Die Würfel Gottes

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • New York: Simon & Schuster, 2008, Titel: 'The final theory', Seiten: 359, Originalsprache
  • München: Page & Turner, 2009, Seiten: 477, Übersetzt: Jochen Stremmel
  • München: Goldmann, 2010, Seiten: 480

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Mario Marpe
Gott würfelt nicht!

Buch-Rezension von Mario Marpe Okt 2009

"Gott würfelt nicht!" ist ein berühmtes Zitat von Albert Einstein, in dem Einsteins ganze Abneigung gegenüber der Quantenmechanik deutlich wird, welche keine exakten Ortsangaben für Orte liefert, sondern ausschließlich Aufenthaltswahrscheinlichkeiten angeben kann. In Mark Alperts Thriller Die Würfel Gottes geht es um den Traum Albert Einsteins, welchen er in seinen letzen Lebensjahren mit aller Energie verfolgte und der bis heute ein Wunschtraum vieler Physiker ist: "Die Theorie von Allem"! Die Ausdrücke der klassischen Physik, die große Teile des Alltags und unserer Erfahrungswelt beschreiben, gelten immer dann, wenn die betrachteten Teilchen größer als Atome und deutlich langsamer als die Lichtgeschwindigkeit sind. Andernfalls müssen Berechnungen mithilfe der Relativitätstheorie erfolgen. Die "Theorie von Allem" soll dagegen in allen Fällen gelten und die klassische Mechanik sowie die Relativitätstheorie vereinen und gemeinsame Ausdrücke liefern. In dem Thriller geht es um eben diese Theorie: Stellen sie sich vor, dass Einstein diese Theorie gefunden hat, es aber für zu gefährlich hielt, sie zu veröffentlichen. Um sie dennoch zu überliefern, hat er jeweils Teile dieser Theorie an seine Doktoranden weitergegeben, die sie jedoch aus Sicherheitsgründen geheim halten mussten. Einstein hatte 4 Assistenten, die davon wissen können - und drei davon sind bereits von einem sadistischen Angreifer gefoltert und getötet worden!

Einer der ehemaligen Doktoranden gibt seinem ehemaligen Studenten, David Swift, auf seinem Sterbebett einen Hinweis - und eine wilde Jagd beginnt! Plötzlich ist der Wissenschaftsautor David Swift eine der meistgesuchten Personen - das FBI jagt ihn! Und nur knapp entkommt er einem Attentat auf die FBI-Zentrale! Die amerikanische Regierung will die Theorie für sich!!! Mit Mühe und Not kann Swift sich zu einer ehemaligen College-Liebschaft retten, die mittlerweile als Physikprofessorin in Einsteins ehemaligem Wohnhaus lebt. Welche Rolle spielt der letzte überlebende Doktorand von Einstein, Amil Gupta? Der Verlauf der Geschichte ist immer wieder überraschend, ohne zu unrealistisch zu werden - was auch eine der großen Stärken dieses Buches ist.

Insgesamt ist die Geschichte atmosphärisch sehr dicht und absolut fesselnd, ohne zu technisch zu werden. Auch nicht-Physiker kommen auf ihre Kosten, ohne dass Physiker abgeschreckt werden, denn die Details sind durchaus realistisch und korrekt. Ein toller Thriller mit einem wirklich überraschenden Ende. Sehr lesenswert! Und super spannend!

 

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Letzte Kommentare:
19.09.2018 14:45:08
Martin77

Das Buch ist spannend angelegt mit einem Hintergrund, der ansprechend ist. Jedoch die Gemetzel und der Einsatz von FBI-Agenten ist weit hergeholt und realitätsfremd. Das Buch wäre sicher auf 1000 Seiten gekommen, wenn die vielen Personen in den gezeigten Problem-situationen durch geschickte Analyse als durch unmittelbare Ermordung behandelt worden wären. Für heutige Filme
sind das aber die blutrünstigen Szenen, die für den Erfolg benötigt werden. Ich habe das Buch gelesen und dann entsorgt.

17.04.2015 14:57:30
einmeier

Der Debut-Thriller des "American Scientific"-Journalisten Mark Alpert bietet mit einer sehr interessanten Idee und charismatischen, sogar recht wunderbar ungewöhnlichen Figuren eine spannende, Unterhaltung und weckt durchaus zugleich die Lust, sich nach der Lektüre mit den dort genannten, naturwissenschaftlichen Themen etwas näher zu befassen - und wenn es auch nur ein Stöbern in einem Wiki ist, man wird neugierig:

Es kann kein Zufall sein, dass einige frühere Assistenten Albert Einsteins innerhalb weniger Wochen unter ominösen Umständen sterben. Auf dem Sterbebett flüstert einer dieser hochrangingen Wissenschaftler seinem früheren Schüler und Wissenschafts-Journalisten eine Zahlenfolge in's Ohr, die beweisen soll, dass eine noch heute fragwürdige Theorie Albert Einsteins tatsächlich schlüssig existiert, die gewissermassen die Welt in all ihren Facetten vollständig erklärt, beginnend beim Urknall. Die Formeln der Theorie, die angeblich existieren, scheinen jedoch ein unfassbar wertvoller Schatz für die Regierung der USA, aber auch für Terroristen zu sein, um sie für neuartige Waffen zu missbrauchen. Und so wird der Journalist schnell zum Jäger nach der Formel, aber auch zum Gejagten. Und diese Jäger schrecken vor Folter, Kidnapping, Erpressung und Mord nicht zurück. Je mehr sich das Puzzle zusammensetzt, umso erschreckender wird die Klarheit, welche Bedeutung diese "Weltformel" wirklich hat.

Ohne Zweifel, Alpert war in der Schule bei den großen, renommierten Thriller-Kollegen, viele Facetten und Ideen anderer Autoren erkennt man hier in angenehm veränderter Form wieder und er zeigt sehr großes Geschick darin, nicht nur in atemberaubenden Tempo eine knisternde Spannung aufzubauen, auch erklärt er anschaulich im Kontext physikalische Theorien und Modelle und weckt damit die Neugierde auf die Welt der Wissenschaft. Die Figuren und Handlungen sind anschaulich skizziert, quasi-authentisch und manchmal hinreissend 'anders' als klassische Thriller-Stereotypen. Einige überraschende Wendungen machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen: ein echter, ehrlicher Page-Turner also. Einen Punkt 'Abzug' in meiner Bewertung gibt's jedoch für das stark in die Kürze gequetschte Finale und die nicht übersehbaren Probleme, selbst sehr komplizierte Theorien rund um Atome, Neutrinos, Strings und 10-fache Dimensionen so zu formulieren, dass auch Laien wirklich alles verstehen. Mehr Tiefe in manchen Handlungsebenen, bei Personen und den wissenschaftlichen Themen wären hier und da wünschenswert gewesen. Dennoch ein sehr unterhaltsamer, sehr flotter und überdurchschnittlich guter Thriller im Autoren-Stil Ludlums, Chrichtons, Schätzings oder auch Browns.

28.10.2009 11:13:22
Michael Müller

Na ja, vieles ist durchaus spannend und gut durchdacht in diesem Krimi, aber leider ist der Titel nicht frei von "Plattheiten". Zum Beispiel "muß" die ehemalige College-Liebschaft und heutige Physikprofessorin als "Schwarze" HipHop-Musik hören oder sich in einer Szene als Putzkraft verkleiden. Oder der scheinbar unbesiegbare russiche Söldner wirkt auf mich stereotyp. Da habe ich schon bessere Titel gelesen.