Stumme Zeugen

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2008, Seiten: 456, Übersetzt: Bernhard Liesen

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Lars Schafft
Dunkle Machenschaften unter dem blauen Himmel Nord-Idahos

Buch-Rezension von Lars Schafft Jan 2008

Willkommen in Nord-Idaho, im "Blue Heaven", dem "blauen Himmel". Das ist nicht nur der Originaltitel von Stumme Zeugen, sondern auch der Beiname dieses sehr naturbelassenen Landstriches im Nordwesten der USA, angrenzend an Kanada. Wer bei "Blue Heaven" an langgestreckte Wälder, klare Flüsse und Seen und versprengte Dörfer denkt, liegt sicherlich nicht ganz falsch. Doch der Norden Idahos trägt nicht deswegen diesen Namen. Vielmehr ist er zu einem Zufluchtsort kalifornischer Cops geworden, die wohl der Sonne als auch dem wahrscheinlich nicht unstressigen Großstadtleben überdrüssig geworden sind. Nord-Idaho: Himmel für die Blau-Uniformierten. 

Dieser "Blue Heaven" ist der Handlungsort des ersten Stand-Alones von C.J. Box, der in den Staaten vor allem durch seine Joe-Pickett-Reihe, Krimis über einen Wildhüter, durchaus bekannt geworden ist. In Deutschland ist mit Keine Schonzeit nur der erste Teil davon und dazu noch weitgehendst unbeachtet erschienen. Angesichts der Qualität von Stumme Zeugen dürfen die hiesigen Leser hoffen, auch in den Genuss der Folge-Bände zu kommen - den Box´ Thriller ist ein überraschend komplex-intelligent geplottetes Buch, was absolut nicht im Widerspruch zum wirklichen Thrill stehen muss. Davon hat Box einigen auf Lager.

Es ist Freitag, halb fünf nachmittags. Nach der Schule machen sich die zwölfjährige Annie und ihr kleiner Bruder William zum nahegelegenen Fluß im Wald auf. Angeln wollen sie gehen, endlich das tun, was Tom, der neue Geliebte ihrer Mutter, ihnen schon so lange versprochen und nie gehalten hat. Doch zum Angeln sollen sie nicht kommen. Annie und William werden Zeugen einer kaltblütigen Hinrichtung und noch bevor sie das grauenhafte Schauspiel verarbeiten können, werden die beiden Kinder von den Mördern entdeckt. In Panik irren die beiden Kinder durchs Unterholz, bis sie endlich im Wagen von Mr. Swann, einem älteren Bewohner des Nestes Kootenai Bay, Unterschlupf finden. Was weder der gute Mr. Swann noch Annie und William anfangs ahnen: Sie haben es mit Profis zu tun, eben besagten Cops, die in Idaho ihre neue Heimat gefunden haben und die dort bislang herrschende strikt reglementierte, ländliche Weltordnung aus den Angeln heben. Und es ist gar nicht so einfach zu durchschauen, wem die Kinder Vertrauen dürfen und wer vielleicht doch etwas ganz anders im Schilde führt, als er vorgibt...

Der Plot von Stumme Zeugen klingt so betrachtet nach einer actionreichen Verfolgungsjagd, die Box vermeintlich stringent erzählt. Doch dem ist nicht so. Der Autor macht recht schnell weitere Handlungsstränge auf, führt unter anderem den alten Rancher Rawlins ein, der kurz vor dem Zwangsverkauf seines Guts steht oder den Ex-Cop Eduardo Villatoro, ein Latino, den es nach dreißig Jahren Bullen-Daseins ebenfalls von Kalifornien in den Norden gezogen hat - aus welchen Motiven allerdings, lässt Box im Unklaren.

Was durch diese Vielzahl von Charakteren unter der Oberfläche des Thrillers spürbar wird, ist ein US-interner Clash der Kulturen - gerade im Jahr der Präsidentschaftswahlen ein überaus beleuchtendes Thema. Hier die Großstädter, die frei nach dem Motto "been there, did that, done it" - Menschen, die also eigentlich alles erlebt haben - auf die leicht naiv wirkende, aber fest an ihren Werten festhaltende Landbevölkerung trifft. Wie schief dies gehen, macht Box anschaulich an vielen Einzelschicksalen fest - Rancher Rawlins ist nur einer dieser bemitleidenswerten Figuren.

