Die Totengräberin

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Köln: Random House Audio, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Sabine Thiesler
  • München: Heyne, 2010, Seiten: 511

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Eva Bergschneider
Psychodrama ohne Substanz

Buch-Rezension von Eva Bergschneider Dez 2008

Nach Der Kindersammler und Hexenkind legt Sabine Thiesler nun ihren dritten Kriminalroman vor. Schauplatz der Handlung ist wieder ein abgeschieden gelegenes Anwesen in der Toskana und wieder liegen die Ursprünge der Bluttat in Deutschland. Viele Leser erwarteten von Die Totengräberin ein weiteres, packendes Psychodrama mit Tiefgang vor malerischer Kulisse. Zu Recht?

Die Mordwaffe der Frau: Ein Giftcocktail

Für den Mord an ihrem Ehegatten Johannes hat sich Magda eine ausgeklügelte Methode ausgedacht: Ein Beruhigungsmittel soll ihn einschläfern, ein Muskelrelaxans zu allgemeinen Organversagen führen. Magda ist Apothekerin, konnte die Medikamente problemlos stehlen und alles in Ruhe vorbereiten. Johannes kommt einige Tage später zu ihr in die Toskana, voller guter Absichten, mit seiner Ehefrau von vorn anzufangen. Dazu wird er keine Gelegenheit mehr haben.
Magda verscharrt die Leiche im Garten und pflanzt einen Olivenbaum auf das Grab.

Freunden und der Familie erzählt sie, ihr Ehegatte sei nach Rom gefahren. Doch das er auch am Wochenende nicht erscheint, kommt manchem merkwürdig vor. Johannes Bruder Lukas begleitet seine Schwägerin auf ihrer Suche nach Johannes in Rom. Er liebt Magda, seitdem sein Bruder sie ihm vorgestellt hat. Ist er nun, wo sein Bruder spurlos verschwunden scheint, am Ziel seiner Wünsche?

Der Nachbar Massimo glaubt, das Johannes abgehauen ist und möchte der Zurückgelassenen helfen. Er plant in der Zeit, in der die Nachbarin ihren Mann sucht, heimlich den Garten vom Unkraut zu säubern und den falsch gesetzten Olivenbaum erneut einzupflanzen.

Surrealismus oder Realsatire?

"Wenn einer den anderen betrügt, ist das Leben zu Ende."

Diesen Leitsatz hat Magda von ihrer Mutter eingeimpft bekommen und er dient ihr als Begründung für die Ermordung des untreuen Ehegatten.

Überzeugend klingt dieses Motiv nicht, aber das muss es ja auch nicht. Gespannt erwartet man, welche psychologischen Abgründe das Leben der Hauptprotagonisten geprägt und sie zu der Mörderin gemacht haben mögen. Am Ende des Romans weiß man zwar mehr, dennoch ist das Motiv nicht glaubwürdiger geworden. Aber wenigstens handelt Magda in ihrer mit Alzheimer Symptomatik durchsetzten eigenen Welt konsequent unlogisch. Das Bild einer zutiefst gestörten Person, das die Autorin zeichnet, rührt irgendwo. Ärgerlich ist allerdings, dass nicht einmal eine der weiteren Figuren auch nur im Ansatz nachvollziehbar handelt. Nicht der liebestrunkene und dadurch nicht minder realitätsferne Schwager Lukas. Nicht der selbstsüchtige Theater- und Literaturkritiker Stefano Topo, der vom weltmännischen Aufreisser zum Erpresser mutiert. Und schon gar nicht Commandante Nero, der wie eine schlechte Karikatur des unfähigen Italio-Bullen wirkt, nur dass hier auch die Bösen nicht schlauer agieren.

