2012. Das Ende aller Zeiten

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 2009, Seiten: 893, Übersetzt: Angela Koonen & Dietmar Schmidt
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010, Seiten: 985

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Wolfgang Weninger
Gegen alle Widrigkeiten des Maya-Lebens

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mai 2009

Auf fast 900 Seiten Übersetzung von Angela Koonen und Dietmar Schmidt kommt In The Courts of the Sun: The Sacrifice Game des amerikanischen Künstlers und Multitalents Brian D'Amato und wird zu 2012 und stürmt auch in den deutschsprachigen Lesehitparaden im Nu an die Spitze. Da hat man als Rezensent natürlich gewisse Erwartungen ...

Doch dann tut sich erst mal einhundertfünftig Seiten reichlich wenig. Der Protagonist Jed DeLanda spekuliert mit Maisaktien auf Grund der Prophezeiungen eines geheimnisvollen Spieles, das seinen Ursprung in der Maya-Geschichte haben soll. Marena Park, die gerade ein ähnliches Computerspiel generiert, nimmt Kontakt zu Jed auf und gibt ihm Einblick in einen geheimen Codex der Maya, in dem der Weltuntergang vorhergesagt wird. Gleichzeitig krepieren in Disney World plötzlich Menschen an einer unbekannten Krankheit und der halbe Süden Amerikas ist auf der Flucht vor dem Chaos.

Nur einer könnte das Unheil abwenden und das ist unser Held, der seinen Geist unter Zuhilfenahme hochtechnischen Krams ins 7. Jahrhundert beamen kann. Dort soll er mit den besten Spielern der Maya das Opferspiel auf dem höchsten Level erlernen und Erkenntnisse mitbringen, die den Weltuntergang verhindern und den Übeltäter, der die Seuche losgetreten hat, entlarven können.

Pech für den armen Jed, dass die Berechnungen nicht exakt waren und er mit seinem teleportiertem Hirn nicht in der Zielperson landet, sondern einen sturen Hüftballspieler steuert, der sich gegen seine Anwesenheit auch noch wehrt.

Bis hierhin hat der Leser bereits vierhundert Seiten Maya-Dialekt, Gleichungen, Fakultäten und Eulersche Zahlen gepaukt bekommen und wer nicht ein halbes Studium Mathematik und Statistik hinter sich hat, muss wohl oder übel die entsprechenden Stellen überlesen. Gleiches gilt für Dialoge und Anmerkungen, die in Fremdsprachen eingeflochten und nur selten übersetzt werden. Sollte jemand auch keine Ahnung haben, was bei CERN passiert und wie KERS funktioniert, hat er immer noch die Möglichkeit zu raten, was in etwa auf den nächsten fünfhundert Seiten passiert.

Doch selbst wenn man nicht alles versteht (so wie ich), beginnt der Schmöker spätestens jetzt spannend zu werden, wenn Jed² versucht, sich im Körper von Schakal gegen alle Widrigkeiten des Mayalebens zu kämpfen. Ob sich die Menschen damals wirklich so arg aufgeführt haben, wie es der Autor nach fünfzehn Jahren Recherche behauptet, ist nebensächlich. Die Faszination kommt von der stimmungsvoll beschriebenen Welt, die Brian D'Amato zeichnet, in der Mayacharaktere stilisiert werden, die schlüssig und düster ihren Weg zur Sonnenfinsternis und zum Kulturuntergang gehen.

Und hinter allem steht die Frage, ob Jed² die Möglichkeit bekommen wird, das Opferspiel bis zur höchsten Ebene zu spielen und seinen Auftrag zu erfüllen.
Die deutlichen Längen der ersten Buchhälfte, die komplexe Übersättigung mit technischen und ethnologischen Details und der relativ abrupte und offene Schluss verhindern eine Höchstwertung für diesen Thriller, der mit dem Schlusssatz "Ende des ersten Buches" auf einen strafferen zweiten Teil warten lässt.

2012. Das Ende aller Zeiten

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Letzte Kommentare:
03.02.2015 20:15:52
theodor

Im besseren, ersten Teil des Buches, ist es nur Wissenskotze die mich aufregte.Im schlimmsten, zweiten Teil, hatte ich über 400 Seiten den Eindruck, der Autor hätte unter Drogen gestanden. Der Besuch in der Mayawelt. hat die Geschichte nicht ein Stück nach vorne gebracht.Der letzte Teil, verabschiedete sich mit einem Winseln.Die sprachliche Qualität des 1. Teiles war für mich durchaus so beeindruckend, dass ich das Buch samt dem Mayateil durchgelesen habe.Leider fehlten mir bei der Ganzen Geschichte die logischen Zusammenhänge und ein auch nur irgendwie erkennbarer Sinn, es sei denn, die "Handlung" wurde vom Autor als Alibi benötigt, um extremste und wiederlichste Foltermethoden zu beschreiben.Für mich war das Buch reiner Zeitdiebstahl: Eine große Enttäuschung, in der ich vergeblich viele Tage Zeit investiert habe.Brian, Du soltest weniger Drogen nehmen!

08.11.2009 17:49:28
ostseefee1981

Heute, nach fast drei Monaten, bin ich endlich mit 2012 - Das Ende aller Zeiten fertig geworden! Und das obwohl ich normalerweise ein absoluter Schnellleser bin und 900 auch gerne mal in zwei Wochen verschlinge! Das ich doch solange gebraucht habe, liegt an der großen Komplexität dieses Buches! 2012 ist kein Roman, den man mal eben zum Entspannen nach der Arbeit lesen kann. Um den vielen teilweise hoch wissenschaftlichen Abschnitten folgen zu können, braucht es einiges an Kozentration und Ausdauer, die mir oft nach einem anstrengenden Arbeitstag gefehlt haben. Trotz allem kann ich das Buch nur empfehlen, es bietet wunderbare Einblicke ins Mayaleben und gerade die letzten Seiten bringen auch den Leser über unsere heutige Zeit zum grübeln! Etwas erstaunt war ich über das aprupte Ende, aber da die letzten 200 Seiten doch recht spannend waren, freu ich mich, trotz der schweren Kost, schon jetzt auf den zweiten Band!

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