Leises Gift

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • New York: Scribner, 2006, Titel: 'True evil', Seiten: 512, Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2008, Seiten: 603, Übersetzt: Axel Merz
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Reent Reins
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010, Seiten: 603

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Wolfgang Weninger
Hau-Ruck-Kino im Kopf

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Nov 2008

Wer schon ein Mal ein Buch von Greg Iles gelesen hat, der weiß im Vorhinein, was ihn bei dieser Art Lektüre erwartet. Der amerikanische Bestsellerautor bietet Hau-Ruck-Kino im Kopf und nimmt dabei auf genaue Charakterisierung seiner Personen und Plausibilität der Handlung keinerlei Rücksicht. In typisch amerikanischer Actionmanier kriegen sich Gut und Böse ordentlich in die Wolle und es wird mit härtesten Bandagen gearbeitet. Mag man , so wie ich, solche Unterhaltungsschmöker, bei denen keinerlei Anspruch an die Intelligenz des Lesers gestellt wird, darf man auch Leises Gift als Lektüre in Erwägung ziehen.

Auslöserin des haarsträubenden Szenarios ist die FBI-Agentin Alex Morse, die bislang als Geiselunterhändlerin ihre Brötchen verdiente, nach einem folgenschweren Fehler aber für den Tod eines Kollegen verantwortlich gemacht wird und nun eine Auszeit vom Amt braucht, weil ihre Schwester im Sterben liegt und ihrer Mutter geht es auch nicht viel besser. Am Totenbett der Schwester, die gerade lange genug aus dem Koma erwacht, beschwört diese Alex, sich um ihren minderjährigen Sohn zu kümmern, da dieser sonst genauso fies von seinem Vater um die Ecke gebracht würde, wie es bei ihr der Fall sei.

Alex beginnt zu ermitteln und spannt dabei alles ein, was in Verwandtschaft und Bekanntschaft noch lebt. Schnell hat sie den wahren Übeltäter gefunden. Überall wo eine Menge Geld im Spiel ist und eine Scheidung bevor steht, tritt ein junger Anwalt auf den Plan, der offenbar jemanden kennt, der ohne Spuren zu hinterlassen, den jeweiligen Ehepartner so ins Jenseits befördert, dass oberschlaue Pathologen und misstrauische Bullen keinen Verdacht schöpfen. Und Alex findet auch heraus, wer das nächste Opfer sein wird ...

Chris Shepard, praktizierender Arzt und mit einer bildhübschen Frau verheiratet, käme nie von selbst auf die Idee, dass seine geliebte Gattin fleißig mit einem Anderen durch die Gegend rammelt und ihm nach dem Leben trachtet. Aber Alex Morse dringt in sein Leben ein und versucht ihm zu beweisen, dass die Dame des Hauses ein meuchelmörderisches Spiel mit ihm treibt. Und bald beginnt der Doktor an seinem Verstand zu zweifeln und wird zum eifrigen Mitstreiter der FBI-Agentin, die auf Anordnung ihres verhassten Vorgesetzten, die Finger von jeglicher Ermittlungsarbeit zu lassen hat.

Doch wer die Überhelden eines Greg Iles kennt, der ahnt natürlich sofort, dass das Spiel noch nicht zu Ende ist. Hier wird nach Herzenslust in die pseudowissenschaftliche Trickkiste gegriffen, giftige Korallenschlangen und gentechnisch manipulierte Affen sind noch harmlos gegen die Gefahr, die in Retroviren und sonstigem medizinischem Laborzeugs enthalten sind. Dass es den Guten im tödlichen Hickhack bis zum furiosen Shoot-Out immer miserabler geht und der bzw. das Böse zu gewinnen droht, gehört einfach dazu, aber fast wie im richtigen Leben muss es ein Happy-End geben, auch wenn der Schlusssatz nicht "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" lautet.

