Coma

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2009, Seiten: 397, Übersetzt: Stephan Glietsch & Alexander Wagner

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Ein ganz spezielles Brüderpaar. Gary ist ein untalentierter Golfer, Lee ein untalentierter Gangster. Der eine wird von einem Golfball am Kopf getroffen und fällt ins Koma. Als er erwacht, spürt er den Drang zur öffentlichen Masturbation und leidet am Tourette-Syndrom. Aber er kann plötzlich Golf spielen. Der andere soll eine unschuldige Frau töten, um seine Schulden zu begleichen. Als sich die Wege der beiden kreuzen, kann das nichts Gutes bedeuten.

Coma

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Letzte Kommentare:
06.07.2020 14:37:20
goethötö

"Coma" ist der Titel dieses Werks. Eine Warnung an den Leser? Allein, mich hätte warnen müssen, dass das Buch bei Heyne in der Sparte Hardcore erschienen ist, leider habe ich es zu spät bemerkt.

Sein Autor ist wohl ein hingebungsvoller Liebhaber und Experte des Golfens. Jedenfalls läßt er seinen golfsüchtigen Protagonisten absatz-, ach was, seitenweise speziell über seine Golferträume und -leiden fabulieren und lamentieren, was den Leser, der diese Leidenschaft nicht teilt, sie vielleicht sogar eher als sinnleer betrachtet, kaum unterhalten kann. Die Figuren dieses Dramas und ihr Milieu charakterisiert der Autor leider nur zu oft über direkte Reden, deren Sprache aus der Gosse kommt. Was er für Humor hält und seinen Lesern vorsetzen zu müssen glaubt, findet er unterhalb der Gürtellinie. Koma ... gewiß.

Ein bekannter Verleger hat einmal sinngemäß gesagt: "Man kann nicht erwarten, dass ab Seite 50 Weltliteratur einsetzt, wenn vorher alles Mist war." Mir reichte es dann endlich bei Seite 72, die restlichen 320 Seiten habe ich gemieden.

John Niven heißt der Autor, ich werde ihn mir merken. Erfreulich viel hat er veröffentlicht, da liegt im Verzicht eine Menge pekuniäre Ersparnis. Der hier vorliegende Mißgriff landet in der Tonne.

07.03.2015 08:54:38
Thomas Liehr

Wenn ein recht vorhersehbarer Roman, der sich auch noch einem Sujet widmet, das eigentlich als Synonym für Langeweile steht (nämlich: Golfsport), dennoch Spaß macht, muss das seine Gründe haben. Und das sind die folgenden:

Der mediokre Schotte Gary Irvine hat die sehr attraktive Pauline "abgekriegt", und damit änderte sich sein Leben. Alle Ambitionen wichen den Problemen des Alltags, und statt in Glasgow zu studieren, ist Gary Angestellter eines Gabelstaplerherstellers geworden. Vom Vater infiziert, ist er außerdem ein erfolgloser Golfverrückter; der Sport dient ihm nebenbei als Ausgleich dafür, dass sich die Ehefrau frigide gibt - tatsächlich pimpert sie heimlich mit dem lokalen Teppichbaron, der auch gerne mehr wollen würde, nach einer Scheidung aber pleite wäre.

Garys Bruder Lee ist ein dusseliger Kleinganove, ein Asi mit entsprechender Ausstattung: Sozialhaus, rotzige Kinder, anstrengendes Weib. Lee ist ein ebenso erfolgloser Krimineller wie sein Bruder vergeblich perfekte Schläge übt. Als Lee unter Dope eine Ladung Drogen im Wald vergräbt, aber später nicht mehr wiederfindet, muss er um sein Leben fürchten, denn mit dem lokalen Gangsterboss Ranta, dem Lieferanten der Ladung, verscherzt man es sich nicht. Als Gegenleistung für den Verlust wird er zum Auftragskiller: Er soll die Frau jenes Teppichbarons ermorden, die einer glücklichen Verbindung zwischen diesem und Garys Noch-Frau im Weg steht. Schließlich ist Pauline schon dabei, die Villa für das gemeinsame Glück auszusuchen.

