Grabesgrün

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • New York: Viking, 2007, Titel: 'In the Voods', Originalsprache
  • Berlin: Argon, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Nathan, David
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2009, Seiten: 704

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Jochen König
Ausgelassenheit und Finsternis

Buch-Rezension von Jochen König Jul 2008

1984 wird der zwölf Jahre alte Adam Robert Ryan traumatisiert im Wald von Knocknaree aufgefunden. Seine Freunde Peter und Jamie bleiben spurlos verschwunden. Adam kann sich an nichts erinnern, was die Geschehnisse zuvor angeht; ein wenig Blut an seinem Fuß bleibt die letzte Spur, die das Mädchen und der Junge hinterlassen haben. Fast fünfundzwanzig Jahre später: Auf einem Altarstein inmitten einer Ausgrabungsstätte wird die Leiche der zwölfjährigen Katy Devlin gefunden, erschlagen und augenscheinlich vergewaltigt. Ermittler sind die Polizisten Cassie Maddox und ihr Partner Rob Ryan, der seinen Rufnamen Adam vor Jahrzehnten abgelegt hat. Obwohl er sich aufgrund seiner Vergangenheit eigentlich fernhalten müsste, lässt er sich tief in den Fall hineinziehen. Die Ermittlungen gehen zunächst nur zäh voran. Verdächtige werden gesucht und abgehakt, doch alle Spuren, ob in den familiären Bereich oder in die Stadtpolitik reichend, laufen ins Leere.

Erst als Ryan, der, je weiter die Ermittlungen ergebnislos voranschreiten immer näher auf einen Abgrund zutaumelt, sich seiner Vergangenheit stellt, kommt er dem Täter auf die Spur. Beinahe zufällig entdeckt er ein Schlüsselindiz und stößt dank Cassie Maddox noch auf etwas anderes: einen Psychopathen, der sich seine Umwelt untertan machen möchte und möglicherweise damit durchkommt.

Grabesgrün ist das Debüt der Autorin Tana French, und es ist ein bemerkenswertes geworden. Auf fast 700 Seiten breitet French ihre Geschichte aus, vermeidet es aber geschickt in die Fallen salbadernder Redundanz zu tappen. Das Spektakuläre und Spekulative ist ihr Metier nicht, sie nimmt ihre Figuren ernst, und führt sie durch eine zunächst frustrierend und ergebnislos verlaufende Ermittlung, an die Grenzen ihrer psychischen Belastung.

Den Erzähler und Ermittler in eigener Sache, Rob Ryan, sogar darüber hinaus. Denn je mehr er sich den verschütteten Bildern seiner Vergangenheit stellt, desto mehr verdunkelt sie sich, auch wenn Erinnerungsfetzen trügerische Spuren in die Gegenwart legen. French benutzt hier sehr geschickt das Gruppenverhalten der drei Ermittler Rob, Cassie und Sam, um durch Äußerlichkeiten die inneren Irrungen und Verwirrungen hervorzuheben. Gestattet sie ihren Figuren zunächst, trotz des bedrückenden Mordfalles, der letztlich alle in seinen Bann zieht und verändert, noch kleine neckische Spiele und eine geradezu kindliche Freude an gemeinsamen Aktivitäten, steigt die Anspannung, garniert mit einem Hauch von Wahnsinn, bis zum Schluss, der eine komplette Veränderung der Beziehungen mit sich bringt.

In den spielerischen Passagen erinnert Grabesgrün an die Filme Takeshi Kitanos, der seinen Yakuza auch gestattet, ausgelassen am Strand herumzutändeln, ehe sie wieder ihrem blutigen Tagewerk nachgehen. Diese Diskrepanz zwischen Ausgelassenheit und der Finsternis, die sich schleichend und nahezu unausweichlich breit macht, lässt die innere Spannung sachte, aber merklich steigen. Gerade dadurch, dass die Protagonisten sich so nahe stehen, kann die Aufklärung des Falles erst zum persönlichen Desaster werden.

Glücklicherweise erliegt French nicht der naheliegenden Versuchung einen psychopathischen Serienkiller zu etablieren. Ihr genügt ein Mord und ein lang zurück liegender Vermisstenfall, um in die Abgründe menschlicher Verhaltensweisen blicken zu lassen. Neben dem Abdriften des traumatisierten Erzählers, der sich umso mehr von seiner Partnerin entfremdet, je näher er ihr kommt, führt sie einen Psychopathen vor, der in seiner unspektakulären Alltäglichkeit, der funktionalen und wohldurchdachten Negation jeglicher Mitmenschlichkeit, zum Erschreckendsten gehört, was die Kriminalliteratur dieser Tage aufzuweisen hat.

Grabesgrün ist ein Roman über die Manipulierbarkeit von Menschen und Gefühlen. Eindringlich führt Tana French vor, wie trügerisch Empfindungen sein können, besonders, wenn der menschliche Geist allzu gerne anfällig ist für die Lügen, die ihm aufgetischt werden - oder die er sich selbst erzählt. Doch was das Leben einfacher machen soll, wird zu einem Bumerang, der ganze Existenzen aushebeln kann.

Grabesgrün ist dazu ein kluges Buch, gönnt es seinen Figuren Raum zur Entfaltung ohne zur Schmonzette zu verkommen, täuscht mit lockerem Ton eine Möglichkeit der Erlösung vor, die dank der profanen Wirklichkeit nicht eintreten wird.

Grabesgrün ist obendrein ein mutiges Buch. Es erlaubt sich den Luxus nicht alle Fäden zu entwirren, lässt Fragen offen und schickt Ermittler und Täter in eine ungewisse Zukunft. Selbst das angedeutete Happy End hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.

Glücklicherweise besitzt Tana French die sprachlichen und stilistischen Mittel ihr umfangreiches Werk sicher zu einem nachdenkenswerten Ende zu bringen.

Grabesgrün

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Letzte Kommentare:
24.07.2019 12:01:05
HAR

Ich habe zum zweiten Mal den Versuch gemacht, mich durch dieses Buch zu kämpfen. Beim ersten Versuch (vor ca. 2 Jahren) habe ich nach etwa 250 Seiten aufgegeben. Einem tröpfelnden Wasserhahn zuzuschauen ist spannender, als dieses Buch zu lesen. Ein Kritiker hat geschrieben „endlich kann man wieder einmal von Kriminalliteratur sprechen“. Wenn Literatur so langweilig sein muss, bin ich gerne ein Banause.
Ein Kapitel endet mit dem Satz „Mal sehen was morgen passiert.“ Ich kann das beantworten. Nichts.
Dieses Buch hat keinerlei Spannung, keine Höhen oder auch Tiefen. Ja, die Autorin kann sich gut ausdrücken, hat eine blumige, malerische Art der Beschreibung. Aber wenn die Geschichte nichts hergibt, nützt das alles nichts.
Sicher wird das mein einziges Buch von Tana French bleiben, dazu noch unvollständig gelesen.

08.02.2019 14:29:00
michi_52

Sicher, ein sprachlich und auch psychologisch toller Roman. Aber trotzdem auch entsetzlich langweilig. Ausufernde Gefühls- und Handlungsbeschreibungen. Das ganze zudem noch von den traumatischen Jugenderlebnissen des Ermittlers überfrachtet. Was daran besonders ärgerlich ist: man wartet eigentlich bis zum Schluß darauf, daß beide Handlungsstränge irgendwann zusammenlaufen. Aber nichts. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Warum das also alles? Man liest sich hier quasi "einen Wolf". Ausser am Anfang und gegen Ende tut sich nicht viel. 70 % des Buches tritt man auf der Stelle. Irgendwann hatte ich das Gefühlsleben des Protagonisten und die langatmigen Ermittlungen so satt, daß ich dutzende Seiten nur noch quergelesen habe. Schade um den anso9nsten guten Plot.

04.01.2019 22:07:17
Werner1960

Ein insgesamt durchschnittlicher Krimi, bei dem für mich die Spannung eher durch die Kinder-im-Wald-Geschichte aufrecht gehalten wurde, als der Katy-Mordfall. Um so enttäuschender war deshalb das unbeendete Ende.

