Dem Tode nah

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008, Übersetzt: Arnold, Frank

Couch-Wertung:

60°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:79
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":1,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Franßen
Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu

Buch-Rezension von Wolfgang Franßen Aug 2008

Demolierte Gieskannen als Schlagobjekte, ein Nachbarjunge, der mit einer Nachbarin ins Bett steigt, ein Vater, der beinah selbst mit der Nachbarin sexuell in Kontakt tritt, ein Bürgermeister, der sich minderjährige Prostituierte ins Hotel bestellt, ein Schriftsteller, der unter dem Verdacht steht seinen Bestsellererfolg gestohlen zu haben, und nicht zuletzt: Auf den ersten Seiten wird gleich eine dreiköpfige Familie erschossen.

Man kann über Linwood Barclays sagen, was man will, an Handlung mangelt es ihm nicht. Dass es im Alltag einer Kleinstadt mitunter deftig zugeht, soll durchaus vorgekommen. Den kanadischen Autor interessieren nach eigenem Bekunden vor allem die Gefahren, die dem Alltag entwachsen, solche, gegen die man sich nicht zu schützen vermag.

Dabei kommt ihm seine jahrelange Anstellung als Kolumnist beim Toronto Star zu Gute, in deren Zeit er augenzwinkernd das Geschehen in seiner Stadt begleitete. Einen leicht humoristischen Touch ist ihm auch in seinem neuen Buch nicht abzusprechen. Wenn Jim Cutter einen Ersatz für seinen unter Mordanklage einsitzenden Sohn sucht, der ihm beim Arbeiten helfen soll, und ausgerechnet einen Vertreter der jüngeren Generation ausgräbt, der lieber erst mal ausschlafen will und nach kurzem Einsatz unter Ausschlag leidet, spürt man, wo die Stärken des Autors liegen. Er weiß Pointen zu setzen.

Der Dialog gehört sicher nicht dazu. In ihm kommt es häufig zu Verschleifungen wie "Bitte verzeih mir, dass ich so eine Niete bin." oder "Das, was jetzt mit Derek passiert, ist die Quittung für unsere Verfehlungen". Von sprachlichen Verwerfungen wie Sohnemann, Obermotz ganz zu schweigen. Barclay macht es Lesern mitunter schwer, sich von den Facetten, den Abgründen seiner Provinzhelden faszinieren zu lassen.

Man hat doch nur seine Familie

Dem Tode nah ist eher ein Kriminalroman als ein Thriller. Verschwand in seinem Beststeller Ohne ein Wort die eigene Familie spurlos, variiert Barclay sein Thema in Dem Tode nah, indem er trotz allen Betrugs erneut die Familienbindung in den Mittelpunkt rückt. Es geht um Söhne, um Töchter, um Mütter wie Väter. Sie alle erfüllen die Erwartungen an sich selbst nicht.

Leider erwarten den Leser eine Reihe scherenschnittartiger Charaktere. Jim Cutter, der Vater des später der Tat selbst verdächtigten Sohnes, verdingt sich als Gärtner, weil er als Maler keinen Erfolg hat. Er ist der Gute. Seinen Job als Chauffeur beim Bürgermeister hat er gekündigt, nachdem er ihn zusammen mit einer Minderjährigen erwischt hat. Er ist auch zu seiner Frau zurückgekehrt, obwohl die ausgerechnet ein Verhältnis zu Conrad Chase, jenem Erfolgsautor, unterhielt, dessen möglichem Plagiat ausgerechnet Jim Cutters Sohn, Derek, auf die Spur kommt, so dass wilde Vermutungen ins Kraut schießen, ob der Selbstmord eines jungen Studenten über einer war.

Der Plot leidet unter der Blässe seiner Helden. Der Psychothriller entwickelt sich seltsam weichgespült, benutzt zu viele Klischees, lässt das Konstrukt hinter der Geschichte aufscheinen.

Wie zwingt man einen Biedermann dazu, die Wahrheit preiszugeben?

Von Düsternis, mit der Barclay seinen Roman umschreibt, ist wenig zu spüren. Eher von einem Spiel mit ihr und der Lust einen Fall zu verrätseln.
Bis ins letzte Drittel hinein legt Barclay falsche Fährten aus, um seine Leser zu verwirren, obwohl die Lösung längst erahnt wird. Dass dabei selbst die kriminelle Verwandtschaft einer um ihren Ehemann besorgten Frau eines Starautors Verwendung findet, gehört zur Grundsausstattung. Barclay zaubert den Zufall all zu leicht aus dem Hut, um dem Geschehen eine überraschende Wende zu verleihen. Selbst beim Showdown bleiben kleinere Sünden nicht ungesühnt.

Wer also über Barclays mörderischen Nachbarschaftskrimi ein paar Sorgen vergisst, dem dürfte die Etikettierung nicht sauer aufstoßen. Wer sich von einem Thriller Suspense verspricht, muss sich auf einige Durststrecken gefasst machen, in denen der Autor abschweift. Es geht heimelig zu, und es hagelt Wiedergutmachung.

Linwood Barclay hat eine unterhaltsame Geschichte geschrieben, deren Etikettierung als Thriller missverstanden werden kann. Sein Motto lautet eher: Unter jedem Topf köchelt eine Suppe, wehe wenn der Deckel angehoben wird. Das heißt nicht, dass sie dem einen oder anderen Leser nicht schmeckt.

Dem Tode nah

Dem Tode nah

Deine Meinung zu »Dem Tode nah«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
10.08.2013 16:30:35
Mistie

"Niemand hatte etwas mitbekommen, als die Nachbarn ermordet wurden. Niemand-bis auf den 17-jährigen Derek. Er ist der einzige Zeuge des grausamen Verbrechens an der Familie seines besten Freundes. Und gerät selbst in Verdacht."

So liest sich der Anfang des Klappentextes und ich versprach mir spannende Unterhaltung - aber weit gefehlt, leider!

Dies war mein zweites Buch von Linwood Barclay nachdem ich schon vor einiger Zeit "Ohne ein Wort" gelesen und auf der Krimi-Couch dafür 73° vergeben hatte.

Die Geschichte hat, außer dem ziemlich originellen Anfang, nichts wirklich Originelles zu bieten. Für meinen Geschmack reihten sich zu viele Klischees an Klischees (pädophiler Bürgermeister, ältere Frau die einen Jungen in Sachen Sex einführt, ein Gärtnergehilfe der obermegafaul ist und einer der übereifrig ist, undurchsichtiger Schriftsteller, etc.) und bei verschiedenen Handlungen hatte ich das Gefühl, dass sie nur dazu dienten die Seiten zu füllen. Ich weiß, dass in den Büchern oft Zufälle herhalten müssen damit sich der Plot löst, doch in diesem Buch waren es mir entschieden zu viele.

Linwood Barclay hat mich mit diesem Buch ziemlich enttäuscht zurück gelassen und es stellt sich sogar die Frage ob ich überhaupt noch etwas von ihm lesen möchte. 67°

09.04.2012 19:56:57
Sonea84

Handlung :

Derek freut sich wie ein Schneekönig. Die Nachbarsfamilie ,und zugleich Familie seines besten Freundes, hat vor für einige Tage zu verreisen. Derek wittert seine Chance. Er hat sich schon einen Plan zurecht gelegt und ein Versteck ausgesucht. Wenn die Langleys aus dem Haus sind, dann kann Derek aus seinem Versteck hervorkommen und seine Freundin informieren, dass sie beide nun eine ganze Woche ein Haus für sich allein haben. Doch es soll anders kommen, als es sich Derek gedacht hat!
Denn anstatt eine Woche voller Freuden verbringen zu können, wird Derek Zeuge, wie die ganze Familie Langley eiskalt ermordet wird.

Als am nächsten Tag die Tat entdeckt wird, beginnen die polizeilichen Ermittlungen. Derek schweigt vor lauter Angst und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

Aufbau :

Was mir hier positiv aufgefallen ist, ist die Art wie der Autor die Geschichte erzählt. Im Prolog begleitet der Leser Derek. Man nimmt an seinen Gedanken Teil und wird somit auch Zeuge des Mordes. Danach wechselt die Perspektive und der Rest den Geschichte begleitet man Dereks Vater. Meiner Meinung nach ist das ein sehr kluger Einfall, denn so wird die Spannung zusätzlich erhöht.
Zum Schreibstil sonst ist eigentlich nicht viel zu sagen. Es lässt sich leicht wegglesen und nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür echt und ehrlich.

Meine Meinung :

Dies war nun mein zweites Buch von Linwood Barclay und wird nicht mein letztes gewesen sein. Ich habe einen neuen Lieblings-Autor gefunden!!!
Immer wieder sagte ich mir "Nur noch dieses Kapitel", aber ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Barclay gibt dem Leser immer wieder neue kleine Bröckchen. Gerade wenn man denkt, man hätte einen Plan, kommt der nächste Hinweis und alles ist wieder anders. Zudem schafft er es wieder den Leser auf die falsche Fährte zu locken. Mhm...das ist so nicht ganz richtig. Man wird auf eine Fährte gelenkt und folgt dieser und ist sich sicher, man wüsste nun was abgeht. Dann kommt die nächste Enthüllung und man folgt einer anderen Fährte. Irgendwann war ich so verwirrt, dass ich gar nicht mehr wusste, wer denn nun ehrlich ist und wer nicht. Man kann also nicht sagen, dass Barclay einen auf die falsche Fährt lockt, sondern er bietet ganz viele Wege an, die man als Leser breitwillig geht.
Und so kam das Ende und die finale Auflösung für mich total überraschend! Dieses Buch hat mich in meinen Lesesessel gefesselt und war leider viel zu schnell ausgelesen.
Ich kann meine Begeisterung einfach nicht richtig in Worte fassen. Ihr müsst dieses Buch einfach selber lesen!!!

Aber noch ein kleiner Hinweis, der auch schon an andere Stelle erwähnt wurde : Tut euch einen Gefallen und lest NICHT den Klappentext!
Ich habe ihn erst danach gelesen und war froh, denn sonst hätte mir eine ganze Menge Spannung und "Aha-Effekte" gefehlt. Dies ist übrings eine Sache, die ich an diesem Buch so toll finde - es konnte mich überraschen! Oft kamen mir Sätze wie "Nicht wirklich!" oder "Oh mein Gott" über die Lippen.

Also, lest dieses Buch!!! Es wird euch umhauen!!!

16.08.2011 15:42:27
Dani P.

Ich habe bereits "Kein Entkommen" und "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay gelesen und fand dieses am Besten. Es ist spannend und flüssig geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und auch die Story fand ich sehr gut. Ich kann das Buch mit gutem Gewissen empfehlen. Auf jeden Fall lesenswert!! von mir 85 Grad

24.02.2011 21:02:20
Lexi1001

Spannend ja aber es dauert. Ich persönlich fand das erste Buch "Ohne ein Wort" in der Hinsicht besser. Der Autor beschreibt die Charakter und das Leben der Personen erstmal bis ins kleinste Detail und das kann dauern. Bei "Dem Tode nah" fand ich es doch extrem lange. Ich konnte jeden Tag nur ein paar Seiten lesen weil ich es ermüdent fand. Aber dann! Ab der 2. Hälfte hatte ich es schnell durch.
Die Bücher von Linwood Barclay sind leicht zu lesen. Es sind auch keine atemraubende Thriller. Eben leichte Kost aber gut.

