In Flammen

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 141
  • München: Goldmann, 2002, Seiten: 141
  • Augsburg: Weltbild, 2001, Seiten: 141
  • Köln: BMG Wort, 2000, Seiten: 3, Übersetzt: Sascha Icks

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Peter Kümmel
Man ärgert sich wegen des rausgeschmissenen Geldes

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Eine Enttäuschung nach der anderen liefert Minette Walters in den letzten Jahren ab. Nach ihren ersten vier Büchern, die sie bekannt machten, und zwei schwachen Roman jetzt eine nette kleine Geschichte. Es wäre nichts dagegen zu sagen, wenn diese Geschichte als Bestandteil eines Bandes von Erzählungen veröffentlicht worden wäre, aber diese 142 kleinformatigen Seiten, auf denen nun wirklich nicht viel draufsteht, als Hardcover-Ausgabe zu veröffentlichen und richtig viel Geld dafür zu verlangen, nur weil Minette Walters draufsteht und deswegen sowieso gekauft wird, ist schon eine bodenlose Frechheit des Verlages.

Deshalb das Fazit meiner Meinung schon mal vorweg: Blos nicht kaufen! Man ärgert sich wegen des rausgeschmissenen Geldes. Aber wenn man sich´s ausleihen kann: ein ideales Buch für diejenigen, die mit dem Zug zur Arbeit fahren. Einmal hin und zurück und man hat´s gelesen.

Mit erhobenem moralischem Zeigefinger beschreibt Minette Walters ein kleines idyllisches Dorf in England. Die Voreingenommenheit der Bewohner gegen die verhassten Iren, die in ihrem Dorf wohnen, steht im Mittelpunkt der Erzählung.

Für diese wie auch für die Polizei ist klar, dass Patrick O´Riordan, der arbeitslose Sohn der nichtsnutzigen irischen Familie, die beiden alten Damen mit dem Hammer erschlagen hat. Die Tatwaffe gehört ihm, seine Fingerabdrücke sind am Tatort zu finden und der Schmuck der Ermordeten findet sich in seiner Wohnung. Also ein klarer Fall. Nur Siobham Levenham, ebenfalls Irin, setzt sich für ihn ein. Sie ist zwar auch nicht von seiner Unschuld überzeugt, wehrt sich aber gegen diese Vorverurteilung. Der Hass gegen die Familie geht so weit, dass schließlich ihr Haus in Flammen steht.

Angeblich seien ihre Bücher immer glänzend recherchiert, wird behauptet. Nun, ich glaube nicht, dass sie für diese Geschichte viel recherchieren mußte.

In ihrem gewohnten Stil mit eingestreuten Zeitungsausschnitten und in den Zeiten hin und her springend charakterisiert die Autorin wenig spannend und sehr oberflächlich die Dorfbewohner, eingeteilt in ein klares Schema nach "Schwarz" und "Weiß". Erstaunlich dabei, dass die Erzählung ganz ohne den mutmaßlichen Täter auskommt. Dieser sitzt in Untersuchungshaft und besitzt keine handelnde Rolle.

Keine neuen Ideen bietet die Autorin. Wie wir schon aus Frau Walters letztem Roman "Wellenbrecher" gelernt haben, darf man Zeugenaussagen in keiner Weise trauen. Es stellt sich doch meist alles als erfunden und erlogen heraus.

Einzig positiv zu erwähnen ist, dass sich am Schluß doch nicht alles als "Gut" und "Böse" herausstellt, sondern einiges "Böse" dann "Gut" wird und ein Teil des "Guten" sich ins "Böse" verkehrt. Doch das wirklich überraschende Ende mag auch nicht vollends zu überzeugen, wirkt für mich in seiner Klischeehaftigkeit sogar teilweise lächerlich.

