Wahnsinn

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2009, Seiten: 352, Übersetzt: Ralf Schmitz

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Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf.

Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um ihr Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers.

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Letzte Kommentare:
07.11.2012 14:33:26
Schnagg

Eine Geschichte die einen bedrückt und fassungslos zurücklässt.
Der Anfang las sich ganz interessant, zeigt er doch auf wie Arthur & Liddy heranwachsen und was sie erleben bis zu dem Zeitpunkt wo sie einander begegnen. Was daraus wird muss der Leser selbst erkunden.
Die Thematik an sich war schwere Kost für mich. Zudem hatte ich eigentlich mit einem Thriller gerechnet u. nicht mit einem Justizdrama in dem Kindesmissbrauch eine Rolle spielt. Die Serientätersache war m.E. fehl am Platz in dem Buch.
Die Direktheit bei diversen Beschreibungen hat mir oft nicht gefallen. Warum Liddy Roberts Hinweise nicht früher erkannt hat wird mir rätselhaft bleiben. Manchmal war mir das Buch zu derb u. ich hätte es am liebsten aus der Hand gelegt. Den Richter hätte man sich gerne mal zur Brust genommen u. die Familie von Arthur sowieso.
Wer gerne Justizdramen liest mag hier ein interessantes Buch vor sich haben ... wenn er sich den mit der Thematik Kindesmissbrauch auseinandersetzen möchte.

15.08.2012 22:13:16
Sunniva1

Dieses Buch fällt als Krimi meines Erachtens aus dem Rahmen. Geschrieben hauptsächlich aus der Sicht einer der Haupbetroffenen, aber auch aus der Sicht des Täters und anderer Personen - sehr geschickt gemacht!
Die Handlung zeigt das amerikanische Rechtssystem in seinen für mich schlimmsten Auswüchsen. Ich blieb als Leserin sehr nachdenklich zurück. Kritikwürdig ist meiner Meinung nach der 2. Handlungsstrang, die sadistischen Morde an jungen Frauen und deren Aufklärungsversuch, wirkt mir zu aufgesetzt. Werden Serienmorde wirklich nur von einem Ortssheriff bearbeitet? Auch ohne diese Morde wäre für mich die Handlung vollkommen ausreichend.
Die Frage lautet ja wohl in erster Linie, wie reagiert die Familie, wie das soziale Umfeld auf diese Form von Kriminalität und was kommt davon überhaupt ans Tageslicht?
Das voröetzte Kapitel kann nur Unverständnis und tiefe Nachdenklichkeit im Leser erzeugen.
Trotz der Kritikpunkte sehr lesenswert!

25.07.2012 20:23:33
Anja

Mein erstes Buch von Ketchum.
Beschreibungen wie "Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen" finde ich in diesem Zusammenhang mit Verlaub bedenklich. Das Buch lässt mich wütend zurück. Wütend auf das beschriebene Rechtssystem, auf Eltern und was sie aus ihren Kindern machen und machen lassen, auf Psychologen, die auch keine Hilfe sind.

12.02.2012 22:48:55
Liane

Ich find das Buch echt toll!
Lege es jedem ans Herz, der sich gerne mit einem Thema kritisch auseinandersetzt.
Es geht um häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch. Das Thema regt zum Nachdenken an und war auch emotional sehr zerrissen wie ich las nicht als einzige.

Der Schreibstil ist hart, aber total passend und fesselnd. Die Spannung jedenfalls ist Maximal und das Interesse wird die ganze Zeit geweckt und man ist wie in einen Bann gezogen. Also echt empfehlenswert!!
PS:
Bücher von Richard Laymon auch echt der Wahnsinn!!
Viel Lesespaß!!!

10.01.2012 08:25:00
Liz60

Ich habe das Buch soeben ausgelesen und mich sofort an den PC gesetzt um eine Rezension zu schreiben.
Ich weiß momentan nicht wohin mit meinen Gefühlen und meinem Zorn.
Dieses Buch geht einem so dermaßen an die Nieren, dass einem manchmal regelrecht die Luft wegbleibt.
Was Liddy passiert ist keineswegs aus der Luft gegriffen, so oder in anderer Form passiert genau das sehr oft.
Da ich in diesem Bereich schon gearbeitet habe, macht mich die Story vielleicht noch betroffener als so manch andere hier.
Ketchum braucht keine Gewaltdarstellungen und Splatterszenen um Gänsehaut zu erzeugen. Seine Storys und seine Erzählweise gehen tiefer, sie berühren die Psyche und lassen einen sprach- und atemlos zurück.

95°, und das vergebe ich sehr, sehr selten.

16.12.2010 12:00:33
HeJe

"Wahnsinn" ist mein erstes Buch von KEtchum. Ehrlich gesagt habe ich mit noch mehr Ekel und Blutvergießen gerechnet, da Ketchum zunehmend so charaktierisiert wird. Aber dennoch war ich positiv überrascht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ein angenehm zu lesender Schreibstil, nicht oberflächlich oder plump. Man wird von diesem Buch einfach in einen Bann gezogen, obwohl die Story nicht sonderlich neu ist. Es ist packend, spannend und vor allem schockierend.