07.03.2018 17:57:59
Böser 🐕

Selten so irres gestammeldeutsch gelesen. Schlimmer als pupertierende Aufsätzeschreiber. Sind das die zukünftigen Schriftsteller, gezüchtet aus der SMS-Generation? Nee danke, ab zu den Mangas!
Guet ist die erste Mannschaft und Trainer von Borussia Dortmund wird es auch nicht die Ursache der Krise der Mann hat oder nicht und das mit den Worten es nicht mehr zu schreiben ist das ein

21.09.2016 21:44:14
stefed

Hallo? Haben wir wirklich das gleiche Buch gelesen? Dieses Buch ist nicht wirklich schlecht, es ist - bis auf das Finale - einfach nur langweilig; von wegen spannend oder gar packend. Die Ausgangslage der Geschichte ist vielversprechend, das Ergebnis dagegen sehr enttäuschend. Mit den sprachlichen Fähigkeiten von Frau French kann ich leider rein gar nichts anfangen. Der männliche Protagonist verhält sich mehrfach wie ein Idiot, was er selbst auch einsieht und den Leser dafür um Verständnis bittet. Bitte? Leider vertane Zeit.

26.01.2015 16:53:11
Sagota

Ich habe nach "Geheimer Ort" nun das Début "Grabesgrün" -( oder in engl. Originaltitel "In the woods" , was mir hier treffender erscheint) von Tana French gelesen und bin damit zum Fan der Autorin "mutiert" ;-) Mir hat dieser erste Kriminalroman eindeutig besser gefallen als der 5. Das Cover der Erstauflage gefiel mir bereits, das "neue Gewand" der Neuauflage ist aber auch sehr überzeugend und gut gewählt. Besonders die Buchqualität bei Fischer TB muss ich lobend erwähnen (kaum Rillen nach dem Lesen).
Inhalt/Buchrücken:
"Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die zwei jungen Dubliner Ermittler Rob und Cassie verfolgen, führt sie nur tiefer ins Dickicht (des angrenzenden Waldes). Und keiner darf mehr erfahren, was Rob Ryan selbst vor vielen Jahren (1984) Furchtbares erlebt hat - im Wald bei jener archäologischen Fundstätte".
Meine Meinung:
Eine wirklich außergewöhnliche, sehr spezifische Art, Kriminalromane zu schreiben, sind der Autorin zu eigen; das Buch ist flüssig zu lesen, der Spannungsbogen führt durch die ganzen fast 700 Seiten (!!!) - dies alles schon einzigartig - und ist dennoch irgendwie "filigran", sehr detailreich und hat Tiefe: Zuweilen salopp im Jargon der Dialoge, wenn Rob und Cassie über "ihren Fall" diskutieren - und sich langsam großes Vertrauen zwischen den Ermittlern aufbaut; auch in "privaterer Runde" der Ermittlungsarbeit, die sich als äußerst schwierig entpuppt.- Jeder steht unter Erfolgsdruck , aber die Ermittler kooperieren während gemeinsamer " Kochabende" bei Rob, Cassie und später noch Sam und kommen ihrem Ziel, den Fall zu lösen und sich selbst immer näher. Cassie ist mit einem Profiler zu vergleichen und hat nicht nur ein Psychologiestudium, sondern auch weibliche Intuition als "Waffen" einzusetzen, sie ist eine äußerst sympathische Figur, ebenso wie Rob : Einiges muss verborgen bleiben, da ihnen der Fall sonst entzogen wird: Hintergrund ist Rob und seine "Vorgeschichte" - präzise und taktisch sowie timingmäßig sehr klug führt French den Leser zurück in dessen Vergangenheit bis ins Jahr 1984. und man stellt sich die Frage, was damals passierte und ob eine Verbindung zum aktuellen Fall besteht. Wie in "Geheimer Ort" ist auch hier zuweilen eine Prise irische Mystik herauszulesen, die ich wohlplatziert fand und zu dem excellenten, außergewöhnlichen und zuweilen poetischen Stil von Tana French passt.
Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, da es sich um einen Krimi handelt, also: Selber lesen!
Fazit:
Tana French beherrscht das Genre und nimmt den Leser mit, der ihr folgen möchte, auf eine psychologisch spannende Kriminalreise in die Wälder Irlands; die Handlung ist atmosphärisch dicht und bildreich in außergewöhnlichen, schönen und interessanten Schreibstil nachvollziehbar aufgezeigt - und was den Bau der Schnellstraße betrifft (und die damit verbundenen Grundstücksspekulationen in Irland) auch real und sozialkritisch, was mir ebenfalls (wenn auch am Rande) sehr gut gefiel. Kein vorhersehbarer, aber ein außergewöhnlich guter Krimi, der Freude machte, ihn zu lesen und daher 4,5 Sterne und 92 ° auf der KC von mir erhält.

12.12.2013 22:49:16
Krimina

Habe die ersten Zeilen dieses Buches gelesen und fand die Sprache so dermaßen blumenreich, dass ich eigentlich dachte: das kannst du unmöglich lesen. Aber Tana French hat mich eines besseren belehrt. Diese blumenreiche Sprache hat mich direkt in die beschriebene Szene geführt! Nach dieser etwas merkwürdigen jedoch auch besonderen Einführung beginnt dann die eigentliche Geschichte des Protagonisten Rob Ryan, die einfach so toll und spannend erzählt ist, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte! Obwohl tatsächlich die Einstiegsgeschichte nicht aufgeklärt wurde, finde ich diesen Krimi einfach nur super hervorragend mit der höchsten Punktzahl!!!

14.09.2013 01:45:26
Coco

Ein gut geschriebener Krimi, an den ich aber größere Erwartungen hatte.
Die erste Hälfte ist sehr spannend, man fiebert mit und möchte wissen, was es mit diesen Rätseln auf sich hat, aber dann ging einfach zu lange nichts weiter und ich musste mich wirklich zwingen weiterzulesen.

Das Ende (obwohl ich nicht unbedingt ein Happy End erwartet hatte) war dann einfach nur enttäuschend. Von zwei Fällen wird der eine überhaupt nicht aufgelöst und im anderen ist schließlich die Person schuld, von der man es am wenigsten erwartet hat. Das ist zwar die überraschende Wendung, die einem versprochen wurde, aber einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, nur um der Überraschung willen. Die Erklärung, dass sie halt durchgeknallt ist, ist unbefriedigend. Die Beschreibung der Psychopaten ist unterhaltsam, klingt aber etwas übertrieben. Generell finde ich es langweilig, dass man denkt, der Effekt wäre am größten, wenn der Mörder weiblich, attraktiv und gebildet ist, alle sie lieben und, sie aber eigentlich alle manipuliert und in Wahrheit total krank ist. Das ist einfach unwahrscheinlich. Außerdem ist das Motiv nicht sehr einfallsreich und man fragt sich, ob das den Aufwand überhaupt wert war.
-> zu viel Effekthascherei

Die Sprache hat mir gut gefallen und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird, um diese (zu großen) Lücken zu füllen. Es ist durchaus ein guter Krimi, aber meiner Meinung nach nicht herausragend.

04.08.2013 21:40:59
Barbara

Selten habe ich mir so schwer getan, ein Buch aus der Hand zu legen, wie bei Grabesgrün. Bei vielen Krimis stören mich die häufigen Nebenschauplätze, die eigentlich nicht wirklich etwas mit der Handlung zu tun haben. Man liest und liest und wartet nur darauf, dass sich an der Haupthandlung ENDLICH etwas tut. vergebens. Nicht so bei diesem Buch! ;Man hat von Anfang an das Gefühl, ein Teil der Handlung zu sein. Man fühlt sich, als wäre man dabei. Einige Überraschungsmomente. Wer zum Schluss an der ganzen Misere Schuld ist bemerkt man erst spät. Leider wird einiges nicht aufgeklärt- einziger Wehrmutstropfen. Ich LIEBE diese Buch!