Und Box punktet - angesichts des Erzähltempos leicht zu übersehen - mit einem weiteren Punkt, der Stumme Zeugen zu einem Erlebnis macht: Es mag an seinem Job in der Tourismus-Branche der Rockies liegen, eventuell auch an seiner indianischer Herkunft - jedenfalls hat C.J. Box ein absolutes Händchen dafür, die mächtige Natur Nord-Idahos in prägnante, bildhafte Sätze zu verpacken, die den Leser tatsächlich mit auf eine Reise in den Nordwesten der USA nehmen. Allein das ist große Klasse.

Unterschwellige Gesellschaftskritik hin, einleuchtende Charakterzeichnungen her - dies sind nur die I-Tüpfelchen, die aus einem guten Thriller einen sehr guten machen. Wer einen Thriller in die Hand nehmt, möchte selbstverständlich in erster Linie den Nervenkitzel spüren. Und den gibt es en masse. Stumme Zeugen packt von der ersten Seite, lässt bis zum Ende der viertägigen Hetze auf Annie und Williams nicht los und berührt auch in vielen Situationen emotional. Dass Tess Gerritsen Stumme Zeugen als einen "der besten Thriller des Jahres" auf dem Cover anpreist, kann stutzig machen - dass dies Harlan Coben genau so sieht, gibt diesem Attribut schon weitaus mehr Gewicht. Und beide haben sie recht - dieser Thriller ist tatsächlich einer der besten, die seit langem über den großen Teich zu uns hinübergeschwappt sind. Und von C.J. Box möchten wir alsbald mehr lesen.

Stumme Zeugen

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Letzte Kommentare:
16.03.2012 12:51:38
Ronald Heinrich

Ich habe das Buch während eines Urlaubs innerhalb von 3 Tagen komplett gelesen.

Stumme Zeugen ist an sich nicht schlecht, irgendwie bleibt mir der Handlungsverlauf zu sehr an der Oberfläche. Ich fühlte mich nicht sehr gefesselt, geschweige denn in den Verlauf der Geschichte eingestiegen zu sein.

Ich werde mit Sicherheit C. J. Box nochmal die Gelegenheit mit einem seiner anderen Büchern geben.

16.12.2011 12:39:35
Frank

"Stumme Zeugen" ist nichts für Serienmörderfans. Er bedient auch die "bludürstige" Front nicht.
Aber er liefert eine gut durchdachte, spannend erzählte Geschichte.
"Box" versteht es seine Charaktere (insbesondere "Jess") fein zu zeichnen, er baut die Spannung kontinuierlich auf...um dann die Fäden zusammenzufügen.

Die Geschichte an sich wurde bereits zuvor treffend geschildert - bleibt nur der Tipp sich C.J. Box nicht entgehen zu lassen.
Seine Leserschaft hat er sich verdient.

06.12.2010 13:48:18
Chrisu

Annie ist mit dem neuen Freund ihrer Mutter überhaupt nicht einverstanden und streitet sich heftig mit ihr. Nach Schulende geht sie mit ihrem Bruder William zum Angeln, da Tom ja versprochen hat mit William zu gehen, aber dann nicht erschienen ist. Nur dieser Plan geht voll schief. Sie und ihr Bruder werden Zeugen, als ein Mann erschossen wurde und dann wurden sie beide gejagt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und sie wissen beide, wenn sie gefunden werden, wird man auch sie erschießen. Eine Suche nach den verschwunden Kindern wird eröffnet, aber auch die Mörder sind mit dabei und verfolgen aber ganz andere Ziele. Man wird richtig in das Geschehen hineingezogen, zittert mit den Kindern mit, damit sie nicht entdeckt werden.
C.J.Box schreibt wirklich sehr mitreissend und die Charaktere der einzelnen Personen sind sehr gut darstellen.
Es ist mein erstes Buch von Box, aber sicher nicht mein Letzes.