Wie bei den anderen LEsern auch, hat mir das Ende nicht gefallen. Gerechtigkeit hallo??? Die Justiz stinkt :) Zumindest in diesem Werk.

80 Grad

17.03.2010 13:10:55
mabu

Mein erster Ketchum... Nun ja, ich bin ziemlich enttäuscht, ehrlich gesagt. Hätte mir nun nach DEN Vorschusslorbeeren viel mehr erwartet. Diese oder ähnliche Stories habe ich beileibe schon viel öfter wesentlich spannender, härter und wendiger erlebt. Während der kompletten Lektüre wartete ich völlig gespannt auf DAS Ereignis, welches die Geschichte in ihren Dimensionen sprengt, aber nüscht war. Bei Ketchum hab ich automatisch an subtilen Horror, flauschige Dämonen, miese Geister, vorlaute Gespenster, böse Menschen, fiese Tiere und völlig verdrehte Charaktere gedacht. Ich bin wirklich erstaunt, dass dieses Buch so harmlos ist.
Klar, das Thema an sich ist harter Stoff, keine Frage, aber die ganze Rahmenhandlung...da fehlt mir was.

Aber geärgert habe ich mich wirklich, dass ein Richter vermeintlich SO ein Urteil fällen soll. Sach ma, das glaubt doch kein Mensch! Die, die es schon gelesen haben, werden wissen, was ich meine. Will nicht spoilern.
Einige kleine Ungereimtheiten und kurze sprachliche Aussetzer haben mich etwas genervt, vom Stil an sich war ich aber angenehm überrascht, da dieser kurze, knappe Stil schon was hat. Liest sich äußerst flüssig. Bewegt sich aber haarscharf an der Grenze zu überflüssig.
Von mir eine 70 für den Jack. Werde nun irgendwann was mit "Beute" lesen, vielleicht gruselt es mich dann mehr und ich werde 1 A vom Hocker gebeamt.

03.03.2010 13:21:29
Chrisu

Ich habe das Buch in 2 Tagen durchgelesen. Es war einfach "Wahnsinn", was sich da alles ereignet hat. Es ist einfach furchtbar, wenn man sein Kind schützen will und das Rechtssystem geht darauf überhaupt nicht ein, im Gegenteil Liddy wird selber verdächtigt ihren Sohn misshandelt zu haben, und dann wird sie als hysterisch hingestellt.
Es war das erste Buch von Jack Ketchum und ich muss gestehen, ich werde mir weiter kaufen.
Seinen Schreibstil finde ich fließend, der Übergang in andere Bereiche - wie hier die Morde der misshandelten Frauen - finde ich gut gemacht.
Nur der Schluss gefällt mir überhaupt nicht - auch da hat die Justiz versagt.

02.02.2010 09:11:37
Schrodo

Auf dem Buchrücken schreibt ein Herr Althen von der FAS, das Buch sei „Haarsträubend gut"! Der Mensch hat Recht.
Zur Story: Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf.
Ketchum hat eine Geschichte über Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, die Ohnmacht und die dadurch entstandene Wut der Betroffenen geschrieben. Diese Themen lassen schon ahnen wie schlimm es werden wird.
Es beginnt etwas holprig und man braucht einige Zeit bis man in der Story drin ist.
Es ist kaum spannend, die Story lebt vom psychologischen Horror dem die Protagonistin ausgesetzt ist, und auch der Leser muss Einiges ertragen. Die Story geht an die Nerven, aber fassungslos liest man Seite um Seite. Ketchum zeigt die Lücken im amerikanischen Rechtssystem, und man sollte die Schwächen der US Justiz keineswegs so weit von sich weisen. Ähnliches lässt sich bestimmt auch problemlos auf Deutschland übertragen. Vielleicht - oder hoffentlich nicht - mit derselben Gewalttätigkeit wie in den USA.
Es ist schon mehr wie frustrierend zu sehen wie selbst die Behörden versagen.
Es bleibt einem wirklich nichts erspart. Denn zusätzlich zum eigentlich Thema wird auch noch eine Nebenhandlung beschrieben, welche von einem psychopathischen Serienkiller handelt, der Frauen auf schlimmste Art und Weise quält, vergewaltigt und abschlachtet. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven.

29.01.2010 21:21:03
Rebecca

Habe irgendwann aufgehört zu lesen. So deutlich beschriebener Kindesmissbrauch geht mir zu weit, das konnte ich mir nicht antun. Finde es auch schlecht geschrieben. Die widerliche Sprache hat auch nicht zu meiner Besänftigung beigetragen.Die letzten beiden Seiten habe ich noch überflogen, einfach KRANK.Hat mir gar nicht gefallen.

