Nightmare

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Aufbau, 2008, Seiten: 408, Übersetzt: Christina Roth-Drabusenigg
  • New York: St. Martin’s Press, 2007, Titel: 'Power Play', Originalsprache

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Thomas Kürten
Operationale Risiken

Buch-Rezension von Thomas Kürten Aug 2008

Muss der Vorstand einer Firma gleichgeschaltet sein? Müssen sich alle gegenseitig verstehen? In vielen Firmen sieht man ein operationales Risiko, wenn der gesamte Vorstand gemeinsam in einem Flugzeug unterwegs ist. Und ein gemeinsames Management-Training in der Wildnis, während die Geschicke der Firma einfach so weiterlaufen? Oder dass einfach ein Stellvertreter geschickt wird, wenn ein Vorstand nicht kann? Unwahrscheinlich, wirklich sehr unwahrscheinlich, diese Ausgangslage im Roman Nightmare von Joseph Finder. Und doch, wenn das alles wider aller Wahrscheinlichkeit mit einem Ja beantwortet werden kann, dann erhält man zumindest die Ausgangslage für einen packenden Thriller.

Nightmare ist übrigens die deutsche Übersetzung von Power Play. Originell, was sich der Aufbau Verlag da hat einfallen lassen. Geschildert werden auf den rund 410 Seiten die Geschehnisse einer Nacht. Eine Nacht, in der Jake Landry sich an alte Tugenden bzw. Untugenden erinnern muss, um sich selbst und den ehrenwerten Damen und Herren des Vorstands der Hammond Aerospace den Popo zu retten. Denn ein Trupp Jäger hat die Lodge in der kanadischen Wildnis überfallen, in die sich der Vorstand jährlich zu einem Outdoor-Training zurückzieht, und fordert Lösegeld.

Jake selbst ist nur auf Wunsch der neuen Vorstandsvorsitzenden mitgekommen, da sein Chef kurzfristig über einen milliardenschweren Deal in Indien verhandelt. So stellt er schnell verwundert fest, wie groß Neid und Missgunst gegenüber der neuen Chefin im Kollegenkreis ist. Als alle in den Händen der Geiselgangster sind, stellt sich schnell heraus, dass nur einer für die Rettung der gesamten Gruppe in Frage kommt: Jake Landry. Einer für alle, aber auch alle für einen? Denn Jakes Plan findet keine große Unterstützung. Nur auf die Vorstandsassistentin Ali Hillmann, seine ehemalige Geliebte, kann er sich verlassen.

Joseph Finder präsentiert mit Nightmare einen Thriller, der sich gewaschen hat. Die Abgeschiedenheit der Lodge, Dunkelheit und Einsamkeit, bilden den Rahmen für eine Handlung, die auf durchweg gutem Niveau unterhalten kann. Durch zahlreiche Rückblicke, immer wieder ausgelöst durch Schlagworte, schafft es der Autor zudem, seinem Protagonisten ein scharfes Profil zu geben. Und während man bei den Kapitel, die in der Lodge spielen, beinahe die erloschene Glut im Kamin riechen kann, kann man bei den Kapiteln rund um das Haus dem Gesang der Nachteulen lauschen. Dabei ist es kaum merklich, mit welchen kleinen Attributen Finder immer wieder Atmosphäre erzeugen kann.

Der Autor stellt in seinem Nachwort fest, dass es ein solches Verbrechen gegen den gesamten Vorstand eines Unternehmens noch nicht gegeben hat. Richtig. Aber ob das so passieren kann... Spätestens nach Lektüre dieses Romans sollte sich das Management operationaler Risiken dieser Gefahr erneut bewusst geworden sein. Doch nehmen wir die Fiktion so wie Finder sie hier präsentiert, dann haben wir mit Nightmare einen Thriller mit durchweg hoher Spannungskurve, der von den Wechselbeziehungen und Koalitionen innerhalb des Vorstands, aber auch von einer starken Hauptfigur profitiert. Nervenkitzel garantiert.

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