Mädchenmörder

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • München: Manhattan, 2008, Seiten: 416, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2010, Seiten: 416, Originalsprache

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Ines Dietzsch
Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Jan 2008

Julia ist einem Serienmörder entkommen. Die Leute sagen, sie hat Glück gehabt. Hat sie nicht - denn Glücklichsein fühlt sich anders an.

In den Händen des Peinigers

Umbringen will er sie, wie die anderen Mädchen vor ihr. Julia ist nicht das erste Opfer des ehemaligen Radprofis David, zu dem sie nach einer Party arglos in den Wagen steigt. In dem Kellerverlies, in dem sie ihr Peiniger gefangen hält, entdeckt sie in einem Pappkarton acht oder neun Teile Mädchen-Unterwäsche. Doch Julia ist anders als die anderen, sie zeigt keine Angst. Sie ist trotzig. Julia ist ein Mädchen, das seinen Zorn auf sich und die Welt durch autoaggressives Verhalten kompensiert.

Nach Tagen der Folter klingeln Polizeibeamte an der Tür des Entführers und dieser flieht - zusammen mit Julia. Ihre blutige Spur führt durch die Ardennen, Camargue und Pyrenäen, denn David mordet weiter und Julia überlebt.

In Freiheit

Wieder in Freiheit versucht Julia ihr Trauma zu verarbeiten, in dem sie ihre Geschichte für ein Buch aufschreibt. So erfahren wir im ersten Teil von der Ich-Erzählerin die Geschehnisse und Stationen der Entführung als eine Art Roadmovie.

Seelenstriptease

Was dann nach der ersten Buchhälfte kommt, ist ein typisch Dornscher Kunstgriff: Im zweiten Teil des Buches schreibt Julia die Geschichte nicht mehr für die Öffentlichkeit. Es folgen intime Briefe, in denen sich die wahren Gedanken Julias erschließen. Einmal mehr entsprang der Feder von Thea Dorn kein herkömmlicher Krimi, vielmehr entstand mit Mädchenmörder ein packendes Psychodrama, bei dem die Autorin sich mit dem "Stockholm-Syndrom" auseinandersetzt.

Bereits mit Die Brut hat Thea Dorn bewiesen, dass sie sich nicht davor scheut, heiße Eisen anzupacken. In Mädchenmörder tauchen wir mit ihr auf eindrucksvolle Weise tief hinab in die Abgründe der menschliches Seele. Wir werden zum Voyeur und können uns nicht abwenden, wenn Julia ihr Innerstes nach außen stülpt und gelangen zu verstörenden Einsichten über ein durchaus erklärbares Phänomen. Offensichtlich hat sich die Autorin intensiv mit dem Thema beschäftigt, was der Qualität dieses Romanes mehr als zuträglich ist.

In bewährter Manier beginnt Thea Dorn in ihrer klaren, nüchternen Ausdrucksweise mit einer scheinbar "ganz normalen" Entführungsgeschichte, wobei sie das Martyrium der Opfer nicht explizit beschreibt. Sie überlässt es der Phantasie des Lesers, durch ihre vagen Andeutungen die schaurigen Bilder im Kopf entstehen zu lassen und dies verfehlt nicht seine Wirkung. Mädchenmörder ist ein Buch, das zu kontroversen Diskussionen einlädt. Man sollte es schon deshalb gelesen haben, um mitreden zu können.

Der Fall Natascha Kampusch

Vergleiche zum Fall Kampusch drängen sich auf. Hier wurde die literarische Fiktion von der Realität eingeholt. Als der Name Natascha Kampusch in den Medien auftauchte, arbeitete Thea Dorn bereits zwei Jahre an ihrem Buch. Deshalb gilt: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig.

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Letzte Kommentare:
14.09.2014 21:27:48
Sabrina

Hallo zusammen, habe das Buch spontan in der Bibliothek ausgeliehen, ein Glückstreffer. Es ist beklemmend echt geschrieben und ich habe anfangs ernsthaft gegegoogelt ob da 2006 was an mir vorbei gegangen ist :-).
Den Perspektivwechsel - ebenfalls beklemmend echt - fand ich sehr spannend.
Hab ich so bisher noch nicht gelesen.

Mein Fazit: lesenswert.

24.04.2014 15:49:02
Tina

Ich bin jetzt fast durch mit dem Buch...
Was mich richtig richtig richtig aufregt ist, dass die französischen Wörter / Sätze nicht übersetzt werden... Warum ist man als Autorin so hochnäsig und glaubt, dass alles Leser französisch Leistungskurs hatten?
Es ist echt frustrierend, wenn man eben nicht versteht, was dort steht.im Weiteren stehe ich sehr gespaltenen zu dem Buch. Den Anfang fand ich noch gut,aber als jetzt die Wende kam... sehr merkwürdig...Das Buch an sich liest sich an sich aber sehr gut. Die ersten 200 Seiten habe ich mit einem Mal durchgelesen

01.11.2012 19:24:51
Jutta Handke, Potsdam

In ihrem Akademikerhochmut macht diese
Autorin selbstverständlich auch eine
Einserabiturientin zur Hauptfigur des Ver-
brechens und dessen Schilderung. Alle meine Eindrücke von der Person T. Dorn, die ich aus TV-Auftritten gewonnen hatte,
hätten mich davon abhalten sollen und
können jemals ein Buch von ihr zu kaufen
und zu lesen. Wenn sie jemals ein gutes
Buch zustande bringen sollte, dann nur,
wenn sie von ihrem selbstaufgezäumten
intellektuellen Ross herunterfällt. Geist ist
nicht vorhanden, wenn man ein paar Examen geschafft hat. Geist hat man oder man erringt ihn sich, mühseelig.

03.07.2012 22:04:40
Carrie

Eigentlich wollt ich dieser 'Thea Dorn' eine Email schreiben mit einer sehr Negativen Kritik zu ihrem Buch.Da diese Frau aber offensichtlich keine Kritik vertragen kann hat sie KEIN Postfach sich einrichten lassen und auch keine 'fan-email'.Dieses Buch ist einfach abartig.Ich habe es auch nur Ganz gelesen da ich Gedacht hab am Schluss kommt noch eine logisch erklärung.Kamm nicht. ich denke das Buch soll einem zum Nachdenken bringen (was auch funktioniert hat),aber irgendwie ist in meinen Augen so viel Offen geblieben das man die Geschichte komplett verändern könnte ohne an dem Inhalt etwas weg zu streichen oder so.Durch einfaches Hinzufügen.Trotz das ich das Buch beschissen find werd ich eine Literaturarbeit drüber schreiben..ich weiß nicht wiso-.-..Ich rege mich furchtbar über dieses Buch auf!

