Todestraum

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Paris: Albin Michel, 2006, Titel: 'La Nuit Interdite', Seiten: 380, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007, Seiten: 442, Übersetzt: Antje Kaiser und Annette Lallemand

Couch-Wertung:

100°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
1 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:54
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":1,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Das Krimi-Highlight 2007

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Aug 2007

Stefania Strelli ist Neuropsychiaterin in einer Privatklinik, der auch eine geschlossene Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher angehört. Mit ihrer Crew untersucht sie die unterschiedlichen Schlafzyklen der Menschen. Ihr Vorgänger Professor Mankiewicz hat herausgefunden, wie man den Tiefschlaf nutzen kann, um die Menschen zu beeinflussen. Da ihm dieser Teil der Forschung allerdings wenig Ruhm, dafür umso mehr Ärger, eingebracht hat, ist der Professor untergetaucht und Dr. Strelli setzt seine Forschungen fort.

Laurent Strelli ist Lichtkünstler und lebt praktisch nur mehr in seiner eigenen vergeistigten Welt. Seine Frau hat ihn dazu überredet, seinen labilen Geisteszustand mithilfe der Schlaftherapie zu bessern. Während der letzten Therapiesitzung träumt er den gewaltsamen Tod von Frau und Kind, verlässt überstürzt die Klinik und findet tatsächlich die ermordete Gattin in der Badewanne und die kleine Tochter erschossen in ihrem Bett, während bereits die Flammen im Haus wüten. Laurent stürzt in eine Krise.

Inspecteur Erick Flamand und sein Team werden auf den Fall angesetzt. Wenn Laurent nicht selbst der Mörder war, dann muss er den oder die Täter gesehen haben. Zumindest im Traum hat Laurent dieses Erlebnis gespeichert. Aber wenn er jetzt einschläft, wird er seinen Traum vergessen. Nur einer kann dem Ermittler helfen und das ist Professor Mankiewicz, doch keiner will Flamand sagen, wo sich dieser aufhält. Laurent muss mit allen Mitteln wach gehalten werden, bis Mankiewicz den Traum analysieren kann. Für Flamand und seine Crew beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und gegen den Schlaf.

Der Arzt und medizinische Forscher Thierry Serfaty hat seinen vierten Roman La nuit interdite im Rowohlt Taschenbuchverlag in der Übersetzung von Antje Kaiser und Annette Lallemand als Todestraum auf den deutschen Buchmarkt gebracht.

Wenn man eine Geschichte über den Schlaf und Schlafforschung als Psychothriller konzipiert, dann vermutet man von Anfang an, dass diese Buch wohl nur ein Schlafmittel sein kann. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Auch wenn die ersten Seiten auf Grund der zahlreichen, notwendigen Fachgespräche mitunter den Anflug eines Gähnens aufkommen lassen, so sollte man diese doch für das Verständnis nicht unterschlagen und man wird mit einem atemberaubenden Thriller über den Schlaf belohnt, der dem Leser unter Garantie den Nachtschlaf raubt.

Die Spannungskurve ist so konstant steigend, dass man vermeint mitzufühlen, wie den Hauptpersonen der Schlafmangel die Körperkräfte raubt und dennoch muss mit jedem nur möglichen Trick über Tage verhindert werden, dass einer von ihnen einschläft, denn nur gegenseitig können sie sich munter halten.

Im selben Spannungsrhythmus versucht die Polizei endlich den Aufenthaltsort des Wissenschaftlers zu finden, doch die sozialen Differenzen erweisen sich als Hemmschuhe im Wettlauf gegen die Zeit und es bleibt nicht aus, dass in der Zwischenzeit tödliche Komplikationen eintreten, wenn der Mörder sich in die Enge getrieben glaubt.

Die Personen in seiner Handlung hat der Autor so angelegt, dass man mehr als einmal verleitet ist, den Täter vorzeitig zu wissen. Bis zur logischen und spektakulären Klärung des Falles schweißt sich das Ermittlerteam zu einem sympathischen Haufen zusammen und auch die zugezogenen Experten helfen mit, dem Leser atemlose Spannung zu präsentieren.