30.06.2013 19:06:55
Schneeglöckchen

Sehe gerade, daß der Anfang meines Beitrags vom 29.06.13 zu Tana French "Grabesgrün" verkürzt dasteht und keinen Sinn ergibt.
Text lautet: Mit großen Erwartungen bin ich ans Lesen von Grabesgrün gegangen, nachdem ich zuvor Sterbenskalt gelesen hatte, das mir ausnehmend gut gefallen hat.
Grabegrün ist atmosphärisch dicht und .
siehe unten.Anfügen möchte ich noch, daß ich Sterbenskalt für das bessere Werk halte.

29.06.2013 11:03:26
Schneeglöckchen

Mit großen Erwartungen bin ich ans Lesen von >>Grabesgrün>Sterbenskalt>Grabesgrün>SterbenskaltGrabesgrün< ist athmosphärisch dicht und auch spannend geschrieben. Mir persönlich war jedoch einiges zu detailliert und zu lang. Besonders die Befragung der Verdächtigen durch die Ermittler. Ein wenig genervt war ich, was der Ermittler Rob ständig an der Stimme und in den Augen seiner Partnerin Cassie zu hören und zu sehen glaubt.
Die Geschichte an sich ist gut ausgedacht.
Gut beschrieben auch die Psychopathen, und wie machtlos andere Menschen diesen gegenüberstehen.
Daß zum Schluß nicht alle Rätsel gelöst werden, ist zwar schade, beeinträchtigt jedoch nicht meine Beurteilung.
Dieses Buch ist durchaus lesenswert!

07.06.2013 13:08:47
SonjaRaiser

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Ich finde, es ist ein fieser Trick, Leser mit Geheimnissen durch ein Buch zu ködern, die man dann aber nicht auflöst. Irgendwie unbefriedigend. Was ich sehr schade finde, ansonsten fand ich das Buch nämlich äußerst spannend und lesenswert. Und auch das Ermittlerteam fand ich gut gelungen, sehr facettenreich und menschlich. Insgesamt ist Tana French definitiv eine Bereicherung des Krimimarktes.

22.10.2012 14:54:50
Jenny

Mir gefallen Tana French Bücher generell. Allerdings störe ich mich doch ein wenig daran, dass sie in ihren Geschichten, hier Grabesgrün, immer Nebenschauplätze aufmacht, die am Ende einfach nicht gelöst werden. Das nervt etwas. Wenn man all diese Nebenschauplätze weglassen würde, wären die Bücher langweilig.Ich lese sie trotzdem, weil sie einfach wunderbar schreibt.Es gibt bessere Autorinnen. Aber auch schlechtere.

21.10.2012 19:41:57
BELSL

Auch ich fand das Buch teilweise zu redundant und langweilig, nach ungefähr 200 Seiten mußte ich gegen den Wunsch ankämpfen es aus der Hand zu legen.
Mir ist schon oft aufgefallen, dass englische Autoren und besonders Autorinnen Redundanz lieben, der englische Gesellschaftsroman ist ja auch bekannt.
Oft hatte ich den Eindruck, dass French mehr anstrebt als einen Krimi zu schreiben, dass sie literarischen Ehrgeiz hat, das ist ja im Prinzip lobenswsert, aber mir waren es einfach zuviele Wörter.
Die Darstellung des Psychopathen fand ich gut, für mich war das eine der besten Stellen des Buches, ebenso die Darstellung des Täters.
Der teilweise offene Schluß ärgerte mich auch, vor allen Dingen da es auch nicht den noch so kleinsten Hinweis gab.
Alles in allem: ich glaube kaum, dass ich noch einmal eine Tana French lesen werde.

04.08.2012 00:16:41
NoOne

Grabesgrün war mein erstes Buch der Autorin und ich finde, dass sie sprachlich eines der besten Bücher hingezaubert hat, dass ich seit Langem gelesen habe.
Auch vom Inhalt her war das Buch sehr mitreißend. So konnte man sich gut in Robert Ryan hineinversetzen. (Fast schon zu gut, wenn man an das etwas traurige Ende denkt)
Jedoch war ich wie manch anderer hier ziemlich enttäuscht vom Ende. Es ist nichts für Leute, die komplett geschlossene Geschichten bevorzugen...
Da es kein klassisches Happy-End des Protagonisten gibt, hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung mit Rob Ryan, vor allem damit er ein paar Dinge grade rücken kann.

02.07.2012 15:41:35
Zealot

Leicht enttäuschendes Ende, jedoch wunderbar geschrieben, habe das Buch regelrecht verschlungen. Diese unerwarteten Ereignisse (z.B. Bruch mit Cassie, ungelöstes Ende) sind erstmal verstörend, wie ich finde, jedoch schmälert dies kaum meine Gesamtbewertung des Buches. Eine 8/10 verdient das Buch m.E. mit Sicherheit!
Ich habe mit Totengleich angefangen, danach Sterbenskalt und jetzt erst Grabesgrün gelesen und bin weiterhin überzeugter French-Leser! Totengleich und Grabesgrün sind mMn. gleich auf, sehr gute Krimis, absolut zu empfehlen. Von Sterbenskalt war ich etwas enttäuscht, vor allem über das plumpe Ende und zeitweise sehr langweilig. Heute habe ich mir ihr neustes Buch, Schattenstill, gekauft und freue mich schon aufs Lesen heute abend :)
Ich hoffe allerdings noch auf ein Revival von Adam Robert Ryan in folgenden Büchern...

24.04.2012 19:06:23
Rubina

Vorab: Meine Bewertung bezieht sich auf das Hörbuch, gelesen von dem großartigen David Nathan.
Grabesgrün hat mich gepackt, ganz klar. Und das ohne lange und bildliche Schilderungen von blutigen Leichen oder grausamen Verbrechen. Ich geb's zu, ich mag so etwas sonst gerne und liebe dieses Schauern, was mir dann immer über den Rücken läuft. Doch Grabesgrün ist anders, es ist so ganz anders als die meisten Krimis. Die Schreibe von French ist einfach unbeschreiblich, das muss man gelesen/gehört haben. Ich hatte bereits nach 3 Sekunden bei jedem Neueinstieg das Gefühl, wieder mitten drin zu stecken.

Die Story von Grabesgrün ist dabei gar nicht mal so ausgefallen, aber die Art und Weise wie Grabesgrün erzählt wird, wie die Protagonisten charakterisiert werden, genial. Überraschend und trotzdem logisch.

Nur mit dem Ende habe ich so meine Probleme. Ein offenes Ende ist sicher nicht persé schlecht, aber es lässt für mich doch etwas zu viele Fragen offen. Es wäre mir lieber gewesen, wenn es wenigstens eine etwaige Aufklärung der Geschehnisse aus Adams Kindheit gegeben hätte. So richtig ist mir nämlich nicht klar geworden, warum das überhaupt so thematisiert wurde... Ist aber natürlich (wie alles) Geschmackssache.

Trotzdem, geniales Buch, welches mit David Nathan als einen würdigen Sprecher hat.

17.03.2012 18:29:24
Dickie_Greenleaf

Ich war auf das unaufgelöste Ende bereits vorbereitet, hatte ich doch vorher schon im Forum gelinst. Und trotzdem habe ich das Buch mit Lust und Genuss bis zum Schluss gelesen, einfach weil Tana French richtig gut schreiben kann. Sie hat es einfach drauf. Ich werde jedes ihrer Bücher verschlingen. Sie schreibt tiefgründig, wahr und poetisch.Tana French ist eine absolut lesenswerte, weil großartige, Autorin.

09.01.2012 04:55:42
Ben

Mir hat das Buch gut gefallen.
Zwar blieb auch mir der Frust über die offenen Fragen nicht erspart, aber enttäuscht hat es mich nicht. Man braucht doch auch solche Frusterlebnisse, denn sonst wird der Wunsch (nach einer Auflösung) zur einer Erwartung/einem Anspruch, und man bemerkt nur noch wenn diesem nicht entsprochen wird.