08.10.2010 11:04:49
horrorbiene

Derek will die Gunst der Stunde nutzen und das vorübergehend leer stehende Haus der Nachbarn während deren Urlaub als Liebesnest für sich und seine Freundin nutzen. Kaum hat er es geschafft sich sein reich zu erobern, kommen die Nachbarn jedoch zurück und werden prompt erschossen. Derek gelingt es die Aufmerksamkeit der Mörder nicht auf sich zu lenken und das Haus unverletzt zu verlassen. Jedoch macht er einen entscheidenden Fehler: Er verheimlicht seine Beobachtungen seinen Eltern und auch der Polizei. Das macht ihn über kurz oder lang zum Tatverdächtigen...Während der Aufklärung der Morde werden noch weitere Dinge über einige wichtige Bewohner von Promise Falls aufgedeckt. Diese Verstrickungen machen die Story spannend und lassen die Aufklärung des Falls für den Leser noch lange im Dunkeln, da verschiedene Fährten ausgelegt werden.
Ist der Prolog noch aus Dereks Sicht geschildert, so wird der Rest des Buches von Dereks Vater in Ich-Perspektive erzählt. Seine Gedankensprache ist ehrlich und auch sonst kommt er sehr sympathisch und vor allem menschlich rüber. Da so entstandene Text lässt sich flüssig und leicht lesen. Einige Erzähl-/Gedankenpassagen spielen in der Vergangenheit, so dass der Leser nach und nach über vergangene Ereignisse erfährt, die zum Verstehen der aktuellen Geschehnisse wichtig sind. Vor allem da Jim Cutter Gärtner ist und nicht der ermittelnde Polizist, bleibt die Spannung hoch, da der Leser ebenso wie Cutter nicht immer auf dem neuesten Stand der Ermittlungen ist.
Leider hat der Klappentext mir die Lektüre etwas mies gemacht. Dort ist die Rede von einem schrecklichen Geheimnis einer Person... ich habe beim Lesen nun stets im Hinterkopf gehabt: "Mit der Person stimmt was nicht, die hat Dreck am Stecken." So ist diese Person mir leider nie sympathisch gewesen, obwohl sie dies vielleicht gar nicht verdient hätte. Sehr schade.Das Buch hat mir gut gefallen, was vor allem an dem sympathischen Erzähler lag. Die Story war zwar spannend, aber nicht herausragend. Für zwischendurch sicher zu empfehlen!

12.01.2010 19:29:18
sukra21

Das Buch ist von Anfang an so geschrieben, dass es den Leser in eine Welt voller Lug und Trug reißt. Soziale Probleme und menschliche Schwächen werden aufgedeckt, aber auch, wie die Personen damit umgehen, sie verarbeiten oder verdrängen. Die Verdächtigen wechseln öfters, so dass man ständig über den tatsächlichen Täter spekuliert. Sicher ist nur von Anfang an, dass es nicht Derek ist. Dass kurz vor Schluss eigentlich klar ist, wer der Täter war, tut der Spannung keinen Abbruch. Das Buch ist bis zuletzt unheimlich fesselnd und lässt einen nicht mehr los.

Ich habe das Lesen dieses Buches sehr genossen und werde mir sicherlich auch das von den anderen Vorablesern erwähnte Buch "Ohne ein Wort" kaufen. Selten hat mich eine Buch so in seinen Bann geschlagen, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte und hoffe, dass der Autor noch weitere so tolle Bücher schreibt.

26.08.2009 13:00:59
anyways

Begleitet mit den Worten „Schande“ und „Dreckskerl“ werden Mr. Langley, sein Sohn Adam und Mrs. Langley regelrecht hingerichtet. Einziger Zeuge dieser Tat ist Derek, Nachbarjunge und bester Freund von Adam. Er hielt sich im Keller versteckt, da er das Haus der Nachbarn, ohne dessen Wissen, während deren Urlaubsreise als Liebesnest für sich und seine Freundin nutzen wollte. Er flüchtet und behält das Gesehene lange Zeit für sich.



Die nun folgenden Ereignisse werden von Dereks Vater geschildert.



Fazit: Ein rasanter Psychothriller, der trotz einiger Schwächen und Fehler sich durchaus mit seinem Vorgänger „ Ohne ein Wort „ messen kann. Für Freunde dieses Genres zu empfehlen.

14.07.2009 16:14:27
KitKatKati

Wieder wird die Vorgeschichte von einer anderen Person erzählt als die Hauptgeschichte, was es anfangs einwenig schwierig macht sich in den Haupterzählstil hineinzufinden. Hat die Geschichte dann jedoch erst einmal richtig Begonnen wechselt der Erzählstil nicht mehr, es werden lediglich Ereignisse aus der Vergangenheit nochmal erzählt, jedoch von ein und der selben Person.
Sämtliche Charaktere in dem Buch werden liebevoll und detailliert beschrieben und man kann sie sich sofort sehr gut Vorstellen. ie meisten sind einem mehr oder weniger Sympathisch und selbst die "fiesen" Chraktere könnte man mögen. Obwohl man viele verschiedene Personen kennen lernt tauchen keine Probleme mit der zuordnung auf, jede Person hat seine klare Rolle und bei den vielen Namen taucht trotzdem keine verwirrung auf.
Zunächst scheint der Fall klar und nach und nach tauchen sogar immer mehr Beweise auf die nur eine Lösung zulassen. Doch im laufe des Buches verstricken sich immer mehr Probleme und Fragen ineinander, was einen schnell an seiner Theorie zweifeln lässt. Scheint ein Problem gelöst taucht das nächste auf und löst wieder eine Kette von verhängnissvollen Ereignissen aus. Auch wenn einem Anfangs viele Erzählungen langartmig und unwichtig erscheinen, wird erst am Ende klar das alles in einander Verwickelt ist und alles doch ganz anders als erwartet kommt.
Der Autor hat es wiedermal geschafft und Familien-Drama und eine spannende Kriminal-Geschichte perfekt zu kombinieren, sodass sie Herzergreifend und Spannend zugleich ist. Die Spannung baut sich erst sorichtig auf wenn man seinen eigenen Theorien hinterher Fiebert und dann merkt das man sich total Verrannt hat, das gelingt Linwood Barcley durch falsche Hinweise sehr gut, sie lenken die Aufmerksamkeit von dem Wesendlichen ab und erst "zuspät" trifft man auf die Wahrheit.
Gegen Ende des Buchs ist auch mir ein Licht aufgegangen und ich habe mich gefragt warum mir die ganzen wichtigen Details entgangen sind, aber am Ende wurde ich (trotz endlich richtiger Vermutung) von dem Ausgang der Geschichte überrascht.

Fazit:
Ein packendes Familien-Chaos und eine Geschichte die unglaublich viel Lüge und Intriege zu Tage fördert. Hervoragend geschrieben (innerhalb weniger Tage zu lesen) und bis zur letzten Seite Spannend.
Ich freue mich bereits auf den nächsten Thriller von Linwood Barcley, obwohl ich auch hier wieder Familien-Drama / Krimi sagen würde ... kein Thriller...

06.06.2009 20:57:30
Vanessa H.

Der Thriller "Dem Tode nah" von Linnwood Barclay erfüllt nicht die Erwartungen, die man eventuell von Beginn an hat. Auch mag es ein atemberaubendes Buch, in den Augen der ein oder anderen , hat man den 1. Roman von Linnwood Barclay "Ohne ein Wort" gelesen, wirkt "Dem Tode nah" zu schlaff, beinahe zu langweilig. Am Anfang geht es direkt heftig los, doch je weiter man liest, umso schwächer wird die Geschichte.
Es ist trotzdem ein gutes Buch, das muss man Barclay lassen. Während des Lesens wird man trotzdem "gefesselt", es kommt in einigen Situationen Spannung auf, aber diese richtige Spannung, dieses tolle Gefühl, quasi mittendrin zu sein, habe ich persönlich nicht erlebt. Das Buch muss man nicht unbedingt gelsen haben, wenn man Interesse daran zeigt, kann man es, meiner Meinung nach, durchaus lesen, aber andere Thriller währen empfehlenswerter, finde ich.
Das Linnwood Barclay durchaus das Potenzial hat, bessere Romane zu schreiben, hat er mit "Ohne ein Wort" bewiesen. "Dem Tode nah" ist, so denke ich, nicht das, was es hätte sein können.
Liebe Grüße, an alle Leser.

29.03.2009 23:45:16
stjerneskud

Hätte mehr aus der Geschichte herausgeholt werden können

Der 17-jährige Derek versteckt sich im Haus seines besten Freundes Adam, als der mit seinen Eltern in einen einwöchigen Urlaub aufbricht, um sich ungestört mit seiner Freundin Penny treffen zu können. Überraschenderweise kehrt die Familie Langley wenige Stunden später nach Hause zurück. Nur wenige Minuten später fährt ein weiteres Auto vor und Adams Vater öffnet die Haustür. Derek hört wie der unbekannte Besucher erst Adams Vater, dann Adams Mutter und zuletzt auch noch Adam erschießt. Völlig verstört kehrt er an dem Abend in sein Elternhaus zurück und verliert über das Erlebte zunächst kein Wort. Erst kürzlich waren in der Kleinstadt Promise Falls zwei Männer erschossen worden, nur wurde diesen keine allzu große Beachtung geschenkt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Bluttaten?

Der Prolog verleitete mich dazu zu vermuten, dass ich einen richtig guten Thriller in die Hände bekommen hätte und ich freute mich auf unterhaltsame Lesestunden, nur leider kippte die Geschichte schon im ersten Kapitel. Ab da an geht es in der Ich-Form weiter und zwar nicht aus Dereks Sicht, sondern aus der seines Vaters. Dies störte mich sehr, weil ich in Gedanken immer noch bei Derek war und im Hinterkopf hatte, was er miterleben musste und dann muss man feststellen, dass nicht er die Geschichte erzählt. Eigentlich müsste Derek die Hauptperson sein, aber dadurch gerät er in den Hintergrund.

Der Perspektivenwechsel nahm dem ganzen die Fahrt und bremste die Spannung aus. Dadurch, dass der Vater ins Rampenlicht gestellt wird und in den Fokus gerät, nimmt man an, dass er sehr viel tiefer in die Ereignisse mit verstrickt und möglicherweise auch der Mörder ist. Es ist unklar, warum der Vater so stark hervorgehoben wird. Meines Erachtens ist der Vater sowieso ein wenig zu übertrieben dargestellt und ich konnte mich nicht so recht mit ihm anfreunden.

Die Ich-Form ist für diese Geschichte unglücklich gewählt. Sie hätte sehr viel mitreißender erzählt werden können. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil und der Thriller ist gut geschrieben, so dass ich den ihn gerne gelesen habe. Nur hat mich die Auflösung des Falles nicht sonderlich angesprochen.

Den Thriller muss man nicht unbedingt gelesen haben.

05.03.2009 18:55:08
sassenach

Spannender Thriller: Linwood Barclay "Ohne ein Wort"

Mit seinem ersten Thriller „Ohne ein Wort“ hatte Linwood Barclay die Messlatte sehr hoch gelegt. Kann er die Erwartungen seiner Leser mit „Dem Tode nah“ wieder erfüllen?