25.10.2010 00:19:43
Marv

C.J. Box Roman ‚Stumme Zeugen‘ hat nur bedingt etwas mit dem Klappentext der Taschenbuchausgabe zu tun, und das ist gut so. Statt einem reisserischen Thriller „..So beginnt eine gnadenlose Hetzjagd...“ hält man einen durchaus spannenden Roman in den Händen, der sich jedoch die Zeit nimmt, Personen Leben einzuhauchen und Landschaften lebendig werden zu lassen. Es werden mehrere Handlungsstränge aufgebaut, die sich im Laufe des Romans miteinander verbinden und geschickt zum Abschluss gebracht werden. Box hat einen stilistisch angenehmen und flüssig lesenden Schreibstil, der zusammen mit der gut erzählten Geschichte ein kurzweiliges Lesevergnügen schafft. In Summe ein solider, gut geschriebener ‚Thriller‘.

24.09.2010 16:59:12
realsatiriker

Es tut gut, mal wieder etwas zu lesen, was von der Handlung, dem Schauplatz und den Charakteren wohltuend vom "mainstream" abweicht.

Dies ist C.J. Box mit "Stumme Zeugen" gelungen, denn es geht nicht um einen einen oder mehrere Morde oder gar einen Serienkiller, es spielt nicht in einer der Metropolen dieser Welt, sondern in der Einöde Idahos und handelt von vielen Menschen, denen Ehrlichkeit, Heimatverbundenheit und Menschlichkeit noch etwas bedeuten. Dabei leidet die Spannung aber keineswegs, dafür sorgen ja schließlich die beiden Kinder Annie und William, welche auf der Flucht vor ihren Verfolgern, das ein oder andere Abenteuer zu bestehen haben.

Ein gelungener Krimi mit dichter Atmosphäre, der sich bei mir eine gute 85° verdient hat.

12.01.2010 13:06:33
Katja

Zufällig sah ich einer Buchladen dieses Buch. Angespornt durch die vielen Lobhudeleien auf dem Cover und Coverinnenseite nahm ich es mit.Die Story an sich ist zwar so nicht neu,aber trotzdem hat C.J. Box es geschafft, von mir eine Auszeichnung zu bekommen: Es gibt wohl nicht viele Autoren,die aus solcher schmalen Handlung solch einen knapp 500 Seiten Story schreiben können.Und genau da beginnt auch mein Eindruck von diesem Buch:Die ersten 20 Seiten lesen sich gut,die Kinder sehen das Verbrechen, laufen weg und verstecken sich im Wald. Dann beginnt der Autor mit den sinnvollen Wechseln zwischen den 3 Storyfäden. dadurch ist sehr schnell aber auch klar, wer die "Übeltäter" sind. Das wäre an sich kein Problem,wenn dann die Spannung andererseits aufgebaut wäre.Die dann kommenden 200 Seiten waren für mich mega langweilig, mehrere male wollte ich das Buch in den Winterschnee schmeißen, aber irgendwie blieb die Hoffnung,die Spannung möge noch kommen. Pustekuchen!In der 2. Hälfte wurde es dann zwar spannungsmäßig besser, und man wusste,wie der "große Wild-West-Showdown" aussehen würde, die einzige Überraschung, die C.J. Box dann parat hatte, war, wer den Showdown nicht überleben würde, und selbst das war abzusehen.Mein Fazit: Die Sprache von C.J. Box hat mich nicht beeindruckt,es wirkt abgehackt und lieblos zusammen gefrickelt,die Dialoge konnten nicht überzeugen. Die Charaktere der Personen sind zwar teils aus dem Leben gegriffen(tratschsüchtige Postfrau, Mutter mit anrüchiger Vergangenheit usw. ),andererseits aber auch überzogen(Ex-Cop,der privat ermittelt; Hotelangestellte, die Firmeninternes stolz ausplaudert, Ex-Cops,die privat die der Polizei helfen usw , Postfrau,die das Postgeheimnis verletzt; Ex-Cops,die "böses Blut haben" usw.) Selbst der Showdown konnte nichts mehr bieten, selbst dort gepflegte Langeweile.Alles in allem fand ich dieses Buch nicht überzeugend und bin,froh,es hinter mir zu haben.Zusammenfassend kann ich nur sagen:Unter den Blinden ist der Einäugige der König!Schade!

01.11.2009 11:08:26
Dani P.