29.09.2011 19:31:47
Flo

Komisches Buch. Ich war noch nie so begeistert am Anfang und entäuscht am Ende von einem Buch. Stellenweise sehr langweilig. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin irgendwann ihr Gefühl für ihre Figuren verloren hat, was dafür spricht, das es vielleicht mehrere Autoren gab. Aber das ist natürlich nur reine Spekulation. Aber irgendwie begründet, weil es doch sehr starken Schwankungen unterworfen ist.

Ich glaube, ich werde "Sterbenskalt" eher nicht lesen.

20.06.2011 16:23:53
Nuncia

Ich fand das Buch stellenweise langweilig. Es wäre fast das erste Buch gewesen, bei dem ich mittendrin aufgehört hätte und nur noch den Schluß gelesen.
Auch ich fand es sehr frustrierend, dass am Schluß die Geschichte der Kinder im Wald nicht aufgelöst wurde.Trotzdem werde ich irgendwann auch noch ein anderes Buch der Autorin lesen.
"Sterbenskalt" soll ja besser gelungen sein.

12.06.2011 21:11:21
Jasmine

Habe mich soeben durch eure Kommentare geackert - seltsam, also mir hat das Buch sehr gut gefallen. Nicht nur die Geschichte an sich sondern auch die "ausufernde" Sprache, die ich nämlich nicht als ausufernd sondern fast schon poetisch empfunden habe. Klar, ich verstehe nicht viel von Poesie, ABER ich habe mich beim Lesen dieses Buches total wohl gefühlt. Spannendes Thema, Darsteller die man sich bald schon sehr gut vorstellen konnte und einige offene Punkte am Ende. Klar war auch ich enttäuscht, dass die Kinder-im-Wald-Geschichte ungelöst blieb. Ich habe noch immer Hoffung, dass sich dies in einem der nachfolgenden Büchern auflöst. Ich fand es ein sehr gelungenes Buch!

13.03.2011 14:16:27
petcrime

Ich hatte den Eindruck, dass T. F. an einigen Passagen sprachlich so lange gefeilt hat, bis daraus etwas geworden war, was sie wohl für ein Kunstwerk hielt (einige Rezensenten teilen diese Einschätzung - ich nicht - ich halte es für Blenderei). Diese Teile hat sie dann - am Anfang, mal hier, mal dort - in den Roman eingestreut, der ansonsten geradlinig in völlig konventioneller Kriminalromanautoren-Sprache geschrieben ist. Ist das eigentlich niemandem aufgefallen? Ryan, Cassie und Sam sind sehr gut charakterisiert, das muss man T. F. lassen. Aber sonst ist das Buch viel zu lang, der Plot handwerklich schlecht verarbeitet. Schade. Über das enttäuschende Ende sage ich nichts, das haben andere vor mir getan!

21.02.2011 23:43:18
Kater Karlo

Hallo,
ich habe das Buch gerade zuende gelesen und mir sogleich "Totengleich" gegriffen. Was aber weniger am Plot von "Grabesgrün"(die Geschichte ist gut durchdacht und behält sich eine Auflösung bis zum Ende vor, obwohl mich zwischenzeitlich der Verdacht das Rosalind definitiv was mit dem Mord zu tun hatte beschlich, sondern an den Hauptfiguren lag. Cassie Maddox in einer weiteren, spannenderen Geschichte zu erleben konnte ich einfach nicht abwarten. Denn bei Ihr blieben doch einige Fragen offen, die hoffentlich baldigst beantwortet sein werden. Das ein wesentlicher Teil der Story aus "Grabesgrün"( die Vermißten- Kinder-im- Wald- Sache) fehlte, entäuschte sicher ein wenig. Aber vllt hat sich Tara French ein Hintertürchen gelassen. Ich hoffe es sehr. Denn die dritte Geschichte um Cassies Mentor Frank Mackey löst sicher einige weitere Fragen. Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit bis sich auch Adam Ryans psychologische Knoten der Vergangenheit lösen. Es wäre ihm und uns, als Leser sehr zu wünschen :)
Fazit: Ein gelungenes Debüt. Anfangs zäh aber durchdacht und spannend. Die sprachlichen Exzesse der Autorin haben in der Krimiszene Seltenheitswert und mir sehr gefallen. Freu mich nun auf die beiden Folgeromane. Tara French ist auf meiner persönlichen Top Ten-Liste.
Tschüss

01.01.2011 09:38:07
kabra

Irgendwann habe ich mir mal vorgenommen, kein Buch ungelesen ins Regal zurück zu stellen. Sei es auch noch so schlecht.
Grabesgrün ist eins, was mich den Vorsatz fast hätte brechen lassen.

Rob erzählt aus seiner Sicht die Story: den Mord an einem kleinen Mädchen, der eine Menge Fragen aufwirft, Erinnerungen wachruft aber so wirklich keinen Verdächtigen ans Tageslicht befördert.
Die Charaktere werden gut gezeichnet, was für den Verlauf der Story sicher auch interessant ist. Die gute, sehr bildliche Sprache tut ihr Übriges dazu. Für meinen Geschmack ein bisschen too much.
Die ersten 200 Seiten ziehen sich wie ein Kaugummi. Zuerst habe ich wirklich gedacht, ich bin in einer Liebesgeschichte gelandet.
Immer wenn ich dachte, jetzt passiert endlich was, flacht die Story wieder ab. Allerdings streut French sehr geschickt auch immer wieder Sätze ein, die die Spannung wieder heben und mich doch haben weiterlesen lassen.

Wirklich Fahrt auf nimmt die Story erst nach 2/3. Eine unerwartete Wendung, die ich nach dem ganzen Geplätscher nicht mehr unbedingt erwartet hatte.
Und obwohl es diese "Lösung" des Falls gibt, wird die Spannung gehalten, als wäre das noch nicht alles gewesen (kann es auch nicht, dann sind immer noch ne Menge Seiten zu lesen).
Und es steuert auf ein Ende zu, das dramatisch und überraschend ist

Mir hat das Buch schlussendlich doch relativ gut gefallen, weil ich an allen berührenden persönlichen Geschichten der Personen teil hatte und über das sympathische Ermittlerduo (-trio) manchmal schmunzeln musste.

Trotzdem, aus dem vermeintlichen Schmöker könnte man schnell einen kurzweiligen Krimi machen, wenn man 1/3 weglassen würde, das nicht mal auffallen und fehlen würde. 75° von mir.

29.12.2010 09:52:52
Peter Faesi

Was für eine Verheissung - und was für eine Enttäuschung! Die ersten vier Seiten von "Grabesgrün" sind etwas vom Tollsten, was ich seit langem in einem Krimi gelesen habe. Der Fall und seine Auflösung sind interessant, wenn auch zu ausführlich dargestellt. Aber die Figur des Rob - welche Enttäuschung! Man kann eine Figur nicht mit dem Satz einführen: "Ich sehne mich nach Wahrheit. Und ich lüge." Von Lügen keine Spur - die Handlung wird brav und wahrheitsgetreu aus der Sicht von Rob erzählt. So wird dieser Figur eine Komplexität zugeschrieben, die der Roman niemals erfüllen kann. Schade.

03.07.2010 16:57:42
koffeinfrei

Ich habe zu Begin des Buches mehr erwartet. Der Anfang liest sich sehr gut und der Schreibstil ist durchaus positiv zu erwähnen. Deshalb kann man auch gut weiter zu lesen. Aber es fehlt die Auflösung, zumal jede Menge über die manipulative Fähigkeit der Schwester der Toten geschrieben wird, aber die Vermisstensache fällt unter den Tisch. Dachte schon, ich wäre nicht in der Lasge das Ende zu interpretieren, bin also froh, dass es anderen genauso erging. .Die Liebesgeschichte von Cassie und Ryan finde ich nett, das Ende völlig überzogen. Ich werde das 2. Buch trotzdem lesen, weil mich der Stil anspricht und hoffe auf ein logisches Ende.