Dann wird Gary von einem Golfball am Kopf getroffen. Nach dem Erwachen aus dem Koma leidet er unter einer Sonderform des Tourette-Syndroms, die ihn dazu zwingt, pausenlos übelste Beschimpfungen auszustoßen oder zu masturbieren, notfalls auch öffentlich. Als netter Nebeneffekt ist Gary plötzlich ein exzellenter Golfer, und nahezu unfähig, schlecht abzuschlagen. Folgerichtig stellt er einen Platzrekord nach dem anderen auf und steht bald darauf im Finale der British Open.

Tätigkeiten, die einem als sonderbar oder wenigstens langweilig vorkommen, muss man vermutlich einfach mal ausprobieren, um die Faszination zu verstehen. Tatsächlich gelingt es Niven, die Faszination der sonderbaren Tätigkeit "Golf" durchaus zu vermitteln: Das Bemühen, perfekte Schläge abzuliefern, den "Sweet Spot" zu treffen, kommt offenbar einer Sucht gleich. Wenn die akribisch-amüsanten Berichte von Schlägen, Fairways, Grüns, Eisen, Drivern und Wedges manchmal auch etwas überhand nehmen, kommt selbst bei jemandem, der diesen Sport für so gut wie überflüssig hält, doch Spannung und Interesse auf: Man versteht die Leidenschaft.

Die Handlung ist, wie angedeutet, durchaus vorhersehbar, und die Figuren sind so konturiert, wie das ein humoriger Roman offenbar erfordert. Trotzdem macht das Buch Spaß, weil Niven lakonisch erzählt, das Geschehen wirklich amüsant ist und das holzschnittartige Personal dennoch Identifikation erlaubt. Außerdem sind Garys Tourette-Ausbrüche unglaublich lustig. Damit, dass man letztlich über die Symptome einer Krankheit lacht, muss jeder Leser selbst zurechtkommen.

"Coma" (der deutsche Titel ist etwas unglücklich gewählt, der Originaltitel lautet "The Amateurs") ist keine literarische Offenbarung und längst nicht so hart wie sein Vorgänger "Kill Your Friends", aber auch keine Weichei-Lektüre. Sondern schlicht ein spannendes und unterhaltsames, manchmal sehr vergnügliches Buch über Underdogs, Schottland, Kriminalität, Liebe und ein sonderbares Hobby, bei dem man meistens kleinen Hartgummibällen hinterherschaut.

09.01.2014 10:28:55
meni77

Durch Coma habe ich John Niven entdeckt und einen neuen Autor gefunden, von den ich mir alles reinziehn werde, was er uns zumutet;) Das Coma hat alles was eine gute Story braucht, der Schreibstil erinnert an Irvine Welsh (der Meister aller Meister), die Dialoge sind bitterböse und meinem Humor gewachsen. Die Idee zur Story sehr skurril und gut überdacht, die verschiedenen Charaktere fließen perfekt in die Story mit ein. Ich bin mir fast hundertprozentig sicher, dass sich Quentin Tarantino demnächst eine Story von Niven für einen Film zurechtlegen wird. Wer mit Golf überhaupt nichts anfangen kann, sollte sich wohl besser ein anderes Buch aussuchen, man muss allerdings keine Vorkenntnisse zur Sportart haben, um der Story folgen zu können. Für dieses Buch erwäge ich sensationelle 98 Grad

13.05.2012 00:11:52
Pestilencium

Aufgrund einer Arbeitsflaute im Büro hatte ich Zeit, erst 'Gott bewahre' und anschliessend 'Coma' innerhalb einer Woche zu lesen. Und ich bin begeistert! Coma greift auf derbe Kraftausdrücke zurück in einer wirklich sehr guten Geschichte. Ich mag den Erzählstrang, die Art und Weise wie viele Geschichten der Figuren gleichzeitig laufen und irgendwann aufeinanderprallen (ihm wahrsten Sinne des Wortes). Von Golf verstand ich bis anhin nichts, jetzt weiss ich wenigstens, dass es ein schmerzvoller Sport ist ^.^ Jede einzelne Seite war Lesespass! Die Niven-Bücher erinnern auch an die Kurkov-Bücher - schwarzer Humor in einer dreckigen (also unseren) Gesellschaft. Ich kann es kaum erwarten auch die anderen Bücher von Niven zu lesen.

