drachen, die auf Schloss Bran hausten.

Ion Torgu ist mit Knoblauch und Kreuzen nicht zu beeindrucken, er ist nicht lichtscheu und er beißt seine Opfer nicht, obwohl er ganz blaue Zähne hat, gemeinhin ein Zeichen für Drogensucht und nicht so sehr vom Konsum des Blutes seiner Opfer. Da läuft er also mit seinem Eimerchen und einem Messer durch das verlassene Hotel in den Bergen und wartet darauf, dass er jemandem die Kehle durchschneiden kann und dabei singt er ein Lied, dessen Text aus den Namen von Ortschaften besteht, in denen der Mensch seine Gräueltaten an seinesgleichen verübte. "Thessaoni, Treblinka, Golgotha, Solferino, Lepanto, Kalawao, Kilkis & "Und es ist nicht der Biss seiner blauen Zähne, sondern dieses Lied des Grauens, das seine Opfer zu verrückten Bestien macht &
Dieser Ion Torgu will ins Fernsehen und zwar zur besten Sendezeit und bei Amerikas bestem Sender. Evangeline Harker soll die Reportage vorbereiten, aber nichts läuft wie geplant und sie ekelt sich vor Ion Torgu, als dieser sich zum Teil offenbart. Mit nackter Haut widersteht sie dem Scheusal und seinen Kumpanen und flüchtet &

Hätte John Marks die 500 Seiten um die Hälfte gekürzt und nur die Lebens- und Leidensgeschichte sowie die Flucht der Evangeline Harker erzählt, wäre ihm ein Spannungsroman gelungen, dessen Handlung den Leser in seinen Bann gezogen hätte. Doch der Autor musste unbedingt ein literarisches Highlight aus der Geschichte machen und diese von verschiedenen Betroffenen in Tagebuchauszügen und sonstigen Reminiszenzen als Episodenroman gestalten und das ist der Story nicht gut bekommen.

Jedes Mal, wenn der Spannungsbogen ein gewisses Level erreicht hat, schneidet Marks die Handlung radikal ab und es beginnen wieder langwierige Erläuterungen des nächsten Erzählers, die dem Roman die Spannung völlig rauben. Abgesehen von der ohnehin unglaubwürdigen Geschichte, die eher ins Reich der Phantastik-Couch gehört, zieht sich der Teil, bei dem Ion Torgu seinen Einfluss auf den Sender und die Produktionsteams nimmt, ins Unermessliche, ohne dass wirklich etwas passiert. Der Psychokrieg der handelnden Fernsehschaffenden und ihre Verwandlung zu willenlosen Objekten, sowie solchen, die sich dem widersetzen, artet in eine Schlacht aus, die vom Selbstmörder bis zum New-Age-Terroristen alles beinhaltet, was an Hysterikern auf dem amerikanischen Buchmarkt für Leserzahlen sorgen kann. Dass dabei die Vernunft völlig auf der Strecke bleibt und die Vampiristi mit Bajonett und Sprengstoff in ihre Schranken gewissen werden müssen, gehört unter Anderem zu den lächerlichen Lösungselementen, die John Marks den Kämpfernaturen als Mittel zum Zweck andichtet.

Der Vampir

Der Vampir

Deine Meinung zu »Der Vampir«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
17.10.2010 12:48:35
Kim S.

Also ich ahbe das Buch als Mangelexemplar für 2, 95€ kaufen können. Ich würde es aber auch für den regulären Preis 9,95€ kaufen. Es ist schon richtig beschrieben, das John Marks die Spannungen durch neue langwierige Erzählungen aus einer anderen Sicht, etwas herausnimmt und es teilweise wirklich langweilig ist. Doch die langweiligen Passagen, werden wieder wet gemacht mit den Spannungen, die auch immer wieder vorkommen. Es hat auch was, dass diese Spannungen immer höher aufgebaut werden und dann CUT, beginnt das nächste Buch. Das ist Geschmackssache. Ich bin noch nicht mit dem Buch durch, mir fehlt noch etwa ein Virtel. Doch bringt es auch Spaß mit zurätseln, manchmal versteht man alles nicht mehr, muss praktisch weiterlesen, bis man dann etwas mehr aufgeklärt ist, dass denkt man zumindets, bis der Spieß wieder umgedreht wird und man wieder ein Fragezeichen im Kopf hat.
Kurz und knapp, die Erzählungen, z.B. aus dem Tagebucheintrag, die kaum etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben, hätte man weg lassen können, trotzdem bleibt es immer wieder spannend und ich würde das Buch doch weiterempfehlen.

Mit freundlichen Grüßen,
Kim S.

15.05.2010 11:51:29
Michelle

also, ich habe dieses buch jetzt ungefair bis zur hälfte gelesen (zumindest mehr oder weniger), und ich bin mir ehrlich nicht sicher ob ich es überhaupt weiter lesen soll. zum einen ist es an manchen stellen sehr spannend und man möchte wissen wie es weiter geht, aber andererseits sind diese ganzen tagebuch einträge einfach nur unpassend und langweilig. sie passen nicht an den stellen, wo sie im buch erscheinen und um ehrlich zu sein steht nichts von bedeutung darin. ich habe nur einen tagebuch eintrag gelesen und der war so langweilig und ohne bedeutung für die restliche geschichte, dass ich die restlichen erst garnicht mehr gelesen habe. der anfang des buches war um ehrlich zu sein auch ziemlich langweilig und hat sich total in die länge gezogen. außerdem finde ich die geschehnisse etwas übertrieben. wenn ich die wahl nochmal hätte würd ich mir das buch nicht kaufen...