29.06.2010 22:22:05
Sandra

Ich habe das Buch auf eine Empfehlung hin gelesen, und muss leider feststellen, dass ich der Quelle dieser Empfehlung zukünftig skeptischer gegenüberstehen werde. Der Stil gefiel mir durchaus, aber die Auflösung! Beziehungsweise der völlige Mangel an einer Auflösung, was den alten Fall angeht, und die nicht sehr flüssige Auflösung des neuen... Nein, hat mich nicht überzeugt. Die angehängte Leseprobe des neuen Buchs von Tana French habe ich nicht einmal versucht zu lesen, da mich dieses hier mehr geärgert als unterhalten hat.

22.06.2010 16:26:29
Lena

Klasse Buch, gerade fertig geworden! Sogar auf Englisch gelesen, habe dadurch aber gerade das vermisst was die Autorin sonst ausmacht. In ihrem zweiten Buch, welches ich vorab las, fesselte mich etwas Undefinierbares. Diese ständige Gänsehaut die French allein durch ihre Sprache erzeugt fehlte mit im ersten Teil. War nett zu lesen was vorher passierte, aber ich hatte mir mehr Spannung erhofft der Titel klang so horrorvoll, aber dennoch ein gutes Buch, wenn auch das Ende zu viele Fragen offen lässt...die auch im zweiten Buch nicht geklärt werden. :)

29.05.2010 18:27:21
Bernadette

Ich habe das Buch die letzen 3 Tage verschlungen, war allerdings vom Ende enttäuscht. Die Thematik, die mich so fesselte (Trauma Adam) wurde nicht aufgelöst und auf den Strang Rosalind und wie sie so wurde etc wurde nicht mehr richtig eingegangen. Trotzdem werde ich das zweite Buch von Tana French lesen, vielleicht löst sich da ja noch etwas mehr auf.

27.05.2010 19:13:56
Lion

Ich habe "Grabesgrün" grad zum 2. mal nach kurzer zeit gelesen . Beim ersten mal war ich durch die sprachlichen Ausuferungen am Anfang etwas irritiert. Beim weiter lesen konnte ich nur noch staunen wie riesig ihr Sprachschatz bzw die Formulierungen sind, die immer wieder genau das Gefühl der eigenen Empfindungen wiedergab. Das der Hauptprotagonist nur allzu menschlich handelt, das die unbekümmerte Freundschaft ein jähes Ende findet, da hatte ich als Leser selber das Gefühl bekommen, eine Freundin zu verlieren.
Selten ist ein Kriminalroman mir derart in Fleisch und Blut übergegangen. Da hat der Mordfall und seine Aufklärung fast eine nebensächliche Rolle gespielt.

25.05.2010 09:43:16
Petra Marz

Ein verheißungsvoller Anfang. Irgendwann fing dieser Rob zu nerven an. Ein pupertierender Egomane. Offene Fragen am Ende eines Romans sind völlig o.k., in diesem Fall ist das Ende einfach total nervig.Die Beziehungsgeschichte mit Cassie und Sam, die Sache mit dem Tagebuch, das ungelöste Waldrätsel usw.Die Mutter - Rosalind Beziehung wäre z.B. eine interessante Geschichte gewesen... -

08.03.2010 14:14:08
Ailis

Was für ein Debut! Ich bin wirklich beeindruckt von diesem tiefsinnigen und wahnsinnig gut durchdachten Kriminalroman. Eins ist sicher: Frenchs zweiten Roman, "Totengleich", steht auf meiner Leseliste und ich hoffe, ich werde ihn ebenso begeistert verschlingen wie "Grabesgrün"!

Aber erst mal zum Inhalt: Auf einer Ausgrabungsfläche im irischen Örtchen Knocknaree bei Dublin wird auf einem alten Opferaltar die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Detective Cassie Maddox und Detective Rob Ryan übernehmen die Ermittlungen und verschweigen ihrem Vorgesetzten, dass Rob als kleiner Junge in einen Fall verwickelt war, der mit der Ermordung des kleinen Mädchens in Zusammenhang stehen könnte. Als Rob zwölf Jahre alt war, verschwanden seine beiden besten Freunde und wurden weder tot noch lebendig jemals wiedergefunden. Alles, was den Ermittlern damals blieb, war ein verstörter Rob, der mit Schuhen voller Blut, das nicht seins war, total katatonisch im Wald von Knocknaree gefunden wurde, sich aber an rein gar nichts mehr erinnern konnte.
Mittlerweile trägt Rob seinen Zweitnamen als Vornamen und wird so von niemandem mit diesem schrecklichen Geschehen von vor über 20 Jahren in Verbindung gebracht. Doch für ihn bedeuten die Ermittlungen in diesem Mordfall, dass er sich erneut mit seinen verschütteten Erinnerungen auseinandersetzen muss, was weder für ihn noch für seine Partnerin leichtes Spiel bedeutet. Sie ermitteln im Fall der kleinen Katy Devlin und haben dabei immer im Hinterkopf, dass beide Fälle im Zusammenhang stehen könnten.

Den besonderen Charme dieses Kriminalromans macht für mich das Verhältnis und das Agieren der beiden Detectives Maddox und Ryan aus. French hat wunderbare Dialoge mit einem besonderen Witz geschrieben, die uns deutlich machen, wie vertraut die beiden Protagonisten miteinander umgehen und wie sie das für ihre Arbeit zu nutzen wissen. Die Geschichte wird uns von Rob erzählt und durch die Ich-Perspektive fühlt der Leser sich ihm gleich nah, was aber nicht verhindern kann, dass an einer gewissen Stelle im Buch die Sympathie zu kippen beginnt.
Dieser Roman ist mehr als nur ein Krimi, er ist auch die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft und ich habe jeden einzelnen Satz genossen. Mit knapp 670 Seiten hat "Grabesgrün" für einen Kriminalroman einen recht beeindruckenden Umfang, aber ich habe mich nicht einen Moment lang gelangweilt gefühlt oder mich innerlich über zu lange Passagen geärgert.

23.02.2010 20:29:23
Gerta Webermann

ein wahnsinniges Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Die Tragödie in der Kindheit von Adam hat mich total fasziniert und ich war am ende doch sehr verwirrt was ich gelesen habe bzw. was dort nicht stand. Das Buch hat mich irgendwie traurig zurückgelassen.Trotzdem oder gerade weil das Ende so ist, ist das Buch zu empfehlen. Für dieses Buch sollte man sich einschließen und von niemanden stören lassen.

24.01.2010 17:52:57
felinette

Ich habe als erstes das zweite Buch der Autorin gelesen (ausgezeichnet!) und war nun sehr gespannt auf ihren Erstling. Ich finde ihn sehr gelungen, wenn er auch den „klassischen“ Krimifan durchaus enttäuschen mag (die nicht aufgelöste Geschichte von Rob und auch die relative „Durchsichtigkeit“ des Drahtziehers). Aber wie mir scheint, geht es der Autorin weniger um das reine „Whodonit“ als vielmehr um die Frage, was die Ermittlung mit dem Ermittler anstellen kann – frei nach Nietzsche „Wenn du lange in den Abgrund schaust, schaut der Abgrund auch in dich“). Und den Aspekt fand ich ausgesprochen bewegend.

03.01.2010 11:47:02
Susanne Gerdom

Ein grandioses Buch, das einen erstaunlichen Sog entwickelt. Die Entwicklung des Ich-Erzählers, seine Methode, mit seinem Kindheitstrauma umzugehen, die Methoden, mit denen er sich selbst etwas vorlügt, um "ganz normal" weitermachen zu können, die subtile Art und Weise, wie die Autorin ihren Erzähler langsam demontiert - ich habe so etwas schon lange nicht mehr gelesen (und schon gar nicht in diesem Genre). Das hat Katzenbach-Format, ist aber sprachlich noch eine Klasse höher angesiedelt.
Kein Gute-Laune-Buch - aber eins, das nachhallt.