13.05.2012 19:58:55
Johanna

Ich finde das Buch sehr packend. Die Autorin hat es geschafft die Spannung bis zum Ende beizubehalten. Der Leser fühlt sich persönlich angesprochen, durch Julias Kommentare und Fragen wie: "Wie hätten sie gehandelt?"

Auf viele Leute wirkt das Buch wahrscheinlich beklemmend, und ist für solche Leute auch nicht zu empfehlen.

Der Behauptung, das Buch sei nur für Älter, (wie mir die Verkäuferin in aller Höflichkeit, erklären wollte), widerspreche ich mit voller Überzeugung, da ich selber erst dreizehn bin und keineswegs Angstzustände oder Alpträume bekommen habe. Ich finde eher es ist ein Buch zum Nachdenken, und hat mich persönlich dazu angeregt, weitere Geschichten zu schrieben.

08.01.2012 13:46:12
Fan

Ich finde das Buch sehr gut, habe es geliehen bekommen und später selbst gekauft. Die Klammern hindern mich nicht am Lesefluss und ich finde nicht, dass Thea Dorn die Taten Davids zu ,,detailliert" beschreibt. Ich finde auch schön, dass das Buch aus zwei Teilen besteht, besonders gefallen mir die ,,Liebesbriefe" im hinteren Teil. Gut, ich kenne mich mit Thrillern/Krimis nicht besonders gut aus, normalerweise lese ich ehr Fantasy oder Mangas. Allerdings würde ich das Buch nicht lesen, wenn ich es nicht vertragen könnte, wie Julias Peiniger mit den Mädchen umgeht, denn obwohl es nicht detailliert geschrieben wurde, irgendwas ,,Gewalttätiges" muss dieses Buch ja haben, damit es als Krimi/Thriller beschrieben werden kann.

15.12.2011 15:46:39
Thrillerfan

Meine Meinung zu diesem Buch ist eigentlich ganz einfach: Langeweile pur. Das Thema ist sicher ein spannendes und vor allem auch erschreckendes. Aber ich muss sagen das dieses Buch als "raffinierter Thriller" betitelt wird, ist Hohn. Nicht nur das diese ewigen "Klammer Sätze" mich irgendwann ganz irre gemacht haben, nein, die ständigen "Abschweifungen" vom Thema sind extrem nervig. Julia würde man doch eigentlich eher als kleines, naives Mädchen bezeichnen können als denn eine einser Abiturientin.
Mein Fazit ist: das wird das einzige Buch sein welches ich von Thea Dorn gelesen habe.
Mein Tipp an Alle die es gerne wirklich spannend haben. Cody McFadyen lesen. Der ist garantiert nicht langweilig. Sorry, sollte sich jemand auf den Schlips getreten fühlen, aber das ist halt meine Meinung zu diesem Buch.

30.04.2011 15:19:35
Chantalle Rollwagen

Also ich bin grad mal so bei Setite 138 und bis jetzt finde ich es eigentlich gut aber ich finde es doof das so viel auf französchisch dasteht und das sie es nicht übersetzt . nur weil sie eine abiturienten ist. aber was sollen die machen die kein französisch können. Deshalb gibts dann viele ungelöste Fragen. Soe wollte eigentlich alles genau erklaären aber dann endschuldigte sie sich immer das sie es nicht schaffte oder das wir es uns selber ausdenken sollen. Aber ich finde es trotzdem Spannend . bis jetzt

15.04.2011 11:21:37
Sophia

ALso aLs ich nach einer woche das buch fertig geLesen habe und ich ein bisschen verwirrt war, denn es hat komplizierte gedankengänge die auftauchen wärend dem lesen.
Für mich als 17 jährige war der titel soo anlockend das ich es gekauft und gleich gelesen habe. jedoch das wärend der geschichte es einfach aufhört und dann briefe an einen längst verstorbenen kommen bevor man erfährt wie sie freikommt, war ein bisschen entäuschend

jedoch habe ich es schon einigen meiner freunde weiterempfohlen :))

06.10.2010 17:45:21
HeJe

Hm... ein seltsames Buch.

Der erste Teil des Buches ist aus Julias Sicht geschrieben. Sie berichtet, wie sie die 10 Tage ihrer Entführung und den Medienrummel um ihre Person erlebt hat. Dieser Teil ist vom Inhalt her schockierend, spannend (naja, sagen wir "interessant") und im Kopf bleibend. Wenn auch die Erzählweise unheimlich anstrengend zu lesen ist und den Leser (zumindest mich) nach einer gewissen Zeit ziemlich aggressiv macht, denn Julia wirft permanent mit Gedankengängen um sich, die sie in ihre Geschichte durch Klammern, teilweise dreifache, einbringt. Das bremst das Lesevergnügen und ich kann mich nicht davon freisprechen, mal hin und wieder die ein oder andere Klammer überlesen zu haben.

Der zweite Teil des Buches ist krass. Damit meine ich zum einen die Erzählweise (--> Briefform) als auch den Inhalt, doch dazu sage ich natürlich nichts. Das Erzählen als Brief ist fast genauso anstrengend zu lesen, wie die Ich-Perspektive aus dem ersten Teil. Es wird zu viel geschwafelt und gelabert, dass es echt sehr langatmig und regelrecht LANGWEILIG ist.

Für genügend Schockeffekte ist allerdings im zweiten Teil gesorgt. Allerdings verstehe ich bis heute nicht, wie, nein besser WARUM, Julia freigekommen ist. Vielleicht habe ich es auch übersprungen ... denn eigentlich hat man als LEser für meinen Geschmack nach zwei, drei Briefen Julias genug Informationen, um sich ein Bild über sie zu machen. Der Rest ist pures Seitenschinden.

Der Epilog des Buches bringt dann noch ein bisschen Aufschluss über Julias Seelenleben, wenn auch wieder viele Fragen damit verbunden sind, als auch viele Fragen einfach offen gelassen werden.

Insgesamt: 40 Grad für die Schockeffekte.