In Flammen

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Letzte Kommentare:
14.03.2018 08:40:41
Vielleserin

Haarsräubend!
Anders als andere Rezensenten fand ich eher den Anfang interessant, alles schien auf eine gut aufgebaute Geschichte hinauszulaufen. Aber dann baut die Autorin offensichtlich nur auf Verwirrung, die Handlung wirkt an den Haaren herbeigezogen und so konstruiert, dass ich das Buch nur widerwillig zu Ende gelesen habe, zumal jegliche Spannung fehlt.
In dem Hin- und Herspringen, was die Zeiten betrifft, sehe ich bei diesem Buch keinen Sinn.
Wer Krimis (dicke Romane oder auch Kurzgeschichten) mit Tiefgang und logisch aufgebauter Handlung sucht, sollte die Finger von den meisten Werken von Walters lassen.
Da gibt es wirklich Besseres - wenn ich nur an die faszinierenden, fesselnden Bücher von Patricia Highsmith denke, in die man regelrecht hineingesogen wird.
Nein - mit "In Flammen" muss man seine Zeit nicht vergeuden!

09.06.2009 13:39:28
Mariahsjack

Nachdem ich es nun zuende gelesen habe, habe ich nicht das Gefühl ein Buch gelesen zu haben. Und es war ja anscheinend auch am Anfang nur für eine Geschichte in einem Magazin vorgesehen. Es ist schon fast frech dafür einen normalen Buchpreis zu Verlangen, angesichts der wenigen Seiten und für Minette Walters ungewöhnlich flachen Story.
Aber alles in allem muss ich trotzdem sagen, das es als kleine Geschichte für zwischendurch ganz nett ist. Die Erwartungen waren einfach nach den vorherigen Werken von Frau Walters zu groß.

22.05.2009 08:41:32
Adam S. Berg

Es gibt relativ wenig Krimi-Schriftsteller, die nicht nur eine spannende Geschichte erzählen können, sondern dies auch auf literarisch hohem Niveau. Minette Walters gehört absolut dazu. Dieses Buch, mein erstes von M. Walters, hat mich erst dazu gebracht, weiteres von ihr zu lesen. Wem es nicht nur ums whodunnit geht, sondern wer Wert auf psychologischen Tiefgang legt, dem ist dieses Buch zu empfehlen. Alle anderen sollen sich den neuesten von Dan Brown kaufen.
Von mir 90°.

29.12.2008 19:19:09
Julia

Das mitunter schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. An Langeweile, Klischeehaftigkeit und Blödheit nicht mehr zu übertreffen. Schlecht, einfach nur schlecht!!! Ich wusste wirklich nicht, ob ich mir das Buch nach den ersten paar Seiten überhaupt noch weiter antun wollte. Naja, als Buch kann man das ja nicht wirklich bezeichnen. Die paar Seiten. Ich kann jedem nur empfehlen, die Finger davon zu lassen. Dann kauft euch lieber einen anständigen Mankell oder Nesser.Da habt ihr wesentlich mehr von.

16.12.2008 16:17:52
Maria

Hallo ich bin 16 Jahre alt und habe zum 1sten mal ein Buch von Minette Walters gelesen. Es war ehrlich gesagt etwas ernüchternd das Buch zulesen,denn meine Erwartungen an Minette Walters wurden nicht erfüllt. Mein Lehrer schwärmte mir von einer großen Autorin vor und spannenden Büchern. Ich denke "In Flammen" wird er nicht gelesen haben, denn erst zum Ende wurde es ein wenig spannend und das Ende war auch überraschend. Doch als eine große Autorin kann ich sie nach diesem Buch nicht beschreiben, wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich keine Vergleiche zu ihren anderen Werken ziehen kann.

09.08.2008 19:50:36
Emamju

Über dieses - in jeder Hinsicht - magere Buch habe ich mich nicht all zu sehr geärgert: Denn ehrlich gesagt habe ich es als Sonderangebot erstanden...
Für ein bisschen Geld erhielt ich auch nur ein bisschen Lesevergnügen.
Es animiert jüngere Leser/innen nicht gerade dazu zum Bücherwurm zu mutieren.