01.01.2010 22:41:02
Maria-luise

Dieses Buch hat bei mir zwiespältige Gefühle ausgelöst. Einerseits fand ich es sehr spannend, andererseits ging mir das Verhalten von Rob so auf den Wecker. Ich frage mich, wie jemand mit so einem Kindheitstrauma die psychologischen Überprüfungen durch die Polizeibehörde überstanden hat. Die Autorin erzählt sehr abwechslungsreich ihre Geschichte, besonders Robs Trauma hat sie sehr gut erzählt, man spürte seine Ängste und Fragen. Ich bin natürlich neugierig ob in weiteren Büchern dieser Erzählstrang weitererzählt wird.

29.11.2009 12:27:09
jeanette1958

Ich lese gerade Grabesgrün und muß sagen, dass es mir nicht so gut gefällt.
Hoffe ich schaffe es bis zum Ende, bin erst auf Seite 130. Mir gefällt, so glaube ich, der Stil nicht wie French schreibt.
Die Geschichte selber wäre ja nicht schlecht. Außerdem geht mir der Ermittler Rob auf die Nerven.
Bin neugierig wie das Ende ist und ob es besser wird.

11.11.2009 18:01:38
jm12er

Ich fand das Buch langweilig und kann es daher nicht wirklich weiterempfehlen. Die Story nimmt eigentlich nie Fahrt auf und auch das Ende ist dann nicht gerade überrraschend. Auch gibt es keine Wendungen, die mich am Wachbleiben hielten. Auch bleibt einiges in der Geschichte unbeantwortet. Zudem nervte mich das "pupertäre" Verhalten der beiden Hauptermittler doch ganz schön, nachdem sie, was ja auch vorhersehbar war, endlich miteinander in der Kiste waren.

01.11.2009 13:59:32
Hollareiduljo

Dieses Buch hat mich nicht einen Moment lang deprimiert gemacht. Es ist erschreckend, aufwühlend, mitreißend, traurig und heiter zugleich. Und es hat mir unzählige Male einen Spiegel vorgehalten, in dem ich mich auch selber wieder erkennen konnte. Vielleicht ist es auch das, was manche so beunruhigend finden - dass einen das Buch im innersten berührt und möglicherweise versteckte Wunde Punkte findet. Wie auch immer - es ist definitiv eines der intelligentesten und besten Bücher, die ich jemals gelesen habe, und gleichzeitig so spannend, dass ich es binnen kürzester Zeit durch hatte (nach dem imaginären Index, der sich nach dem errechneten Verhältnis von Seitenzahl zu Lesedauer orientiert, liegt also ganz an der Spitze). Lesern, die das Besondere suchen und sich vorbehaltlos auf Neues einlassen (egal wie viele Seiten es hat...) wird Tana French zweifellos einige sehr schöne, faszinierende und weltvergessene Stunden schenken.

21.09.2009 09:15:10
Bell

Gestern abend habe ich "Grabesgrün" beendet und ich war noch nie so froh, ein Buch zu Ende gebracht zu haben. Keine Ahnung, wann ich zuletzt etwas so deprimierendes gelesen habe. Mir hat das Buch dennoch sehr gefallen, aber die Depri-Stimmung wurde immer schlimmer, sodass ich am Ende wirklich nur noch raus wollte aus dieser Geschichte.

Mal langsam: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich erwähnenswert, er liegt weit über Krimidurchschnitt. Ihre Sprache ist dicht, sie bedient sich vieler Gleichnisse, die ich anfangs z.T. als weit hergeholt empfand und leicht ablehnte, aber irgendwann war ich so in der Geschichte gefangen (und in ihrem Stil wahrscheinlich), dass ich nichts mehr auszusetzen hatte - im Gegenteil war ich immer, sobald ich weiterlas, sofort wieder drin und konnte lesen und lesen, ohne auch nur einmal Langatmigkeit oder gar Langeweile zu verspüren (bei 670 Seiten!! - ich rühre ungern Bücher mit mehr als 500 Seiten an).

Die Charaktere haben Format, vor allem Cassie fand ich von Anfang an sehr sympathisch (nicht zuletzt, weil sie vom Ich-Erzähler Rob immer wieder als eben das beschrieben wurde), auch Sam mochte ich von Anfang an sehr. Auch O\'Kelly, der ja eher eine Nebenrolle spielt, stand mir mit seiner Art und seinen versteckten menschlichen Stärken klar vor Augen.

Der Krimiplot ist berührend, genauso oder noch mehr berührte mich Robs Geschichte. Diese aber ist es, die den Roman so unendlich melancholisch färbt und Rob immer tiefer in sein Verderben stürzt.

Ich muss der Autorin Anerkennung dafür zollen, wie sehr ich mitgelitten habe, wenn Rob sich an Tage mit seinen Freunden erinnert und sich hinterher betrogen und verlassen fühlt - betrogen um eine Jugend, ein Erwachsenwerden im Kreis dieser Freunde, mit denen er so vieles hätte gemeinsam erleben sollen, verlassen und geradezu ausgestoßen, weil er allein aus dem Wald zurückgekehrt ist. Den Verlust, den er nach so vielen Jahren noch immer spürt, konnte ich beim Lesen selbst spüren.

Besonders gefiel mir auch der immer wieder auftauchende mystische Aspekt (Wolfswesen?), das passt sehr gut zu der mysteriösen Geschichte der verschollenen Kinder.

Es gibt sicher noch sehr viel mehr zu diesem Buch zu sagen, aber ich höre hier erstmal auf.

Der Roman erhält von mir 90 Grad, aber ich kann nicht empfehlen, ihn zu lesen, wenn sich schon langsam die Winterdepression anschleicht.

12.07.2009 11:34:45
Toyota

Eine sehr interessant geschriebene Geschichte, die mich am Schluß doch recht mitgenommen hat. Obwohl das Buch sehr ausführlich geschrieben ist, war ich mit Spannung am lesen! Es ist immer wieder erschreckend festzustellen, wie Menschen leicht zu manipulieren sind und welche glaubhaften Storys den Ermittlern aufgetischt werden. Doch jedes Verbrechen kommt irgendwann ans Licht.

13.05.2009 23:04:10
Tempe

Das Buch wird sehr versinnbildlicht, alles was erzählt wird, wird in Bildern noch mal verdeutlicht was mit der Zeit nervt, auch war mir der Spannungsbogen zu weit an den Schluss gesetzt. Eine unterhaltsame Lektüre die sehr melancholisch von der Hauptperson erzählt wird.
Das ende ist eher traurig für den Fall wie auch für die Hauptperson, also kein Happy End in dem Sinne, das der Bösewicht geschnappt wird.
Eine andere Art Krimi aber nicht unbedingt berauschend.

15.03.2009 10:31:17
mo

Die Story begann vielversprechend und endete auch so. Leider hatte der Plot zwischendurch so seine Längen z.B. war mir die Beschreibung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren etwas zu langatmig, dafür habe ich bei der Geschichte, die der Erzähler in der Kindheit erlebt hat einiges an Erklärungen vermisst, warum wollte er in der ganzen Zeit nie Licht ins Dunkel seiner Erinnerung bringen und auch die Polizei und seine Eltern nicht? Irgendwie unglaubwürdig. Das Ende hat aber wieder für vieles entschädigt, es berührt wirklich sehr, Ich kann dieses Buch mit Einschränkungen empfehlen und hoffe schon auf nachfolgende,

09.03.2009 15:53:11
JoWE1954

Ich war zunächst skeptisch, ob es der Autorin wirklich gelingen konnte, die Story aus der Sicht des männlichen Protagonisten glaubwürdig zu erzählen. Fazit: Sie ist, erstaunlich genug, nahe dran, fährt aber nicht wirklich immer auf der richtigen Spur.
Trotzdem oder auch gerade drum: Gute Story, spannend, ergreifend und lebendig und mit realistisch konstruierten Charakteren erzählt. Die Stimmung kommt gut rüber und auch das kompromisslose Ende überzeugt. Ein Happy End nähme der Geschichte die Würze.
Bin gespannt auf das nächste Buch.