31.07.2010 11:58:16
peepsi

Also ich bin momentan noch nicht wirklich angetan von diesem Buch. Seit ungefähr 1, 5 Jahren bin ich jetzt an diesem Buch dran, habe mit voller Motivation angefangen, welche mit jeder Klammer, die gesetzt wurde, sank. Das führte auch dazu, dass ich das Buch immer wieder weg gelegt, andre Bücher zwischen geschoben und jetzt seit 3 Tagen wieder damit angefangen habe und jetzt nur noch 20 Seiten zu lesen habe. Teil eins des Buches fand ich nur verwirrend, umständlich geschrieben und zu lang um den heißen Brei geschrieben. \'Julia\' spricht von verschiedensten Foltermethoden, Spannung steigt, \'Julia\'fühlt sich nicht stark genug um sie zu beschreiben, Spannung sinkt und diese nicht enden wollenden Klammer-Sätze haben mich einfach mit der Zeit verrückt gemacht.
Teil zwei finde ich einfach nur psycho. Ich denke mir, Dorn wollte damit den schnellen und auch eigentlich absurden Zusammenhalt zwischen Täter und Opfer darstellen, allerdings würde so eine Beziehung bzw später auch einseitige Liebe niemals innerhalb 2 Wochen entstehen.
Ich finde das Buch ist von der Idee gut gedacht, allerdings nicht gerade überzeugend rübergebracht.
Vielleicht wird das Buch in den letzten 20 Seiten noch richtig gut, ich bezweifel dies aber stark.

20.07.2010 21:04:05
Mike S

Zweifellos ein lesenswertes Buch, das allerdings nicht ein gewöhnlicher Kriminalroman ist im Sinne eines "whodunnit". Auch der Ausgang der Story zeichnet sich recht früh ab, bis natürlich auf die Schlusspointe, die originell, aber auch ein wenig aufgesetzt ist. Andererseits steht sie natürlich für Julias Nachhaltigkeit der Störung. - Im Grunde aber hat sich Thea Dorn am Thema ein wenig verhoben, wie mir scheint. Das Erzählproblem ist natürlich der oben oft thematisierte Perspektivwechsel der Ich-Erzählerin. Er ist chronologisch an dem Moment verortet, wo Julia objektiv zur Tatbeteiligten avanciert. Im Grunde aber muss ihre "wahre Perspektive" schon früher eingesetzt haben. Wann genau begann die Identifizierung mit dem Täter. Sie wird später sogar für den Moment der Entführung eine Alternativversion anbieten, die kaum glaubwürdig erscheint. Heißt das vielleicht, dass der ganze zweite Teil ein Phantasieprodukt ihrer Traumatisierung ist und dass sie niemals Mittäterin war, sondern sich diese Rolle nachträglich erdichtet hat? Das entspräche aber nicht der Logik der Handlungsführung. Interessanterweise ändert sich mit dem Perspektivwechsel auch die Figur des David undzwar objektiv. Diese Figur ist ohnehin nicht sehr psychologisiert. Dorn tappt letztlich doch in eine ganze Reihe von Fallen ihres Erzählplans. Die größte für mich: Warum wird Julia im Moor nicht getötet? DAS ist der Knackpunkt der ganzen Erzählung. Es muss so sein, damit diese Reise überhaupt möglich wird, das Motiv Davids allerdings bleibt völlig dunkel, entspricht keinem anderen seiner Verhaltensmuster. Hier nur lapidar zu sagen, dass die Erzählerin es auch nicht weiß, ist mir ein wenig zu simpel. Übrigens: Die Androhung eines Amoklaufs empfinde ich auch als nicht sehr tragfähige Idee, die Story am Laufen zu halten. Sie macht Julia dümmer und ängstlicher, als sie ist. Zumal sie sich ja schon zeitgleich über vieles mit ihrem Peiniger streitet.
Also: "Überhoben".
Das soll aber niemand abhalten das Buch zu lesen. Interessant ist es allemal.

26.05.2010 19:58:01
Neole

Ich habe das Buch nicht schnell gelesen. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen und ziemlich bald erkannt, dass ich mit fünfzehn Jahren eigentlich nicht für "Mädchenmörder" geeignet bin. Ich habe es trotzdem gelesen, denn es ist fesselnd und bringt etwas mit sich, was ich noch nie in den ganzen Büchern, die ich schon verschlungen habe, gelesen habe.
Thea Dorn dramatisiert nicht. Dennoch lassen die vagen Andeutungen die schrecklichsten Fantasien aufblühen. das Buch ist so authentisch geschrieben, dass ich mich erst versichert habe, dass es nicht schon einmal einen ähnlichen Fall gegeben hat.
ich bin begeistert und werde es vielen Leuten empfehlen, denn es ist ein gutes Buch, wenn auch nicht für zarte besaitete gedacht...

07.05.2010 21:11:05
eishockeyoma

Habe das Buchsoeben fertig gelesen.
Nach circa 4 Stunden war ich durch und muss sagen, wow!
Das für mich beste Buch Thea Dorns, es schlägt auch die Hinrkönigin und die Brut, meine bisherigen Favoriten.
Auf den Inhalt muss ich wohl nicht mehr eingehen und irgendwelche philosophischen Bewertungen wohl auch nicht verfassen.
Das Buch hat mich im ersten Teil absolut gefesselt und im zweiten Teil zum Grübeln gebracht. Was für eine arme, misshandelte Seele muss Julia sein, dass sie David im zweiten Teil als Geliebten wahrnimmt. Das Ritzen Ihrer Haut lässt schon am Anfang den Beginn einer Borderlineerkrankung vermuten und diese wird mit ihrem krassen Schwarz-Weiß Denken im zweiten Teil verstärkt.
Chapeau Frau Dorn, für ein dermassen intensives Buch! Erschreckend finde ich nur eines, obwohl die Graumsamkeiten nur andeutungsweise dargestellt werden, wie das Fahrrad ohne Sattel, WEISS jeder Leser, was David da mit Julia gemacht hat. Somit ist mal wieder bewiesen, in jedem Menschen steckt auch das Böse.

30.04.2010 23:58:00
gelegenheitsleser

ich habe dieses buch in zwei tagen durchgelesen und ich bin froh, dass ich auf dieser seite erfahrungen und eindrücke wahrnehmen kann, die ich genauso empfinde. an manchen stellen ist es wirklich langatmig und manchmal will man überspringen, aber die wendung in der mitte des buches kommt doch überraschend. ich muss dazu sagen, dass ich sonst eher fachzeitschriften oder zeitungen lese und es eher zufall war, dass ich mir am flughafen dieses buch gekauft habe. aber es beschäftigt mich dermaßen, dass ich im internet mal ausschau halten mußte, was andere so von diesem buch halten. ich frage mich ebenso wie man diese realistischen phantasien entwickeln kann, und ob sich diese geschichte nicht auch wirklich so zugetragen haben könnte. der inhalt des buches beschäftigt mich, obwohl ich mich damit gar nicht beschäftigen möchte. es ist ein komisches gefühl und ich kann mich einigen nur anschließen: dieses buch ist sicher nicht für jeden geeignet.