Die Familien Langley und Cutter wohnen schon lange nebeneinander am Stadtrand von Promise Falls, einer amerikanischen Kleinstadt. Die beiden Söhne Adam und Derek sind gut befreundet, schlachten zusammen alte Computer aus. Eines Abends versteckt sich Derek im Haus der Familie Langley, als diese in den Urlaub aufbricht. Er möchte das leere Haus als Liebesnest nutzen, um sich mit seiner Freundin treffen zu können. So wird Adam ungewollt Zeuge, wie die gesamte Familie Langley ermordet wird. Die Suche nach dem Mörder und dessen Motiv verläuft anders als erwartet. War der Mörder vielleicht im falschen Haus?

Das erste Kapitel wird aus der Perspektive von Derek erzählt, wie er sich versteckt und die Morde mitbekommt. Ab dem zweiten Kapitel wird die Geschichte dann von Dereks Vater Jim weitererzählt.

Im Lauf der Ermittlungen werden etliche Geheimnisse aufgedeckt, die einige Figuren plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Manchmal hatte ich das Gefühl, als ob die Karten allzu oft neu gemischt wurden und die Handlung wirkte dann sehr konstruiert. In einer scheinbar relativ friedlichen Kleinstadt haben mehr Menschen Dreck am Stecken als man denken möchte. Für die Einwohner von Promise Falls ist es eine harte Zeit, in der sich wohl viele fragen, wie gut sie ihre Mitbürger und Familienmitglieder wirklich kennen.

Sehr geschickt legt Linwood Barclay zahlreiche falsche Fährten, von denen jede zu einem mehr oder minder überzeugenden Ende hätte führen können. Meiner Meinung wählte der Autor dann leider ausgerechnet die am wenigsten überzeugende Variante als Auflösung aus.

Sprachlich und auch inhaltlich liest sich „Dem Tode nah“ sehr flüssig und enthält einige amüsante Seitenhiebe auf akademische Kreise und Literaturkritiker.

Objektiv gesehen ist „Dem Tode nah“ ein guter Thriller, der ohne viel Blutvergießen eine beklemmende Atmosphäre schafft und den der Leser erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legen möchte. Hätte ich nicht direkt davor „Ohne ein Wort gelesen“, hätte ich vermutlich ohne zu Zögern mehr Sterne vergeben.

23.02.2009 10:05:23
Sonny

Wie schon in Ohne ein Wort, schreibt Barclay angenehm flüssig. Die Story kommt allerdings etwas langsam in Fahrt und endet letztlich mit einigen Erklärungen, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Wer Action mag, ist hier völlig verkehrt. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und erst im letzten Viertel zieht er das Tempo leicht an. Auch diesmal hätte er sich gut 100 Seiten schenken können. Barclay wiederholt Sachverhalte ganz gerne (mehrfach). Das nervt.
Im Großen und Ganzen ein anspruchsloses Buch, das sich locker mal zwischendurch lesen lässt.

10.02.2009 09:48:06
subechto

Hatte bereits "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay gelesen und es hat mir ganz gut gefallen. Nun war ich gespannt auf das 2. Buch von ihm. Aber leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Ein typisch amerikanisches Buch: die Bösen bekommen ihre (Todes-)Strafe und die Guten (sehr naiv und blauäugig, hat manchmal genervt) siegen.

Es geht auch ziemlich viel um Moral... wie die Amis eben so sind. Und Testosteron ist auch mehr als genug im Spiel. Insgesamt 3+ würde ich sagen...

04.02.2009 12:36:24
Malu

Das Buch ist der Hammer. Liest sich gut, ist flüssig geschrieben und super spannend. Macht einlach Spass das Buch zu lesen. Auch wenn die Lösung schnell klar ist. Man kann der Handlung prima folgen. Genau wie der Vorgänger " Ohne ein Wort"
Zum Schluss wendet sich alles zum Guten.

Von Linwood Barclay habe ich bestimmt nicht das letzte Buch gelesen. Freu mich wenn bald ein neues Buch von Ihm erscheint.

04.02.2009 12:01:20
Stefan83

Linwood Barclay zum Zweiten. Nachdem mich schon der Vorgänger "Ohne ein Wort" über weite Strecken gefesselt und sehr kurzweilig unterhalten hat, kam mir das zugeschickte Leseexemplar von "Dem Tode nah" gerade recht. Und die Lektüre hat sich wieder absolut gelohnt.

Keine Frage. Barclay erfindet auch diesmal das Rad nicht neu. Die anfänglichen Bedenken, dass das zweite Werk dem ersten sehr ähnlich sein könnte, haben sich aber recht schnell verflüchtigt. Die beiden Plots weisen zwar durchaus einige Parallelen auf, sind jedoch unterschiedlich genug um getrennt voneinander funktionieren zu können. Und erneut schafft es Barclay eine Geschichte zu Papier bringen, die trotz einiger hanebüchener Wendungen erstaunlich glaubhaft daherkommt und bei näherem Nachdenken ein mulmiges Gefühl im Magen des Lesers hinterlässt.

Diesmal freut sich der 17-jährige Derek Cutter auf ein paar Schäferstündchen mit seiner Freundin Perry. Da das so heimlich wie möglich ablaufen soll, versteckt er sich im Haus der Nachbarn, die passenderweise in den Urlaub fahren, was ihm wiederum freie Bahn für ungestörte Stunden verschafft. So zumindest der Plan, denn die Langleys kehren noch am selben Abend unerwartet zurück und er wird ungesehener Zeuge, als sie kurz danach kaltblütig erschossen werden. Für Derek und seine Familie ist nach dem Dreifachmord an ihren Nachbarn nun nichts mehr wie es war. Ohne es zu wollen werden die Cutters in die Ermittlungen der Justiz herein gezogen. Und während Derek selbst immer ins Visier der Polizei gerät, kommt seinen Eltern ein schlimmer Verdacht. Hat sich der Mörder vielleicht in der Adresse geirrt?

Wie schon im Vorgänger schafft Barclay hier eine spannende Ausgangsbasis, die einige Fragen offen lässt. Und auch diesmal ist es der Familienvater, Jim Cutter, aus dessen Sicht die Ereignisse geschildert werden. Auch im zweiten Band skizziert Barclay die guten und schlechten Eigenschaften seiner Charaktere sehr deutlich und wenig facettenreich. Die Guten sind gut, die Bösen böse. Und das erkennt der geneigte Krimileser, der schon mehr als ein Buch aus diesem Genre gelesen hat, auch auf den ersten Blick.

Tut das der Spannung Abbruch? Keinesfalls, denn dank dieser deutlichen Figurenzeichnungen fühlt man sich als Leser nicht nur mittendrin im Geschehen, sondern ordnet schon früh seine Sympathien und Antipathien zu. Und wirklich selten gab es derart hassenswerte Arschlöcher wie in "Dem Tode nah". Sei es der überhebliche, schmierige Bürgermeister Finley oder der arrogante Universitätsprofessor Chase. Barclay verteilt seine kleinen Seitenhiebe auf die amerikanische Oberschicht und stellt ihr mit Jim Cutter einen Gutmenschen entgegen, den man einfach mögen muss. Ein sorgenvoller Familienvater und ehemaliger Künstler, der nun als Gärtner den reichen Leuten der Nachbarschaft den Rasen mäht. Ein Mann von nebenan, der angesichts der Gefahr für seine Familie glaubhaft handelt und nicht wie so oft in anderen Vertretern dieses Genres innerhalb eines Kapitels die Wandlung vom Couch-Potato zum beinharten Schweinehund vollzieht. Auch diesmal macht der Autor vieles richtig und nur wenig verkehrt. Zwar bleibt der Schreibstil schnörkellos und wenig spektakulär, dennoch kann die Story über weite Strecken überzeugen. Ein Thriller ist das Buch jedoch nicht. Eher ein gut konstruierter Krimi, der am Ende mit 500 Seiten vielleicht etwas zu lang geraten ist.

Insgesamt ist "Dem Tode nah" ein guter Nachfolger des Debütromans, der mit trockenem Humor, pointierter Spannung und toll gezeichneten Figuren kurzweilig unterhält. Eine gelungene Zwischendurchlektüre auf Popcorn-Kino-Niveau. Nicht mehr, nicht weniger.

18.01.2009 08:53:12
Elchi130

Eine gute Idee, mehrere Fährten, denen der Leser folgt und einen sympathischen Helden, das ist es, was eine gute Story braucht. Und genau das hat dieses Buch zu bieten. Wichtig ist für mich bei einem Thriller oder Krimi der Lesespaß und der war hier gegeben. Auch wenn die Lösung ziemlich schnell klar war, habe ich gerne weiter gelesen, um zu schauen, ob ich richtig liege.

Es gibt von mir jedoch nur 70 %, da ich das eine oder andere nervtötend fand. Da ist zum Beispiel die Ehefrau von Jim Cutter, dem oben erwähnten sympathischen Helden. Ihre Handlungen fand ich oft nicht nachvollziehbar und sie hat mich einfach nur genervt.

Linwood Barclay gehört für mich zu den Autoren, die ich im Auge behalten und von dem ich auf jeden Fall auch weitere Bücher lesen werde.

12.01.2009 17:20:18
thola

Ein sehr gut geschriebenes Buch, sehr leicht zu lesen, durch den einfachen Schreibstil. In diesem Buch gibt es viele Parallelen zum Vorgänger Buch "Ohne ein Wort" , der Autor versucht einen auf falsche Fährte zu locken...Das Buch ist nicht durchgehend spannend aber es macht neugierig, deshalb will man unbedingt erfahren was Derek und seiner Familie noch widerfährt, und immer wenn man glaubt es kann nicht mehr schlimmer kommen, passiert das nächste Unglück... Ich persönlich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen und wünsche viel spaß beim Lesen...

07.01.2009 13:27:56
Fascination

Irren ist menschlich! / Der Mörder ist immer der Gärtner!

Buchinhalt

Derek Cutters ausgeklügelter Plan, das Nachbarhaus der Familie Langley eine ganze Woche für sich und seine Freundin Penny Tucker nutzen zu können, endlich mal seine Ruhe vor den Erwachsenen zu haben, scheint zunächst aufzugehen. Doch während er noch vergeblich auf Penny wartet, geschieht das Unfassbare.
Die Langleys kommen aufgrund Unwohlseins Mrs. Langleys zurück nach Hause. Während Derek noch überlegt wie er dieser Situation entkommt, erscheinen zwei Besucher. Derek wird unfreiwillig Zeuge eines Dreifachmordes: einer nach dem anderen wird die komplette Familie Langley erschossen.
Aus Angst vor den Konsequenzen verrät er Eltern und Polizei vorerst nichts.

Meine Meinung

Dreh- und Angelpunkt des Plots ist Derek Cutters Erlebnis im Keller der Familie Langley.
Während der Prolog noch Dereks Sicht der Dinge widerspiegelt, erleben wir das weitere Geschehen ab Kapitel 1 durch Jim Cutters Augen, Dereks Vater.
Die Ich-Perspektive hat den Vorteil, nur die Gedanken und Vermutungen einer Person zu kennen. Somit bleibt genug Rätselspaß während der gesamten Handlung.
(Auch wenn ich hier und da tatsächlich doch einen Penny für anderer Protagonisten Gedanken geben würde. ;-) )

Barclays Ideenreichtum drückt sich insbesondere in der Vielfalt vorkommender Charaktere aus. So treffen wir unter anderem – ohne zuviel vom Inhalt preiszugeben – auf einen unentdeckten Künstler im Gärtnerservice, einen Politiker, der wahrlich kein Saubermann ist, einen Chauffeur mit zahlreichen zwielichtigen Kontakten, der selbst das Unmögliche möglich macht, einen fragwürdigen Bestsellerautor, einen vermeintlichen Selbstmörder, einen homosexuellen Lehrer, skrupellose Gangster und Mitglieder des Syndikats, eine ahnungslose Seniorin, einen irrenden Detective, einen Bankräuber, minderjährige drogenabhängige Mädchen des horizontalen Gewerbes, sowie Ehefrauen, die es mit der Treue nicht so genau nehmen.