Wie schon eingangs erwähnt, sind großartige Gedanken zu dieser Art Lektüre eine sinnlose Anstrengung. Greg Iles bringt Spannung in lesbarer Form, aber auch nicht mehr und nicht weniger. In der Übersetzung von Axel Merz sind die 600 Seiten brauchbare Unterhaltung aus dem Bastei-Lübbe Taschenbuchverlag eine kurzweilige Story, bei der man froh ist, dass einem im wirklichen Leben gottlob weder so gute, noch so schlechte Menschen begegnen, und dass man nicht ständig nur Bücher von Greg Iles lesen muss. Aber ein Mal im Jahr kann man sich auch solchem Literaturklamauk mit Spaß am Lesen hingeben und sich mit Leises Gift eine spannungsgeladene Auszeit vom Ernst des Lebens und dem aktuellen Tagesgeschehen nehmen.

Leises Gift

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Letzte Kommentare:
26.02.2013 04:55:28
Tank

Uii! Ein seriöser Komentar erübrigt sich bei dieser wilden Geschichte, aber... Iles ist durchaus in der Lage, mit diesem Buch einen von Seite zu Seite in den Bann zu ziehen. Dieses Buch macht einfach Spaß, und die Charaktere ziehen ein in den Bann. Wer eine unterhaltsame Lektüre für den Sommerurlaub sucht, wird hier auf jeden Fall nicht enttäuscht!

12.07.2011 21:16:07
Besra

Ich habe das Buch heute zu Ende gelesen und muss zugeben, das Buch ist lesenswert.
Anstatt am Anfang lange zu reden ist Greg Iles gleich zur Sache gegangen.
Natürlich war der Anfang traurig, aber das macht doch gerade ein Buch spannender.
Der Leser kann es sich genauer vorstellen, weshalb die Agentin die "Mörder" finden möchte.
Wenn sich einige hier wegen den paar Sex- szenen aufgeregt haben, dann muss ich sagen, dass diejenigen noch nie wahre Bücher gelesen haben, denn es gibt so gut wie kein Buch ohne ein paar Sex-szenen.
Mich haben diese ganzen Medizinischen Szenen aufgeregt. Kann auch daran liegen, dass ich eher wissen wollte was als nächstes passiert und nicht was was ist. Mir reichte es schon aus, als die Agentin uns Lesern alles erklärte, denn sie hatte kein Medizin studiert.
Vieles was Dr. Tarver oder Dr. Traver dachte war einfach überflüssig. Das hätte Greg kürzer machen sollen.
Ich fande es am Ende ein wenig schade, dass der Autor nicht mehr über die Zukunftspläne von Alex und Chris beschrieb. Ob sie vielleicht zusammenkommen, da er ja sons so viel unnötiges "zeug" schrieb.

Ich empfehle trotzdem das Buch weiter.
Da es mein erstes Buch von Greggy ist nehme ich mir noch einige vor.

Viel Spaß beim Lesen.

18.04.2011 10:43:22
Jenny

Ich habe dieses Buch vor etwa einer halben Stunde zu Ende gelesen und noch immer schwirrt mir die ganze Geschichte im Kopf herum. Ich habe sogar davon geträumt, so sehr hat mich diese Geschichte gefesselt.

Ich verstehe gar nicht, warum sich so viele über die Sexszenen beschweren. Wenn es nur so nebenbei erwähnt worden wäre, wäre das auch nicht richtig gewesen.
Ich fand diese Geschichte von vorne bis hinten sehr spannend, wobei das Ende echt ein Chaos war. Es ging mir ein wenig zu schnell und hätte gerne noch mehr erfahren.
Trotzdem ein wirklich sehr gutes Buch und nur zu empfehlen!

12.02.2011 20:08:43
Anne

@sophiabondi Ich hoffe, dass du das mit dem Buch verbrennen ironisch meintest.
Bücher verbrennen ist das allerletzte.