13.07.2008 01:26:50
koepper

Ein wirklich langweiliges Buch. Wer die ersten vier Krimis von Minette Walters gelesen hat, weiß dass sie schreiben kann. Aber seitdem hat sie nichts vernünftiges mehr produziert -leider. Vielleicht will sie mit ihrem bisher guten Namen absahnen, solange sie so populär ist. Lange wird das nicht mehr funktionieren. Es fehlt einfach an Qualität.

10.07.2008 21:34:53
Franka

Ich schließe mich den vorherigen Kommentaren an und gebe zu, dass eigentlich nur der Schluss interessant ist. Was ich mich allerdings frage ist, ob Siobhan eigentlich nicht auch was mit dem Ganzen Mord (an ihrer Babysitterin!) zu tun haben könnte oder ob wirklich hauptsächlich nur die O'Riordans als Haupttäter in Frage kommen. Schließlich erscheint Siobhan am Ende des Romans auch irgendwie "merkwürdig" als sie sich mit dem Inspector unterhällt...

23.06.2008 23:31:07
Bea

Ich mache ebenfalls gerade ein Buchreferat für die Schule über In Flammen. Ich finde auch, dass dies nicht gerade der spannendste Roman von Minette Walters ist, aber eine so zerreissende Kritik finde ich hat dieses Buch tatsächlich nicht verdient. Positiv fand ich auf jeden Fall, dass man es nebenbei lesen konnte und ziemlich simpel geschrieben ist. Tatsächlich gab aber nur das Ende etwas spannung her. Und das es doch ganz anders kam als gedacht.

07.05.2008 11:53:45
Leseengel

Ich habe mich gefreut endlich ein weiteres Buch von Minette Walters in meinem Besitz zu haben.
Ganz ehrlich, ich hätte es mir nicht geholt wenn es nicht von ihr wäre, weil ich der Meinung bin, das ein Buch mindestens 300 Seiten haben sollte...
Naja, "In Flammen" ist interessant geschildert, bisschen verworren wegen des hin und her der Tage, aber ich fand es für ein so kurzes Buch ganz in Ordnung.
Nur bis jetzt das schlechteste von Minette Walters!

02.11.2007 16:25:47
Elvira

es muß am preis liegen, daß dieses buch so dermaßen schlecht bewertet wird. wenn ich für ein buch von 140 groß bedruckten seiten, welches innerhalb von 3 std durchgelesen ist, 7-8€ bezahlt hätte, würde ich mich wahrscheinlich auch ärgern. ich habe es für 1€ bei ebay ersteigert und es nicht bereut. es ist eher eine spannende kurzgeschichte als ein krimi und zugegeben, die personen werden nicht sehr tiefgreifend charakterisiert. davon abgesehen fand ich es aber durchaus fesselnd. am anfang denkt man, alles nur klischees, aber am ende stellt es sich dann doch anders heraus und auf den wahren täter wäre ich zumindest nie gekommen!
für junge leser und leute, die sich von 700 seiten dicken wälzern abgeschreckt fühlen, finde ich es durchaus geeignet. ich stimme meinen vorrednern aber zu, daß minette walters frühere werke deutlich besser sind als die späteren, leider ...

09.06.2005 01:13:36
Hans

Dies ist kein Roman, sondern eher eine Novelle. Mit 142 Seiten Umfang recht mager, auch inhaltlich durch eine oberflächliche Charakterisierung der Protagonisten recht dünn.
Meines Erachtens das schlechteste von Minette Walters Büchern.

24.04.2005 13:52:50
Lucy

Ich hab mir dieses Buch bloß gekauft, da ich es für eine Buchvorstellung lesen musste! Ich persönlich finde es eigentlich total langweilig und auch ein bisschen kompliziert! Kompliziert deswegen weil es ständig an einem anderen Tag spielt. Mal im März dann im Februar! Das wird doch etwas verwirrend! Außerdem finde ich das viel zu viel drum herum geredet wird! Das ist meine Meinung zu dem Buch!