Wenigstens sind die beiden Letztgenannten für einige Lacher gut. Und so ließe sich die Reihe endlos fortsetzen. Will Die Totengräberin vielleicht als surrealer Roman daher kommen? In dem Fall wirken die seitenreich beschriebenen Personenhintergründe, die diese Bausteine einer absurden Handlungskette untermauern sollen, nicht nur an den Haaren herbei gezogen, sondern auch noch komplett überflüssig.

Auf Top folgt Flop

Es mag verwunderlich erscheinen, dass die selbe Rezensentin einer Autorin für ihren Romanerstling Der Kindersammler eine Bestnote und dem aktuellen Roman, Die Totengräberin eine vergleichsweise vernichtende Bewertung erteilt. Was hat die Autorin dieses Mal so gravierend falsch gemacht?

Über die Glaubwürdigkeit einer Handlung lässt sich sicherlich immer streiten, so wie auch bei Der Kindersammler in den Leserkommentaren geschehen. Diejenigen, die Sabine Thieslers Krimi-Debüt überzeugt hat, fühlten sich auf einer emotionalen Ebene angesprochen. Sowohl die pädophilen Verbrechen, als auch die Jagd der Ermittler auf das Monster und die Geschichte einer betroffenen Mutter wirkten authentisch genug, um den Leser in Atem zu halten und betroffen zurück zu lassen.

Nichts von dem findet sich in Die Totengräberin, auch kaum andere Qualitätsmerkmale, zu grotesk und unfreiwillig komisch wirken Handlung und Figuren. Punkten kann die Autorin allenfalls mit den Landschaftsbeschreibungen, einigen gekonnt eingesetzten sprachlichen Mitteln und - mit vielen Abstrichen - dem Psychogramm der Täterin.

Die Totengräberin

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Letzte Kommentare:
06.12.2017 18:25:03
trafik

Die Krimis von Sabine Thiesler gefallen mir eigentlich immer sehr gut.
Bei diesem bin ich leider nicht dieser Meinung. Soe eine ähnliche Geschichte hatte Sabine Thiesler schon zwei mal. Hoffentlich ist der nächste Thriller nicht wieder genau so. Neue Ideen wären sehr wichtig und angesagt. Schreiben kann sie ja, schade mit so viel Wiederholungen.

07.05.2013 20:03:52
Lilo

Ich habe bereits alle Bücher von Sabine Thiesler gelesen und muss sagen, dass mir auch "Die Totengräberin" sehr gefallen hat.
Zu Beginn war ich zwar ein wenig irritiert, da die Hauptperson äußerst emotionslos ihren Ehemann vergiftet. Nach und nach kann man Magda aber "verstehen", wenn man bedenkt, was sie in ihrem Leben durchge- macht hat.
Vielleicht ist manches ein wenig unrealistisch, aber wenn ich ein Buch lese, so muss nicht immer alles realistisch sein. Ich finde, so wird ein wenig Distanz zum Geschehen geschaffen, das ich so sicher nicht gern erleben würde.

05.08.2012 16:00:24
Lesesüchtige

Um diese Story zu beschreiben, fällt mir am ehesten "hanebüchen" ein, auch wenn ich damit die unsympathische Kritiker-Figur Stefano Topo zitiere und auch sein zweiter Lieblingsbegriff: "Lieschen-Müller-Psychologie" passt m.E. hervorragend. Wenn ich nicht grundsätzlich jedem Buch die Chance geben würde, sich noch zu enfalten, hätte ich es bereits nach knapp 50 Seiten beiseite gelegt. So bin ich aber froh, dass ich wenigstens kein Geld für diesen "Krimi" ausgegeben, sondern ihn nur ausgeliehen habe.