23.03.2010 18:34:40
elzevira

Ist schlicht geschwätzig. Und natürlich müssen, um den Konsumenten bei der Stange zu halten, konkrete Fälle wie Dutroux (Belgien) oder Kampusch (Österreich) mit verwurstet werden, was ich wenig geschmackvoll finde. Kurz gesagt: Tante Thea erzählt ihrem Kaffeekränzchen eine Räuberpistole. Also, ab in die Tonne.

14.03.2010 17:48:38
Tempe

Für mich war das Buch gelinde gesagt ein Schock, im ersten Teil denkt man sich doch wie arm dran die Julia doch ist und im 2 teil das gegenteil zu erfahren.
An und für sich ist das buch gut aufgebaut und hat was erschreckendes an sich, doch für mich war das ein bisschen zu viel psycho, vorallem das es wirklich so passieren kann!
Desewegen bekommt es von mir 70%

30.10.2009 01:24:27
Hervé

Das Buch hat einige intelligente kompositorische Tricks, aber die sind am Ende einfach zu viele, neutralisieren sich deshalb gegenseitig, die Storyline verheddert sich hoffnungslos, so dass - leider - am Ende (fast) nur die narzisstische Nabelschau der Ich-Erzählerin rauskommt.

Pompös fängt die Ich-Erzählerin den "öffentlichen" Teil damit an, dass sie alles so, wie es wirklich war, erzählen wolle. Dann tut sie aber gerade das nicht, sondern verquickt eine - berechtigte! - Schelte an der kurzlebigen Sensationspresse und an als Journalisten getarnten Sonntagspsychologen mit einer öffentlichkeitstauglichen Beschreibung dessen, was ein Entführungs- und Vergewaltigungsopfer wohl fühlen muss. Eigentlich hätte man aus dieser Diskrepanz Aufrichtigkeitsanspruch vs. Mainstreaming der Geschichte was machen können, wenn man wirklich in dem Roman so etwas wie eine psycholgische Entwicklung erkennen könnte. Aber ein anderer kompositorischer Kniff schließt das völlig aus. Denn nicht eine Wandlung findet statt, sondern gerade zu dem Zeitpunkt, wo erstmals klar wird, dass David und Julia polizeilich verfolgt werden, bricht der "öffentliche" Teil unvermittelt ab, eine neue Word-Datei wird geöffnet und der "private" Teil beginnt. Gerade weil der Perspektivwechsel aber mit der Erkenntnis stattfindet, dass die beiden verfolgt werden, ist der Wechsel aber wieder von außen aufgezwungen, nicht Resultat eines echten Bekenntnisses zu sich selbst als "Mittäterin" (komme dieses Bekenntnis nun aus tiefstem Herzen oder dem Stockholm-Syndrom). Zwar wird das von der Autorin etwas in der Schwebe gelassen, aber dass der zweite Teil von der Nostalgie und dem Vermissen des Geliebten geprägt ist, spricht eben gerade nicht dafür, dass die Ich-Erzählen Distanz zu sich selbst gewinnen will oder eine psychische Störung durchlebt, weil sie in sich unbewusste Leidenschaften entdeckt hat, mit denen sie nicht klarkommt. Ebenfalls kompositorisch eigentlich intelligent ist es, dass im zweiten, "privaten" Teil die Schreibe flüssig und klar ist, so dass der Eindruck vermittelt wird, die Ich-Erzählerin sei ganz mit sich im Reinen. Im ersten Teil dagegen, der ja eigentlich für die Öffentlichkeit bestimmt ist, wimmelt es von Lindwurmsätzen und mehrfachgeklammerten Einschüben so sehr, dass der Text schwere Kost, mitunter widerlich bis unverdaubar wird.

Und so reihen sich die kompositorischen Kniffe und narrativen Brüche in einer Vielzahl aneinander, dass sie letztlich im Text zur Beliebigkeit verkommen.

Gerade weil die Ich-Erzählerin im zweiten Teil, der der Anlage des Buchs nach ja der "ehrlichere" ist, so sehr mit sich im Reinen ist, hat der Roman aber auch nichts mit dem Stockholm-Syndrom zu tun, von dem alle Welt redet. Die erzählte Julia Lenz versucht ja nicht nur, die Verbrechen David Hoss\' sich selbst und Dritten gegenüber zu entschuldigen, sondern entwickelt je länger, desto mehr Stolz darauf, dass sie ihm beim Einfangen seiner Opfer clever behilflich ist. Sie scheint auch nicht unter dem Überlebenden-Syndrom zu leiden, obwohl sie das als Grund anführt, warum sie den "öffentlichen" Teil schreibt. Sie entwickelt rund um den Mord an der spanischen Nonne Lucía in Lourdes ja selbst ein gesteigertes Empfinden, im Sinne einer höheren Sache, einer höheren Gerechtigkeit zu handeln, will je länger, desto mehr beweisen, dass das Schicksal David und sie zu Aposteln der Nichtexistenz (des christlichen) Gottes ausersehen hat. All das ist deutlich mehr als das, was man als Solidarisierung des Opfers mit dem Täter unter dem Etikett Stockholm-Syndrom kennt.

Im Prinzip ist Julias Entführung für sie nicht mehr als die durch Leiden erreichte Möglichkeit, aus der verhassten kleinbürgerlichen Welt ihrer Mutter auszubrechen. Dank ihrer Entführung ist sie bei etwas Großem, etwas Enormem im eigentlichen Wortsinn - außerhalb des Normalen - dabei, zu Beginn als reines Opfer, zum Ende als reine Mittäterin. Aber auch das ist keiner nachvollziehbaren Entwicklung geschuldet, sondern dem Perspektivbruch. Sie fühlt sich als keinen Zwängen mehr unterworfen, weil sie Teil des Großen ist, weil sie David zum Vektor ihrer beider Enormität macht. Deshalb ist sie auch stocksauer, als sie beide, die ihrem Empfinden nach größer als der Rest der Welt sind, vom Türsteher des Edelschuppens in Sevilla (oder war das schon in Marbella?) nicht reingelassen werden. So etwas empfindet sie da bereits als Majestätsbeleidigung oder Blasphemie. Deshalb bricht für sie die "neue" Welt, in die sie ausgebrochen ist, zusammen, als David sie mit dem schlichten Satz "Es ist vorbei, flieg heim" an den Flughafen schickt und sich selbst - nun wieder komplett auf eigene Rechnung - aus dem Staub macht. Auch die vielen fremdsprachlichen Einsprengsel sind der Ausdruck des kleinbürgerlichen Wunschs, auch einmal etwas Besonderes, etwas Enormes zu sein. Sie reihen sich nahtlos bei den billigen Popkultur- und Massentourismusverteufelungen ein.