Ich habe dieses Buch schon vor einiger Zeit gelesen und fand es wirklich richtig spannend und gut geschrieben.
Mir wurde es von meiner Lieblingsbuchhandlung empfohlen und ich war ganz begeistert, hatte das Buch innerhalb von 2 Tagen durch!
Ich kann es ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen! Die Kritik von ThrillerFreund kann ich nicht ganz nachzuvollziehen - hätte gern mal eine Tip von ihm - der perfekte Krimi!

04.10.2009 22:04:04
Seppl

Eine toll ausgedachte Handlung, äußerst gut geschrieben.
Das Buch ist kurzweilig und flüssig zu lesen, insgesamt sehr empfehlenswert.
Bin Pendler und habe etwa 3/4 des Buches im Zug gelesen. Zum Schluß fand ich es so spannend, dass ich es am Wochenende zu Hause fertig gelesen habe.
90°
Hoffentlich gibt es eine Verfilmung des Buches.

08.01.2009 15:29:24
ThrillerFreund

"Stumme Zeugen" von CJ Box geht von einer guten Idee aus. Kinder werden Zeugen eines Mordes. Danach machen die Mörder Jagd auf die Kinder. Das hätte spannend sein können. Leider finde ich werden die Kinder viel zu erwachsen dargestellt. Sie handeln nicht wie Kinder in ihrem Alter. Das macht die Geschichte auf Dauer unglaubwürdig. Außerdem spielen die Kinder im Verlauf der Geschichte nur noch eine Nebenrolle. Viel öfter ist man dabei, wenn die Mörder die Jagd auf die Kinder machen. Auch das macht die Geschichte nicht spannender. Schade!

16.12.2008 18:14:51
Stefan83

"Stumme Zeugen" dürfte in Deutschland schon eigentlich als Debüt gelten, so wenig wurde im Jahr 2003 von "Keine Schonzeit", dem bei Blanvalet erschienenen ersten Band der Reihe um den idealistischen Wildhüter Joe Pickett, Notiz genommen. Fünf Jahre später wagt nun der Heyne-Verlag zum zweiten Mal den Schritt auf den deutschen Büchermarkt und man kann nur hoffen, dass viele Leser nun die Gelegenheit beim Schopf gepackt und zugegriffen haben. Erneut hebt sich Box erfrischend vom blutigen Einheitsbrei der derzeitigen Ami-Thriller ab und legt einen Plot vor, der durch einen stetig ansteigenden Spannungsbogen besticht.

Was braucht es eigentlich, um aus einem guten Cop einen bösen Cop zu machen? Diese oder eine ähnliche Frage könnte sich der Autor wohl gestellt haben, als er sich daran machte, das Grundgerüst für seinen ersten Thriller außerhalb der in den USA so erfolgreichen Reihe zu Papier zu bringen.

Sand Creek im Norden Idahos ist augenscheinlich ein grünes, ruhiges Paradies. Nahe der Grenze zu Kanada gelegen, ist es nicht nur beliebtes Touristenziel, sondern mittlerweile auch bevorzugter Wohnort vieler Ex-Cops aus dem nicht allzu entfernten L.A.. Von den Einwohnern des beschaulichen Städtchens eher geduldet als geschätzt, halten sich die meisten Polizisten vom sozialen Leben fern. Viele von ihnen weil sie die Einsamkeit schätzen, ein paar wenige, weil sie sehr persönliche Gründe haben nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu erregen.

Das Geschwisterpaar Annie und William hat das Pech an letztere Kategorie zu geraten, als sie während eines Angelausflugs unfreiwillig Zeuge einer Exekution werden und dabei den Mördern ins Angesicht blicken müssen. Die Mörder, drei Polizisten im Ruhestand, lassen von nun an nichts unversucht, die Augenzeugen zum Schweigen zu bringen. Als der überforderte Sheriff nach 24 Stunden eine groß angelegte Suche nach den Kindern startet, bieten sie sich als freiwillige Helfer an und lenken die Aktionen in ihrem eigenen Interesse. Nur Eduardo Villatoro, ein Ex-Cop aus Arkadia, der der Spur des einzigen ungelösten Falls in seiner Karriere in den Norden Idahos gefolgt ist, und der alte Rancher Jess Rawlins, stehen den Kindern zur Seite. Während die Mörder tatkräftig die Ermittlungen untergraben, verwandelt sich das auch "Blue Heaven" genannte Nest in einen Schmelztiegel der Gewalt.