24.01.2010 16:32:07
nobi

Ich fand diesen Roman jetzt lange nicht so gut wie zB "Evil". Der Schluss war für mich jetzt irgendwie zu einfach u. unspektakulär, der hat mir jetzt nicht so gefallen. Am Anfang hätte man auch einiges weglassen können.
Schade das zum Schluss nicht nochmal explizit auf den Richter eingegangen worden ist.
Bin leicht enttäuscht, hab mir deutlich mehr erwartet. 80°

16.12.2009 15:35:07
Bio-Fan

Jack Ketchum ist mit seinen Romanen ein Grenzgänger zwischen Realismus und Phantastik. Setzt man von den bisher in Deutschland veröffentlichten Romanen "Evil" an den realistischen Pol und das Schreckensszenario von "Beutezeit" an den anderen, so tendiert "Wahnsinn" in Richtung "Evil". Doch die geballte Anhäufung allen Elends auf eine Person schien mir wenig realistisch, wie auch ihr (Lydias) Verhalten und die fast völlige Absenz polizeilicher Maßnahmen nicht sehr glaubwürdig waren.

Nichtsdestotrotz ist "Wahnsinn" in seiner komprimierten Form ein sehr bedrückendes Buch, das man mit angehaltenem Atem und verschreckten Augen liest.

Lydia Danse - eine Frau, ein Leben lang im Würgegriff (Stranglehold) ihrer Angehörigen und selbst Justicia, wie immer blind, schliesst sich da nicht aus. Kann ein Ende wie dieses wirklich überraschen ?

85 Grad

03.12.2009 21:32:05
Christin77

Jack Ketchum hat es wieder einmal geschafft, mich sprachlos zurückzulassen. Diesmal spielte die direkte Gewalt nicht so eine große Rolle wie sonst. Die Szenen waren deutlich weniger, aber trotzdem doch sehr intensiv. Diesmal hat er sich, ähnlich wie bei "Evil" wieder an das Thema Kindesmissbrauch gewagt, welches er wenn auch nur in wenigen Sequenzen äußerst deutlich beschreibt.
Erschreckend auch, wie man vor Gesetz und Gericht (wie auch im wirklichen Leben) ohne Hoffnung und Hilfe da steht. Wie aus dem Leben gegriffen ein Thema, das sich tagtäglich überall auf der Welt mehrfach wiederholt. Wobei die Liebe einer Mutter zu ihrem einzigen Kind auch eine sehr große Rolle spielt.
Erschreckend und ein absoulter Volltreffer, der den Leser bedrückt und sprachlos zurück lässt. Das Ende war beeindruckend und verstörend zugleich.

95%

29.11.2009 19:35:36
mase

„Wahnsinn“ ist für mich bis jetzt die ausgereifteste Übersetzung von Ketchum. Stoff, der an die Nieren geht, explizit dargestellt, aber eben nicht durchgängig von Gewaltdarstellung oder Splatterszenen dominiert. Sonst wäre es auch kaum erträglich gewesen.

Die Mischung aus Gerichtsthriller und einer Geschichte über häusliche Gewalt trifft in ihrer Intensität voll ins Schwarze. Die Ungerechtigkeit durch das Rechtssystem hinterlässt mich fassungslos und das schockierende Ende machen dieses Buch zu einem Volltreffer, den man leider nicht mit einem Lächeln auf die Seite legen kann.

Zur Handlung haben meine Vorschreiber alles gesagt. Mehr sollte nicht verraten werden.

22.11.2009 18:27:55
Alexi1000

Der Rezension von Frank ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen! Ich möchte aber trotzdem nochmal hervorheben, das trotz des heiklen Themas Ketchum nicht in Voyeurismus abdriftet. Er beschreibt trotzdem knallhart eines der abstoßendsten Verbrechen. Die Charaktere sind dabei sehr gut ausgearbeitet (trotz der Kürze des Romans) und man leidet mit den Opfern!
Ketchum prangert auch etwas die Justitz an, mehr zu verraten wäre aber Spoilern; und wie Frank schon sagte: das Ende haut einen um...

in seiner Konsequenz ein ganz großer Wurf!

95°.

17.11.2009 09:14:43
Frank

Es ist schwer etwas über den Inhalt des Buches zu schreiben, da sonst einiges an Spannung und Überraschung für den Leser wegfallen würde.
Daher ganz kurz: Viel zu spät erkennt die junge Liddy nach ihrer Heirat mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Arthur Danse dass dieser keineswegs der freundliche, liebevolle Mann ist, den er seiner Umgebung (und ihr) vorspielt. Nachdem der erste Sohn, Robert, geboren wird zeigt Arthur endgültig zu welchen Perversionen er fähig ist. Lydia nimmt den Kampf auf - und gerät zwischen die Mühlen der Justiz.

Wie den Kommentaren bei "Evil" zu entnehmen ist, hatten einige Leser/innen ja erhebliche Probleme damit, dass Ketchum Gewalt an Kindern beschreibt. All denen sei empfohlen die Finger von "Wahnsinn" zu lassen.
Denn auch wenn hier vieles nicht explizit beschrieben wird - handelt es sich doch definitiv um "harte Kost".
In einer Mischung aus Justiz und Psychothriller führt Ketchum den Leser direkt in die Abgründe der menschlichen Seele. Das Finale wirkt dann in seiner Konsequenz zusätzlich verstörend.
Klasse. 95%