Die unterschiedlichen Persönlichkeiten sind gut herausgearbeitet, was die verschiedenen Handlungsstränge lebendig, größtenteils glaubwürdig macht und eine gewisse Nähe vermittelt.

Was als zufällige Einstreuung verwirrender Elemente beginnt, mausert sich mit zunehmender Anzahl von Seiten als parallele Rätsel, die zunächst austauschbar als mögliche Hintergründe der Ermordung der Familie Langley scheinen, sich am Ende des Buchs jedoch nach und nach differenzieren und als ureigene Aspekte aufklären.
Besonders gefallen mir die kleinen aber feinen Details und Hinweise mit denen Barclay seinen Roman gespickt hat. Da schrillt bei vielen Thriller- / Krimifans doch sicher gleich die Alarmanlage: Achtung, Achtung – hier haben wir einen Meilenstein zur Lösung diverser Situationen und Umstände.
So fiel mir beispielsweise sofort das Telefon neben dem Sofa im Keller auf (Seite 18) oder der kurz erwähnte Laptop (Seite 153), ebenso wie das gut beschriebene verbogene Rasenmähermesser im Regal (Seite 266).
Unweigerlich macht das Herz einen freudigen Hüpfer, wenn eben genau diese scheinbar unwichtigen Kleinigkeiten wahrgenommen, an anderer Ort und Stelle wieder aufgegriffen werden und schließlich keine unbedeutenden Nebensächlichkeiten mehr sind.

Und eins muss ich Linwood Barclay lassen: Mit dem Ohrstecker hat er mich erfolgreich getäuscht! Ich war (aus eigener Erfahrung) felsenfest davon überzeugt, dass der Stecker bei der panischen Entledigung seines Shirts abhanden kam (Seite 13/14) und damit im Stauraum des Kellers entdeckt wird.
Wo er tatsächlich aufgefunden wird und bei welcher Gelegenheit Derek ihn dort verlor, kam selbst für mich ziemlich überraschend, noch dazu passend zur Aussage der Schwester von Donna Langley – wer hätte das gedacht!

Allerdings der wieder und noch mal erwähnte Briefkasten, vielfach in Kombination mit Vermutungen über einen schlichten Irrtum, ist schon kein ‚Wink’ mehr mit dem Zaunpfahl, sondern ein ‚kräftiger Hieb’! Und spätestens in Kapitel 32 wird auch der ungeübte Thriller- / Krimifan Lunte riechen.

Barclay verfügt über einen sympathischen, angenehm flüssigen Schreibstil und versteht es, mit Spannungsspitzen umzugehen, so dass während des gesamten Buchs keine Langeweile aufkommt.
Die wahrlich gelungene Unterhaltung tröstet über das leicht idealisierte Ende und den ein oder anderen Fehler im Text definitiv hinweg.

Fazit

Für den routinierten Thriller- / Krimifan vorhersehbar, dennoch unterhaltsam und fesselnd, für ungeübte Leser ein überraschendes Kompendium an Genre-Elementen, kann ich ‚Dem Tode nah’ guten Gewissens weiterempfehlen.

05.01.2009 20:06:38
melitta

Die Geschichte fängt spannend an, ist dann aber über einige Seiten etwas langatmig.
Nach etwa 150 Seiten wird es sehr spannend, man rätselt und fiebert mit, ahnt, hat keine Gewissheit usw. darum liest man weiter.Am Ende weiß man nicht so recht ob man zufrieden ist.

Die Zusammenhänge der Auflösung sind etwas weit hergeholt, man ahnt schon wer der Mörder ist weiß es aber nicht sicher.

Dennoch ist das Buch absolut lesenswert. So stelle ich mir einen Thriller vor, man kann nicht aufhören zu lesen bis es zu Ende ist.

Ich habe es in einem Stück bis 6 in der Früh gelesen. Wenn man nachts gerne liest und Thriller mag sollte man das Buch unbedingt lesen.75°

05.01.2009 15:51:49
vöglein

Und dabei fängt alles ganz harmlos an. Der 17-jährige Derek möchte sich während der Abwesenheit seiner Nachbarn, die in den Urlaub fahren, das sturmfreie Haus für einige "Schäferstündchen" mit seiner Freundin Penny nutzen. Dann geschieht ein Mord.und noch einer und der nächste. Der Alptraum beginnt.und so langsam fangen die Verstrickungen und Lügen an und auf einmal hat so ziemlich jeder eine Leiche im Keller . Für mich war dieser Krimi "solide" Hausmannskost mit teilweise vorhersehbaren Handlungen. Der Schreibstil war kurzweilig und gut lesbar. Alles in allem auf jeden Fall eine spannende und unterhaltsame Leküre mal für zwischendurch. Was mir weniger gefiel, war die Ich Erzählung durch Jim (ist jedoch Geschmackssache). Außerdem bin ich über Übersetzungsfehler "gestolpert". Jim und Drew sind eigentlich per sie, auf einmal duzen sie sich und einige Seiten später landen sie ohne Zusammenhang wieder beim sie. Ach ja.bin am Überlegen ob ich mir nicht seinen ersten Roman noch zulege.er sollte noch eine Chance bekommen ;-)

29.12.2008 11:50:39
Helene

In dem Buch „Dem Tode nah“ beginnt alles mit dem Mord an Familie Langley, den Nachbarn von Derek und seinen Eltern.

Adam Langley, seine Mutter und sein Vater werden kaltblütig erschossen. Die Polizei tappt im Dunkeln, es gibt kein Motiv und keine Zeugen – Glaubt die Polizei. Denn eigentlich saß Derek während dieses schrecklichen Tat versteckt in dem Keller der Langleys. Aus Angst vor den Mördern jedoch schweigt er gegenüber die Polizei und seinen Eltern. Doch das war keine besonder gute Idee, denn später wird auch er des Dreifach-Mordes an den Langleys verdächtigt. Weitere Morde folgen, die zu Dereks Familie führen und alle einen Zusammenhang zu haben scheinen. Bloß welchen?



Linwood Barlcay debütierte in Deutschland mit „Ohne ein Wort“ (Orginalausgabe „No time for Goodbye“), jedoch ist auch eine Serie von ihm erschienen (Bad Move, Bad Guys, Lone Wolf, Stone Rain), die noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.



Mit relativ hohen Erwartungen, die auf Linwood Barclay’s ersten Buch basierten, bin ich an „Dem Tode nah“ herangegangen. Und diese wurden noch übertroffen.



Der Prolog ist aus Derek’s Sicht geschildert, das restliche Buch ist jedoch Derek’s Vater, Jim, der Protagonist. Anfangs stand ich dem skeptisch gegenüber, jedoch ist es interessant zu lesen, wie Jim erst langsam dahinter kommt, was an jenem Tag wirklich geschah, wobei man selbst aus dem Prolog schon viel mehr weiß.



Es wurden eine Menge falsche Fährten gelegt, einige waren zu offensichtlich, jedoch waren auch welche dabei, auf die auch ich reingefallen bin. Immer wieder gab es Rückblenden, die sich im Laufe des Buches als wichtig für die Handlung herausstellten. Doch auch diese erwiesen sich teilweise als „falsche Spur“. Auch das Privatleben von Derek’s Familie kam nicht zu kurz, obwohl dieses, insbesondere anfangs, fast die Spannung verdrängte. Somit hätte ich diesen Roman während der ersten fünfzig Seiten eher in das Genre „Familienroman“ geschoben. Aber nach und nach baute sich Spannung auf, die sich aber kontinuierlich steigerte.

Das Buch ist jedoch nicht nur spannend, sondern auch lustig, sodass ich einige Male schmunzeln musste.



Nach einiger Zeit wird klar, wer der Mörder ist und aus welchem Motiv er handelt, das tut der Spannung aber keinen Abbruch.



Insgesamt ein sehr spannender Thriller, der „Ohne ein Wort“ an Rafinesse und Spannung noch übertrifft.

27.12.2008 16:09:15
Karin

Starker Einstieg

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat und einen gleichzeitig sehr neugierig auf den Rest des Buches macht.
Dafür gibt es von mir einen extra Pluspunkt.

Danach wechselt die Erzählperspektive und der Rest wird aus der Sicht von Jim, dem Vater von Derek, erzählt.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, man erfährt so nach und nach einiges aus der Sicht aller Personen - und plötzlich ist nichts mehr so, wie es war.

Leider war mir ziemlich bald klar, wer der Mörder ist und weshalb er sich auf einem Rachefeldzug befindet. Und ich denke, dass dies vielen Thriller-Viellesern so gehen wird.
Gut, das Buch ist trotzdem kurzweilig und unterhaltsam geschrieben, Barclay hat einen Erzählstil, der es einem leicht möglich macht, das Buch am Stück zu lesen, so dass man auf jeden Fall auf ein interessantes Leseerlebnis zurück blicken kann.

Trotzdem schafft es der Autor meiner Meinung nach nicht, seinen Erstling "Ohne ein Wort" zu toppen.

17.12.2008 14:25:14
Infinity

Irren ist menschlich! / Der Mörder ist immer der Gärtner!

Buchinhalt
Derek Cutters ausgeklügelter Plan, das Nachbarhaus der Familie Langley eine ganze Woche für sich und seine Freundin Penny Tucker nutzen zu können, endlich mal seine Ruhe vor den Erwachsenen zu haben, scheint zunächst aufzugehen. Doch während er noch vergeblich auf Penny wartet, geschieht das Unfassbare.
Die Langleys kommen aufgrund Unwohlseins Mrs. Langleys zurück nach Hause. Während Derek noch überlegt wie er dieser Situation entkommt, erscheinen zwei Besucher. Derek wird unfreiwillig Zeuge eines Dreifachmordes: einer nach dem anderen wird die komplette Familie Langley erschossen.
Aus Angst vor den Konsequenzen verrät er Eltern und Polizei vorerst nichts.

Meine Meinung
Dreh- und Angelpunkt des Plots ist Derek Cutters Erlebnis im Keller der Familie Langley.
Während der Prolog noch Dereks Sicht der Dinge widerspiegelt, erleben wir das weitere Geschehen ab Kapitel 1 durch Jim Cutters Augen, Dereks Vater.
Die Ich-Perspektive hat den Vorteil, nur die Gedanken und Vermutungen einer Person zu kennen. Somit bleibt genug Rätselspaß während der gesamten Handlung.
(Auch wenn ich hier und da tatsächlich doch einen Penny für anderer Protagonisten Gedanken geben würde. ;-) )

Barclays Ideenreichtum drückt sich insbesondere in der Vielfalt vorkommender Charaktere aus. So treffen wir unter anderem – ohne zuviel vom Inhalt preiszugeben – auf einen unentdeckten Künstler im Gärtnerservice, einen Politiker, der wahrlich kein Saubermann ist, einen Chauffeur mit zahlreichen zwielichtigen Kontakten, der selbst das Unmögliche möglich macht, einen fragwürdigen Bestsellerautor, einen vermeintlichen Selbstmörder, einen homosexuellen Lehrer, skrupellose Gangster und Mitglieder des Syndikats, eine ahnungslose Seniorin, einen irrenden Detective, einen Bankräuber, minderjährige drogenabhängige Mädchen des horizontalen Gewerbes, sowie Ehefrauen, die es mit der Treue nicht so genau nehmen.

