Die siebte Frau

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Paris: Fayard, 2006, Titel: 'La 7e femme', Seiten: 468, Originalsprache
  • München: Heyne, 2008, Seiten: 336, Übersetzt: Brigitte Lindecke

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Ines Dietzsch
Temporeicher französischer Krimipreisträger, der Innovation vermissen lässt

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Nov 2008

Seit 1946 wird in Frankreich alljährlich ein Kriminalroman mit dem renommierten "Prix du Quai des Orfèvres" ausgezeichnet, nur etwa ein Fünftel der bisherigen Preisträger wurde ins Deutsche übersetzt. Namen gebend für diese Ehrung ist die Adresse Quai des Orfèvres 36, in deren ehrwürdigem Gebäude die Elite der Pariser Kriminalpolizei ihren Dienst verrichtet. 2007 fiel die Wahl der fachkundigen Jury aus Polizeibeamten und Juristen auf Frédérique Molay's Romandebüt Die siebte Frau.

Nico Sirsky hat Bauchschmerzen. Diese führen den Leiter der Pariser Brigade Criminelle direkt in die Arme der hinreißenden Ärztin Doktor Caroline Dalry. Frisch verliebt verlässt er ihre Praxis, während in der Seine-Metropole eine Mordserie das erste Opfer fordert. Im Quartier Latin stößt man auf die Leiche einer jungen Dozentin, auf brutale Weise gequält und verstümmelt. Schon am nächsten Tag kündigt der Täter auf einem Spiegel in der Wohnung des zweiten Opfers an: "Sieben Tage, sieben Frauen". Eile ist geboten. Das Team um Sirsky arbeitet mit Hochdruck und gönnt sich keine Pausen, doch der Täter ist gerissen und die Ermittlungsergebnisse sind dürftig. Nach der Ermordung der vierten Frau bedroht der Killer Sirsky persönlich und der Hauptkommissar muss um das Leben seiner Familie und das der charmanten Ärztin bangen.

In Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste, blieb der Roman in Deutschland bisher relativ unbeachtet. Dabei bietet er seinen Lesern trotz einiger Kritikpunkte durchaus ein paar Stunden temporeiche Krimiunterhaltung. Den Zeitdruck, unter dem die Ermittler stehen, kann die Autorin sehr gut transportieren. Kurze Kapitel, unterteilt in mehrere Abschnitte - auch aus Tätersicht - lassen diesen Ein-Kapitel-noch-Drang entstehen und unversehens ist man am Ende des Romans angelangt. Ein paar ausschweifende Erläuterungen über die Hierarchie bei der Pariser Polizei und wo wessen Büro im Gebäude untergebracht ist, kann man übersehen. Der Schreibstil wirkt ein wenig ungeübt und ich habe nicht mitgezählt, wie oft die Wendung "er/sie ist der/die Beste" in irgendeiner Form vorkam. In wie weit diese Kritik auf das Konto der Übersetzerin geht, müsste mit dem Originaltext verglichen werden.

Den größten Anlass zur Kritik bildet die Idee der Geschichte selbst. Uninspiriert wird ein klassischer Whodunit erzählt, nach einem zig Mal gelesenen Muster. Wieder ein Täter mit einer traumatischen Kindheit, der sich nach Jahren an der Welt und den Frauen rächt. Ein Ermittler, der vor privaten Problemen in Gestalt einer psychisch labilen Ex-Frau nicht in den Schlaf findet, mit der er sich das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn teilen muss. Eine Psychologin, bei deren Diskussionen mit ihrem Freund über dessen gesteigerte Libido schon mal das böse F-Wort fällt. Das verhilft der Persönlichkeit zu keiner Tiefe und ist schlichtweg überflüssige Effekthascherei.

Von einem prämierten Roman darf man mehr Innovation und spannendere Charaktere erwarten.

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