So ein bisschen ist die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Stockholm-Syndrom und Opferpsychosen immer mit drin, aber gerade durch die zu dick aufgetragenen narrativen Brüche und Spiegelungen lässt Frau Dorn dieses Potenzial am Ende leider weitgehend ungenutzt liegen.

Die Stärke des Romans ist es, dass die Autorin stets bei der ausschließlichen Ich-Perspektive bleibt und über die fingierten Liebesbriefe eine dennoch eine Möglichkeit findet, dem Leser Episoden und Empfindungen plausibel mitzuteilen, die die Ich-Erzählerin ja sonst nie erzählen würde, weil sie sie ja bereits kennt. Nie lässt sich Frau Dorn auf "klassisches" Kriminiveau oder Liebeskitsch herab. Sie gönnt dem Leser keine Erholung von Julia Lenz\' Narzissmus. Das macht das Buch zu einem intelligent angelegten Roman. Zu den skizzierten kompositorischen Schwächen kommen jedoch einige handwerkliche Mängel: Einserabiturientin kennt die ETA nicht, obwohl sie gerade am Rand des Baskenlands rumfährt; 2039 soll man eine Word-Datei aus dem Jahr 2006 oder 2007 noch problemlos öffnen können; die soll sich ausgerechnet auf einem äußerst anfälligen Memory Stick erhalten haben; die Quatre Jours de Dunkerque kämpfen seit 2007 mit dem Überleben, dass sie bis 2039 überhaupt so oft - für Damen obendrein - ausgetragen sein sollen, dass Holly Spring sie fünfmal gewonnen haben kann, ist unplausibel bis Unsinn.

Deshalb ist das Buch gut durch das, was aus ihm hätte werden können, und weil es eine ungewöhnliche und mitunter verstörende Erzählhaltung einnimmt. Lesenswert oder nur gelungen ist es leider nicht.

14.10.2009 21:26:50
Frank

Über den Inhalt mag ich mich nicht groß auslassen, das wurde ja bereits von anderen treffen getan. In der Kurzform genügt es wohl anzumerken, dass das Buch in zwei Teile gegliedert ist. Im ersten Teil wird die Entführung eines Mädchens durch einen Psychopathen aus der Sicht der Betroffenen pressegerecht geschildert. Das erinnert -wie ja bereits erwähnt wurde- in vielen Momenten an den Fall Kampusch.
Im zweiten Teil erfahren wir dann wesentliche Details (Stichwort: Stockholm Syndrom) die durch das Mädchen in Briefen an ihren Entführer offenbart werden.
Nachdem T.Dorn die Hauptprotagonistin schon im ersten Teil unsymphatisch wirken lässt, untermauert sie das im zweiten dann endgültig. Moralisch sicher fraglich, aber wegen mir hätte sie ruhig über die Klinge springen können. Selten hat mich ein Charakter mehr genervt.
Damit nicht genug ist der ganze Roman auch völlig frei von jeglicher Spannung, das hat meine Lesezeit häppchenweise auf geschätzte 4 Monate geschraubt.
Tiefenpsychologisch mag das für einige interessant sein - ich fand es entsetzlich langweilig.
Für mich ein klarer Anwärter auf den Flop des Jahres. Aufgrund des halbwegs interessanten Themas und des (einigermaßen) flotten 1sten Teiles noch knappe 30%.

12.07.2009 14:49:33
sherlyholmes

Dieses Buch hat mich völlig verstört . Eigentlich ist es weder Krimi noch Thriller - und dann wieder doch - es ist mir nicht gelungen, es einzuorden. Es liest sich vielmehr wie ein Erfahrungsbericht der grausamsten Sorte.
Die Schilderungen der Vorgehensweise des Vergewaltigers sind dermaßen detailliert, dass ich in diesem Buch eine ganz andere Gefahr sehe - nämlich, dass sich potenzielle Übeltäter inspirieren lassen könnten. Erschwert wird das Ganz noch dadurch, dass man beim Lesen schon bald Zweifel bekommt, ob die Übergriffe des Täters dem Opfer wirklich unrecht sind.
Das Gefühl hat mich dermaßen verwirrt, dass ich die Lektüre abbrechen musste.
Ich kann dieses Buch deshalb nicht weiterempfehlen, weil ich nicht weiß, wieviel die Leser im allgemeinen vertragen.

17.06.2009 18:17:44
Ich.

Ich finde die handlung ist chronologisch interessant strukturiert, die Personen sind ebenfalls interessant chakterisiert, aber die spannung ist mäßig - zumindest für meinen Geschmack. außerdem ist er als Liebesroman tituliert, was ein bißchen seltsam ist.Der Schlußgag mit denUSB-Sticks(Briefe) war nicht schlecht.Auf jeden Fall keine Durchschnittspsychopathenkost.

17.06.2009 13:04:01
koepper

"Mädchenmörder ist ein seltsames Buch. es besteht aus zwei Teilen. Während der erste Teil, die Beschreibung ihres Martyriums gelungen ist, konnte ich mit dem zweiten Teil überhaupt nichts anfangen.
Was mir völlig fehlt, ist die Erklärung für die Motive des Handelns der Personen. Warum wird jemand zum sadistischen Peiniger, welche Hintergründe führen zum Verhalten des Opfers. Während der erste Teil noch plausibel und weitgehend nachvollziehbar ist, konnte ich die Ausführungen des zweiten Teils schlichtweg nicht verstehen. Daher hinterläßt das Buch von Thea Dorn bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Lesenswert ist es auf jeden Fall; ich kann aber nicht sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat.

15.06.2009 13:21:22
CraZy.

mh die Meinung ist ja nicht die Beste. Ic habe das Buch gerade fertig gelesn und konnte manchmal nichts entscheiden ob das eine wirklich eoder erfundene Geschichte war. Der erste Teil und die Briefe haben mich eigentlich überzeugt, das es eine reine Erfindung ist, doch bei dem Epilog musst ich wirklich kurz drüber nachdenken, kann das wirklich passiert sein?... weil ist schon iwie bisschen überzeugend, wenn auch manchmal etwas übertrieben ;).
Ich find das Buch einfach nur gelungen.