Die unterschiedlichen Persönlichkeiten sind gut herausgearbeitet, was die verschiedenen Handlungsstränge lebendig, größtenteils glaubwürdig macht und eine gewisse Nähe vermittelt.

Was als zufällige Einstreuung verwirrender Elemente beginnt, mausert sich mit zunehmender Anzahl von Seiten als parallele Rätsel, die zunächst austauschbar als mögliche Hintergründe der Ermordung der Familie Langley scheinen, sich am Ende des Buchs jedoch nach und nach differenzieren und als ureigene Aspekte aufklären.
Besonders gefallen mir die kleinen aber feinen Details und Hinweise mit denen Barclay seinen Roman gespickt hat. Da schrillt bei vielen Thriller- / Krimifans doch sicher gleich die Alarmanlage: Achtung, Achtung – hier haben wir einen Meilenstein zur Lösung diverser Situationen und Umstände.
So fiel mir beispielsweise sofort das Telefon neben dem Sofa im Keller auf (Seite 18) oder der kurz erwähnte Laptop (Seite 153), ebenso wie das gut beschriebene verbogene Rasenmähermesser im Regal (Seite 266).
Unweigerlich macht das Herz einen freudigen Hüpfer, wenn eben genau diese scheinbar unwichtigen Kleinigkeiten wahrgenommen, an anderer Ort und Stelle wieder aufgegriffen werden und schließlich keine unbedeutenden Nebensächlichkeiten mehr sind.

Und eins muss ich Linwood Barclay lassen: Mit dem Ohrstecker hat er mich erfolgreich getäuscht! Ich war (aus eigener Erfahrung) felsenfest davon überzeugt, dass der Stecker bei der panischen Entledigung seines Shirts abhanden kam (Seite 13/14) und damit im Stauraum des Kellers entdeckt wird.
Wo er tatsächlich aufgefunden wird und bei welcher Gelegenheit Derek ihn dort verlor, kam selbst für mich ziemlich überraschend, noch dazu passend zur Aussage der Schwester von Donna Langley – wer hätte das gedacht!

Allerdings der wieder und noch mal erwähnte Briefkasten, vielfach in Kombination mit Vermutungen über einen schlichten Irrtum, ist schon kein ‚Wink’ mehr mit dem Zaunpfahl, sondern ein ‚kräftiger Hieb’! Und spätestens in Kapitel 32 wird auch der ungeübte Thriller- / Krimifan Lunte riechen.

Barclay verfügt über einen sympathischen, angenehm flüssigen Schreibstil und versteht es, mit Spannungsspitzen umzugehen, so dass während des gesamten Buchs keine Langeweile aufkommt.
Die wahrlich gelungene Unterhaltung tröstet über das leicht idealisierte Ende und den ein oder anderen Fehler im Text definitiv hinweg.

Fazit
Für den routinierten Thriller- / Krimifan vorhersehbar, dennoch unterhaltsam und fesselnd, für ungeübte Leser ein überraschendes Kompendium an Genre-Elementen, kann ich ‚Dem Tode nah’ guten Gewissens weiterempfehlen.

16.12.2008 10:46:19
Infinity

Irren ist menschlich! / Der Mörder ist immer der Gärtner!

Buch
Titel: Dem Tode nah OT: Too close to home Seiten: 512
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag ISBN: 978-3-548-26744-9 EUR: 8.95

Autor
Linwood Barclay: geboren in den Vereinigten Staaten
Abschluss in Literaturwissenschaften, Trent University / Petersborough (Ontario), langjährig tätig als Journalist und Kolumnist, verheiratet, 2 Kinder

Buchinhalt
Derek Cutters ausgeklügelter Plan, das Nachbarhaus der Familie Langley eine ganze Woche für sich und seine Freundin Penny Tucker nutzen zu können, endlich mal seine Ruhe vor den Erwachsenen zu haben, scheint zunächst aufzugehen. Doch während er noch vergeblich auf Penny wartet, geschieht das Unfassbare.
Die Langleys kommen aufgrund Unwohlseins Mrs. Langleys zurück nach Hause. Während Derek noch überlegt wie er dieser Situation entkommt, erscheinen zwei Besucher. Derek wird unfreiwillig Zeuge eines Dreifachmordes: einer nach dem anderen wird die komplette Familie Langley erschossen.
Aus Angst vor den Konsequenzen verrät er Eltern und Polizei vorerst nichts.

Meine Meinung
Dreh- und Angelpunkt des Plots ist Derek Cutters Erlebnis im Keller der Familie Langley.
Während der Prolog noch Dereks Sicht der Dinge widerspiegelt, erleben wir das weitere Geschehen ab Kapitel 1 durch Jim Cutters Augen, Dereks Vater.
Die Ich-Perspektive hat den Vorteil, nur die Gedanken und Vermutungen einer Person zu kennen. Somit bleibt genug Rätselspaß während der gesamten Handlung.
(Auch wenn ich hier und da tatsächlich doch einen Penny für anderer Protagonisten Gedanken geben würde. ;-) )

Barclays Ideenreichtum drückt sich insbesondere in der Vielfalt vorkommender Charaktere aus. So treffen wir unter anderem – ohne zuviel vom Inhalt preiszugeben – auf einen unentdeckten Künstler im Gärtnerservice, einen Politiker, der wahrlich kein Saubermann ist, einen Chauffeur mit zahlreichen zwielichtigen Kontakten, der selbst das Unmögliche möglich macht, einen fragwürdigen Bestsellerautor, einen vermeintlichen Selbstmörder, einen homosexuellen Lehrer, skrupellose Gangster und Mitglieder des Syndikats, eine ahnungslose Seniorin, einen irrenden Detective, einen Bankräuber, minderjährige drogenabhängige Mädchen des horizontalen Gewerbes, sowie Ehefrauen, die es mit der Treue nicht so genau nehmen.

Die unterschiedlichen Persönlichkeiten sind gut herausgearbeitet, was die verschiedenen Handlungsstränge lebendig, größtenteils glaubwürdig macht und eine gewisse Nähe vermittelt.

Was als zufällige Einstreuung verwirrender Elemente beginnt, mausert sich mit zunehmender Anzahl von Seiten als parallele Rätsel, die zunächst austauschbar als mögliche Hintergründe der Ermordung der Familie Langley scheinen, sich am Ende des Buchs jedoch nach und nach differenzieren und als ureigene Aspekte aufklären.
Besonders gefallen mir die kleinen aber feinen Details und Hinweise mit denen Barclay seinen Roman gespickt hat. Da schrillt bei vielen Thriller- / Krimifans doch sicher gleich die Alarmanlage: Achtung, Achtung – hier haben wir einen Meilenstein zur Lösung diverser Situationen und Umstände.
So fiel mir beispielsweise sofort das Telefon neben dem Sofa im Keller auf (Seite 18) oder der kurz erwähnte Laptop (Seite 153), ebenso wie das gut beschriebene verbogene Rasenmähermesser im Regal (Seite 266).
Unweigerlich macht das Herz einen freudigen Hüpfer, wenn eben genau diese scheinbar unwichtigen Kleinigkeiten wahrgenommen, an anderer Ort und Stelle wieder aufgegriffen werden und schließlich keine unbedeutenden Nebensächlichkeiten mehr sind.

Und eins muss ich Linwood Barclay lassen: Mit dem Ohrstecker hat er mich erfolgreich getäuscht! Ich war (aus eigener Erfahrung) felsenfest davon überzeugt, dass der Stecker bei der panischen Entledigung seines Shirts abhanden kam (Seite 13/14) und damit im Stauraum des Kellers entdeckt wird.
Wo er tatsächlich aufgefunden wird und bei welcher Gelegenheit Derek ihn dort verlor, kam selbst für mich ziemlich überraschend, noch dazu passend zur Aussage der Schwester von Donna Langley – wer hätte das gedacht!

Allerdings der wieder und noch mal erwähnte Briefkasten, vielfach in Kombination mit Vermutungen über einen schlichten Irrtum, ist schon kein ‚Wink’ mehr mit dem Zaunpfahl, sondern ein ‚kräftiger Hieb’! Und spätestens in Kapitel 32 wird auch der ungeübte Thriller- / Krimifan Lunte riechen.

Barclay verfügt über einen sympathischen, angenehm flüssigen Schreibstil und versteht es, mit Spannungsspitzen umzugehen, so dass während des gesamten Buchs keine Langeweile aufkommt.
Die wahrlich gelungene Unterhaltung tröstet über das leicht idealisierte Ende und den ein oder anderen Fehler im Text definitiv hinweg.

Fazit
Für den routinierten Thriller- / Krimifan vorhersehbar, dennoch unterhaltsam und fesselnd, für ungeübte Leser ein überraschendes Kompendium an Genre-Elementen, kann ich ‚Dem Tode nah’ guten Gewissens weiterempfehlen.

18.11.2008 19:25:21
Malizia

Nach dem Vorgänger "Ohne ein Wort", war ich natürlich gespannt, was mich erwartete.
Und ... ich fand das Buch total klasse - spannend von den ersten Seiten an. Es hat mich 5 Stunden des nachts in den Bann gezogen und vom Schlafen abgehalten!
Freue mich schon jetzt auf ein neues Werk von Linwood Barclay!

12.11.2008 18:34:20
Angel-128

"Dem Tode nah" - Ich fand das Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
Habe aber noch keinen Vergleich zu seinem ersten Roman.
Da doch einige "Ohne ein Wort" besser fanden, kann ich es kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen und hoffe in Zukunft auf weitere spannende Thriller von L. Barclay.

09.11.2008 12:21:47
Sibylle Meyer

Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die auch gut gehalten wird. Zwischendurch werden die Personen mit Wissenswertem beschrieben und nach und nach wieder alle Fäden zusammengezogen.

Erst auf den letzten 20 Seiten wird aufgeklärt, wer der Mörder ist. Bis dahin bleibt viel Raum für Spekulationen.
Ein gut geschriebener Thriller, der Spaß gemacht hat.

08.11.2008 22:18:24
Binea

Genauso gefesselt wie bei Linwood Barclay seinem erstem Buch - Ohne ein Wort - war ich auch diesmal bei seinem zweiten Buch.
Mich fasziniert, wie Barclay es schafft, seine Leser 93% des Buches so ziemlich im dunkeln tappen zu lassen und erst 7% vor Ende sozusagen Licht ins Dunkel bringt.

Zwei liebenswerte Menschen, nur mit besten Absichten anderen zu helfen, haben mehreren Menschen das Leben zerstört. Obwohl man manchmal einfach nur Nett sein will und sich anderen annimmt, kann das oftmals ein schlimmes Ende nehmen.
In "Dem Tode nah" zeigt Barclay wie sich Idylle zu Horror verwandeln kann.