15.11.2011 14:03:56
findefüchsin

"Die Totengräberin" von Sabine Thiesler liest sich flüssig und ist spannend. Machte mir Lust auf weitere Werke der Autorin. Allerdings, da schließe ich mich anderen Kommentatoren an, gibt es einige Ungereimtheiten. Vielleicht ist das nicht so wichtig, aber vom Gärtnern scheint die Autorin nichts zu verstehen, weil sie "Johannes" KARTOFFELPFLANZENsetzen und PETERSILIENPFLÄNZCHEN in die Erde stecken ließ. Da hätte die Autorin besser recherchieren sollen; Petersilie wird ausgesät und Kartoffeln legt man als Knolle in die Erde. Naja, ist mir eben aufgefallen. Ansonsten fand ich die Geschichte gut, habe das Buch gerne gelesen, wenn ich auch manche Handlungsweisen einiger Personen nicht nachvollziehen konnte.

27.07.2011 18:02:10
lisa

Habe gerade das Buch gelesen und kann mich den meisten Kritikpunkten anschließen.Alles in allem kein schlechtes Buch; der Schreibstil ist wie auch bei "Kindersammler"und "Hexenkind" flüssig, die Landschaftbeschreibungen der Toskana haben es mir wieder angetan.Jedoch war es für mich lauwarme Kost und auch die Glaubwürdigkeit ließ an manchen Stellen zu wünschen übrig.

14.06.2011 14:28:55
hades01

Spannend wie die beiden Vorgänger, aber leider auch das Ende viel zu schnell abgehandelt. Einige Ungereimtheiten, über die man aber hinwegsehen kann, da sie nicht entscheidend für die Handlung sind. Flüssig zu lesen, wiederum schöne Beschreibungen von Landschaften und Charaktere, die einem anfangs als sehr symphatisch erscheinen und Lust aufs Weiterlesen machen.

07.02.2011 15:03:35
Maggie

Gestern wurde ich mit "Die Totengräberin" fertig.
Ich muss sagen, dass ich wirklich jede freie Minute investiert habe, um zu erfahren, wie es weiter geht.
Die Story war gut. Die Charaktere treffen (teilweise) meinen Geschmack.Soweit so gut.
Allerdings muss ich mich einem meiner Vorredner anschließen: der psychologische Teil kam mir etwas zu kurz.
Außerdem bin ich mittlerweile mehr als gelangweilt von den Beschreibungen der Toskana und des dreckigen Berlins, den italienischen Speisen ("schnelles Pastagericht") und den Kleidungsstücken der Protagonisten.
Alles in allem:
Ganz gut gelungen ABER: vielleicht wäre es mal Zeit für ein wenig Abwechslung.

26.09.2010 00:21:50
jomo3

Frau Thiesler hat wohl ihren Fans zuliebe dieses Buch geschrieben " auf die schnelle ".
Unlogisches: Lukas reagiert garnicht auf die Bedrohung - trotz aller Liebe, das geht zu weit bei einer überdurchschnittlich intelligenten Figur, die er ja darstellt.Und er lässt sich mal kurzerhand erpressen mit Fotos, von denen er weiß, dass sie zu seinen Radieschen nicht gehören.Und der Unfalltod von Carolina hat ebenfalls keine Konsequenzen für ihn, obwohl er es besser weiß.Und er weiß schon, dass er einen psychopathologischen Fall liebt und kehrt unbedarft zurück.Und er frißt am nächsten Morgen das Müsli, welches er eh nie wollte usw. usw.Nein, nein Fr. Thiesler, lieber ein Buch weniger.

17.08.2010 13:42:08
Dodo

Habe im Urlaub den Totengräber gelesen und war wie immer begeistert von Sabine Thiesler. Man hätte manche Passagen besser ausführen oder fortführen können aber für mich war es trotz allem spannend und ich habe immer darauf gewartet das die Leichen früher gefunden werden. Ich freue mich schon auf das nächste Werk von Frau Thiesler.