Ich lese dieses Buch gerade und finde es echt toll. Das einzige was mich wundert ist, dass hier alle wegen den \'\'Pornoszenen\'\' rumheulen. Es ist nunmal kein Kinderbuch.
Hätte der Autor geschrieben "Sie haben nun Geschlechtsverkehr", dann hätten alle rumgenörgelt, dass es teilweise nicht so schön ausführlich beschrieben ist. ;-)

Also ich habe mir das Buch gekauft und es lässt sich echt gut runterlesen.
Kann ich nur empfehlen :)

05.10.2010 10:09:57
Jessica

Ich bin ech kein Mensch der gerne liest aber dieses Buch habe ich mit großer Spannung gelesen. Es hat mich gefesselt und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen! Es war von anfang an spannend und endete leider auch spannend... Trotzem muss ich sagen das ist echt ein sehr gutes Buch wer auf sowas steht sollte es sich umedingt zulegen! Es sind ein Paar Sex-stellen zu arg geschildert, doch warum nicht? Es ist des Autors freiheit soetwas zu schreiben. Und wer es nicht mag kann es ja überspringen ;)

21.08.2010 09:35:01
Eule777

Mit "Leises Gift" bleibt der Erfolgsautor Greg Iles sich zumindest treu - es liest sich flüssig und das immerhin über 500 Seiten mit einem Plot, der sich sehen lassen kann und sich für eine filmische Umsetzung eignen dürfte.
Die Benotung mit 60 in der krimi-couch - Rezension finde ich zutreffend wie auch die Bewertung selbst. Die Erwartungen an einen Greg Iles sind entsprechend anzusetzen und dann braucht man sich auch nicht über wenig Gehaltvolles zu ärgern.

11.08.2010 20:32:15
sambora

"Leises Gift" ist das erste Buch das ich von Greg Iles lese. Noch habe ich es nicht zuende gelesen, aber es gefällt mir bis jetzt wirklich gut. Es ist spannend und ich warte schon gespannt darauf wie es weitergeht. Die Grundidee finde ich originell, die Umsetzung hakt manchmal etwas aber alles in allem möchte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.

07.08.2010 13:59:56
Axel

Dieses Buch ist einfach nur doof und langweilig. Anders kann man es nicht ausdrücken. Banal!
Mich hat es an keiner Stelle gefesselt, die Grundstory ist sicherlich gut, die Umsetzung sowas von Klischeebeladen und 08/15, das es auf Dauer einfach nur öde wird. Nicht empfehlenswert! 40° höchstens.
EInige hier beschreiben Sex- bzw. regen sich über Pornoszenen auf. Welche meint ihr? Vielleicht liegt es daran, das ich es als Hörbuch gehört habe, vielleicht hat man geschnitten. Keine Ahnung!

Was mich an vielen amerikanischen Krimis stört (das hat jetzt nicht grundsätzlich mit diesem Buch oder Autor zu tun und es mag sein, das es absolut nur mein Problem ist), ist diese permanente Erwähnung des Titels einer Person. Also z.B. "Super-intendent-Special- Agent" oder "Mr. Chief-Deputy-bla-bla-bla". Das gleiche gilt für Organisationen oder Unternehmen. Würde man die ganzen Titel streichen, hätte so manches Buch nur die Hälfte an Seiten. Zum Teil ist das so lachhaft, unwirklich und wie gesagt voller Klischees, nicht zum Aushalten. Alle kämpfen ums Überleben, sowohl Gut als auch Böse, Chaos aller Orten, aber nein, da ruft der schwer verletzte: "Special-Agent-Deputy-Chief Morse, meine Halsschlagader ist getroffen, das Blut spritzt meterweit, außerdem habe ich eine offene Wunde, mein Darm liegt auf der Strasse. Aber gehen sie ruhig und helfen Sie dem entlaufenen Hund. Schnappen SIe ihn sich. Ich komme schon klar!"
Und sowas in der Art füllt dieses Buch. Man kann fast schon sagen, unfreiwillig komisch.
Daher noch einmal, nicht kaufen, höchstens ausleihen...