Wieder einmal versteht es Box ausgezeichnet mit Schreibstil und solide ausgearbeitetem Plot den Leser schon nach wenigen Seiten für sich zu gewinnen. "Stumme Zeugen" liest sich flüssig, wie aus einem Guss, und überzeugt insbesondere mit seiner gelungenen Figurenzeichnung. Derart hassenswerte Bösewichte und penetrante Nervensägen sind mir auf dem Papier schon lange nicht mehr begegnet und bringen hier die Schärfe in eine Suppe, die in erster Linie durch ihre Mischung überzeugt. Box ist nie langatmig, nie zäh.

Während bildreiche Naturbeschreibungen in vielen anderen Romanen das Tempo rausnehmen, sind sie hier vielmehr der Schlüssel zum Plot, der mit einem Finale aufwartet, dass im Vergleich zum ruhigen Beginn blutig und dramatisch gerät. Bis hierhin hat man auf gut 480 Seiten mit den Beteiligten erwartungsvoll mitgefiebert, so aussichtslos scheint oft die Lage der verzweifelten Gejagten bei der Schläue und Tücke der Jäger. Und gottseidank. Box verschont uns mit einem typisch amerikanischen Ende, wenngleich auch er ein wenig Pathos nicht völlig aus dem Spiel lassen kann.

Insgesamt ist "Stumme Zeugen" ein guter, fesselnder Thriller aus dem wilden Norden der USA, der einige Parallelen zum Film "Cop Land" aufweist, eine eigene Verfilmung durchaus aber auch verdient hätte. Auf weitere Veröffentlichungen, insbesondere aus der Pickett-Reihe, darf gespannt gewartet werden.

14.11.2008 15:00:01
Amouna

Der Klappentext gefiel mir so gar nicht - hörte sich für mich nach einem drögen 08/15-Krimi an, entpuppte sich dann recht schnell aber als megaspannender Thriller.

Zwar ist der Plot nicht wirklich originell, dafür ist das Buch ein echter pageturner, das man besonders gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen mag.

Von mir 85°.

09.10.2008 21:03:23
Christi

Ich habe das Buch schon seit längerer Zeit fertiggelesen und habe bis jetzt, dem Zeitpunkt einer anstehenden Rezension über einen Krimi, rein garnichts aus dem Buch vergessen!

Als ich mit dem Lesen des Buches anfing hatte ich erst einen schlechten Eindruck, da ich das Buch geschenkt bekam und mir das Cover nicht gefiel, ABER das alles machte C.J. Box wett indem er eines der besten Bücher geschrieben hat das ich je in der Kategorie Krimi gelesen habe!

Ich denke Frau Gerritsen kann sicher sein dass sie mit ihrem Kommentare nicht übertrieben hat! Aber jeder hat einen anderen Geschmack, deshalb sollte man die Meinungen anderer auch hören und akzeptieren! ;)
von mir eine 90°
Liebe Grüße
Flo

31.07.2008 21:27:22
Schrodo

„Definitiv einer der besten Thriller des Jahres“ schreibt Frau Gerritsen auf dem Cover des Buches. Nun ja, das Buch ist wirklich unheimlich spannend, ist sehr gut zu lesen und hat kaum „Seitenfüller“. Die Story ist nicht sooo originell. Zwei Kinder wollen Angeln und beobachten einen Mord. Die Killer entdecken sie und schon beginnt die Jagd. Die Handlung zieht sich im Buch nur über vier Tage. Dann ist alles zu Ende. Es ist alles drin was Spaß macht, böse Jungs, gute Jungs, eine Klatschbase, ein Sheriff, ein Rancher, ein Banker und einige Frauen. Seltsamerweise fehlt die für die Amis typische Liebesschnulze, aber das hat mir nun nicht wirklich gefehlt. C.J. das hast du gut gemacht

19.06.2008 19:37:54
Sonny

Sicherlich keins der Bücher, die mir lang im Gedächnis bleiben werden, aber durchaus zu empfehlen. Streckenweise ein wenig langatmig. Dennoch in einem Stil, der einen das Buch in relativer kurzer Zeit durchlesen läßt.
Gibt gute 80° von mir.

