Spur ins Nichts

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Sydney: Bantam, 1999, Titel: 'Black tide', Seiten: 311, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 447, Übersetzt: Sigrun Zühlke

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Anwalt Jack Irish sagt sofort zu, als Des Connor, ein alter Freund seines Vaters, ihn um Hilfe bei der Suche nach seinem missratenen Sohn Gary bittet. Der Grund für Garys Verschwinden scheint auf der Hand zu liegen: Er schuldet seinem Vater eine größere Summe Geld. Doch als einer von Garys Freunden ermordet wird, zu dem Gary als Letzter Kontakt hatte, ist Jack klar, dass Des’ Sohn nicht wegen der Geldprobleme abgetaucht ist. Bei seinen Nachforschungen gerät Jack immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Verrat und Korruption, das sich bis in höchste Regierungskreise erstreckt ...

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Letzte Kommentare:
18.01.2016 14:04:21
Herbert

Ich will mich den Vorgängern nicht anschließen. Für mich war dieser Krimi von vorne bis hinten spannend , abwechslungsreich und den Leser auch zeitweise fordernd. Gerade die Nebenschauplätze wie Rennbahn und Tischlerei geben dem Roman einen guten Pepp .Hier kann man sich zwischendurch immer mal wieder etwas von der Dramatik und Brutalität des Krimigeschehens erholen .gut so . Also ich gebe 95 Punkte

11.12.2010 15:47:34
Stefan83

Wenn man am Ende einer Lektüre angelangt und das vorherrschende Gefühl Erleichterung ist, spricht das nicht wirklich für das gerade beendete Buch. Und in diesem Fall gibt es auch sonst nicht viel, das man für „Spur ins Nichts“, den zweiten Band mit Anwalt Jack Irish, ins Feld führen könnte. Wie schon im Debütroman „Vergessene Schuld“, so kann auch dieser Krimi aus der Feder des Australiers Peter Temple nicht überzeugen, weshalb es kaum verwundern dürfte, warum man sich auf Seiten der deutschen Verlage mit einer Übersetzung der Reihe derart viel Zeit gelassen hat. „Zu australisch“ für den heimischen Buchmarkt, sei Temple, hieß es da u.a.. Zu langatmig, trifft es wohl eher. Und das obwohl die Handlung an sich durchaus Potenzial für ordentlich Spannung und Kurzweil geboten hätte:

Jack Irish, der gealterte Rechtsanwalt ohne große Ambitionen, lebt so in den Tag hinein, den er entweder in der nachbarlichen Kneipe oder beim Wetten auf der Pferderennbahn verbringt. Die wenigen Mandate hier und da, lassen ihn finanziell über die Runden kommen, ohne zu viel Arbeit zu machen. Eine Lethargie, mit der es sich leben lässt, bis eines Tages mit Des Connor ein alter Freund seines verstorbenen Vaters an ihn herantritt. Dessen auf die schiefe Bahn geratener Sohn Gary ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden. Und der Grund dafür scheint nur allzu offensichtlich: Sein Vater hatte ihm in einem Anfall von Großmut sechzig tausend Dollar geliehen. Die sind nun, wie Gary, weg. Des ist für Jack nach dem Tod der Eltern gewissermaßen der letzte Rest familiärer Erinnerung und so nimmt er den, für einen Anwalt recht ungewöhnlichen Fall, an. Schnell muss er jedoch feststellen, dass jegliche Nachforschungen ins Leere führen.

Niemand weiß, wo Gary steckt. Keiner hat eine Ahnung, was er zuletzt getrieben hat. Und ein Großteil der befragten Personen ist froh, wenn sie erst gar nicht auf diesen Namen angesprochen wird. Erst als man die Leiche von einem von Garys Freunden entdeckt, findet Jack heraus, dass der Tote zuletzt Kontakt zu dem „verlorenen Sohn“ gehabt hatte. Langsam wird klar, dass der Gesuchte nicht nur wegen seiner Geldprobleme untergetaucht ist. Und Jack selbst scheint nicht der einzige zu sein, der auf der Suche nach ihm ist. Bei seinen Recherchen stößt der neugierige Anwalt auf einen gewissen Dean Canetti, der für die Regierung arbeitet und ebenfalls hinter Des' Sohn her ist. Canettis und Garys Spuren verlieren sich jedoch am selben Tag … und je mehr Jack wühlt, umso mehr Dreck kommt an die Oberfläche.

„Ned Kelly Award“, „Gold Dagger“ und „KrimiWelt-Bestenliste“. Peter Temple darf sich nicht mit wenigen Auszeichnungen schmücken, was selbst den zaghaftesten Käufer unter den Krimi-Experten dazu verführen dürfte, sich einen „Jack-Irish“-Roman ins Bücherregal zu holen. Lassen sie es jedoch besser und sparen sie sich das Geld, denn es hakt hier an allen Ecken und Kanten. Temple hat auch im zweiten Band der Reihe seinen Spaß an seitenlangen Ausschweifungen und Nebenschauplätzen (die nichtsn aber auch gar nichts mit der kriminalistischen Handlung zu tun haben) nicht verloren. Immer noch lässt er Irish von Rennbahn zu Rennbahn hetzen, mit Harry Strang über Pferdefersen, Jockeyhintern und Wettquoten diskutieren. Weiterhin darf der Leser den von der Tischlerei faszinierten Protagonisten beim Hobeln, Sägen und Leimen über die Schulter gucken. Nun ja, jeder Held braucht ja irgendein ein Hobby. Und das ist auch nicht mal der Kritikpunkt an sich. Was zu bemängeln ist: Temple verbraucht eine Unzahl an Seiten für gänzlich unnötige Seitenarme einer im Grunde linearen Geschichte und „sägt“ im wahrsten Sinne des Wortes an Geduld und Nerven des Lesers.