Thierry Serfaty hat mit Todestraum für mich das bisherige Krimi-Highlight des Jahres 2007 abgeliefert und einen absoluten Volltreffer gelandet, der man jedem Leser nur uneingeschränkt empfehlen kann

Todestraum

Todestraum

Deine Meinung zu »Todestraum«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
13.04.2010 19:07:36
joanna.asche

Ich weiß zwar nicht was ihr hier alles noch für Bücher liest, aber ich stelle gerade fest, dass mich Eure Meinungen erschrecken. Ein Buch soll natürlich zum Nachdenken anregen und ein Buch ohne Überraschungen ist nicht lesenswert Wenn ich ein Buch in die Hand nehme und von der ersten Seite an weiß wie es endet, dann „danke schön“, brauche ich nicht. Ich finde „Todestraum“ ist ein Spannendes Buch, was auf spielerische Weise eine Menge Wissen vermittelt. Schade, dass mit schlechten Kommentaren die Lust a Lesen kaputt gemacht wird.
LG Jo

09.08.2009 10:17:38
Magellan

"Der Tod kommt, wenn Du schläfst..." So beginnt der Klappentext auf der Rückseite des Umschlages von "Todestraum". Reichlich martialisch und effekthascherisch, aber im Kontrast zu der doch ziemlich reisserischen Aufmachung verbirgt sich hier ein Thriller, der weniger auf die explizite Darstellung von Gewalt als auf die wissenschaftlichen Hintergründe der Schlafforschung und das Gefahrenpotential bei einer Einmischung in die natürlichen Prozesse des Schlafens abhebt. Die Sprache ist in manchen Abschnitten arg wissenschaftlich, aber wenn man erstmal hineingefunden hat, kann mensch sich der Faszination dieses Themas nur noch schwer entziehen.
Die Handlung wird aus der Sicht von drei Protagonisten erzählt, die alle unmittelbar mit dem Mord an Laurents Frau und Kind zu tun haben, Erick, der Polizist mit Schlafstörungen, Eva, einer Berührungstherapeutin und quasi aus der Sicht Laurents selbst.
Die Story selbst ist traditionell in ihrer Grundstruktur, was sie aus dem Thrillerkosmos hervorhebt, ist das Themengebiet der Schlafforschung, was nach anfänglicher Eingewöhnung mit jeder Seite immer interessantere Aspekte aufweist. Das Ende ist eher konventionell, aber passt gut zur Handlung.
Fazit: spannende Thrillerunterhaltung, werde mich mal umschauen, ob es von Thierry Serfaty noch mehr zu lesen gibt!

20.05.2009 22:49:58
ooKristinaoo

Ich fand das Buch zu Anfang sehr verwirrend, da ich nicht klar kam was was ist, im nachhinein habe ich es zwar verstanden, doch mir gibt das buch nicht die nötige Spannung die ich normalerweise von bücher erwarte und bekomme.
...meine Empfehlung nur, wenn man grad nichts zu tun hat und doof vorsich hin lesen will...

02.05.2009 08:30:06
Bio-Fan

Im Jahre 2007 muss es um die Krimi-Highlights schlecht bestellt gewesen sein, wenn WW schon im August mit "Todestraum" DAS Krimi-Highlight des Jahres entdeckt zu haben glaubte. Bei den bisherigen Lesern scheint "Todestraum" nicht so gut angekommen zu sein (51 Grad).

Meiner Einschätzung nach ist es besserer Durchschnitt (75 Grad). Besser, weil Serfaty mit dem Thema Schlafforschung/Schlaftherapie einen interessanten Teilaspekt der medizinischen Behandlung von Schlafstörungen beleuchtet. Dabei ist es unabdingbar, den Lesern das nötige Hintergrundwissen zu vermitteln und da hat Serfaty des Guten zuviel getan. Die immer wiederkehrenden Erläuterungen stören einen kontinuierlichen Spannungsaufbau. Erst im zweiten Teil des Buches, wenn so gut wie alles Theoretische erklärt ist, legt "Todestraum" deutlich an Tempo und Dynamik zu. Rasante Szenenwechsel und überraschende Wendungen versöhnen dann für den stockenden Aufbau.
Alles in allem kann man bei "Todestraum" nicht unbedingt von einem Highlight sprechen.

28.12.2008 14:20:14
verena

hi ich hab zwar erst angefangen das buch zulesen aber es langweilt mich wirklich und es ist am anfang für mich sehr schwer zu verstehen gewesen ich hoffe es wird noch spannender und auch besser(ich bin erst bei der seite51)
und es ist auch sehr sachlich gehalten aber wer das mag ist mit diesem buch sicher gut dran
lg verena

19.08.2008 14:30:19
FUSTINO

Ich konnte das Buch einfach nicht zu Ende lesen!