24.03.2011 22:33:09
Frank

Sagen wir es mal so...die schiere Begeisterung kam bei mir nun auch nicht auf.
Mir war es schlicht zu viel des Golfsportes.
Mag an meiner mangelnden Begeisterung für diesen liegen...aber da hätten weniger ausufernde Beschreibungen dem Roman gut getan.
Die Geschichte an sich - ein durch einen Unfall plötzlich am Tourette-Syndrom leidender Hobbygolfer der plötzlich (im Gegensatz zu vorher) tatsächlich Golf spielen KANN...war allerdings teilweise aufgrund der Dialoge brüllend komisch. Wobei die geneigte Leserschaft dann aber keinerlei Aversionen gegen Fäkalausdrücke haben sollte.
Nebenbei läuft noch eine krimilastige Nebengeschichte um den eher der Halbwelt zuzuordnenden Bruder des Protagonisten..aber die wirkt eher als schmückendes "Beiwerk" - wirkliche Krimipuristen kommen da sicher eher weniger auf ihre Kosten.
Fazit: Zum Teil durchaus gelungene Groteske die bei mir durch das Desinteresse am Golfsport etwas an Substanz verliert.
Dennoch gute 80%.

21.11.2010 11:38:56
detno

Ich habe da ein Problemchen.

Fast alle User vor mir haben das Werk von John Niven hoch gelobt, darunter auch Leser, deren Kommentare mich immer interessieren.

Ich habe nun "COMA" g e h ö r t und bin auf der ganzen Linie enttäuscht.

Schwarzer Humor, witzige Dialoge, derbe Schenkelklopfer, ein genialer Plot.

Wo?

Auf den vier CDs ist davon wenig bis nichts zu finden. Scheinbar hat man bei der Hörbuchfassung alles herausgeschnitten, was zu einer positiven Bewertung hätte führen können. So viele von mir geschätzte Leser können sich einfach nicht gemeinsam irren, also muss es am Hörbuch liegen.

Und mit Markus Kavka als Sprecher, besser emotionsloser Vorleser, hat der Produzent ebenfalls voll daneben gegriffen.

Die Kraftausdrücke waren zwar deftig, aber auch nicht neu und immer gebetsmühlenartig die selben. In der U-Bahn hört man so nebenher bessere Sprüche und Geschlechtsteilbeschreibungen.

Sollte ich es mal riskieren, das Buch als Vergleich heranzuziehen?

14.09.2010 10:02:55
bamberger

Selten war ein Buch so hart und witzig zugleich.
Grundlegende Vorraussetzungen beim Leser sollten aber vorhanden sein und die wären:
Hart im Nehmen, Freund des
ur-englischsten Humors und kein Golfhasser. Alles erfüllt? Dann kann ich nur viel Spass wünschen bei "Coma", einem wirklich knallharten Thriller, bei dem das Schicksal zwei Brüder auf zwei steinigen Wegen das Leben blutig scheuert und zusammführt. Ein Hole-In-One des englischen Humors.
Selbst die sehr ausführlichen Passagen über das Golfen lassen keine Langeweile aufkommen - da die teilweise sehr derben und dreckigen Dialoge immer wieder zum Lachen animieren.
Ich musste mir mehrfach das grinsen aus dem Gesicht wischen - speziell in der Bahn. :-)
Na dann... AYE!!!