Ein sehr spannender Prolog leitet den Roman ein, bei dem ich genau wie Derek eine Gänsehaut bekam. Da Derek, wie seine Mutter Ellen beschreibt, immer gut für ausgeflippte Ideen und Unfug ist, schreckt es Ihn nicht ab das Haus der Nachbarn während des Urlaubes zu nutzen um sich dort mit seiner Freundin zu treffen. Doch dazu kommt es nicht. ein Zwischenfall mit blutigen Folgen stoppt das Vorhaben. Kein anderer als Derek, hat mitbekommen, wie die Langleys umgekommen sind, wieso und warum bleibt vorerst ein Rätsel. Bei den Ermittlungen stellt sich Derek vorerst in den Hintergrund, um nicht selbst als Täter gehalten zu werden. Der Erzähler - Jim - Ehemann von Ellen und Vater von Derek, begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Derek fängt an sich Ihm anzuvertrauen und beiden gelangen auf eine heiße Spur. Während Jim sich mit seinem Verdacht, wer der Mörder der Langleys ist, sehr sicher ist, kommen Dinge ans Tageslicht, die nie jemand erfahren sollte. Seine Frau Ellen und der Romanautor Conrad hatten eine Affäre, sogar Ihm selbst wird eine mit der Nachbarsfrau Donna angedichtet. Jahrelang hat Ellen Ihm noch weitere Dinge verschwiegen, der Bürgermeister Finley ist auf Jim angewiesen und wie ist Brett wirklich gestorben - viele Erzählstränge des Buches spitzen sich zu und wollen ergründet werden. Dabei geraten immer wieder andere auf die Liste verdächtiger Personen.

Linwood Barclay hält in seinem Thriller die Spannung immer auf einem Level, bei dem es schwer fällt, dass Buch wieder aus der Hand zu legen.
Seine Charaktere sind sehr real. Er beschreibt Menschen, wie du und ich, ohne besondere herausstechende Eigenschaften, was es für den Leser einfach macht sich mit den Personen zu identifizieren bzw. sich in sie hinein zu versetzen. Ich kann "Dem Tode nah" genau wie "Ohne ein Wort" von Barclay allen Lesern die Krimi, Thriller, Familientragödie und Spannung pur in einem Roman haben wollen, nur ausdrücklich ans Herz legen. In beiden Büchern hat man einen Verdacht und ist sich 100%-ig sicher wer der Mörder ist und wer was mit wem zu tun hat. Doch dieses Denken wird einem von Linwood Barclay in einer verblüffenden Art und Weise genommen und man wird mit einer "um 360 Grad" Wendung überrascht.

08.11.2008 11:20:54
Manuela2205

Begrüßt wird der Leser mit äußerst schnoddriger Jugendsprache.
Der 17-jährige Derek beobachtet den Mord an seinem besten Freund und dessen Familie, da er sich in deren Haus eingeschlichen hat, um es in Abwesenheit der Langleys als Platz für Schäferstündchen zu nutzen.
Wobei ich mich frage, ob ein Jugendlicher der seine Freundin dazu bringen will, das erste Mal mit ihm ins Bett zu gehen, ernsthaft zu sagt: „Mein Ding sprengt mir bald die Hose.“ Weitererzählt wird allerdings aus der Sicht des Vaters, was der Geschichte wirklich gut tut.

Beharrlich wird der Leser in eine Richtung geführt, bei der einem ein Täter geradezu aufgedrängt wird. Da diese Spur das gesamte Buch über verfolgt wird, kommt teilweise ein kleiner Hauch Langeweile auf, weil sie entweder falsch sein muss oder eben nur das Drumherum und Dahinter des Mordes erzählt wird. Da Linwood Barclay aber sehr flüssig und gut zu lesen schreibt, ist es trotzdem nicht schwer, das Buch zu Ende zu bringen.
Wofür man dann mit der einen oder anderen Wendung belohnt wird…

Dem Tode nah mag zwar nicht ein absolutes Meisterwerk sein, jedoch eine grundsolide Leistung, die man getrost weiterempfehlen kann.

27.10.2008 22:13:04
LilStar

Auf den zweiten Thriller von Linwood Barclay nach "Ohne ein Wort" war ich schon sehr gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Derek, der Sohn von Jim und Ellen, wird Zeuge, wie die gesamte Nachbarsfamilie erschossen wird. Er selbst kommt unbemerkt davon und gesteht unter Schock nicht, dass er bei der Tat anwesend war. Natürlich kommt die Polizei dennoch dahinter und so gerät er in Verdacht etwas mit den Morden zu tun zu haben. Wir treffen in diesem Buch auf sehr realistische Charaktere. Barclay hat sich viel Zeit genommen seine Figuren zu formen und ihnen einen wirklich authentischen Charakter zu verleihen. Das ist ihm wahrlich gelungen.
Zudem treffen wir in diesem Buch auf viele Handlungsstränge, von denen man nicht weiß, wo sie noch hinführen und vor allem, welche davon später miteinander verwoben werden. Am Ende läuft schließlich alles zusammen, die zahlreichen Rätsel und Geheimnisse, auf die man in diesem Buch trifft, werden allesamt zufriedenstellend aufgelöst. Dieses Buch ließ mich vor Aufregung zwar nicht auf der Couch rumhibbeln, aber es war angenehm zu lesen und Spannung war in ausreichendem Maße vorhanden.
Das war auf jeden Fall nicht mein letztes Buch von Linwood Barclay - jedenfalls solange noch weitere Bücher erscheinen werden.

17.10.2008 16:46:53
JuergenL

Enttäuschend!
Leider ist "Dem Tode Nah" ein Thriller, beid dem man am Ende denkt: Konstruiert und überhaupt nicht plausibel.
Das Buch ist spannend geschrieben, gut - was nützt das, wenn man auf den letzten 50 Seiten denkt: Oh, bitte!! Die "Auflösung" ist so unrealistisch, dass ich richitg enttäuscht bin. Da fiebrt man über 400 Seiten mit, um so ein flaches Ende zu erleben.

16.10.2008 18:33:44
joojooschu

Linwood Barclay -> ein Autor der süchtig macht

Schon Barclays Erstling "ohne ein Wort" habe ich verschlungen und seither auf einen Nachfolger gewartet.
Nachdem ich von der Veröffentlichung von "Dem Tode nah" erfahren habe konnte die Zeit nicht schnell genug vergehen und sobald ich das Buch in den Händen hielt war kaufen pflicht(ein glück, dass Bahnhofsbuchhandlungen auch Sonntags geöffnet haben, sonst wäre ich nicht so schnell an mein eigenes Exemplar gekommen*ggg*)Meine Erwartungen, die ja bereits durch "ohne ein Wort" entsprechend hoch gesetzt waren wurden auch hier nicht enttäuscht.
Die Spannung fesselt den Leser bereits am Anfang und selbst nach kurzen erzwungenen Pausen(zwecks umsteigen etc) findet man ohne große Mühe wieder in die Handlung zurück.
(weshalb auch eine Fahrt im überfüllten Zug dem Lesevergnügen nicht im Wege steht)
Dem Leser eröffnen sich immer neue Hinweise, die eine eindeutige Täterzuordnung unmöglich machen, weshalb man bis zum Ende eigentlich bei der Mördersuche im dunkeln tappt.
Rückblickend betrachtet fügen sich die einzelnen Teile, die Barclay geschickt in die Handlung einflicht zu einem nachvollziehbaren Puzzle zusammen und man fragt sich, weshalb man nicht von Anfang an nicht den Hauch einer Ahnung hatte.


Ich kann nur allen raten Barclay eine Chance zu geben, denn "dem Tode nahe" garantiert spannendes Lesevergnügen

16.10.2008 16:45:56
Krimimieze

Auch ich fand leider, dass "Dem Tode nah" viel zu konstruiert und leicht zu durchschauen war, die Figuren waren platt, im besten Fall "ganz nett", und haben zu viele amerikanische Klischees bedient.
"Ohne ein Wort" war eindeutig der bessere der beiden Krimis, schade, dass Barclay nicht daran anknüpfen konnte.

13.10.2008 07:18:41
Anja S.

Nachdem mir "Ohne ein Wort" ausgesprochen gut gefallen hat, naemlich wirklich spannend und originell, habe ich mich mit grossen Erwartungen an "Dem Tode nah" gemacht. Das hat mir nun leider gar nicht gefallen. Eine an den Haaren herbei gezogene Geschichte, nur maessig spannend und eine bloede Aufloesung. Schade drum. Ich weiss nun nicht, ob ich weiteren Buechern dieses Autors noch eine Chance geben soll.

12.10.2008 19:41:33
clare1512

Schade, kann mit dem ersten Buch von Barclay (Ohne ein Wort) nicht ganz mithalten.
Die Spannung hält sich in Grenzen. Aus der Story hätte man mehr machen können. Manchmal wirkt das Ganze leicht überzogen. Gegen Schluß überschlagen sich die Ereignisse und das Ende wird ein wenig schwammig.
Schade!

10.10.2008 11:56:49
Toebi

Dem Tode nah ist auf jeden Fall eine gelungene Übersetzung des Buchtitels. Die Protagonisten kommen dem Tode des Öfteren nahe. Gleich im Prolog erfährt der Leser aus nächster Nähe, nämlich aus Dereks Perspektive, wie sein Freund Adam und dessen Eltern kaltblütig umgebracht werden. Derek hatte sich im Keller der Familie versteckt, weil diese eigentlich in den Urlaub fahren wollte und Derek das leere Haus nutzen wollte, um sich dort mit seiner Freundin zu treffen. Doch dann kommt alles ganz anders. Ab dem 1. Kapitel wechselt dann die Erzählperspektive von Derek zu Dereks Vater Jim. Dies hat mir sehr gut gefallen und passt zum weiteren Verlauf der Geschichte. Spannung wird aufgebaut und als Leser fiebert man mit. Einige Sachen fand ich doch etwas vorhersehbar. Ein paar Überraschungen birgt die Geschichte aber auch, so dass die Spannung bleibt bzw. weiter gesteigert wird. Das im Klappentext erwähnte dunkle Geheimnis von Ellen hätte ich mir anders vorgestellt. Wenn dort nur Geheimnis gestanden hätte, wäre es aus meiner Sicht treffender gewesen, aber das mag auch Ansichtssache sein. Das Buch liest sich sehr flüssig und irgendwann konnte ich es auch nicht mehr aus der Hand legen. Verglichen mit Ohne ein Wort von L. Barclay würde ich sagen, dass ich Dem Tode nah minimal schlechter fand, weil ich bei Ohne ein Wort die Ereignisse weniger vorhersehbar fand.

07.10.2008 14:10:36
Georgia

Hm. Ja schade, schade, dass Linwood Barclay soviele Kapitel braucht, um Spannung aufzubauen und den Leser rätseln zu lassen, was nun wohl hier wieder gespielt wird. Und dann, wenn er sich so allmählich an die Auflösung herantasten will, weiss der geneigte Leser leider sehr schnell, was Sache ist. Das ist für mein Empfinden wirklich ärgerlich und hat mir ernsthaft das Lesen der letzten Kapitel versaut. Warum soll man noch weiterlesen und dem Protagonisten mehr oder weniger dabei zuschauen, wie er die falschen Schlüsse zieht, wenn man eh schon weiss, wie es ausgeht? Wenn es vom Auto so gewollt wäre, dass der Leser den Täter kennt und der Protagonist nicht, dann kann ich persönlich ja noch irgendwie damit leben. Auch wenn ich solche Columbo Geschichten nicht wirklich mag. Wenn es aber, wie in diesem Fall, offensichtlich nicht gewollt ist, dann ist es einfach nur nervig und enttäuschend.
Wenn die Auflösung nicht so leicht zu durchschauen gewesen wäre, hätte für mich Dem Tode nah durchaus an Ohne ein Wort herangereicht. So aber ist für mich ein eher schwacher Nachfolger.

