Das Ende aller Tage

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2009, Seiten: 556, Übersetzt: Rainer Schumacher
  • : , 0, Titel: 'Comes a Green Sky', Originalsprache, Bemerkung: bislang nicht auf engl. erschienen

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Wolfgang Weninger
Eine einzige Flucht

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Sep 2009

Der Bastei-Lübbe-Verlag hat in diesem Sommer zum fünften Mal einen ins Deutsche übersetzten Thriller des Autoren-Duos Gear & Gear in das Rennen um die beste Urlaubslektüre geschickt. Rainer Schumacher hat Comes A Green Sky übersetzt und Das Ende aller Tage ist daraus geworden, wobei ausnahmsweise mal der deutsche Titel deutlich besser zum Buch passt. Überraschend ist auch, dass in diesem Fall die Veröffentlichung am deutschsprachigen Markt schon erfolgt ist, bevor die Amerikaner es zu lesen bekommen.

Denn im Prinzip ist die ganze Geschichte voll auf die beschränkten amerikanischen Moralvorstellungen ausgerichtet, nur dass die Guten dieses Mal die Bösen sind und die Bösen die Guten, aber im Endeffekt kann keiner was dafür ... und zu diesem Schluss kommen die Forensikerin und Archäologin Maureen Cole und Sean Murphy, genannt Skip, der McGyver-Typ, der ihr als Sicherheitsexperte zur Seite gestellt wird.
Womit wir schon das übliche Pärchen hätten, dass sich anfangs nicht versteht, aber dann für die Liebesbeziehung und den kleinen Schuss sauberen Sex sorgen muss.

Normalerweise sind in US-Märchen immer die bösen Terroristen aus dem Nahen und Fernen Osten die Übeltäter. Im vorliegenden Fall können sie allerdings nichts dafür, dass ein Kreuzfahrtschiff, das mit 4000 Pilgern einer amerikanischen Glaubensbewegung und derem Prediger ins Gelobte Land unterwegs ist, plötzlich mit lauter Leichen unterwegs ist.

Dem Sohn des Predigers ist sofort klar, dass hier nur Muselmann & Co Schuld an der Katastrophe haben. Nicht nur er, auch die Verwandten der verstorbenen Reisenden drängen auf Vergeltung und ihnen fällt nichts Blöderes ein, als die Gläubigen ihrer Bewegung, die ohnehin todkrank sind, als Selbstmordattentäter in die Moscheen jenseits des Atlantik zu schicken.

Maureen und Skip finden die wahre Ursache und da man in Europa auf hübsche Frauen mehr hört als auf starke Männer, hält fortan Maureen eine flammende Rede nach der anderen, gegen diesen neuen Terror und Skip hilft ihr dabei, am Leben zu bleiben ...

Gear & Gear rutschen nach Das letzte Gebet immer stärker in die Rolle der Moralapostel, die dem Leser eindringlich machen wollen, dass Hass und Ignoranz gegenüber dem Andersdenkenden das Ende der Welt herbei rufen. Mag sein, dass das dem amerikanischen Leser in dieser Form unter die Kopfhaut gebracht werden muss, dem Leser in unseren Kreisen sollen die beiden Autoren, die gemeinsam seit 1990 schon 30 Reißer unters Volk gebracht haben, in erster Linie spannende und aktionsreiche Lesekost bieten, ohne dabei mit den "Fingers of God", wie der Arbeitstitel des Romans lautete, auf die sinkenden Moralwerte der Menschen zu zeigen.

Man weiß mittlerweile, wie Actionkrimis aus amerikanischer Feder fast immer aufgebaut sind und wer diese Art Lektüre mag, hat bislang in Gear & Gear verlässliche Schreiber von Unterhaltungsromanen gefunden. Das trifft auch auf Das Ende aller Tage zu, dass konsequent in der Spannung aufgebaut ist, diesmal aber den pseudopopulären Wissenschaftsanspruch vermissen lässt, der gerade bei diesem Autorenduo bislang für interessante Geschichten gesorgt hat. Im vorliegenden Buch ist weder von Wissenschaft noch von Anspruch viel zu merken. Die ganze Handlung ist eine einzige Flucht, um die Menschen davon abzubringen, sich religiösem Extremismus egal welcher Färbung hinzugeben. Alles handwerklich gut gemacht, aber ein wenig dick aufgetragen und vor allem ein kinotauglicher Stoff für Action und Tränendrüsen ... Fazit: Urlaubslektüre, die man schnell wieder vergessen kann.

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