14.08.2010 08:00:25
Sabine

Ich bin froh, dass ich mit meiner Meinung nicht allein dastehe. Dieses Buch war reine Zeit- und Geldverschwendung. Das finde ich sehr schade, denn ich finde die Idee an sich recht vielversprechend. Aber das Ganze hätte viel subtiler, feinfühliger und nachvollziehbarer ausgearbeitet werden müssen.Wenn sich die Autorin mehr mit den Gründen für die absolut ralitätsfremden Handlungsweisen der Figuren beschäftigt und vielleicht psychische Erkrankungen wie die von Magda intensiver recherchiert hätte, wäre das alles ein klein wenig glaubwürdiger.Was mich auch gestört hat, waren die vielen (kleinen, aber mit der Zeit nicht mehr zu übersehenden) Fehler in dem Buch: z. B. sind die Müllsäcke erst grün, dann blau, dann wieder grün. Oder: Lukas weiß eigentlich nicht, wer Carolina ist, aber irgendwo denkt er darüber nach, dass Magda eine vorbildliche Ehe hatte - bis auf die kurze Affaire mit Carolina vielleicht, die aber beendet ist. So Fehler gibt es mehrere.Außerdem erzählt Magda jedem was anderes. Man wartet darauf, dass ihr diese Unstimmigkeiten irgendwann zum Verhängnis werden, aber weit gefehlt.Als Magda Lukas zum Schluss auch umgebracht hat, geschah das so sang- und klanglos. Ohe einen Hauch von Spannung.Was mich interessieren würde: Läutet ein eingegrabenes Handy tatsächlich?
Jedenfalls lese ich sicher so bald nichts mehr von Sabine Thiesler. Ich halte auch diesen Schreibstil mit dem ständigen Perspektivenwechsel nicht aus. Ich will mich in eine Figur reinverstezen können und nicht, wenn ich gerade gedanklich in der Toskana bin, plötzlich auf die Gedanken der weit entfernten Schwiegermutter in Berlin umschwenken müssen. Aber das ist vermutlich Geschmackssache.

28.07.2010 10:56:08
bücherkrümel

Das Buch war super zu lesen aufgrund des flüssigen Schreibstils.

Die Geschichte war für mich mehr Krimi als Thriller.

Ich habe es in zwei Tagen gelesen, zuhause im Garten auf dem Liegestuhl. Dafür hat es sich wunderbar geeignet.

Es ist nicht das beste Buch, was ich gelesen habe, aber auf keinen Fall würde ich es zu den schlechten Bücher zählen. Das liegt vor allem daran, daß ich Bücher mit flüssigem Schreibstil liebe. Auf der anderen Seite hätte ich mir mehr Spannung gewünscht.

29.06.2010 15:44:54
Marcel

Auch ich bin von dem Buch "Die Totengräberin" mehr als enttäuscht. Bisher hatte ich von ihr nur ihr Debütroman "Der Kindersammler" gelesen, das mir wirklich sehr gut gefallen hatte, wodurch meine Erwartungen an dieses Buch natürlich enorm hoch gewesen waren. Doch alles, was Sabine Thiesler in ihrem ersten Roman auszeichnet, wie die absolute Glaubwürdigkeit der handelnden Personen und einer fantastischen Geschichte, habe ich als Leser in diesem Buch vermisst. Sabine Thiesler schafft es in diesem Roman in fünhundert Seiten in meinen Augen nicht einmal wirklich Spannung zu erzeugen. Einzig die Szene, in der die Geschichte magdas Sohnes beschrieben wird, finde ich von der Atmosphäre eingermaßen gut gelungen. Szenen wier diese bleiben aber die Ausnahme. Dagegen nervt sie den Leser mit endlos langen Beschreibungen der Landschaft, die in meinen Augen jegliche Fantasie des Lesers und das eigene "Kopfkino" zerstört und anderen Dingen, die mich als Leser einfach nicht interessieren. Es scheint beinahe so, als hätte sie ihre Ideenlosigkeit mit der Beschreibung von Gerichten gefüllt , die die Protagonisten essen. So kann beim besten Willen keine Spannung aufkommen. Das Aufregenste an diesem Buch bleibt leider der Klappentext auf der Rückseite des Buches. Wirklich schade!