13.02.2009 13:22:17
Nico

Eines der besten Bücher 2008!!!
Sehr spannend und kaum aus der Hand zu legen. Mit einem Ende das man so nicht erwartet...
Ich würde die Autorin nicht mit Elisabeth George vergleichen, ich finde Tana French um Längen besser!!!
Ich hoffe das die Geschichte der Kinder in einem Folgekrimi geklärt wird...
Es macht wirklich Lust auf mehr...

29.01.2009 10:42:03
macbeth124

Eine der besten Krminalromane, die ich je gelesen habe. Ich kann mich der hier so häufig geäußerten negativen Kritik überhaupt nicht anschließen. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, weil ich WISSEN wollte, wie das alles ausgeht, weil ich WISSEN wollte, wie die "alte Geschichte" ausgeht.. Ich habe es NICHT erfahren.. und GERADE dieser Effekt macht das Buch zu einem Ereignis. Man könnte frustriert sein, aber warum eigentlich. Dass French ihrem Protagonisten nicht seine Erinnerung zurückgibt, ist kein "faux pas" - im Gegenteil. Durchaus realistisch. Die Geschichte um den eigentlichen Fall, den Mord an dem jungen Mädchen ist fabelhaft erzählt. Auch die Beziehung zwischen Rob und Cassie - geht kaum besser.
Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist spannend zu lesen. Längen kann ich nirgendwo finden, aber natürlich ist das Geschmacksache.
FAST 100 Grad...
Bin gespannt auf das nächste...

02.12.2008 11:52:11
tioman

Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen, habe viele unterschiedliche Emotionten und Frustrationen erlebt (das alte Geschehen wird nicht aufgelöst, die Geschichte nimmt nicht das so erhoffte "Happy-end", man möchte Rob schütteln zwischendurch, damit er endlich wieder zu Verstand kommt etc.), aber für mich kann es nur ein Fazit geben: Das ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe!
Über Geschmack kann man bekannterweise trefflich streiten, sollte es aber nicht, denn die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Daher auch kein Kommentar zu den vereinzelten negativen Kritiken hier. Für mich keine Seite zu lang, spannend von der ersten bis zu letzen Seite, wobei die Spannung eben nicht aus einem reißerischen plot resultiert, sondern aus den Spannungen und Wirrungen der Gefühle zwischen den handelnden Personen, der Grenze und Unvereinbarkeit von Freundschaft und Liebe, der Tragik von Verlust (für Rob Ryan der doppelte aus Vergangenheit und Gegenwart),...
Mein Fazit: kein Buch für Freunde von reißerischen Thrillern mit atemlosem plot und Serienkillern, sondern für Freunde der leisen, intelligenten Geschichte, mit viel Gespür für Sprache und Charaktere. Danke und ich kann es kaum erwarten, das neue Buch zu lesen!

28.11.2008 13:06:04
moli

Der Anfang des Buches hat mich sprachlich fasziniert und auch die Thematik fand ich spannend. Doch irgendwann hatte ich das Gefühl alles plätschert so dahin und irgendwie konnte ich das alles nicht mehr so fassen. Ich fand vieles sehr schwammig und dass am Ende der Fall der verschwundenen Kinder nicht geklärt wurde, war irritierend, da man sich schon seine eigenen Gedanken gemacht hat. Vielleicht soll dies der Anfang einer Fortsetzung sein? Warten wir es ab.
Moli

28.11.2008 13:05:28
moli

Der Anfang des Buches hat mich sprachlich fasziniert und auch die Thematik fand ich spannend. Doch irgendwann hatte ich das Gefühl alles plätschert so dahin und irgendwie konnte ich das alles nicht mehr so fassen. Ich fand vieles sehr schwammig und dass am Ende der Fall der verschwundenen Kinder nicht geklärt wurde, war irritierend, da man sich schon seine eigenen Gedanken gemacht hat. Vielleicht soll dies der Anfang einer Fortsetzung sein? Warten wir es ab.
Moli

05.11.2008 18:16:24
Leabena

Ich kann mich der Meinung der meistens anderen Leser leider nur anschließen... Anfangs war ich noch sehr überzeugt von der guten Story des Buches, auch die Art wie die Hauptfigur(en) beschrieben wurden gefiel mir sehr gut. Aber schon nach kürzester Zeit musste ich mich wirklich bis zum Ende durchquälen, hoffte auf einen tollen Schluss, vor allem auf die Auflösung des Rätsels um die verschwundenen Kinder. Tja, diese blieb uns Tana French leider schuldig!!!

27.09.2008 08:36:18
Silvia Kaffke

Obwohl ich nur die - wohl gekürzte - Hörbuchbuchfassung kenne, enttäuscht war ich auch, denn selbst hier gab es Längen.
Der verheißungsvolle Anfang, die interessanten Hauptfiguren, all das versprach ein Buch, das es verdient hat, derart hochgejubelt zu werden. Doch die vom Krimi-Couch-Kritiker gelobten "losen Fäden" - immerhin gibt es schon ziemlich zu Anfang mehr als nur den örtlichen Zusammenhang zwischen dem alten und dem neuen Fall -, zeigen mir nur, dass es dann doch genug Seiten waren, um den Zusammenhang noch herzustellen. Den schließlich präsentierten Mörder halte ich für völlig unglaubwürdig. Schade.
Silvia

19.09.2008 12:25:51
Coonie

Mir ging es bei "Grabesgrün" ähnlich wie einigen anderen hier. Ich bin ziemlich enttäuscht. :-( Sprachlich verspricht der Klappentext viel mehr als das Buch innen zu halten vermag. Schade!

Wirkliche Spannung kam bei mir nur phasenweise auf. Es hatte so starke Längen, man hätte das Buch locker um zwei- bis dreihundert Seiten kürzen können.

Ich war einige Mal versucht das Buch zur Seite zu legen und aufzugeben, habe es dann aber doch sein lassen, weil ich unbedingt wissen wollte, was den Kindern geschehen ist. Und genau DAS enthält Tana French dem Leser vor.

Schade!

11.09.2008 07:36:12
schaetzelein83

Definitiv hätte das Buch auch nur 450 Seiten haben können ohne dass man was verpasst hat, langweilig war es mir dennoch nie.
Richtig spannend war es aber auch nicht ständig und dass der "alte Fall" nicht aufgeklärt wurde (*SPOILER* oder zumindest Detective Ryan sein Gedächtnis wieder erlangt und man dadurch nicht ganz im Dunkeln tappt *SPOILER*), war einer der größten Faux pas dieses Buches.
Was mir außerdem gefallen hat, war die außergewöhnlich Geschichte zwischen den Detectives (nicht das typische Detective + Verdächtige/r und am Ende wird doch alles gut), sondern quasi ohne vorhersehbares Ende.
Und um nicht zu vergessen: dass der Mörder nicht schon lange vorher klar war und man selbst nach dem Geständnis wusste, dass da noch ein Puzzleteil fehlt, fand ich gut gelöst.

09.09.2008 10:10:06
Lena

Nachdem ich, ein Krimiliebhaber, mehrere lobende Rezensionen über dieses Buch gelesen hatte, stürzte ich mich mit großen Erwartungen in die Geschichte - und wurde bitter enttäuscht. Wer hinter dem gegenwärtigen Verbrechen steht, wird sofort, beim ersten Erscheinen jener Figur klar und wird bei jeder späteren Begegnung bestärkt, dafür reichen bereits meine basalen Psychologiekenntnisse. Sonst fand ich die Handlung und die Charakterisierung der Figuren sehr verwässert - habe nur durchgehalten, um zu erfahren, was in jenem Sommer 1984 passierte. Da die Autorin dieses Rätsel nicht auflöst, müsste diese Linie deutlich unbedeutender ausfallen.
Fazit: Gut geschriebene Trivialliteratur, für Schmöker - Literaturwissenschaftler und Psychologen werden schnell unterfordert.