02.04.2005 17:45:16
Ines

Ich fand das Buch ihm ganzen okay.Am Amfang war es sehr langweilig aber es wurde zum Ende hin spannender.
Diesen Roman musste ich für eine Buchvorstellung lesen und ich fand es am Ende schon ziemlich kompliziert.Sorry,aber das ist meine Meinung!!!! :-)

02.04.2005 15:15:10
Evelin

Ich musste das Buch für die Schule lesen. Ich finde nur verwirrdend, dass die ganze Zeit in dem Buch in der Zeit Herumgehüpft wird... Erst ist der 9.März dann der 11. dann kommt wieder der 8. etc.
AUch finde ich wird es erst nach der hälfte des Buches spannend. jedoch noicht so sehr dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen... Ich jedenfalls habe schon viel bessere Bücher gelesen!!!!!!!!!

19.06.2004 23:52:14
Manuela

So eine schlechte Bewertung hat das Buch doch auch nicht verdient. Ich fand es interessant und gar nicht langweilig.

19.02.2004 10:25:54
NICI

Schlecht!
Wenn ich es an ihren anderen guten Krimis messe.
Sorry, aber "Flammen" ist so schlecht...

23.10.2003 21:55:38
Gabriel Ninos

Ich kenne keine anderen Bücher von Minette Walters.Ich muss in der Schule ein Referat über ein Krimibuch machen.Ich bin zufällig auf dieses Buch gekommen. Und ich finde es supergut.

06.10.2003 16:37:05
Ich

ich mache gerade ein Buchreferat uber IN FLAMMEN und finde das Buch scho gut, aber nicht so gut wie ihre anderen Werke. LEIDER

04.08.2003 12:06:58
Sandra jürgens

Zu dem Buch kann ich leider nichts sagen, aber zu der Kassette, man kann sie sich gut anhören außer an manchen Stellen. Das ist ein durcheinander. Es wird erzählt, das Patrick O\'Riordan die Menschen umgebracht hat, dann plötzlich erzählt sie von einem Monat davor,worüber Siobhan mit dem Polizist gesprochen hat! Ich musste auch erst mal nachdenken häh, was ist denn jetzt los!
Ansonsten kann ich zu dem Buch nichts schreiben weil ich es nicht gelesen habe!

08.02.2003 20:28:20
t31

Also dieses Buch war die reinste Enttäuschung. Bin eigentlich ein riesengroßer Minette Fan. Aber was ich da lesen mußte. Unter aller Kanone. Sch.....

08.02.2003 10:56:17
Gytha

Hätte ich diese Beurteilung hier doch vorher gelesen, dann hätte mich nicht gewundert, dass ich von diesem "Roman" enttäuscht war. Es las sich zwar flott, weil ohne sonderlichen Tiefgang, aber alles in allem eine nichtssagene kleine Story, die so richtig wohl nur versteht, wer im Konfliktumfeld England/Irland lebt.

30.12.2002 22:02:36
Tiggi

Habe wegen genau dieser Kritiken dieses Buch und auch "Der Nachbar" nicht gelesen. Sonst habe ich nämlich alle verschlungen! Von "Schlangenlinien" war ich auch schon nicht mehr so begeistert.
Ich bin etwas enttäuscht und traurig darüber, daß Minette keine spannenden und fesselnden Romane mehr schreibt.

11.11.2002 17:32:27
Nurmalso

Neben "Dunkle Kammern" der bislang schlechteste Roman von Frau Walters. Die pausenlos klugscheissende Protagonistin quält den Leser mit ihrem political corectness-Gekeife, während alle anderen Roman-Figuren augenscheinlich im Tal der Ahnungslosen vor sich hindümpeln (oder Tee trinken). Wer letzten Endes die Butze angezündet und den Mord begangen hat, will man schon nach den ersten 30 Seiten nicht mehr wissen.

Ist trotzdem wohl ein Bestseller, weil Walters auf dem Cover steht.