04.06.2010 20:23:31
Antje

Ich verfüge wohl über einen Fehldruck: Auf Seite 47/48 begräbt die Mörderin den Toten zuerst und auf der nächsten Seite schleift sie ihn noch mal im Plastiksack in den Garten und wirft ihn in die Klärgrube. Der Verlag reagiert nicht auf meine Anfrage. Wer hat auch solch eine Ausgabe?
Ansonsten bleibt der Roman oberflächlich und nur das Profil der Täterin ist einigermaßen tiefgründig. Leider hatte ich den Film "Im Watt" Oder "Hinterm Watt" oder so ähnlich .gesehen, er stammt ja auch von Frau Thiesler. Die Übereinstimmungen fallen schon früh auf. War mir vorher nicht bekannt - Hat mich etwas enttäuscht.

Man kann das Buch locker und entspannt lesen, muß sich nicht besonders konzentrieren und kann auch ohne Probleme einige Passagen großzügig überfliegen ohne etwas zu verpassen. Ideal fürs Schwimmbad oder eine Zugfahrt...

29.04.2010 15:33:32
Berrycoke

Mit Spannung und Erwartung habe ich dieses Werk von Frau Thiesler angefangen;allerdings musste ich nach über 500 Seiten feststellen,dass es leider Zeitverschwendung war und mich die Story nicht ansatzweise gefesselt oder berührt hat.

Es werden hier Charaktere vorgestellt,die dümmlicher sind,als die Polizei erlaubt.
Allen voran ein römischer Polizist,der-zu recht-durch seine Unfähigkeit zum Provinzbullen degradiert wurde und
selbst dort noch überfordert ist.
Oder aber ein unsterblich in die Hauptperson(Magda)verliebter Schwager(Lukas),den noch nicht einmal der Tod seines eigenen
Bruders so erschrecken kann,dass er weiter nachforscht,sondern sich lieber als diesen ausgibt-natürlich nur seiner grossen Liebe Magda zuliebe.
Hinzu kommt noch,dass am Anfang Charaktere auftauchen(Katharina,Massimo)denen im Laufe der Story überhaupt keine Beachtung mehr geschenkt wird.Warum gräbt Massimo den Garten nicht weiter um,wie es versprochen wurde??
Wieso sucht niemand nach dem bekannten Literatur-und Theaterkritiker Topo?
Wieso lässt sich Lukas erpressen?
Fragen über Fragen,auf dessen Antwort man vergeblich hofft.

Nichtsdestotrotz habe ich diesem Buch 2 Sterne gegeben,weil es doch 2 kleine Punktegibt,die der Autorin gut gelungen sind.
Zum einen lässt sich dieser Krimi flüssig lesen und der Leser wird von Kapitel zu Kapitel auf die Folter gespannt,wann denn die grosse Wende kommt...leider wartet man darauf vergebens!
Zum zweiten ist der Autorin eine tolle Landschaftszeichnung der Toskana gelungen.Nach diesem Buch hatte ich richtig Lust in den Flieger nach Florenz zu steigen und von dort aus Land,Leute und das gute Essen zu geniessen.

FAZIT: Leider taugt "Die Totengräberin" höchstens dazu sich auf den bevorstehenden Italienurlaub einzustimmen.
Zu einem Psychokrimi reicht es bei weitem nicht.