29.08.2010 15:14:31
Addicted-to-read

Dieses Buch mit seiner völlig skurilen, abgedrehten und total überzogenen Geschichte hat mich von den ersten Seiten an begeistert!
Die Idee, einen Möchtegern-Golfer durch einen schicksalshaften Unfall zum begnadeten Golfer werden zu lassen, ist an sich ja noch nichts Außergewöhnliches. Diesen aber für sein neuerworbenes Talent mit dem Tourette-Syndrom und, als ob das noch nicht genug wäre, auch noch dem Drang öffentlich zu masturbieren zu bestrafen, grenzt schon an absoluten Wahnwitz!

Diesen an sich schon genialen Plot dann auch noch mit einer Kriminalhandlung zu verweben, die diesem an Verrücktheit und schwarzem Humor in nichts nachsteht, macht dieses Buch zu einem besonderen Lesevergnügen! Auch ich habe mich, wie meine Vorgänger, immer wieder beim lauten Lachen ertappt.

Wer einen reinen Krimi sucht, wird bei diesem Buch sicherlich enttäuscht sein, auch wenn es auf den letzten knapp 100 Seiten durchaus spannend zu geht. Wer aber mit derben Sprüchen und genialen, witzigen und schlagfertigen Dialogen sich gut unterhalten fühlt, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

27.06.2010 22:25:48
Buboter

Ein Buch über Golf bzw. einen schlechten Golfspieler, der nach einem Unfall plötzlich Golf spielen kann, am Tourette-Syndrom leidet und den Drang zu öffentlichen Masturbation verspürt? Ich zwar eine große Freundin von schrägen Büchern, aber diese Zusammenstellung lies selbst mich skeptisch werden. Nun bin ich aber schlichtweg begeistert.

Ich habe von Sport kaum Ahnung und von Golf sowieso nicht. Aber ich kann nicht sagen, dass dies das Lesevergnügen in irgendeiner Weise getrübt hätte. Fachausdrücke erklären sich entweder von selbst oder sie sind nicht für die Handlung wichtig. Ansonsten findet John Niven auch hier wieder äußerst klare, deutliche Worte und gibt sich nicht mit zarten Andeutungen zufrieden. Bei so manchem Dialog der Protagonisten konnte ich ein lautes Lachen nicht mehr unterdrücken. Außerdem führen die „Beeinträchtigungen“ von Gary zu skurrilen und äußerst unterhaltsamen Szenen, die für den größten Teil der sehr gelungen Unterhaltung sorgen.

In der Nebenhandlung treibt Gary’s krimineller Bruder Lee ähnlich erfolglos sein Unwesen, wie es Gary im Golf getan hat und wird dabei in Schwierigkeiten verwickelt, die, natürlich, auch auf dem Golfplatz, auf dem sich der größte Teil der Geschichte abspielt, ihr Ende finden.

John Niven hat es geschafft, mich einige Stunden sehr gut zu unterhalten und mit Gary und seiner schrägen Familie Charaktere zu erschaffen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Außerdem sehe ich Golfspieler nun mit vollkommen anderen Augen ;-) 95 °

