Rettungslos

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Amsterdam: Anthos, 2008, Titel: 'Blauw water', Seiten: 219, Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Tanja Geke
  • München: Diana, 2010, Seiten: 271

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Ines Dietzsch
Gute Idee, schwache Umsetzung

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Apr 2009

Lisa lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk allein in einem kleinen Häuschen in verlassener Gegend hinter dem Deich. Gerade als sie im Garten die Wäsche zum Trocken aufhängen will, wird sie von einem Mann überfallen und ins Haus gedrängt. Während sich der Eindringling mit den Essensvorräten der kleinen Familie voll stopft, läuft im Fernsehen eine Fahndungsmeldung nach dem entflohenen Mörder Mick Kreuger. Lisa muss mit Entsetzen erkennen, dass sich der gesuchte Häftling unter ihrem Dach versteckt hält. Sämtliche Fluchtversuche Lisas scheitern und werden von Kreuger mit Gewalt beantwortet. Schließlich versucht Lisa sich bei dem psychopathischen Killer anzubiedern, um das eigene Leben und das ihrer Tochter zu retten.

Senta hat sich im Herbstnebel verfahren. Am Ende der Deichstraße stößt sie auf ein Haus, eine Möglichkeit die Bewohner nach dem Weg zu fragen. Aber das Haus wirkt verlassen und niemand öffnet auf ihr Klingeln. Durch ein Fenster erspäht Senta die eingeschüchterte Lisa und einen bedrohlich wirkenden Mann. Sie erkennt sofort die Situation und fährt vom Hof um Hilfe zu holen. In ihrer Panik rast sie mit dem Wagen in den Kanal. Sie kann in letzter Sekunde geborgen werden, fällt aber ins Koma. Sind Lisa und Anouk rettungslos verloren?

Die Ausgangslage des Romans lässt einen hochspannenden Thriller erwarten. Ein psychophatischer Mörder, der seine ganze Familie abgeschlachtet hat, entflieht beim Freigang?! Er nimmt Geiseln und die einzige Person, die helfen könnte, erleidet eine Amnesie. Doch was sich da im kleinen Häuschen hinterm Deich und in Sentas Krankenzimmer abspielt, ist hochgradig langweilig und realitätsfern. Beide Frauen resümieren ihr bisheriges Leben, eine davon versucht in eben dieses zurückzukehren. Geläutert erkennt Senta den Wert ihrer Familie und wenn der liebe Gott ihr eine neue Chance gibt, wird sie auch nicht mehr fremdgehen. Lisa hat angesichts der bedrohlichen Lage Gelegenheit, ein wenig über die Beziehung zum Vater ihrer Tochter nachzusinnen, der seine erste Frau nicht wegen Lisa aufgeben wollte. Zwischen Selbstvorwürfen und unerfüllten Lebensträumen begehrt Lisa auf und wagt den einen oder anderen Versuch, ihrer Geiselhaft zu entkommen.

Ja, jetzt brauchen Sie das Buch gar nicht mehr zu lesen, weil ich fast die gesamte Handlung wiedergegeben habe. Dem kann ich nichts entgegen setzen, mehr war einfach nicht drin. Keine Angst, Beklemmung oder gar Gänsehaut. Nur das Warten auf das allzu vorhersehbare Ende und das kam dann auch recht schnell, denn der als "neuer großer Bestseller" beworbene Roman hat nur 244 Seiten, nicht zu klein bedruckt. Nach Abschluss jeden kurzen Kapitels blieben zusätzlich fast immer anderthalb Seiten frei, also darf man gut noch dreißig Seiten abziehen. Es erweckt den Anschein, die Autorin stand unter enormen Druck, endlich abzuliefern. Hat sie dann ja auch, irgendwie ...

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Letzte Kommentare:
30.07.2017 16:39:21
christina.veltz@bluewin.ch

Bazoing, für ein blöder (blonder) Macho Kommentar? Da scheint die Autorin ja wem ganz gehörig auf den Sch ..lips getreten zu sein.
Kritik ist gut, es ist auch völlig in Ordnung, dass einem ein Buch nicht gefällt, dass es als langweilig empfunden wird oder sogar, dass es so ärgert, dass man es weg wirft. Aber solch komplett hirnrissige Allgemeinplätze gehören nicht mal an der Stammtisch von Hinterwäldlern.