02.09.2008 15:59:03
FredvomJupiter

Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite mit Spannung genossen. Es ist zweifellos ein "stiller Krimi", ohne rasch aufeinander folgende Action, ohne bizarre, bluttriefende Schockefekte. Fesselnd ist das Buch trotzdem, auch durch die sehr atmosphärische Erzählweise und detailgenaue Schilderung von innerer und äußerer Handlung. Die Kindheitserinnerungen aktivieren sehr wohlbekannte eigene Erinnerungen und plötzlich ist man in der Geschichte mitten drin...

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und vielleicht gibt es ja auch so etwas wie eine Auflösung.

31.08.2008 18:59:49
Susanne Barth

Gestern hat mir der Postbote das Buch gegen 10 Uhr morgens in die Hand gedrückt, vor einer halben Stunde hatte ich es ausgelesen und ich frage mich, was sollte die Rahmenhandlung um Rob Ryan. Ich bin enttäuscht und desillusioniert, weil ich mit vielen offenen Fragen dastehe, die mir höchstens die Autorin beantworten kann, indem Sie irgendwann den alten Fall doch noch zu einer klaren Auflösung bringt. Ihr Stil zu schreiben hat mir zweifellos gefallen, besonders der Anfang wo sie diesen einzigartigen Sommer beschreibt, ich sah mich in meine eigene Kindheit versetzt. Aber das Buch zuende bringen wollte ich hauptsächlich weil ich neugierig war was den beiden Kindern zugestoßen ist. Auf jeden Fall ist Tana French eine Autorin, die man sicher mit Elizabeth George in eine Reihe stellen kann. Ich bin schon auf das nächste Buch von ihr gespannt.

31.08.2008 17:56:46
Federfrau

Der Anfang hat mich fasziniert - nach 100 Seiten wollte ich es weglegen, weil nichts passiert!
Zum Glück habe ich es nicht getan, ich hätte eine absolut packende Geschichte verpasst - aber: wer einen Krimi mit viel Handlung erwartet ( und nur solche gern liest ) wird nicht glücklich werden!
Klar, es gibt einen Mord, da sind Ermittler, die alles versuchen, ihn aufzuklären, nur das wirkliche Thema ist ein ganz anderes.
Und das ist dermaßen gekonnt beschrieben, dass ich zum Ende hin nicht mehr aufhören konnte zu lesen und zwischendurch habe ich das atmen auch fast vergessen!

28.08.2008 17:17:52
COnny

Ich habe das Buch schon letztes Jahr kurz nach seinem Erscheinen im englischen Original gelesen, da sich schon der spärliche Klappentext so spannend anhörte. "In the Woods", so der Originaltitel, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wirklich ein Krimi der ganz anderen Sorte, großartig geschrieben, mit lebendigen Charakteren und einer faszinierenden Handlung. Der Schluss ist zwar desillusionierend und für viele sicher nicht hundertprozentig zufriedenstellend, aber äußerst konsequent und dem Roman angemessen. Ich werde mir den Folgeroman "The Likeness" so schnell wie möglich besorgen.

20.08.2008 17:03:00
Stuff

Der Debüt – Roman von Tana French ist meines Erachtens sehr gelungen!
Eingebrachte Rückblenden des Ermittlers in seine Vergangenheit verleihen dem Krimi ein abwechslungsreiches Bild. Auch zwischenmenschliche Beziehungen kommen neben den harten Arbeitsalltagen der Ermittler nicht zu kurz. Spannend bis zur letzten Seite.
Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Fall mit Ermittlerin Cassie Maddox in der Hauptrolle!

10.08.2008 18:30:43
akahmen

Ich lese keine Krimis, wurde aber neugierig auf das Buch durch einen Beitrag in WDR 5. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt,die ja wirklich dicke "Schwarte" zu lesen. Gerade die Figuren der beiden Ermittler fand ich spannend dargestellt, und die Rückerinnerungen des Protagonisten an seine Kindheit konnte ich gut in Bilder in meinem Kopf umsetzen.
Das Buch ist für mich in Zukunft ein Grund, hin und wieder Bücher dieses Genres in die Hand zu nehmen und sie sich genauer anzusehen.

09.08.2008 20:57:02
Nanea

Nachdem ich eine Bewertung bei WDR2 gehört hatte ging mir dieses Buch nicht mehr aus dem Kopf.

Als ich es dann 2 Tage später in den Händen hielt konnte ich es kaum erwarten, die ersten Seiten zu lesen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an an das Buch gefesselt und mit jeder Seite mehr, baute sich eine Spannung auf. Es war nicht die Tat selbst, sondern der Schreibstil von Tana French.

Ein völlig anderer Krimi, super geschrieben, anspruchsvoll und er macht Lust auf mehr.

09.08.2008 15:13:15
Beate Schlotmann

Auch für mich gehört GRABESGRÜN zu den Lesehighlights. Für mich ist bei der Lektüre eines Krimis nicht nur wichtig zu erfahren, warum und durch wen die Tat geschah, sondern ich liebe es, wenn auch genügend Raum für die Charaktere der Ermittler bleibt. Das ist hier definitiv der Fall ! Streckenweise war mir die Freundschaft der drei Ermittler fast wichtiger als die Mordermittlungen. Deswegen werde ich auch ganz bald den Folgeband lesen - ich muß wissen, wie es mit den dreien weitergeht, habe aber die Befürchtung, dass Rob vielleicht gar nicht mehr dabeisein wird !
Mich hat es nicht gestört, dass am Ende nicht alle Knoten entwirrt wurden - so bleibt dem Leser mehr Raum für persönliche Spekulationen und der Autorin Raum für möliche Fortsetzungen.

07.08.2008 20:15:02
Anja S.

Nun ja, ich kann mich der Begeisterung des Rezensenten nicht anschliessen. Ich fand das Buch um ca. 200 Seiten zu lang, wenn die Handlung deutlich gestrafft worden waere, haette das die Qualitaet der Geschichte gesteigert. Ja, gut, die Aufloesung ist ungewoehnlich und psychologisch gut gemacht. Und ich haette mir auch weniger offene Fragen am Ende gewuenscht, aber so ist wohl das Leben.

07.08.2008 14:41:27
JaneDoe

Dieser Roman ist nicht nur ein Krimi, sondern auch eine Geschichte über die Freundschaft.
Das Buch ist in einem äußerst ungewöhnlichen Erzählstil geschrieben. Stellenweise fast tagebuchartig lässt die Autorin Detective Rob Ryan in der Ich-Form seine Version der Geschichte schildern. Auch dank der guten Übersetzung gelang hier das Kunststück, mich über viele Seiten bei der Stange zu halten, obwohl gar nicht viel passiert, was die Story vorantreibt. Polizeiarbeit ist mühsam, wenn der Mörder nicht innerhalb der ersten 24 Stunden gefasst werden kann und genau das erleben wir hier im Detail. Der Krimi kommt ohne brutale Szenen oder Actioneinlagen aus, denn das Böse schleicht sich lautlos und daher um so unfassbarer ein. Man liest und liest und es geschieht ja eigentlich nicht viel, doch dann geht es allmählich weiter und weiter hinab in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche.

Ab und zu gibt es geheimnisvolle Andeutungen, die die Geschichte aber zunächst nicht durchsichtiger machen. Zwei Drittel des Romans vergehen, bevor die Sache langsam in Fahrt kommt und noch immer hatte ich keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde. Der tolle Erzählstil der Autorin bewahrte mich vor der Langeweile. Endlose polizeiliche Ermittlungen, die immer wieder ins Leere laufen, wechseln sich ab mit Rückblenden, die nach und nach auch Licht in Robs Vergangenheit bringen. Die Auflösung führt schließlich tief hinab in die erschreckenden Abgründe der menschlichen Psyche und ließ mich fröstelnd zurück. Das Ende ist der glaubwürdige Abschluß einer Geschichte, von der ich mir dringend wünsche, dass sie wirklich nur reine Fiktion ist.
Es gibt übrigens eine Fortsetzung, auf Englisch bereits unter dem Titel „The Likeness“ erschienen.

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lies die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR - spannende und interaktive Kurz-Krimis auf Krimi-Couch.de.

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