06.06.2010 16:17:11
tassieteufel

Ein Gangsterboss, ein Mordauftrag und zwei ungleiche Brüder bilden die Ausgangssituation für dieses wirklich schräge Buch! Gary Irvine ist ein wirklich netter Kerl und er liebt Golf, leider ist er in dem Sport doch eher eine Niete, sein Bruder Lee ist ein wenig auf die schiefe Bahn geraten und hat sich in eine Situation gebracht, aus der er durch die Annahme eines Mordauftrages wieder herauszukommen gedenkt, leider ist er dabei genauso untalentiert wie sein Bruder
beim golfen. Doch als Gary von einem Golfball getroffen wird und ins Koma fällt, ändert sich die Situation, denn als er aufwacht, kann er plötzlich Golf spielen wie ein junger Gott, leidet am Tourette Syndrom und einer Dauererektion. Die sich daraus ergebenden skurilen Situationen
in Verbindung mit irrwitzigen Dialogen sind urkomisch und filmreif!
Was für ein verrücktes Buch! Selten hab ich derart krampfartige Lachanfälle gehabt und dafür einige seltsame Blicke von Mitmenschen geerntet, die während des lesens zufällig in meiner Nähe waren. Obwohl handlungsmäßig nicht wirklich viel passiert und das Buch auch kein Krimi
ist, gelingt es dem Autor, das gesamte Buch hindurch zu amüsieren. Garys Tourette und Klüver-Bucy-Syndrom sorgen für derart aberwitzige, schräge Situationen, das man einfach lachen muß. Allerdings sollte man schwarzen Humor schon ziemlich mögen und sich an der doch recht derben Sprache nicht stören. Zwischen all den absurden Situationen und verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende gut zusammen geführt werden, wird eine Menge Golf gespielt, aber auch hier hat mich der Autor überzeugt, denn das Golfen wird auch für jemand der davon keine Ahnung hat (und es wie ich eigentlich eher langweilig findet) gut geschildert und
am Ende hab ich sogar mitgefiebert.

Fazit: einfach ein Knaller! Jede Menge Spaß ist hier garantiert und wer auf oberschräg und skuril steht, kommt hier voll auf seine Kosten!

26.02.2010 09:36:04
Alexi1000

COMA ist ein absoluter Knüller! Niven schreibt hier wieder sehr schwarzhumorig, beim Lesen kommen einem schon mal öfter Tränen vor Lachen.
Wir lernen den Protagonisten Gary und seine Familie kennen, die Beziehungen untereinander machen einen großteil des "derben" Charmes im Roman aus...
Man muss sich aber darüber im Klaren sein, das Niven seinen Protagonisten schon eine "Gossensprache" in den Mund legt, aber das passt auch so.
Es passiert eigentlich relativ wenig über die Länge des Buches: es wird ne Menge Golf gespielt, aber keine Angst, Niven beschreibt das alles so Klasse, das man auch als Ahnungsloser mitfiebert!
Gerade weil es trotzdem nie langweilig wird, zeigt sich die gute Erzählkunst des Autors...
und zwischendurch gibt es kleine Highlights: Die Szene mit dem Golfschläger und dem Skrotum toppt fast noch das Gefühl, welches mich bei Infiziert und der Geflügelschere beschlichen hat...

95°, Bravo Niven.

25.01.2010 21:05:50
Schrodo

Was für ein Brüller! Solch eine herrlich abgefahrene Hardcore-Slapstick-Komödie hab ich selten gelesen. Eine abgefahrene Geschichte, ohne wirklichen Tiefgang, mit derbem Humor und komischen Verwicklungen. Das Ganze ist überaus krank, total bescheuert und vollkommen durchgeknallt. Deshalb einfach nur geil!
Wenn sie das lesen möchten, erwartet sie eine rasante, von schwarzem Humor geprägte Komödie im Buchformat, die sich flüssig lesen lässt.
Die Figuren sind schnell umrissen. Gary, ein vollkommen talentfreier Golfer, dessen ganzer Lebensinhalt die Verbesserung seines Handicaps ist. Sein Bruder Lee, ein unfähiger Kleinkrimineller, der außer Kinder in die Welt zu setzen nicht wirklich etwas zustande bringt. Garys Ehefrau Pauline, die lieber mit dem reichen Findlay poppt, da dort finanziell mehr zu holen ist. Die Gangster Ranta und Alec, die Lösungen aller Art anzubieten haben.
Die Story besteht aus mehreren Handlungssträngen, die im Verlauf feinsäuberlich miteinander verwoben werden. Das alles ist zwar recht vorhersehbar, bietet aber trotzdem großen Lesespaß. Es schaffen wohl nur wenige Autoren, dass Leser, die nicht an Sport interessiert sind, gespannt über den Verlauf von Golfturnieren lesen. Wer nicht allzu zart besaitet ist, keinen Anstoß an Fäkalsprache, zwanghafter Masturbation, derben Flüchen, schwarzem Humor, brutalen Misshandlungen und teils pornografischen Szenen hat, der ist mit diesem Buch bestens bedient.