31.03.2011 06:01:16
Bazoing

Naja ... Jedes mal wenn eine Frau, die sich selbst ihren Liebsten in einem Anfall von schlechter Laune weggezickt hat, einsam fühlt ... Und wenn diese Frau eine Roman-Autorin ist , dann kommt von irgendwo immer ein brutaler Sträfling der gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen ist daher gelaufen damit diese Dame wenigstens ihn anstelle ihres Liebsten verwöhnen und mit ihm auch Sex haben darf. Entweder das oder es kommt auch mal ein Pirat mit Augenklappe und Entermesser zwischen seinen Zähnen vorbei. Weil solche Leute gibt es zu hauf und die haben natürlich nichts besseres zu tun als eine einsame Dame zu beglücken nur um sich am Ende von derselben ermorden zu lassen ... Tja ... Dämliche Story, aber so oder so ähnlich sieht die Fantasie im Kopf einer Frau (Blond) in etwa aus.

Die Story ist zwar total dämlich, aber die Autorin lässt den Leser an Reflexionen teilhaben wie sie in einem hübschen Köpfchen wie das von der Autorin wohl so in dieser Form vorkommen.
Und deswegen ist das auch ein ganz reizender Roman.

21.05.2010 18:01:06
Sabine Fazis

Gerne trete ich an, um Simone van der Vlugts Romane in ein besseres Licht zu stellen, wo sie meiner Meinung nach hingehören. Den bei Krimicouch genannten Büchern ist zunächst noch eins hinzuzügen, der Thriller "Kalte Freundschaft", erschienen dieses Jahr.Da bereits die vermeintlichen Schwächen der obigen beiden Romane - die außer "Klassentreffen" alle als Thriller tituliert sind - erwähnt wurden, möchte ich die Stärken van der Vlugts Werke nennen. In erster Linie sind ihre Thriller spannend und unterhaltsam. Ein gleichsam wesentliches und erfreuliches Merkmal ist die Bodenständigkeit der Geschichten. Der deutsche Leser befindet sich schon allein räumlich nah an den niederländischen Schauplätzen des Geschehens. Doch noch wichtiger ist, dass die Protagonisten und ihr Leben alltäglich sind und wir uns sofort mit ihnen identifizieren können. Es sind, so banal es klingt, Menschen wie du und ich. Und das kann eine Stärke sein, und im Falle dieser Thriller ist es das auch. Die Neugier ist geweckt, auch weil man das Leben der Protagonisten mit dem eigenen vergleicht. In dieses "normale Leben" schleicht sich eine Unsicherheit ein, eine Krise, eine Irritation oder sogar Gefahr. In "Klassentreffen", "Schattenschwester" und "Kalte Freundschaft" wird ein relativ kleiner Personenkreis um die Protagonistin (es ist immer eine Frau) geschaffen, Bekannte und Freunde, sodass sich also die Gefahr bzw. der Täter in der nächsten Umgebung befinden muss. Der Leser kennt diesen genauso wenig wie die Person, die sich in Gefahr befindet. Hieraus ziehen die Thriller ihrer Spannung und erscheinen doch durch ihre Bodenständigkeit realistisch. Es macht einfach Spaß, mitzuraten wer der Täter sein könnte, und das bis zum Schluss, wenn zwar die Neugier befriedigt, das Buch aber leider zu Ende ist.

26.04.2010 00:24:07
Alexandra

Mein Kommentar bezieht sich auf das Buch "Klassentreffen" der Autorin, das hier leider nicht vorgestellt wird.
Die sehr naive Heldin Sabine K. versucht, das Verschwinden ihrer ehemaligen Freundin und Klassenkameradin Isabell aufzuklären.
Erinnerungen an den Tag des Geschehens hat sie - mit eigenen Worten - verdrängt, nun holen Träume und flash backs sie ein.
Einige Verdächtige werden wenig überzeugend in die Handlung eingebunden, doch erfahrenen Krimilesern wird sehr schnell klar, wer Isabell seinerzeit ermordet hat.
Meine Wertung: 55 Grad.