30.12.2009 21:43:37
Polly

...ich habe soeben die letzte Seite zuende gelesen.nunja,was soll ich sagen...??
Ich bin viel zu sehr verwöhnt und bgehärtet, weil ich wohl zu viel grauenvolle Bücher lese..Dies nervt mich selbst zu tiefst..
Ich möchte ein Buch lesen,was ganz leise und ohne vorwahnng, einen die Kehle zuschnürt..Nicht massig Blut.!
Dass es einfach sich nur wie im Kopf abspielt..
Doch so ein Buch habe ich bereits schon vor Jahren gelesen und es wird wohl kein Buch der Welt dies toppen können..Ein Buch,was man nur einmal lesen kann,weil es in zweites mal es nichts bringen würde...nunja,sonst war das Buch"Die Totengräberin"..nun ja..irgendwie niedlich,.
Ps.:das Buch, welches ich einfach atemberaubend fande...:Die Therapie von Sebastian Fitzek...

29.12.2009 06:42:51
kirabela

Alles was nach "Der Kindersammler" dem Computer von Sabine Thiesler entsprungen ist, ist für mich einfach nur *piep*. Einfach grauenvoll, nie wieder werde ich ein Buch von ihr in die Hand nehmen, die Zeit dafür ist mir einfach zu schade. Unausgereifte Figuren -und dann noch eigentlich fast alle entweder geistesgestört oder super naiv-, unnötig langgezogene Schilderungen des Alltags und dergleichen und ein unglaubwürdiger Ablauf der Geschichte. Alles in Allem, nein nein nein!!!

28.12.2009 01:13:24
Dorothee

Also ich habe das Buch gelesen und ich habe noch viele Fragenzu dem Motiv und den plötzlichen Stimmungsänderungen der Hauptperson. Auch erleichtert die ständig wechselnde Perspecktive das lesen nicht.
Aber nun eine große Frage. Ich soll eine Buchvorstellung über dieses Buch schreiben, doch es ist relativ schwierig den gesamten verlauf der Handlung mit alle wichtigen Details und dem Ende auf eine 3/4 Seite zu schreiben.
Wer eine Idee hat wie das gehen soll schreibt mir bitte eine e-mail:
dorotheebischof@web.de

12.06.2009 21:47:05
Feuerzeichen

Hier gehen die Meinungen ja weit auseinander! ;-) Meine lautet wie folgt:
Ich mag die Frau. Ich werde von Sabine Thiesler auch weiterhin alle Bücher lesen oder hören, ziemlich sicher. Das erste fand ich genial, das zweite noch viel besser. Von "Die Totengräberin" bin ich allerdings enttäuscht.

Ich schließe mich an: Zu vorraussehbar, zu wenig Spannung. Die Toskana wunderoll, und es ist auch toll, einen Wiedererkennungswert zu haben. Bei dem Buch allerdings hätte eine andere Kulisse wenigstens etwas für Spannung gesorgt. Es wirkt fast, als hätte DRINGEND ein neues Werk hergemusst, und das merkt man.

Kein Vergleich zu dem hervorragenden "Hexenkind"!

LG Feuerzeichen

26.05.2009 17:29:35
killerknobl

Habe gerade die " Totengräberin " beendet und bin wie immer begeistert von Sabiene Thiesler. Gerade die kleine Details und Einzelheiten über die Personen und deren Leben finde ich wieder sehr gelungen. Überhaupt nicht langweilig. Ich sehe alles genau vor mir. Die Toscana, La Roccia, das Hotelzimmer . . . einfach genial beschrieben. Obwohl am Anfang des Buches etwas die Spannung genommen wird hätte es keine Seite weniger sein dürfen. Die kriminelle Energie wurde meiner Meinung nach voll ausgeschöpft allerdings kam der psychologische Teil etwas zu kurz. Da hätte man noch mehr aus der Psychologin, Frau Dr. Nienburg, herausholen können. Alles in allem wieder eine unterhaltsame Lektüre von Sabine Thiesler. Werde treuer Fan bleiben.

