Der Graumacher

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Bielefeld: Pendragon, 2008, Seiten: 254, Originalsprache

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Thomas Kürten
Nicht zu fassen

Buch-Rezension von Thomas Kürten Jun 2008

Mitten in Oldenburg steht ein Haus, das grauer als grau ist und in seiner Grauhaftigkeit ein grausames, wenn nicht gar grauenhaftes Geheimnis birgt. Doch nach über 60 Jahren wird dieses Haus an einem grauen, verregneten Tage wach geküsst - von einem roten Lippenstift.

Renate Niemann hat bislang nur als Autorin von Sachtexten den Griffel in die Hand genommen. "Der Graumacher" ist der erste Kriminalroman der gebürtigen Bremerin, die freiberuflich an Museen und im Bereich der Veranstaltungsplanung gearbeitet hat. Und eines muss man der Debütantin lassen: für Spannung sorgt sie in ihrem ersten Krimi reichlich, weswegen ihr Graumacher auch vordergründig wirklich mit guter Unterhaltung aufwarten kann.

Stumme Hilfeschreie

Woran es diesem Erstling leider mangelt, sind markante Figuren und eine halbwegs glaubhafte Handlung. Doch alles der Reihe nach: Rita Toski ist Volontärin bei einer Tageszeitung. Auf dem Weg zur Arbeit stolpert sie und der Inhalt ihrer Handtasche kullert über den Bürgersteig. Dabei fällt ihr Lippenstift sogar in den Schacht eines Kellerfensters. Doch was ist das? Neben dem Lippenstift liegt auch ein stumpfes Taschenmesser. Und da: ein paar rostige Nägel. Und neben dem Kellerfenster scheinen Buchstaben in die Wand geritzt zu sein. Da eine junge, angehende Investigativ-Journalistin nichts Besseres zu tun hat, muss sie sich das ganze natürlich genauer ansehen. Mit (Friedhelm) Delius und Benedikte (von Barenburg-Rysum) zieht sie auch noch zwei andere Volontäre in ihre Recherche.

Zum Glück ist die in die Wand geritzte Schrift noch zu lesen. Zum Glück steht in dem ansonsten verkommenen Keller noch der alte Tisch. Zum Glück ist die Bleistiftschrift auf der Unterseite der Tischplatte noch immer zu lesen. So kommt Rita auf die Spur von zunächst einem, dann ganz vielen Mädchen, die in den letzten 60 Jahren in und um Oldenburg herum verschwunden und nie wieder aufgetaucht sind. Ein Täter war ebenfalls nicht zu fassen. Allen Mädchen ist ihr Aussehen gemein: schwarze Haare, dunkler Teint. Ach ja, und die geneigten Leser dürfen jetzt mal raten, wer auch gerade genau so aussieht wie all die verschwundenen Mädchen... Rita Toski nämlich.

Was bleibt?

Wie gesagt, spannend geschrieben ist diese Geschichte. Gänsehaut? Nun gut, wenn man die haarsträubende Handlung einfach so hinnehmen möchte und nicht zu tiefgründig über die servierte Kost nachdenkt, dann kann dieses Gefühl prickelnder Aufregung sich durchaus einstellen. Doch Spannung allein macht noch keinen guten Roman aus. Es sind neben einer guten Handlung gerade auch die Figuren, die die Faszination eines guten Krimis ausmachen. Hier hat Renate Niemann leider kein glückliches Händchen bewiesen. Ihre drei Ermittler wirken wie eine erwachsen gewordene Version der Drei ???, ihr Bösewicht kommt wie das Patenkind von Gollum rüber - mit den selben Essgewohnheiten.

Der Graumacher ist leider kein großer Wurf. Immerhin weiß die Autorin, wie Spannung inszeniert wird um damit Grundlage für gute Unterhaltung zu bieten. Falls es einen weiteren Versuch in Sachen Kriminalroman geben sollte, wünschen wir mehr Glück bei der Konzeption von Handlung und Protagonisten.

Der Graumacher

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Letzte Kommentare:
09.07.2013 16:35:52
Alicia

Ich fand das Buch gut. Es ist nur an der ein oder anderen Stelle etwas unlogisch und könnte ruhig 50 Seiten weniger haben. Aber ich finde die Geschichte an sich gut. Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Aber stimmt es, dass beim Autor eine geschlechtsumwandlung statt gefunden hat? Ich bereite momentan ein Referat über das Buch vor. Weiß jemand etwas über den Autor bzw. die Autorin?

22.07.2008 16:59:06
Thomas E.

Das Unappetitlichste, was ich bislang gelesen habe! Wer sich von Nekrophilie, Unmengen von Kot, Fäkalien und einem aus dem Hals nach Aas stinkenden Protagonisten nicht abstoßen lässt, kann sich dieses Buch antun. Neben dem Ekel, den dieses „Werk“ hinterlässt, sind auch die darin vorhandenen Unlogiken und argen Konstruktionen äußerst ärgerlich.
Man hätte aus der Story, die an sich nicht schlecht ist, wirklich etwas machen können! Verleidet wird einem alles durch oben genannte Punkte, da nützen auch einige gelungene Formulierungen nichts mehr.

05.06.2008 20:15:39
Anja S.

Nun ja, gar so schlecht ist dieser Krimi nun auch wieder nicht.
Natuerlich erinnern die 3 Journalisten and die ??? und natuerlich sieht die Protagonistin aus wie die Quintessenz aller verschwundenen Frauen.
Andererseits ist die Grundidee recht originell, und es gibt keine Liebesgeschichte zwischen Delius und Rita, wie wohltuend.

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