Das Lächeln der Landrätin

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Hillesheim: KBV, 2008, Seiten: 237, Originalsprache
  • Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Andreas Herrler

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Wolfgang Weninger
Leider nur ein müdes Lächeln

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Sep 2008

Im KBV-Verlag bringt der Münchner Politwissenschafter und Journalist Harry Luck seinen mittlerweile fünften Krimi auf den Markt, der unter dem Titel Das Lächeln der Landrätin sofort Assoziationen zur bayerischen Innenpolitik erweckt, was aber bei der Lektüre des neuen Romans um Hauptkommissar Jürgen Sonne und seinen Journalistenfreund Frank Litzka, die zuletzt in Wiesn-Feuer München vor einem Terroranschlag bewahrt haben, eher als marketingerprobter Gag zu werten ist.

Litzkas Freundin Tanja erwartet ein Kind und ist entsprechend launisch. Litzka selbst muss sich in der Redaktion der ATZ mit seinem Chefredakteur herum schlagen und vier Monate vor der Wahl Schlagzeilen bringen. Eine davon handelt vom plötzlichen Tod von Rudolf Kirchgessner, graue Eminenz im Finanzministerium, der unbestätigten Angaben zu Folge über politische Freunde und Feinde geheime Dossiers angelegt hat. Und auch der Chefredakteur Lohmann, genannt Stalin, überlebt die Handlung dieses Buches nicht, weil er ungebremst mit dem Auto in einen Brückenpfeiler rauscht.

Die Konkurrenz bei der Presse hat noch dazu die Nase vorne, denn sie hat pikante Fotos der Landrätin Pia Blum veröffentlicht, die früher in einem Nürnberger Bordell gearbeitet haben soll. Hauptkommissar Sonne muss die ungeklärten Todesfälle recherchieren und Litzka ebenfalls. Mehr oder weniger verknüpfen sich also die Interessen der Freunde und sie gehen gemeinsam auf die Jagd, denn irgendwie scheint alles zusammen zu hängen.

Harry Luck macht genau dort weiter, wo er in Wiesn-Feuer aufgehört hat: Mit reichlich Lokalkolorit und lockerem Schreibstil wird das Leben seiner Protagonisten weiter entwickelt. Litzka wird Vater, Hauptkommissar Sonnes große Liebe kommt demnächst wegen guter Führung aus dem Gefängnis. Genügend Thematik, um die beiden smarten Figuren mit genügend Privatleben auszustatten, um neben dem eigentlichen Kriminalfall noch ein wenig Leben in Handlung einzubringen. Sonne und Litzka werden als nette und sympathische Burschen gezeigt, mit denen sich Leserinnen und Leser gerne beschäftigen.

Das lenkt ein wenig von einem Kriminalfall ab, der zumindest über lange Strecken auf politischem Terrain abgehandelt wird und unspektakulär im Intrigantenstadel der (fiktiven) bayerischen Politprominenz abgehandelt wird. Recherchen im Schmuddelambiente müssen da sein, denn Sex sells. In der Presse ebenso, wie auf dem Buchmarkt, und wenn dann noch alle Sympathien bei der hübschen Landrätin landen, kann ohnehin nichts schief gehen und dem Konsumenten bleibt vielleicht ein wenig das Gähnen erspart.

Harry Luck kann zweifellos schreiben. Die Art, wie er seine Handlungsfäden locker verknüpft und auch immer wieder ein paar kleinere Überraschungen einbaut, lassen entspanntes Lesen zu und mehr ist dann auch nicht nötig, um bei mäßiger Spannung dem Stoff folgen zu können. Hat der Autor im Wiesn-Feuer noch Anklänge von Humor aufkommen lassen, wird Das Lächeln der Landrätin allerdings nicht für ein Lächeln beim Leser reichen, so er außerhalb Bayerns zuhause ist. Wenn der Bayerische Rundfunk urteilt: "Ein absoluter Spannungskünstler ist der Krimiautor Harry Luck. Geschickt webt er Parallelstränge zu einem Netz aus Suspense.", dann mag dies vielleicht in Bayern gelten, überall anders wird man vor allem die Suspense vermissen.

Das Lächeln der Landrätin

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