25.04.2009 11:20:21
Steffi0303

Also ich hab die Totengräberin gestern abend beendet!
Also ich fand ja mal wieder die Beschreibung der Toskana einmalig, man fühlte sich auf La Roccia echt pudelwohl und konnte das schöne Haus und die Gegend förmlich sehen und sich darin verlieben! Also was die Gegend angeht super geschrieben, jedoch die Geschichte fand ich eher etwas langatmig und doch vorhersehbar, irgendwie beschleicht mich das Gefühl das Sabine Thiesler immer eine Richtung hat in Ihren Büchern, Serientätiger, psychologisch nicht zurechnungsfähig und der Schluss des Buches hat mich eher sehr enttäuscht.

Auch hat mich etwas enttäuscht das die Sache um Stefan Topo eher untergegangen ist.

Aber allem in allem ist die Totengräberin eine leichte Lektüre die man auch so zwischendurch mal lesen kann.

22.02.2009 13:15:00
benchen02

...Trotz der überall bester Kritiken, fand ich dieses Buch nicht gerade spannend! Die Geschichte etwas langatmig und kontruiert!! Gut 100 Seiten weniger hätten es auch getan!! Die Beschreibung der Toskana war mal wieder spitze!! Mann oder Frau konnte den Duft dieser Landschaft förmlich riechen.Ganz nett zu lesen, aber für mich wirklich nur lauwarme Kost.

06.02.2009 20:24:48
hinterwald

warum hatte ich das bloss befürchtet, daß sich prompt jemand findet, der den "kindersammler" liebte, "hexenkind" mochte und nun mit der "totengräberin" gänzlich unzufrieden ist, weil der hamburg nicht so schmeckt, wie der letzte?liebe krilla, sorry, aber ich glaube, du hast da was verpasst. was du "klischees" nennst, ist in wirklichkeit die feine ausarbeitung liebenswerter charaktere, die selbst dann noch liebenswert sind, wenn es sich um ausgemachte vollidioten handelt, wie etwa den - hast du dich selbst erkannt? - kritiker, der die bücher nicht liest, die er bespricht. womit ich nicht sagen will du seist ein VI, aber irgendwie hast du konsumiert und nicht gelesen. und vor allem, du hast nicht mitgedacht, was man allerdings muss. man sollte schon die nötige distanz zu den beschrieben charakteren haben und ihnen nicht alles so abnehmen, wie sie selbst es denken und sagen.wenn man das tut und nicht "kindersammler III" erwartet, also den immer gleichschmeckenden burger, dann kann man einen sarkasmus auf (fast) highsmith niveau entdecken, eine autorin, die sich und ihre figuren entwickelt, daß es eine freude ist, daran tei haben zu dürfen.einfach wunderbar die stelle, in der besagter kritiker sich in selbstmitleid steigert, weil der "schoß dem er entsprang" nun tot ist, oder die stelle im beichtstuhl. wo da bitte das "klischee" sein soll, will sich mir nicht erschließen, liebe krilla, auf die idee kann man nur kommen, wenn man das buch nicht verstanden hat,chapeau, frau thiesler! zuerst dachte ich, wo sind bloß meine lieblinge, die behinderten, die sie in den beiden früheren büchern so liebens-wert geschildert haben, bis der groschen fiel: diesmal sind offensichtlich alle behindert, gefangen in ihrer eigenen kleinen wahrnehmung und ihrer selbstbespiegelung.ich jedenfalls finde großen genuss an der "totengräberin" und freue mich schon auf das vierte buch. weiter so!

07.01.2009 12:54:25
Krilla

Der Schauplatz dieses Buches ist wie bei den Vorgängern die Toskana.
Weder der "Kindersammler" noch ds "Hexenkind" hätten mich zum Kauf der "Totengräberin" verführen können. Aber, wie es mit Buch-Geschenken so ist.
man liest und hofft - in diesem Fall vergeblich!

Es werden sämtliche Klischees bedient, die Geschichte kommt sehr behäbig daher, alles ist vorhersehbar und auch oder gerader der Irrsinn der Täterin hätte subtiler dargestellt weren und den Leser verwirren können und dadurch wäre womöglich Spannung erzeugt worden.