Hinzu kommt der Umfang der Besetzung. Gleich zu Beginn wird man von der Masse an Namen förmlich erschlagen, von denen letztlich vielleicht fünf Prozent für die Handlung noch wirklich wichtig sind. Alle anderen werden zu Statisten degradiert, die zwar fröhlich lächelnd durchs Bild latschen und ihr Sprüchlein aufsagen, dem forschenden Irish aber wenig neue bis keine Erkenntnisse bringen. Etwas, was der Leser, der mittlerweile schon geneigt ist sich Notizen zu machen, leider aber nicht weiß. Es sei denn, er hat bereits einen Temple gelesen und ist vor gewarnt. In diesem Fall wird es ihn dann auch nicht wundern, dass mit Spannung im ersten Drittel überhaupt nicht zu rechnen ist. Stattdessen reist Irish von Schauplatz zu Schauplatz, klingelt an Haustüren, stellt Fragen und sinniert nebenbei über die Ungerechtigkeit des Lebens. Und da es sich ja um einen (als Anwalt verkleideten) Detektiv handelt, darf dabei selbst der obligatorische Alkohol nicht fehlen.

Nun vielleicht muss das alles so komplex und verworren aufgebaut werden, da es sich ja um einen weit verzweigten Fall handelt, der selbst die höchsten Regierungskreise betrifft? Nö, muss es nicht, denn auch unaufmerksame Leser, werden die Bösen von den Guten schnell getrennt und die richtige Lunte bereits lange vor unserem wackeren Spürhund Jack Irish gerochen haben. Ironie für sich, dass dieser der einzige Grund war, warum ich das Buch nicht schon kurz vor der Hälfte über die wenigen Sinntaler Häuser habe segeln lassen. In der Charakterisierung seiner Figuren (der übergewichtige Künstlersoziopath von nebenan ist für mich das Highlight), beweist Temple nämlich ein erstaunlich sicheres Händchen. Irishs pechschwarzer, zynischer Humor muss sich hinter dem eines Dennis Lehane (von dem Temple allerdings literarisch immer noch Welten trennen) nicht verstecken und hat mir so das ein oder andere Grinsen ins Gesicht getrieben. Wie Patrick Kenzie ist Irishs härtester Gegner die Tücke des Alltags, welche dem ersehnten Frieden immer wieder ein Strich durch die Rechnung macht. Recht amüsant das, aber von einem wirklich guten Krimi erwarte ich mir dann doch mehr.

Das Peter Temple gegen Ende die über lange Strecken abwesende Action als aufrüttelnden Showdown-Effekt in den Plot schmuggeln will, ist ein löbliches Unterfangen, das jedoch scheitert, da man (spätestens) hier bereits das Interesse am Ausgang verloren hat. Die Auflösung an sich mag stimmig sein. Mich hat sie weder überraschen noch begeistern können. „Führt zu Nichts“ wäre letztlich ein besserer Titel für das Buch gewesen.

Insgesamt kann sich Peter Temple im Vergleich zu „Vergessene Schuld“ nur minimal steigern. Kein völlig schlechter Krimi, aber ein ziemlich langweiliger, der viele Seiten kürzer hätte sein und aus dem man sicher mehr hätte machen können. Wer sich also für Australien interessiert und sich trotzdem auf die Suche nach einem Gar(r)y machen will, sollte den Blick auf einen gewissen Disher werfen. Der zeigt, wie man es besser macht.

25.01.2009 18:21:50
Michelle

Mit Spur ins Nichts legte Temple den zweiten Band um Jack Irish vor.

Leider fällt einem das Lesen zunehmend schwieriger. Das liegt nicht allein an teilweise abheackten Sätzen oder Satzfragmenten (So bestehen einige Sätze nur aus einem Wort!) sondern auch an der Leidenschaft Temples, es mit Namen zu übertreiben.

Innerhalb der ersten 30 Seiten bekommt man allein ebenso viele Namen präsentiert. Bis zum Ende des Buches werden es ca. 100 Verschiedeene Personen sein! Da empfiehlt es sich, um den Überblick zu behalten, ein Register anzulegen, was aber wiederum den Lesefluss hemmt.

Wer jetzt denkt, die Story sei wenigstens recht ungewöhnlich, sieht sich auch hier eines besseren belehrt, denn es handelt sich eigentlich um einen banalen Fall. Angesichts der Komplexität, die uns Temple hier nahelegt, verwundert es nicht, dass zahlreiche Logikfehler auftauchen und nicht alle Handlungsstränger zur Zufriedenheit aufgelöst werden.

Spannung wird zumindest in den ersten 250 Seiten nur sehr rudimentär aufgebaut, bevor es dann actionorientiert wird (warum auch immer??).

Positiv ist auf jeden Fall Temple's Talent hervorzuheben, Charakterisierungen vorzunehmen. Ebenfalls kann er anschaulich die wechselnden Schauplätze näher bringen.

Hier und in der Atmosphäre liegen eindeutig die Stärken des Romans, so dass ich letztendlich noch auf 65% komme.