18.06.2008 21:52:03
annun_

Dieses Buch war mein erstes Buch von C.J. Box und mit Sicherheit nicht mein letztes. Die Handlung ist schnell zusammengefasst. Zwei Geschwister machen sich nach einigem Ärger zu Hause alleine auf den Weg zum Angeln und beobachten einen eiskalten Mord, den ausgerechnet ehemalige Gesetzeshüter begehen, die jedoch sehr schnell feststellen, dass es nun Zeugen für ihr Verbrechen gibt. Von nun an sind die Kinder auf der Flucht und es wird noch einiges auf die Zwei zukommen, wenn sich die vier Ex-Cops liebenswürdigerweise an der Suche nach den „vermissten“ Kindern beteiligen und so schleichend die Ermittlungen untergraben und für ihre Zwecke ausnutzen können, um die Kinder unschädlich zu machen. Probleme werden ihnen jedoch durch zwei ganz und gar nicht einfache Personen gemacht. Ein Rancher, der sich in ihre Angelegenheiten einmischt und einem ehemaligen Polizisten aus Arcadia, der den einzigen ungeklärten Fall, den es in seiner Laufbahn gibt, aufklären will und den ehemals fünf auf die Schliche gekommen ist.

An Spannung mangelt es diesem Buch auf keinen Fall – schon von den ersten Seiten an geht es rasant zur Sache und es kommen so einige Leichen zum Vorschein. Die Gebeine werden jedoch nie gefunden, da sich die Ex-Cops eine sehr interessante „Verwertung“ einfallen lassen. Box versteht es ausgezeichnet, die Spannung zu halten und gleichzeitig doch genau zu beschreiben, was die Menschen ausmacht und die einzelnen Charaktere auszuarbeiten, ohne dass es langatmig oder überzogen wirkt. Man fiebert mit, wenn man liest, was sich die Vier alles zunutze machen können und wie sie jeden Schritt, der getan wird, verfolgen können. Immer wieder scheinen sie im Vorteil zu sein! Immer wieder kann Singer, der Kopf der Truppe vermeintlich aussichtslose Situationen für sich ausnutzen und plant die nächsten Schritte eiskalt und exakt, so dass es fast unmöglich scheint, einen Ausweg für die Kinder zu sehen. Vorteile haben die Cops ja genug. Nur einen der vier, Newkirk, plagen doch hin und wieder Gewissensbisse, während Gonzales ein eiskalter Hund ist, der nicht lange fackelt, wenn es um sein Vorteile geht und Swann ein etwas undurchsichtiger Kerl ist, der eigentlich ein Auge auf die Mutter der Kinder geworfen hat. Und ja, diesen Roman könnte auch ich mir sehr gut als Film vorstellen.
Einzig die letzten Seiten stören mich da ein wenig und wer dieses Buch liest, wird mich vielleicht verstehen können. Deswegen werde ich jedoch keine Punkte abziehen und vergebe 85°.

13.06.2008 20:37:41
NickSch

Tja Frau Gerritsen wenn sie sich da mal nicht so weit aus dem Fenster gelehnt haben mit ihrer Empfehlung.
Die Geschichte an sich war ja ganz ordentlich aber die Umsetzung nicht ganz gelungen
Stellenweise hatte man das Gefühl die Seiten müssten unbedingt gefüllt werden und das Ende hat mich eher an einen alten Wild West Film erinnert.
Die Geschwister Anni und William machen sich nach einer kleinen Auseinandersetzung allein auf den weg in den Wald. Beide wollen am Fluß angeln im Vorfeld haben sie sich die Angelausrüstung von Tom dem Freund ihrer Mutter stibitzt. Dort werden sie Augenzeuge eines Mordes. Auch die Mörder bemerken die Kinder und schon beginnt eine wahrliche Hetzjagd auf die Geschwister. Parallel zu dem Mord gibt es aber noch eine andere Geschichte im Buch und zwar geht es um einen Raubüberfall der schon einige Jahre zurückliegt. Doch so nach und nach verschmelzen die beiden Taten miteinander und es kommt Licht ins dunkel. Dann gibt es noch jede menge Ex Cops die sich dort niedergelassen haben und diese legen sich
schwer ins Zeug um die Kinder zu finden. Doch sie spielen kein ehrliches Spiel wie sich schnell herausstellt. Alles in allem war der Plot nicht schlecht gestrickt doch das ende hätte etwas exzellenter sein können. Und nicht im Stil eines Western.
Allerdings kann ich mich der Empfehlung von Tess Gerritsen die zitiert wurde mit den Worten Definitiv einerder besten Thriller des Jahres. Liebe Frau Gerritsen ihre Bücher gefallen mir besser
Aber eine Empfehlung gibt es trotzdem.