06.10.2008 15:59:31
Katharina1981

Ich hatte auch schon das erste Buch von Linwood Barclay (Ohne ein Wort) gelesen. Und ich muß sagen, das 2.Buch von ihm war gut, kann aber mit dem 1. Buch nicht mithalten. Dem Tode nah begann erst ab der mitte so richtig spannend zu werden, und unterlag auch dann vielen Spannungsschwankungen. Trotzdem war genug Spannung vorhanden und man hat bis zum Ende mitgerätselt, einige zwischenstücke waren etwas vorhersehbar, was aber nicht so schlimm war. Die Figuren waren gut geschildert und kamen glaubwürdig rüber. Vom Schreibstil her, schreibt Linwood Barclay sehr einfach, es lässt sich leicht und schnell lesen. Die ganze Geschichte war in sich sehr schlüssig und gut aufgebaut. Alles in allem war es ein guter Thriller, der auch für Thriller-Anfänger sehr gut geeignet ist, aber er war nicht überragend.

05.10.2008 21:13:14
sue82

Das Buch beginnt aus der Sicht des Sohnes Derek, der den Mord an seinem besten Freund und dessen Familie anhört. Dann wechselt die Perspektive in die Sicht des Vaters. So nach und nach kommt er auf die Spur des Mörders, die Vergangenheit wird wieder hervorgeholt und es endet in einem großen Showdown.
Das Buch kommt so ganz ohne große Mordszenen aus, ist dabei spannend, flüssig und gut erzählt.
Fazit: Empfehlenswerte 85°

02.10.2008 18:33:28
Yvi2108

Die Vergangenheit holt jeden ein.
Mit "Dem Tode nah" hat Linwood Barclay einen ehrwürdigen Nachfolger von "Ohne ein Wort" geschaffen. Der 17jährige Derek wird wider Willens Zeuge eines grausamen Mordes an der gesamten Nachbarfamilie, dabei wollte er doch nur eine ungestörte Zeit mit seiner Freundin im Haus der Nachbarn verleben, die in den Urlaub wollten. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf.Die Nachbarn kommen unverhofft zurück, ein Killer tötet die gesamte Familie und Derek bekommt unbemerkt von der Familie und dem Killer alles mit. Vor seinen Eltern verschweigt der Junge, dass erlebte.

Wird der Prolog noch aus Sicht des Jungen erzählt, ändert sich das Ganze mit dem ersten Kapitel. Der Ich-Erzähler ist nun Jim, der Vater des Jungen.

Linwood Barclay schreibt auch diesen Thriller in dem von "Ohne ein Wort" bekannten Stil. Der Autor versteht es, den Leser geschickt mit Kleinigkeiten zu versorgen und ihn dennoch auf die falsche Fährte zu locken. Die Personen werden sehr gut beschrieben und man gewinnt leicht Zugang zu ihnen. Die aufgezeigten Personen werden nicht als "Saubermänner" dargestellt, jeder von ihnen hat einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit, der ihn irgendwann im Laufe der Geschichte einholt und auch seinen Teil zu der Geschichte beiträgt.

Für mich ist "Dem Tode nah" ein sehr gelungener Thriller, bei dem nicht viel Blut vergossen wird und der ohne "große Helden" auskommt. Es ist ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Prädikat: Absolut lesenwert

28.09.2008 21:16:01
Keksigirl

Zu Beginn erstmal ein paar Worte zum Inhalt: Der junge Derek versteckt sich im Haus seines Freundes und möchte sich dort heimlich mit seiner Freundin treffen, sobald die Familie des Freundes in Urlaub ist. Unerwartet bricht die Familie aber den Urlaub ab und kehrt nach Hause zurück. Plötzlich klingelt es an der Tür und die komplette Familie des Freundes wird ermordet. Derek kommt mit dem Schrecken davon. Als er dann selbst in Verdacht gerät beginnt sein Vater Nachforschungen zu stellen und bringt damit seine Familie in größte Gefahr...

Das Buch ist, wie auch schon der Debütroman des Autors, wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Während der Prolog noch aus der Sicht von Derek geschildert wird, wird das restliche Buch in der Ich-Form aus sich seines Vaters erzählt. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben, die Sprache ich lebhaft und man kann alles nachvollziehen. Die Personen werden treffend beschrieben, jede hat ihren eigenen Charaktere der immer bestens zur Person passt. Die Spannung im Roman lebt davon, das man eigentlich bis zum Ende gar nicht weiß, warum die Tat eigentlich begangen wurde. Es werden immer neue Überraschungen an den Tag befördert, die alle ein ideales Motiv für die Tat darstellen. Die Auflösung ist dann glaubhaft dargestellt, die Motive des Täters sind nachvollziehbar. Vor allem deswegen hat mir der Täter am Ende sogar etwas Leid getan.

Alles in allem wieder ein super spannenden Thriller, den man gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

27.09.2008 18:52:32
Danai

Der 17jährige Derek lässt sich im Haus seines Freundes und Nachbarn Adam Langley einschließen, als dieser mit seinen Eltern eine Urlaubsreise antreten will. Derek möchte das Haus der Nachbarn während deren Abwesenheit nutzen, um sich ungestört mit seiner Freundin treffen zu können. Doch es läuft nicht wie geplant. Die Familie Langley kehrt bereits kurz nach der Abreise nach Hause zurück und Derek muss sich verstecken. Während er noch darüber nachsinnt, wie er unbemerkt das Haus verlassen kann, klingelt es an der Haustür und die Familie Langley wird von einem Unbekannten ausgelöscht. Derek ist der einzige Zeuge des Verbrechens und gerät bald in das Visier der Polizei. Um ihm zu helfen, macht sich sein Vater daran das Rätsel zu lösen und stößt auf einige dunkle Punkte in der Vergangenheit der unmittelbar Beteiligten.
Dieses Buch ist nach „Ohne ein Wort“ das zweite Buch von Linwood Barclay. Und wie bereits zuvor hat er einen Thriller mit packender Story vorgelegt.
Während wir im Prolog des Buches Derek bei seinem Abenteuer begleiten, wechselt der Autor die Perspektive im 1. Kapitel auf den Vater. Von nun an erzählt er die Dinge aus seiner Sicht. Dieser Perspektivwechsel erhöht die Spannung, denn der Leser weiß ja im Gegensatz zum Ich-Erzähler wie sich die schrecklichen Dinge im Hause Langley ereignet haben.
„Dem Tode nah“ ist kein rasanter, actiongeladener Thriller. Die Handlung entwickelt sich eher gemächlich und weist durch langatmige Dialoge und detailverliebte Beschreibungen manche Länge auf. Ein deutliche Schwachstelle des Romans sind meiner Meinung nach auch die eher hölzernen und gestelzten Dialoge der Protagonisten. Sie reden und agieren an vielen Stellen gekünstelt und bleiben – außer Dereks Vater - bis zum Schluss ohne Tiefgang.
Trotzdem ist die Geschichte durchaus spannend erzählt. Sie weist einige unerwartete Wendungen auf und beschert dem Leser kurzweilige Lesestunden. Der Autor versteht es die Spannung nie auf den Tiefpunkt sinken zu lassen und bietet solide Thriller-Unterhaltung. Alles in allem ein wirklich lesenswerter Roman.

27.09.2008 11:26:22
Stephi

Derek Cutter ist hautnah dabei, als die Nachbarfamilie Langley, unter ihnen sein bester Freund Adam, kaltblütig erschossen wird. Er wollte die Abwesenheit der Familie nutzen, um das Haus eine Woche lange für sich und seine Freundin zu haben. Als die Langleys unerwartet zurück kommen, versteckt sich Derek im Keller und wird somit einziger Zeuge der grausigen Bluttat.
Die Ermittlungen laufen zunächst ins Leere, bis schließlich Derek verdächtigt wird. Er berichtet nun zwar endlich von den Geschehnissen, aber zunächst glaubt ihm niemand. Sein Vater Jim bemüht sich redlich, seinen Sohn zu entlasten und stößt dabei auf immer neue Hinweise – doch ob diese letztlich zum Mörder führen, bleibt bis zum Schluss fraglich.

Barclay baut zwei Handlungsstränge auf, an deren Ende der mögliche Täter stehen könnte. Dennoch bleibt das Ende wahnsinnig spannend und überraschend. Ab ungefähr der Mitte kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

Der Schreibstil ist absolut flüssig und leicht zu lesen. Der Ich-Erzähler in Form von Jim Cutter erkennt den Ernst der Lage, aber seine Gedanken sind trotzdem nicht schwarzmalerisch. Im Gegenteil – oft musste ich beim Lesen wirklich lachen. Er hat einen trockenen Humor, was das Lesen wirklich zu einem Vergnügen werden lässt. Andererseits zeigt er aber auch oft seine Gefühle, so dass man als Leser im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm weinen kann.
Ich wage zu behaupten, dass noch kein Thriller mich gleichermaßen zum Lachen wie zum Weinen gebracht hat. Das schaffen überhaupt nur sehr wenige Bücher.

Die einzelnen Figuren bleiben zwar – abgesehen von Jim Cutter – ziemlich an der Oberfläche, zum Teil ist dies aber auch einfach für den Verlauf der Handlung notwendig, so dass ich darin keinen Kritikpunkt sehe. Der Erzähler offenbart sich natürlich wesentlich stärker und Barclay versteht es sehr gut, dem Leser seine Gefühle und Gedanken zu vermitteln.

Einziger Wermutstropfen bleibt für mich, dass Jim, der eigentlich kein Polizist ist, in meinen Augen mehr Ermittlungsarbeit geleistet hat als die Polizei selbst. Dies mag der Erzählperspektive geschuldet sein, erschien aber teilweise leicht unrealistisch. Dennoch hat es das Lesevergnügen für mich im Endeffekt nicht geschmälert.

Das überraschende und in meinen Augen auch nicht – wie sonst so oft – überzogene Ende ist wirklich sehr gelungen. Die Spannung bleibt erhalten, wird durch einzelne Dialoge aber aufgelockert und bietet somit einen rundum zufrieden stellenden Abschluss des Buches.

„Dem Tode nah“ war zwar mein erster, wird aber definitiv nicht mein letzter Barclay bleiben. „Ohne ein Wort“ liegt schon bereit.

25.09.2008 15:20:14
Moehrchen

Spannender Psychothriller

Nach "Ohne ein Wort" ist nun endlich der zweite Roman "Dem Tode nah" von Linwood Barclay erschienen.

Derek Cutter, ein siebzehnjähriger Teenager, läßt sich im Haus der Familie seines Freundes Adam Langley einschließen, als dieser mit seinen Eltern in den Urlaub fährt. Derek möchte in dem Haus ein paar unbeobachtete, vergnügliche Stunden mit seiner Freundin Penny verbringen, doch die Langleys kommen nach wenigen Stunden wieder zurück und Derek muss sich im Haus verstecken. Kurz nachdem die Familie zurück ist, bekommen sie Besuch von einem Fremden, der die ganze Familie erschießt. Derek ist der einzige Zeuge, doch er schweigt über das, was er gesehen hat.

