Im Zeichen des Raben

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • London: HarperCollins, 1991, Titel: 'The Raven on the Water', Originalsprache
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 478, Übersetzt: Ursula Pesch

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Ines Dietzsch
Schöner Roman über das Erwachsenwerden mit hintergründiger Spannung

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Mär 2008

Peter Redburn kehrt nach dem Tod seiner Mutter an die Stätte seiner Kindheit zurück um den Nachlass zu regeln. Auf dem Dachboden seines Elternhauses in der Champney Road 29 entdeckt Peter einen bedeutungsschweren Brief. Dessen Inhalt macht ihn glauben, Ginny oder James Salperton, Freunde aus Kindertagen, seien seine Halbschwester oder Halbbruder. Peters Neugier erwacht und als er auch noch Aufzeichnungen seines besten Freundes Richard Molland über Die geheime Geschichte von Emor findet, begibt er sich auf eine Reise in die Vergangenheit.

Kindheitserinnerungen in Sepia

Peter verbrachte den Sommer 1964 mit der Familie seines Freundes in einem Pfarrhaus nahe Somerset. Der verwilderte Garten, ein Teich mit einem Ruderboot und ein alter Bunker scheinen wie geschaffen für das Spiel, welches sich die beiden ausgedacht und in mehreren Jahren perfektioniert haben. In ihrem Phantasiereich "Emor" (Rome rückwärts) herrschen Kaiser, kämpfen Armeen, gelten Gesetze, es gibt eine eigene Währung und sogar ein Kasino. In den Ferien gefundene neue Spielkameraden bringen eine Religion und finstere Rituale in das harmlose Abenteuerspiel und am Ende des Sommers ist Peters Freund Richard tot.

Die Erkenntnis, dass sein Vater mit Mary Salperton möglichweise ein Kind zeugte, lässt Peter die Vergangenheit in einem neuen Licht erscheinen. Noch einmal kommt er an den Schauplatz seiner Jugend und sucht auf Carinish Court nach Antworten.

Ein richtig schöner Schmöker

Ohne Zweifel zählt Im Zeichen des Raben zur Spannungsliteratur, jedoch habe ich mit der Zuordnung zum Krimi-Genre so meine Probleme. Ein klassischer Ermittler, Kommissar oder Detektiv? Fehlanzeige. Genügt ein ungeklärter Todesfall, um das Genre zu bedienen? Eines ist sicher, Andrew Taylor weiß mit Peter Redburns Spurensuche die Leser zu fesseln. Geschickt lässt er in den Dialogen seine Protagonisten in vagen Andeutungen über Dinge sprechen, die er dem Leser erst ein paar Seiten weiter zu verstehen gibt. Die Psychologie seiner Figuren steht im Vordergrund und Andrew Taylor hat ein Händchen dafür, die Orte seiner Handlung mit viel Atmosphäre zu untermalen. Die Stimmung in den Räumen (wunderbar schaurig, wenn die Kinder "Mord im Dunkeln" spielen) und in dem verwunschenen Pfarrgarten ist greifbar.

Man muss sich nur ein wenig einlesen, um sich bei den Redburns, Salpertons, Mollands, Colebys und anderen zurecht zu finden und um zu wissen, wer denn da nun mit wem. Die Handlung springt hin und her zwischen Gegenwart und Rückblick in den Sommer 1964 und schafft Momente voller Nostalgie.

Im Zeichen des Raben sei Liebhabern opulenter Familiengeschichten mit psychologischen Raffinessen wärmstens empfohlen. Actionreiches Blutvergießen sucht man in diesem schönen Schmöker vergebens.

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