PS: Obiger Satz stammt NICHT aus dem Buch, ist fiktiv

21.05.2010 13:40:02
MÄTIIIS =D

Das Buch hat mich Gefesselt wie kein anderes. Ich habe ein so dickes Buch in einer so kurzen Zeit noch nie gelesen.
Aber bei diesem Buch konnte ich einfach nicht anders.Auch mit über 600 Seiten wurde mir bei diesem Buch nie langweilig. Das erwarte ich auch von einem Thriller der sich selbst übertroffen hat.
Leises Gift war für mich der absolute Hammer.
Wenn man es nicht liest, dann verpasst man ein ganze Menge.
Es werden auch einige Sexzehnen beschrieben. Das war der einzige minus-Punkt den ich bemerkt habe es waren ein Paar Einblicke der perversen Art zu viel.
Also sucht das Buch und lest es, ihr werdet Spass haben.

16.05.2010 22:59:19
tomco

Das Gute ist kinderlieb zu Neffen und Stiefkindern, das Böse entweder geldgieriger Anwalt oder verrückter Wissenschaftler und quält dazu noch Tiere: Selten, nein vielleicht noch nie habe ich in einem Buch, daß eigentlich wohl für erwachsene Menschen gedacht ist, solch banale Schwarz-Weiß-Zeichnungen gefunden. Die Idee des "perfekten Mordes" ist durchaus clever, die Umsetzung einfach schlecht. Um weniger als 50° zu bekommen, muß mich ein Buch schon sehr enttäuscht haben, Leises Gift erhält von mir - die Hälfte.

09.12.2009 13:59:27
zejo

Also ich hab das Buch bis zum Schluss verschlungen. War unglaublich spannend.

Das Ende aber war sowas von überzogen und unrealistisch. Da hatte ich das Gefühl, dass da jemand ganz schnell zum Ende kommen wollte.

Greg Iles wollte am Schluss noch einen sogenannten AHA Moment einbauen, was ihm meiner Meinung nach aber sehr schlecht gelungen ist.

Schade, denn ansonsten war es äusserst spannend geschrieben.

14.10.2009 14:44:04
Martina

Also ich muss sagen als ich mir das Buch inder Bücherrei ausgeliehen habe dachte ich mir nur man ist das ein dickes Buch. Aer es ist unglaublich spannend und fesselns ich bin jetzt bei kapitel 54 auf seite 585 und kurz vorm ende..
Es its wahnsinnig gut undich würdemir wünschen das es verfilmt werden würde

01.10.2009 23:27:50
sophiabondi

Ein sehr sinnvolles Buch in Zeiten immer steigender Ölpreise und kalter Winter!

Das miese Cover wird nur nach durch seinem billigen, effekthaschenden \'Pornoszenen\' übertroffen. Wohl das schlechteste Buch das ich je gelesen habe, aber das beste, dass je gebrannt hat!

Herzlichen Glückwunsch Greg Iles, wenigsten kannst du jetzt erzählen, du hast ein eigenes Buch geschrieben.

13.05.2009 18:17:56
lavi

einfach genial.
irgentwie auch ein bisschen angsteinflösend, da das ganze so real wirkt! aber es ist einfach absolut genial !
ich mache darüber mein buchreferat für deutsch aber ich weiß noch nicht genau wie ich das erklären soll, auf welche art eldon die menschen mit krebs infiziert. das ist so kompliziert!
tipps?! =)

09.05.2009 22:14:13
*samara morgan*

super spannend!
Selten habe ich einen Krimi gelesen, der mich derart gefesselt hat!
Ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen.
Die Personen waren sehr genau und detailliert beschrieben. So hatte man das Gefühl, immer mit dabei zu sein!
Ein Buch, das für echten Nervenkitzel sorgt, man mag nur hoffen, dass die Mordmethode auch weiterhin für lange Zeit nur Fantasie bleibt...

Fazit: dieses Buch ist an Spannung so schnell nicht zu toppen!

Note 1+

13.04.2009 20:21:21
Anja S.