24.05.2008 23:20:38
Anja S.

Dieses Buch ist sehr spannend geschrieben und gut zu lesen, allerdings ist die Geschichte nicht so wahnsinnig originell. Vieles habe ich in dieser Art bereits in aehnlicher Weise gelesen. Dennoch bietet dieses Buch fuer einige Stunden gute Unterhaltung.

22.05.2008 06:56:21
nobi

Gutes, spannendes Buch, flüssig zu lesen,
keine langatmigen Stellen.
Einfach nur gut, weiter so.
Bin auch der Meinung das dies eine gute Filmvorlage wäre.

02.05.2008 11:01:31
kuerten

Eine fesselnde Lektüre, die sich positiv vom amerikanischen Durchschnittsbrei abhebt. Beinahe alle auftretenden Figuren erhalten eine maßgebliche Funktion im Zusammenhang mit dem Plot und wirken dabei glaubwürdig. Die einzige Figur, mit der ich auch jetzt noch erhebliche Probleme habe, ist Mr Swann und dessen sehr frühzeitige und dabei leider absolut unglaubwürdige 180°-Wendung. Hat sich Box hier zu sehr von Deaver anstecken lassen...?
Ansonsten aufgrund der stets lauernden Gefahr ein ungemein spannender Thriller mit Fesselungspotenzial.
Von mir gute 74°.

21.04.2008 09:47:31
KurtMankell

Ein hervorragender Plot!

Habe das Buch ohne große Lesepausen durchgelesen, weil ich es durchweg spannend fand.

Absolut unkompliziert erzählt, interessante Charaktere, ein wenig Herz/Schmerz und eine Menge Action machten das Buch für mich zu einem Pageturner.

Einen hohen Anspruch auf Literatur darf man hier nicht erwarten, aber macht wohl auch keiner... :-)

07.04.2008 12:28:05
bubble70124

Auch ich habe dieses Buch gestern beendet und bin begeistert. Spannend bis auf ein/zwei Passagen, die sicher etwas kürzer hätten ausfallen können. Man weiß zwar recht früh, wen die Kinder da im Wald beobachtet haben, aber das wieso und warum bleibt offen und hält somit den Spannungsbogen oben. Einzig mit der Mutter der Kinder konnte ich nicht so warm werden, dafür fand ich die Postbotin in der Rolle der "Else Kling der Lindenstraße" phantastisch und hätte ihr das eine oder andere Mal gerne den Hals rumgedreht.

Fazit: Empfehlenswert und sicher auch eine gute Vorlage für einen spannenden Film

07.03.2008 13:30:47
Hubert Zechmeister

Ich habe das Buch gestern fertiggelesen. Gekauft habe ich es aufgrund der Empfehlung von Krimicouch.de und ich war nicht entäuscht! Ein wirklich sehr spannendes Buch trotz der Länge mit 478 Seiten. Interessant fand ich nicht nur die Verfolgungjagd und das Versteckspiel der Kinder, sondern auch die persönlichen und kulturellen Aspekte der amerikanischen Gesellschaft, mit denen sich der Autor auseinandersetzt und auch nicht störend wirken. Der Schluss mit dem Showdown auf Rawlins Ranch ist zwar etwas extrem, jedoch auch spannend aktionreich geschildert.

Ein Buch, das unbedingt weiterzuempfehlen ist!

07.03.2008 13:30:25
Hubert Zechmeister

Ich habe das Buch gestern fertiggelesen. Gekauft habe ich es aufgrund der Empfehlung von Krimicouch.de und ich war nicht entäuscht! Ein wirklich sehr spannendes Buch trotz der Länge mit 478 Seiten. Interessant fand ich nicht nur die Verfolgungjagd und das Versteckspiel der Kinder, sondern auch die persönlichen und kulturellen Aspekte der amerikanischen Gesellschaft, mit denen sich der Autor auseinandersetzt und auch nicht störend wirken. Der Schluss mit dem Showdown auf Rawlins Ranch ist zwar etwas extrem, jedoch auch spannend aktionreich geschildert.