17.01.2009 06:28:50
Seelenschrott

Frage: Woher nimmt Frau Dorn ihre - man kann fast schon sagen - "sadomasochistischen" Phantasien, die sie dem "Zeitgeist" entsprechend so leichthändig unters Volk streuen kann? Sind diese gespenstischen "Romane", die am Fliesband ihrem Hirn entspringen, nicht in Wahrheit chiffrierte "Autobiografien"?

08.08.2008 09:32:03
Chan Mobek

Männer werden in dem Buch wie täglich in den deutschen Medien als Mörder, Vergewaltiger, Kinderschändler, Frauenhändler, Perverse usw. dargestellt. Dahinter steckt eine Politik: Wenn Männer als Täter (die "Bösen" ) dargestellt werden, muss das Leid, das sie Frauen, den ewigen Opfern, antun, wiedergutgemacht werden. Wie? Indem man wichtige, interessante und gutbezahlte Stellen an Frauen vergibt. Die Diskreditierung der Männer in den Medien ist ein Mittel der Frauenpolitik/Gleichstellungspolitik. Wann wird dieser faschistische Feminismus, den Frau Dorn repräsentiert, endlich aufhören?

18.07.2008 17:42:47
Schrodo

Wie kann nur jemand einen Kommentar zu einer Lesermeinung abgeben, der dieses Buch überhaupt nicht gelesen hat??? Grundvoraussetzung sollte doch sein, dass man weiss worüber man spricht!!!

17.07.2008 22:23:21
Kommentar zu Lilly

Ich habe das Buch nicht gelsesen, finde den Kommentar von Lilly aber nicht sehr gut durchdacht. Sie sagt, dass Julia in dem Buch nicht genug Allgemeinwissen hat, was ich mir auch gut vorstellen kann. Danach geht sie aber darauf ein, dass Julia hätter erkennen müssen, was mit ihr passiert und diese Situation akzeptieren müssen in der sie gefangen war. Dies hat aber meiner Meinung nach ( auch ohne das Buch gelesen zu haben ) nichts mit Allgemeinwissen zu tun. Es gibt nunmal verschiedene Arten von Intelligenz und auch der schlechteste Abiturient oder auch ein Hauptschüler kann erkennen, dass er eine Situation akzeptieren muss. Und ebenso gut kann eine gute Abiturientin NICHT erkennen, was mit ihr passiert, weil sich vielecht emotional oder sozial nicht intelligent ist.
Das Lilly am Ende darauf eigneht, dass in dem Roman zu wenig über die Wandlung, die Julia vollzogen hat, geschrieben hat, finde ich auch nicht nachvollziehbar, denn es kommt doch in einem guten Roman und besonders in diesem, in dem man sich sowieso viel selbst vorstellen soll darauf an, selbst zu interpretieren oder wenigstens nicht alles auf direktem Wegen zu erfahren. Dies macht einen Roman meiner Meinung nach sehr interessant.
Um jetzt nicht nur negative Kritik zu dem Kommentar loszuwerden, kann ich auch noch sagen, dass viele Sachen durchaus nachvollziehbar und gut erklärt sind. ;) liebe Grüße

28.06.2008 04:53:15
Fr34k

Also ich hab das Buch auch gelesen. Ich hab auch einige andere Meinungen gehört, und ich kann sie auch verstehen, aber ich bin begeistert. Nicht das Buch selbst, muss ich sagen, es gibt schon bessere. Es ist verdammt schwer in Worte zu fassen, was ich meine, aber das Schlimme an dem Buch ist, wenn mans beendet hat. Man versteht Julia, auf eine Weise, vor allem was in den briefen steht , hat mich teilweise entsetzt, muss ich sagen. Julia ist bei weitem kein Charakter, mit dem man sich sofort anfreundet, wobei sie mir sehr kernig und nett erscheint, aber das sieht jeder anders.

Wer ein Buch sucht, zum zwischendurch Lesen und es danach wieder zu vergessen, ist hier falsch geraten. Das Buch beshcäftigt einen nach dem Lesen, habe sogar mal davon geträumt.
Es sind die Nachwirkungen, die die Bücher von Thea Dorn ausmachen und nicht das Buch selbst. Denn da gibts Bessere - aber diese vergisst man wieder schnell.
Und das Buch bleibt in Erinnerung, find ich.
Das Buch ist sehr gelungen, doch es wird wohl nciht jedem Menschen gefallen, da die Charaktere alle sher tiefgründig sind und das Buch eher oberflächlich bleibt und erst in den Briefen tiefer geht.