Dieses Buch liefert einige Stunden gute Unterhaltung, da es sehr spannend geschrieben und gut zu lesen ist. Es hat einen originellen Ansatz (s. Klappentext) und sonst halt die ueblichen Zutaten, eine kaputte Heldin, die aber dennoch tapfer und unverdrossen allein vor sich hin ermittelt, einen psychopathischen Killer und Schlangenbeschwoerer, einen gerissenen Anwalt, einen idealistischen jungen Arzt mit einer High Society Ehefrau und natuerlich den ueblichen show down.

08.03.2009 03:56:51
sue82

Eine Story um eine Frau die durch nichts unterzukriegen ist. Vater und Schwester gestorben, sie selbst verletzt, Mutter an Krebs erkrankt. Aber diese Frau ist knallhart und geht mit diesen Schicksalsschlägen um wie als wären die nix. Das Buch startet ganz gut, hat aber mittendrin einen Hänger und schleift eigentlich nur vor sich hin. Irgendwann wird die Agentin dann suspendiert aber selbst das hält sich nicht davon ab weiterzuermitteln. Auf einmal glaubt ihr das FBI dann doch und alles klärt sich auf.
Nun ja, prinzipiell gesehen bräuchte man für das Buch eine halbes Medizinstudium. Der Autor wirft mit medizinischen (Fach-)Begriffen nur so um sich.
Fazit: Kurzweilige Unterhaltung von der man nicht allzu viel erwarten sollte. 70° (v.a. für die überaus originelle Art jemanden zu infizieren)

16.02.2009 12:08:32
Bio-Fan

Gerg Iles hat sich mit seinen Romanem mit Sicherheit in die 1. Reihe der amerikanischen Thrillerautoren geschrieben. Meine persönlichen Favoriten sind "Bisswunden" und "@Eros". Leider kann "Leises Gift" den hohen Standard der Vorgänger nicht erfüllen.
In der Gesamtschau macht "Leises Gift" für mich einen diffusen, wenn nicht gar konfusen Eindruck, als wenn sich Iles nicht entscheiden könnte, wie er seine Prioritäten setzen sollte.
Zentrale Figur der Geschichte ist die FBI-Agentin Alexandra (Alex) Morse und die ist vom Schicksal mächtig gebeutelt: Mutter mit Krebs im Endstadium, Vater erschossen, Schwester gerade ermordet, Freund und Kollege erschossen bei einem Einsatz, der auch ihr innere wie äußere Narben hinterließ. (Ganz ehrlich: ich kann diese mehrfach traumatisierten HeldInnen echt nicht mehr ab.) Nichtsdestotrotz unsere Heldin widersteht den Anfeindungen ihrer Behörde und löst den Fall fast im Alleingang, wen es denn was zu lösen gäbe. Die Fronten sind von Anfang an klar und die Story birgt keinerlei Überraschungen. So wird der Leser wahllos durch verschiedene Krankenhäuser geschickt oder muß sich das eitle Kompetenzgerangel amerikanischer Strafverfolgungsbehörden antun.
Es geht hin und her, nur selten voran. So müssen sich die Übeltäter selbst ein Bein stellen, damit dieses 600 Seiten währende "Drama" glücklich beendet werden kann.

70 Grad

23.12.2008 21:54:21
Schrodo

Ein wahnsinniger Wissenschaftler, ein geldgieriger Scheidungsanwalt, ein seiner Frau im Wege stehender Landarzt, eine Schicki Micki Ehefrau, eine vernarbte FBI Agentin und Menschen die absichtlich mit Krebs infiziert werden.
Das alles befindet sich in diesem Buch. Korrekt zusammengebastelt ergibt das den Thriller „Leises Gift“
Das Buch ist Spannung pur. Herr Iles hat hier einen echten Page turner geschrieben. Schon der Beginn ist so gut, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Die Handlungsstränge sind nachvollziehbar ausgelegt und es sind keine Ungereimtheiten zu finden. Ein roter Faden ist vom Anfang an vorhanden. Einzig die Charaktere der Figuren sind vielleicht etwas zu oberflächlich beschrieben. Das Ende ist Hollywood reif, so wie es die Ami´s eben gern haben.