05.01.2010 11:10:50
koepper

Ein Knaller! Ich habe mich köstlich über „Coma“ von John Niven amüsiert. Eins schräge Geschichte: Der Weg zweier völlig untalentierter Brüder wird beschrieben. Gary, dessen Liebe zu Golf nicht erwidert wird und Lee, der Kleinkriminelle, der einen Auftrag annimmt, der ihn total überfordert. Dazu gesellen sich die Familien der beiden und daraus entsteht eine groteske Story, die absolut amüsant ist. Durch einen Unfall findet Gary zu seinem Schlag und der grottenschlechte Amateur qualifiziert für ein hochdotiertes Profiturnier. Dort spielt er mit den Besten der Welt. Dummerweise hat der Unfall nicht nur sein Spiel perfektioniert sondern Gary hat sich, quasi als Nebenwirkung, ein Tourette-Syndrom – (genauer Koprolalie; das zwanghafte Aussprechen obszöner Wörter )und das Klüver-Bucy-Syndrom (Verlust der Kontrolle über seine Sexualität) eingefangen. Dies führt zu aberwitzigen Situationen. Niven gelingt es vom Anfang bis zum Schluss des Buches zu amüsieren. Die Dialoge sind absolut komisch, der Humor ist derb, das Ganze ist reines Lesevergnügen. Mich hat das sehr an Carl Hiaasen erinnert, den ich sehr mag. Niven spielt in derselben Liga. Ein Krimi ist das Buch allerdings nicht. Dennoch bin ich froh, dass ich ihn auf der Couch fand, sonst hätte ich dieses Meisterwerk wohl nicht entdeckt. Absolute Empfehlung!

21.12.2009 12:49:01
mase

"Coma" gehört für mich definitiv zu meinen Highlights dieses Jahres. So etwas beklopptes und interessantes habe ich selten gelesen.

Ein lausiger Golfspieler wird durch einen Unfall zum Pro. Nebenwirkung: Tourette-Syndrom und Klüver-Bucy-Syndrom. Alleine Tourette ist wenn, man genügend schwarzen Humor besitzt zum wegschmeissen und wenn dann noch Klüver-Bucy dazukommt, eine Krankheit, bei der man die eigene Sexualität nicht mehr unter Kontrolle hat, wird es für die Lachmuskeln sehr anstrengend.

Der Bruder des Golfspielers ist ein Kleinganove und notorisch pleite. Um seine Schulden beim Stadtpaten zu bezahlen, nimmt er einen Auftrag an und vermasselt ihn selbstverständlich.

"Coma" besticht durch irrwitzige Dialoge und Situationen, bei denen man sich für den Akteur mitschämt und vermittelt den Golfsport auf so interessante Weise, dass ich das nächste mal nicht weiterzappen werde, lande ich bei US Open.

Eine absolute Empfehlung für die Leser mit schwarzem Humor und Liebhaber derber Schenkelklopfer.

Vom Stil her konnte ich keine erwähnenswerten Gemeinsamkeiten mit "Kill your friends" feststellen.

Ein Krimi? Eher nicht.

15.12.2009 02:29:19
BourbonKid

Ich liebe dieses Buch.Habe es innerhalb von 2 Tagen verschlungen und hatte sehr viel Spaß beim lesen. Das Buch mag zwar hart sein,besonders die Sprache,aber es ist angemessen und hat ja seinen Hintergrund. Für Freunde des Golfs ein MUSS,für alle die gerne was lustiges und beklopptes Lesen ein DOPPEL-MUSS :)

14.12.2009 12:03:29
engel

Wenn davon nicht jeder Golfer träumt: Einmal im Leben "perfekt" Golf spielen. Aber: um diesen Preis? Sicherlich ist das schon "die Härte". Leider ist der Held ein wenig zu stramm mit seinem Golf beschäftigt und einige wesentliche Aspekte werden vernachlässigt. Es hätte Niven nicht geschadet sich mit den Folgen des Tourett für Gary zu beschäftigen und damit auch mit ihm persönlich. Auch die Ursachen der familiären Ungereimtheiten kommen mir arg dünn vor.