Ein Buch, das unbedingt weiterzuempfehlen ist!

27.02.2008 18:12:09
sue82

Zu Recht ein Krimi Couch Volltreffer. Von der ersten bis zur letzten Seit war das Buch spannend und gut durchdacht.
Man kennt von Anfang an den Mörder, aber die Motive werden erst nach und nach aufgedeckt bis es zum großen Showdown auf der Ranch kommt.

Fazit: Auf jedenfall Empfehlenswert!

22.02.2008 15:02:44
Karinchen

Ich muss mich der Meinung von Tess Gerritsen anschließen. Sie meint:"Einer der besten Thriller des Jahres" und damit hat sie auch zweifellos recht!!

echt gelungen!
Freu mich schon auf mehr!!!

18.02.2008 20:31:59
Carline

Ein Krimi-Couch-Volltreffer – verdient.
Rasanter Anfang und schon war ich mittendrin. Gespannt habe ich Seite um Seite verschlungen, um zu erfahren, wie die Geschichte für alle Beteiligten ausgeht. Land und Leute hat C.J. Box überaus deutlich charakterisiert. So fiel es nicht schwer, Figuren und Schauplätze vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Solide, gute Krimikost.

18.02.2008 15:11:43
Carline

Ein Krimi-Couch-Volltreffer – verdient.
Rasanter Anfang und schon war ich mittendrin. Gespannt habe ich Seite um Seite verschlungen, um zu erfahren, wie die Geschichte für alle Beteiligten ausgeht. Land und Leute hat C.J. Box überaus deutlich charakterisiert. So fiel es nicht schwer, Figuren und Schauplätze vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Solide, gute Krimikost.

18.02.2008 15:04:27
Carline

Ein Krimi-Couch-Volltreffer – verdient.
Rasanter Anfang und schon war ich mittendrin. Gespannt habe ich Seite um Seite verschlungen, um zu erfahren, wie die Geschichte für alle Beteiligten ausgeht. Land und Leute hat C.J. Box überaus deutlich charakterisiert. So fiel es nicht schwer, Figuren und Schauplätze vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Solide, gute Krimikost.

17.02.2008 18:57:50
Ruth Bejach

Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so gepackt wie diese. Von der ersten bis zur letzten Seite fieberte ich mit mit den Protagonisten. Ein intelligent und außerordentlich gut geschriebener Thriller. Ich werde weitere Bücher von C.J. Box verfolgen. Eine erfreuliche Ausnahme!

16.02.2008 22:47:25
Susanne Hillmer

Klasse geschrieben von der ersten bis zur letzten Seite mit schlüssigen Handlungen, man hat das Gefühl dabei zu sein. Ich hoffe, der nächste Band von C.J. Box lässt nicht lange auf sich warten.

13.02.2008 09:54:05
Tom2005

Schon ein tolles Buch, keine Frage. Es zeichnet Personen und Landschaften in einer ungemein anschaulichen, faszinierenden Art. Das einzige Problem dieses Thrillers - wie vieler anderer auch - ist der Schluss: Alles, was vorher mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Sprachkraft geschaffen wurde, geht im Kugelhagel der letzten Seiten unter. Schade, denn ansonsten hat mir C.J. Box sehr viel Lesespaß gemacht.

05.02.2008 08:43:35
Michael Engelbrecht

Die Lobeshymnen anderer Krimiautoren haben nach meinen Erfahrungen wenig Aussagekraft, selbst wenn sie gebündelt auftreten. Zu oft konnte ich den Superlativen nicht folgen, vom Dauer-Lober Stephen King bis zu weitaus mehr geschätzten Schreibern. Bei diesem Roman allerdings bestätigt die Ausnahme die Regel: es ist tatsählich ein vorzüglicher Thriller, der mit interessanten Figuren, gekonnt (nie kitschig) in Szene gesetzter Landschaft, überraschenden Momenten und einigen "Western-Motiven" überzeugt! Am Schluss werden vielleicht manch verwandschaftliche Bande, etwas allzu konstruiert wirkend, enthüllt, doch mindert das nicht die Wucht und, im besten Sinne, altmodische Erzählkraft dieses Autors.