05.06.2008 11:35:47
Lilly

Ich habe mir das Buch gekauft, weil mich das Thema interessiert. Ich hatte vor ein paar Jahren "Der Sammler" gelesen und wollte noch einmal eine ähnliche, aber andere Geschichte hören. Was bisher bemängelt wurde, war vor allem der Schreibstil. Ich bin selbst nicht viel älter als Julia, habe ebenfalls ein sehr gutes Abitur gemacht und kann ihre Ansichten sehr gut nachvollziehen, da ich in den meisten Dingen genauso denke. Ich sehe also Julia durchaus als authentische Person an. Was mich wirklich gestört hat, waren nicht die "Abschweifungen vom Thema", die ich ebenso hätte schreiben können, auch nicht die Fremdwörter und Einschübe in Italienisch, Französisch oder Spanisch, die ebenfalls von mir hätten stammen können und die man meiner Ansicht nach alle verstehen konnte, auch wenn man die Sprachen nicht gelernt hat. (Ich selbst spreche zwar ein bisschen bis recht gut Italienisch und Französisch, Spanisch jedoch hatte ich nie gelernt und habe dennoch alles verstanden.)
Die Klammern gingen mir natürlich auf den Keks. Aber ihr mangelndes Allgemeinwissen hat mich am meisten geärgert, da ich einen ähnlichen Hintergrund habe und die Autorin von einer Einserabiturientin offensichtlich nicht erwartet, dass sie mit dem Begriff "ETA" etwas anfangen kann. Es sind viele Dinge erwähnt, von denen ich einfach nicht glauben kann, dass sie eine Einserabiturientin nicht weiß. So kommt der Verdacht auf, dass Julia von dem Begriff "Stockholmsyndrom" erst nach ihrer Entführung erfahren hat. Spätestens seit dem Bondfilm "Die Welt ist nicht genug" sollte man mit diesem Begriff aber vertraut sein, vor allem eine Einserabiturientin. (Wie ist sie mit einer recht mangelhaften Allgemeinbildung zu diesem guten Durchschnitt gekommen, frage ich mich.) Hätte sie sich nicht Gedanken darüber machen müssen? Hätte sie nicht bemerken müssen, was mit ihr passiert? Sie hätte das, was in ihr vorging, akzeptieren können, auch wenn sie es durchschaute. Aber dass sie die Parallele nicht sehen will, kommt mir unglaubwürdig vor.
Ihre Trotzreaktion fand ich hingegen durchaus nachvollziehbar, ich hätte mich vermutlich ähnlich verhalten. Was mir fehlt, ist die Geschichte, wie sie ihre innere Wandlung vom Opfer zum Mittäter erfahren hat. Natürlich ist alles aus ihrer späteren, sehr subjektiven Sicht geschrieben, daher ist das in diesem Buch schwer zu beschreiben. Vielleicht hätte die Perspektive doch besser eine andere sein sollen. Aber eigentlich glaube ich nicht, dass sie im Nachhinein nicht alles nachvollziehen kann und stattdessen sogar den Beginn ihrer Entführung verklärt.
Nach der Einleitung, dass sie wirklich alles erzählen will, hatte ich das auch erwartet. Aber dann werden breite zumeist natürlich schlimme Szenen ausgespart, von denen ich nicht denke, dass sie es nicht hätte beschreiben können. Sicher entstehen Bilder im Kopf des Lesers, doch mich hätte die "Wirklichkeit" hier mehr interessiert. Ich dachte bei der Beschreibung ihres Gefängnisses eher, wie blöd das alles ist. Ich denke, dass ich den Entführer recht ganz verstanden habe, auch ohne spätere Erklärungen. So wird recht deutlich gesagt wird, dass es ihm wohl mehr darum geht, alles unter Kontrolle zu haben, besonders sich selbst, was mir auch ohne diese Erläuterung in den Sinn gekommen wäre. Ich denke aber nicht, dass das Gefängnis zu diesem Mann passt. (Ich habe den Anfang nach beendigter Lektüre noch einmal gelesen.) Sicher waren diese Foltermethoden alles andere als angenehm, doch warum Julia nicht ein einziges Mal der Gedanke kam, wie idiotisch und absurd das alles ist (was mir beim Lesen dauernd durch den Kopf spukte), ist mir schleierhaft. Angst - natürlich, aber in erster Linie wäre mir klar geworden, dass er jemand mit einer völlig idiotischen Phantasie ist. Und wenn Julia bescheuerte Liedtexte verurteilen kann, warum dann nicht auch bescheuerte Phantasien? Warum hat sie den Mann nicht ebenso verurteilt?
Wie und warum sich ihre Wandlung vollzogen hat, ist mir nach wie vor nicht bis ins letzte Detail klar. Ich kann es mir durchaus vorstellen, aber ich hätte es gerne von Julia selbst erfahren. In diesem Fall wäre etwas mehr an Erklärung auch tatsächlich mehr gewesen.

22.05.2008 11:41:05
Schrodo

Mädchenmörder ist das zweite Buch das ich von Frau Dorn gelesen habe…und es wird bestimmt das letzte gewesen sein! Vom ersten „Hirnkönigin“ war ich genauso maßlos enttäuscht wie von diesem. Warum für Hirnkönigin den Krimipreis verliehen wurde ist mir bis Heute vollkommen unverständlich.
Zur Story: Die Abiturientin Julia wird entführt…misshandelt…und auf eine Fahrt quer durch Europa mitgenommen. Der Täter, ein gescheiterter Radrennfahrer, zieht eine blutige Spur durch die Story. Erzählt wird alles aus der Sicht der Geisel Julia. Soweit so Gut. Daraus hätte man ja schon etwas machen können, wenn da der Schreibstil nicht gewesen wäre! Es werden andauernd neue, seitenlange total unwichtige Einwürfe geschrieben die mit der Geschichte wenig bis nichts zu tun haben. Ich hatte Mühe den Faden nicht zu verlieren. Außerdem musste ich sehr oft im Internet nachforschen, was die vielen Fremdsprachigen Wörter bedeuten. Gut fand ich den originellen Schluss des Buches…das ist meiner Meinung nach auch das einzig Gute daran. Welchen Antrieb der Täter hatte bleibt offen…der Grund sein gesundheitliches Karriereende ist mir zu einfach. Ich werde aller Wahrscheinlichkeit nach nie mehr ein Buch der Frau Dorn lesen…vielleicht bin ich ja einfach zu doof um ihre Bücher zu begreifen.
Und die 91° von Frau Dietzsch verstehe ich schon gar nicht.
Von mir max 30°

16.05.2008 19:04:06
H.A.

Ich habe "Mädchenmörder" von Thea Dorn beendet. Ich hatte es trotz vieler negativer Bewertungen gekauft, weil mich das Thema (Stockholm-Syndrom) interessiert und ich gehofft habe, dennoch ein gutes und spannendes Buch zu bekommen. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und das leider mehr als schlecht. Es wird suggeriert, dass eine 1,0 Abiturientin ihre Erlebnisse aufschreibt, leider ist das dem Schreibstil nicht anzumerken und mit Klammern wird nur so um sich geworfen. Es gibt teilweise 5 Klammern am Stück und viele sinnlose Einwürfe, die den Lesefluss stark stören. Was mich nach einiger Zeit fast so aufgeregt hat, wie die Klammern waren die ganzen spanischen, französischen und italienischen (habe ich sie alle?) Wörter, die einfach nicht nötig waren und wo man auch im deutschen hätte bleiben können.
Zum Inhalt: Wie ich schon oben geschrieben habe, hab ich mir das Buch hauptsächlich wegen des behandelten Themas gekauft. Nun möchte ich hier nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber das Thema ist sehr schlecht umgesetzt. Beim Stockholm-Syndrom, ensteht eine Opfer-Täter Beziehung, die meistens aus falsch verstandener Dankbarkeit des Opfers gegenüber dem Täter ensteht. In diesem Buch wird aber überhapt nicht deutlich, warum Julia sich so zu "ihrem Peiniger" hingezogen fühlt und sogar einige Sachen macht (möchte nicht zu viel verraten, kommt in der zweiten Hälfte des Buches vor). Auch ist sie mir durch ihre ständige Nörgelei (z.B. über das Lied "Hips don`t lie"; "Germany`s next Topmodel" und andere Sachen) ziemlich auf den keks gegangen, so dass ich keinerlei Sympathie oder gar Mitleid für sie empfinden konnte. Und wenn es einer Schrifstellerin nicht gelingt, mir zumindest einen Protagonisten näher zu bringen, so dass ich Zugang zur Geschichte bekomme, dann hat sie was falsch gemacht, denn sowas macht ein Buch aus.
Für mich war dieses Buch sprachlich wie inhaltlich eine Katastrophe und ich werde es niemanden weiterempfehlen.