Zunächst fand ich es etwas befremdlich, dass der Ich-Erzähler des Romans der Vater von Derek ist, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase merkt man sehr schnell, dass der Roman aus genau der richtigen Sicht erzählt wird. Positiv zu erwähnen ist auch, dass der Autor nicht dem heutigenen Trend folgt, jedes grausige Detail bis ins letzte zu beschreiben. Gestört hat mich die Tatsache, dass mir im letzten Drittel des Buches klar war, wer der Täter ist und auch das Motiv ließ sich erahnen. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass geübte Thrillerleser den Dreh auch recht schnell raus haben. Der Autor entschädigt einen jedoch für diese Manko, indem er eine durchaus logische Aufklärung des Falles liefert.

Bis auf das letzte Drittel - in dem der Lesezwang ein bisschen gebremst war - hat dieses Buch eine Sogwirkung bei mir ausgelöst. Ich musste einfach weiterlesen und erfahren, wie es ausgeht. Wenn sie dieses Buch lesen, sagen sie am besten alle Termine ab, sie könnten sonst einen verpassen.

21.09.2008 18:46:09
linmei

Habe mir das Buch schon vor Monaten vorbestellt, als es jetzt endlich kam, hielt mich nichts mehr, musste es sofort lesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Bereits im Prolog fühlte ich, ich schaffe dieses Buch in 2 Tagen. Muss meiner Vorschreiberin Recht geben, es flaute dann etwas ab, aber es hielt mich trotzdem weiter gefangen, ich wusste, die Spannung kommt noch und so war es dann auch. Die Figuren waren für mich so greifbar, wie schon in "Ohne ein Wort" hatte ich das Gefühl "mitten drin zu sein" und an der Aufklärung beitragen zu müssen.
Für alle, denen sein erstes Buch gefiel, ist m. E. nach auch "Dem Tode nah" ein MUSS.

21.09.2008 12:51:03
anushka

Linwood Barclay macht süchtig!

Bereits das erste Buch ("Ohne ein Wort") von Linwood Barclay fand ich sehr spannend. Daher habe ich schon auf das neue Buch hingefiebert und wurde nicht enttäuscht. Nach dem Prolog, der die Ausgangssituation erläutert, flaut die Spannung erst einmal ab, um die Charaktere und deren Verhältnis zueinander vorstellen zu können. Doch relativ schnell nimmt das Buch wieder Fahrt auf und man muss sich bewusst daran erinnern, das Atmen nicht zu vergessen, weil man am Ende zahlreicher Kapitel die Luft vor Spannung anhält. Thematisch ist dieses Buch anders als das erste, die Handlungsmuster gleichen sich jedoch. Auch literarisch ist das Buch nicht gerade anspruchsvoll und einige Phrasen tauchen gehäuft auf. Dadurch ist der Lesefluss jedoch gewährleistet und das Buch sorgt für etliche kurzweilige Lesestunden. Linwood Barclay konnte mit diesem Buch nahtlos und erfolgreich an sein Debüt anknüpfen. Auch "Dem Tode nah" ist sehr spannend und der Täter nicht sofort enttarnt, sondern durch die sukzessive Aufdeckung der einzelnen Geheimnisse und möglichen Motive rücken immer wieder verschiedene Personen als potentielle Täter in den Mittelpunkt. Das Ende ist so kaum vorhersehbar. Fazit: gelungen, sehr spannend und für alle Thriller-Fans absolut empfehlenswert.

19.09.2008 09:49:00
dubh

Zum Autor:

Linwood Barclay hat einen Abschluß in Literatur an der Trent University in Petersborough, Ontario, Kanada gemacht und anschließend lange Zeit als Journalist gearbeitet. In Nordamerika veröffentlicht er nun seit einigen Jahren Sachbücher und Krimis – auf deutsch war seine erste Veröffentlichung 'Ohne ein Wort', die zweite jetzt 'Dem Tode nahe'. Barclay lebt mit seiner Familie in Toronto, Kanada.


Zum Buchinhalt:

Der 17jährige Derek ist auf der Suche nach einem ungestörten Liebesnest für sich und seine Freundin, dabei ergibt sich eine für ihn passende Gelegenheit: sein Freund und Nachbar Adam verreist für eine Woche mit seinen Eltern. Derek kommt somit auf einen ziemlich dreisten Plan – er verabschiedet sich von den Nachbarn und tut anschließend nur so, als würde er das Haus verlassen. In Wirklichkeit lässt er sich aber einschließen und sobald die Familie weg ist, schaltet er die Alarmanlage aus und geht durch die Hintertür, die er unverschlossen lässt, erstmal nachhause.
Doch es kommt anders: während Derek im Keller in einem Versteck ausharrt, reisen die Nachbarn zwar ab, kommen aber – als Derek gerade neugierig das Haus durchstreift – wieder zurück und so findet sich Derek abermals im Keller wieder... Und während er fieberhaft überlegt, wie er entweder ungesehen aus dem Haus kommt oder aber seine Anwesenheit erklären kann, klingelt es und der öffnende Vater Adams wird sofort niedergeschossen. Derek bekommt völlig angsterfüllt die Ermordung aller Familienmitglieder mit, kann selbst aber nach dem Verschwinden des Mörders entkommen. Total verstört flüchtet sich der Junge nachhause – ohne ein Wort zu irgendjemanden über das, was er miterlebt hat, zu sagen...


Meine Meinung:


Der Beginn ist packend – sofort ist man mit Derek in der Situation, auch wenn ich mich anfangs über die etwas pubertäre Art und Weise des Jungen geärgert habe (sie aber nicht sonderlich unrealistisch finde). Und so erlebt man quasi mit, welche Angst Derek im Keller der Nachbarn hat, als er die Geschehnisse über ihm wahrnimmt... Noch schlimmer: der Killer kommt sogar in den Keller, findet den Jungen aber glücklicherweise nicht. Und so kommt dieser anschließend angsterfüllt nach oben, sieht die Leichen seines Freundes und dessen Eltern, und kehrt völlig verstört in sein Zuhause zurück.
Aus lauter Angst schweigt er über das Gesehene und verhindert so erstmal, dass die Polizei von ihm als einzigen Zeugen erfährt.
Dann wechselt die Perspektive: Derek übergibt an seinen Vater, der fortan die Geschehnisse aus seiner Sicht schildert. Diesen Wechsel empfand ich als ziemlich geglückt, da Derek noch ziemlich grün hinter den Ohren ist, der Vater hingegen einigermaßen vernünftig auf das nun über die Familie Hereinbrechende reagiert und es eben auch so schildert.
Nun kommt keine Ruhe mehr beim Lesen auf, die Spannung ist gut portioniert und steigert sich stetig. Man ahnt gewisse Dinge, kann sie aber noch nicht schlüssig zusammenführen oder aber lässt sich von ihnen täuschen... Alles in allem ist 'Dem Tode nahe' ein sehr gelungener Thriller, der sein gesamtes Personal als ziemlich plausibel dastehen lässt – nicht gerade üblich für einen Spannungsroman. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Figuren nie ganz schwarz oder weiß gezeichnet werden: auch die (vermeintlich) guten Figuren sind nie hundertprozentig 'sauber' – umgekehrt überrascht die 'Gegenseite' aber auch...
Leichte Abzüge gibt es bei mir lediglich für eine einen Tick zu frühe Vorahnung des Plots; ein weiterer Haken hätte noch mehr Spaß gemacht, aber das ist wirklich ein minimaler Kritikpunkt. Ein deutlich größerer Kritikpunkt ist die teilweise sehr häufige Erwähnung irgendwelcher Marken: früh beginnt es mit bekannten europäischen Automarken, geht über amerikanische Riesensupermärkte hin zu FastFood-Anbietern und niederländischem Bier und endet wieder bei Ingolstädter Limousinen... Das ist in meinen (europäischen) Augen etwas zu viel des guten: schließlich reicht es mir zu wissen, dass Dereks Vater ein Bier trinkt; die Marke ist völlig uninteressant.

Fazit: Nachdem ich das Buch in Händen hielt, wollte ich eigentlich erstmal nur reinschnuppern, stattdessen habe ich es in einem Rutsch durchgelesen. Dafür bin ich nach wenigen Stunden Schlaf zwar hundemüde, aber für ein spannendes Leseerlebnis nehme ich das gerne mal in Kauf.

18.09.2008 17:32:06
Christa Peters

Der 17jährige Derek lässt sich in das Haus seiner Nachbarn, den Langleys, einschließen, als diese in den Urlaub fahren, um ein paar ungestörte Stunden mit seiner Freundin verbringen zu können. Doch während er durchs Haus streift und seinen Fantasien nachgeht, kehrt die Familie zurück und Derek versteckt sich wieder im Keller! Und nun wird dieser Tag für ihn zum Alptraum - in seinem Dabeisein wird die Nachbarsfamilie erschossen! Er hat die Täter gehört, allerdings nicht gesehen. Völlig fertig flieht er nach Hause. Nun wird dieser Thriller aus der Sicht von Dereks Vater Jim weiter erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Dieser lebt mit seiner Frau Ellen und seinem Sohn im Nachbarhaus, das etwas entfernt von dem der Fam. Langley steht. Sie haben von dem ganzen Drama nichts mitbekommen, wundern sich nur, dass ihr Sohn Derek auf einmal so verschlossen und still ist. Derek hat schon viele verrückte Dinge angestellt und auch in der Familie und deren Umfeld ist schon viel passiert.
Derek gibt sein Geheimnis lange nicht preis - doch irgendwann lässt sich das Erlebte nicht mehr verbergen und er kommt schnell in den Verdacht, die Nachbarn ermordet zu haben. Die Polizei ist der festen Überzeugung, dass er der Täter ist - doch sein Vater will seine Unschuld beweisen. Und nun geht für den Leser das Verwirspiel los: Viele Personen und Handlungsstränge werden aufgezeigt und immer neue Tatverdächtige tauchen auf:
Da ist der Bürgermeister, der ehemalige Arbeitgeber von Jim, den Jim geschlagen und ihm die Nase gebrochen hat, als dieser die Finger nicht von einem minderjährigen Mädchen lassen konnte (dieses wird noch eine große Rolle spielen in diesem Thriller) und sich nun gerade besoffen in einer Wohneinrichtung für alleinerziehende Mütter daneben benommen hat. Da gibt es ein geklautes Manuskript, mit dem der Universitätspräsident Conrad Chase berühmt wurde und mit dem Ellen mal ein Verhältnis hatte. Da spielt Illeana, die Frau von Chase, ein intrigante Rolle und noch viele viele Personen mehr! Und erst ganz zum Schluss, nachdem man immer wieder die von einem selber als Täter idendifizierten Personen "freisprechen" musste, erfährt der Leser, wer denn nun wirklich der Täter war und warum! Linwood Barclay legt so irre viele Fährten, dass der Leser immer wieder umdenken muss und die Spannung noch weiter gesteigert wird. Da werden die Konflikte einer Kleinstadt genauso zum Thema, wie Ms. Langley, die ein Verhältnis mit einem Nachbarn gehabt haben soll. Die Probleme pubertierender Jugendlicher und Neid; Diskriminierung Vorbestrafter und die Fehler von Politkern spielen ebenfalls eine Rolle. Das Buch ist spannend von der ersten Seite an und die Spannung flacht auch nie ab - ganz im Gegenteil!

Das Buch ist flüssig geschrieben, lässt sich leicht verschlingen und hat für spannungsreiche, unterhaltsame Stunden gesorgt.