Dieses mildert nicht den Lesespass aber mehr Tiefe und weniger "Hatz" und er hätte das Ergebnis noch einmal steigern können.

Aber allemal lesenswert, gerade für Golfer und die die Golfer nicht verstehen.

25.11.2009 09:08:45
Suszi

Total witziges Buch. hab mich schief gelacht. Brutal und wie meine Vorgänger gesagt haben:" nichts für Kinder" aber auch nicht für sensible Personen... die Sprache ist hart, aber in der heutigen Zeit Realität!
Echt empfehlenswert! Wer Bücher wie "der Prügelknabe" "Rohypnol" und Co. mag, wird dieses bestimmt nicht bereuen!!!
Viel Spaß

04.11.2009 12:31:36
achim

John Niven hatte sich in seinem Erstlingswerk die Welt der Musikindustrie vorgenommen. In Coma wechselt er zum Sport, genauer zur Sportart Golf.
John Niven geht sehr spärlich mit seinem Stammpersonal um. Leser, denen es schwer fällt, sich viele Namen merken zu müssen, haben bei „Coma“ leichtes Spiel.
Die beiden Hauptpersonen Gary und Lee, zwei Brüder, der eine rechtschaffen, der andere etwas vom Weg abgekommen, haben beide ein großes Abenteuer in diesem Roman zu bestehen. John Niven versteht es dabei, ähnlich wie in „Kill your friends“ bestimmte Eigenheiten einer Branche oder wie in „Coma“ eine Sportart amüsant und sehr unterhaltend darzustellen. Wer lediglich einen Krimi erwartet wird mit Sicherheit enttäuscht sein. Die Krimihandlung ist eher Beiwerk in diesem Roman. John Niven baut seine Geschichte sorgfältig und langsam auf. Richtige Spannung erfährt der Roman erst auf den letzten 100 Seiten und diese ist weniger in der Aufklärung eines Verbrechens begründet als vielmehr darin, ob Gary seinen Golfball einlochen kann oder nicht. Generell ist die Sprache, der sich Niven bedient, dabei bei weitem nicht so „hart“ wie noch bei „Kill your friends“. Leider hat Gary einen Unfall und leidet fortan am Tourette-Syndrom, einer Nervenkrankheit, die den Erkrankten dazu zwingt laufend obszöne Wörter laut auszusprechen. Hier dreht Niven so richtig auf, weshalb die Sprache dann doch wieder etwas „härter“ wird. Außerdem trägt Gary wegen seines Unfalls auch noch ein Klüver-Bucy-Syndrom davon, was bewirkt, dass sein Sexualtrieb zeitweise gestört ist. John Niven hat hier wieder einmal eine aberwitzige Story niedergeschrieben, einige Szenen daraus sind so köstlich ohne albern zu wirken, man könnte sich krümmen vor Spaß. Der Roman erreicht zwar für mein Empfinden nicht ganz die Klasse von „Kill your friends“ aber 85° ist er auf jeden Fall wert. Eine klare Empfehlung nicht nur für Golfer.

29.10.2009 14:10:18
wellington

Tolles Buch.Hab selten so gelacht.
Sprachlich wieder sehr Hardcore also
nichts für Kinder.Wer den Vorgänger Kill your Friends gut fand, dem wird auch dieses Buch gefallen.Für mich eins der geilsten Bücher dieses Jahres.
Man kann dieses Buch auch lesen ohne
den Vorgänger gelesen zu haben.
Viel Spass.

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