16.05.2008 19:00:58
H.A.

Ich habe "Mädchenmörder" von Thea Dorn beendet. Ich hatte es trotz vieler negativer Bewertungen gekauft, weil mich das Thema (Stockholm-Syndrom) interessiert und ich gehofft habe, dennoch ein gutes und spannendes Buch zu bekommen. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und das leider mehr als schlecht. Es wird suggeriert, dass eine 1,0 Abiturientin ihre Erlebnisse aufschreibt, leider ist das dem Schreibstil nicht anzumerken und mit Klammern wird nur so um sich geworfen. Es gibt teilweise 5 Klammern am Stück und viele sinnlose Einwürfe, die den Lesefluss stark stören. Was mich nach einiger Zeit fast so aufgeregt hat, wie die Klammern waren die ganzen spanischen, französischen und italienischen (habe ich sie alle?) Wörter, die einfach nicht nötig waren und wo man auch im deutschen hätte bleiben können.
Zum Inhalt: Wie ich schon oben geschrieben habe, hab ich mir das Buch hauptsächlich wegen des behandelten Themas gekauft. Nun möchte ich hier nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber das Thema ist sehr schlecht umgesetzt. Beim Stockholm-Syndrom, ensteht eine Opfer-Täter Beziehung, die meistens aus falsch verstandener Dankbarkeit des Opfers gegenüber dem Täter ensteht. In diesem Buch wird aber überhapt nicht deutlich, warum Julia sich so zu "ihrem Peiniger" hingezogen fühlt und sogar einige Sachen macht (möchte nicht zu viel verraten, kommt in der zweiten Hälfte des Buches vor). Auch ist sie mir durch ihre ständige Nörgelei (z.B. über das Lied "Hips don`t lie"; "Germany`s next Topmodel" und andere Sachen) ziemlich auf den keks gegangen, so dass ich keinerlei Sympathie oder gar Mitleid für sie empfinden konnte. Und wenn es einer Schrifstellerin nicht gelingt, mir zumindest einen Protagonisten näher zu bringen, so dass ich Zugang zur Geschichte bekomme, dann hat sie was falsch gemacht, denn sowas macht ein Buch aus.
Für mich war dieses Buch sprachlich wie inhaltlich eine Katastrophe und ich werde es niemanden weiterempfehlen.

16.05.2008 18:56:35
H.A.

Ich habe "Mädchenmörder" von Thea Dorn beendet. Ich hatte es trotz vieler negativer Bewertungen gekauft, weil mich das Thema (Stockholm-Syndrom) interessiert und ich gehofft habe, dennoch ein gutes und spannendes Buch zu bekommen. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und das leider mehr als schlecht. Es wird suggeriert, dass eine 1,0 Abiturientin ihre Erlebnisse aufschreibt, leider ist das dem Schreibstil nicht anzumerken und mit Klammern wird nur so um sich geworfen. Es gibt teilweise 5 Klammern am Stück und viele sinnlose Einwürfe, die den Lesefluss stark stören. Was mich nach einiger Zeit fast so aufgeregt hat, wie die Klammern waren die ganzen spanischen, französischen und italienischen (habe ich sie alle?) Wörter, die einfach nicht nötig waren und wo man auch im deutschen hätte bleiben können.
Zum Inhalt: Wie ich schon oben geschrieben habe, hab ich mir das Buch hauptsächlich wegen des behandelten Themas gekauft. Nun möchte ich hier nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber das Thema ist sehr schlecht umgesetzt. Beim Stockholm-Syndrom, ensteht eine Opfer-Täter Beziehung, die meistens aus falsch verstandener Dankbarkeit des Opfers gegenüber dem Täter ensteht. In diesem Buch wird aber überhapt nicht deutlich, warum Julia sich so zu "ihrem Peiniger" hingezogen fühlt und sogar einige Sachen macht (möchte nicht zu viel verraten, kommt in der zweiten Hälfte des Buches vor). Auch ist sie mir durch ihre ständige Nörgelei (z.B. über das Lied "Hips don`t lie"; "Germany`s next Topmodel" und andere Sachen) ziemlich auf den keks gegangen, so dass ich keinerlei Sympathie oder gar Mitleid für sie empfinden konnte. Und wenn es einer Schrifstellerin nicht gelingt, mir zumindest einen Protagonisten näher zu bringen, so dass ich Zugang zur Geschichte bekomme, dann hat sie was falsch gemacht, denn sowas macht ein Buch aus.
Für mich war dieses Buch sprachlich wie inhaltlich eine Katastrophe und ich werde es niemanden weiterempfehlen.

13.05.2008 07:42:31
UschiMalone

Habe mich gestern mit dem "Mädchenmörder" ohne große Erwartungen auf die Rheinwiesen in die Sonne gelegt - und das Buch voller Begeisterung in einem Rutsch ausgelesen. In knapper, sachlicher Sprache wird etwas viel Aufwühlenderes als ein Liebesroman und etwas viel Dramatischeres als ein gewöhnlicher Krimi erzählt. Bin immer noch ganz betroffen und die Thematik in ungewöhnlicher Erzählweise wird mir sicher noch lange im Hirn umherwandern.

13.05.2008 07:26:56
Dr. Ursula Kempf

Habe mich gestern mit dem "Mädchenmörder" ohne große Erwartungen auf die Rheinwiesen in die Sonne gelegt . und war begeistert !!! Habe diese "Liebesgeschichte", die viel mehr ist als ein Liebesroman und viel aufwühlender als ein gewöhnlicher Krimi in einem Rutsch durchgelesen. Habe mich von Seite zu Seite, von Kapitel zu Kapitel gehangelt und konnte einfach nicht mehr aufhören. Die Thematik und die Erzählweise wird mir sicher noch lange im Hirn umherspuken .

28.03.2008 18:20:29
Franziska Jacob

Lang hat's gedauert, bis Thea Dorn endlich mal wieder einen Roman vorgelegt hat! "Mädchenmörder" sprengt das Krimi-Genre ja nun eigentlich bei Weitem, aber das Schreckensszenario, das sich hinter der so sachlichen Erzählung von Julia im Kopf des Lesers abspielt, hat mich schier umgehauen... Ein Buch, bei dem man genau und zwischen den Zeilen lesen sollte!

20.03.2008 20:22:37
Schöller Bianka

also ich finde es ist ein super buch...!
das einzige das mich stört sind die Fremdwörter...!
ansonsten ist mit "Mädchenmörder" thea dorn ein absolut fantastischer roman gelungen... !