Nichts ist verjährt

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Jaron, 2008, Seiten: 267, Originalsprache

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Beim Abriss eines Einfamilienhauses in einem idyllischen Ortsteil Ost-Berlins wird im August 2007 die Leiche einer jungen Frau gefunden. Erste Nachforschungen ergeben, dass es sich bei der Verstorbenen um das Opfer einer Gewalttat handelt - eine ehemalige West-Berlinerin, die seit mehr als 25 Jahren als vermisst gilt. Der Ermittler Hans-Jürgen Mannhardt, der zusammen mit seinem Kollegen auf den Fall angesetzt wird, begibt sich auf Spurensuche und macht eine grausige Entdeckung.

Nichts ist verjährt

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Letzte Kommentare:
07.09.2009 07:27:21
detno

Mein Vorschreiber Dr. Dieter Rohnfelder hat den Inhalt des Buches bereits sehr treffend wiedergegeben.

Als Berliner, der die Zeit im eingemauerten Teil der Stadt selbst miterlebt hat, sind es gerade die Kleinigkeiten, die Bosetzky sehr detailgetreu geschildert hat.

Den Spruch der Grenzer, "machense mal das Ohr frei" und viele, viele Einzelheiten hat jeder "Reisende" damals so erfahren.

NICHTS IST VERJÄHRT ist ein Krimi, der so nur in Berlin spielen konnte bzw. kann. Das Buch ist aber gleichzeitig ein hervorragendes Werk der jüngeren Zeitgeschichte.

Lesenswert für alle, die die damalige Zeit (hier im Buch ist es das Jahr 1980) genau kennen und auch für alle anderen Leser, die sich ein Bild vom Alltag im Ostteil der Stadt machen wollen.

91° von mir.

06.08.2009 21:58:26
Dr.Dieter Rohnfelder

Hauptkommissar Mannhardt hat nur noch wenige Tage bis zur Pensionierung; sein Nachfolger ist schon da, und er kann ihn nicht leiden, denn es ist ein Kriminaltechnokrat ohne Phantasie. Mannhardts letzter Fall führt ihn und seine 12.Mordkomission weit in die Vergangenheit des geteilten Berlin zurück: bei der Renovierung eines Grundstücks im früheren Ost-Berlin ist das Skelett einer jungen FRau gefunden worden, die 1980 getötet wurde. Da Mord nicht verjährt, muss der Sache nachgegangen werden. Mannhardt verdächtigt den damaligen Eigentümer des Grundstücks, einen linientreuen Schriftsteller und Frauenhelden. Doch in einer längeren Rückblende in das Jahr 1980 erfährt der Leser, dass offenbar die "Ausschleusung" einer Ost-Berlinerin zu ihrem Gelioebten in West-Berlin dahinter steckt. Am Ende verhelfen Stasi-Akten und ein Zufall Mannhardt zur Lösung.
Ein sehr spannender und gut geschriebener Krimi, ein würdiger "Ausstand" für Mannhardt. Falls -ky ihn nicht als "Polizei-Missionar" in den Kosovo schickt, werde ich ihn sehr vermissen. Aber die Kommissarin Anke Kolbatzky in Bramme ist ja noch sehr weit von der Pensionsgrenze entfernt...