Ich hatte eigentlich große Erwartungen gehabt, denn viele lobten dieses Buch auf süßen Zungen...

Doch das Buch brachte mich zum einschlafen... Dafür jedenfalls hat's ja genützt!

Nur weiteremphehlbar für Leute mit schlafproblemen! Denn dann schläft man garantiert ein!

Ach übrigens!

Hinten steht ja auch noch auf dem Klappentext, dass das Buch
Nebenwirkungen hätte: Schlaflosigkeit!!!

Das glaubt doch keiner im Ernst!

Bloß nicht weiter so, Thierry Serfaty!

KUSSi!

Mandy Fustino

27.10.2007 15:17:10
Krimi-Tante

Ein nicht ganz schlechtes Buch. Die Story ist mal was anderes, das Ende überraschend. Und ich habe eine ganze Menge über die Thematik "Schlafen" erfahren, was mich dann abends - nach der Lektüre dieses Buches - mit einem anderen Bewusstsein hat einschlafen lassen. Ich bin jetzt kein Mediziner und kann deshalb auch nicht beurteilen, ob ein Eingreifen in eine Schlafphase derartige Wirkungen auf Menschen ausübt, wie in diesem Buch beschrieben. Da fehlte mir dann doch die Vorstellungskraft... und machte mir das Buch an mancher Stelle unglaubwürdig.
Aber aufgrund der wirklich ungewöhnlichen Geschichte und der späteren Auflösung gibt es doch noch eine Wertung von 70 von mir.

21.10.2007 10:23:59
Knetkobold

Das hier als Krimi-Highlight des Jahres 2007 hochgejubelte Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Zu sehr verliert sich der Autor in der Beschreibung der kilinischen Symptome der einzelnen psychischen Erkrankungen, welche im Buch eine Rolle spielen. Die Spannung bleibt dabei etwas auf der Strecke und das Ganze liest sich leider etwas zähflüssig. Immerhin weiß man nach der Lektüre eine Menge über Schlafforschung :)
Vom überraschenden Schluß des Romans abgesehen, war die Handlung außerdem meist zu vorhersehbar

Meine Bewertung : 60° - mehr ist da nicht drin !

14.10.2007 18:48:07
marie-ann

dieses Buch hat mehr sehr gefesselt
Anfangs war es schwer für mich mich ein zu lesen aber nach einigen Seiten wollte und konnte ich nicht mehr aufhören es zu lesen die spannung das gefühl der neugier war sehr groß so mansch eine Seite habe ich zum teil überlesen sie waren mir zu fachbezogen und so manch ein fachausdruck hat mich überlegungen gekostet vllt. liegt es an meinen 14 Jahren aber es war ab und zu schwer dem Buch zu Folgen aber in Großen und ganzen ein spannendes Buch und weiter zuempfehlen.

25.09.2007 14:57:05
Nessie

Ich hatte anfangs etwas Anlaufschwierigkeiten, aber als ich dann drin war, fand ich es sehr spannend. War wie gesagt anfangs etwas schwer für mich zulesen, aber dann hab ich die Seiten in denen es zu fachbezogen wurde nur grob überflogen. Das hat der Spannung jedoch keinen Abbruch getan. Alles in Allem ein gutes Buch mit einer für mich mal ganz anderen Handlung.

14.09.2007 11:37:20
Frank

Ich habe es wieder getan.
Es hat aber wieder nicht geklappt.Nach 150 Seiten war Feierabend.Im Gegensatz zu Mase hat mich das Fachchinesisch von Anfang an gelangweilt.Dadurch kam bei mir auch keinerlei Spannung auf,das Geschehen plätscherte nur an mir vorbei.Ich stehe also weiterhin mit meiner 0% Wertung im krassen Gegnsatz zur Couchrezi.

14.09.2007 08:20:38
mase

Dank einem französichen Autor ein düsterer Thriller, der sich doch deutlich vom US-Wettbewerb unterscheidet. Auch wenn ich wohl jetzt meine Diplomarbeit über Träume und den Schlaf an sich schreiben könnte, hat mich anfangs der Fachjargon keineswegs gestört, weil sehr gut erzählt und flüssig geschrieben. Irgendwann wirkt er aber dann doch nur noch seitenfüllend. Leider liess sich mein Hirn nicht auf die abstrakten Folgen der Schlafmanipulation ein. Es war für mich schwierig nachzuvollziehen. Ob das am Autor liegt, oder an mir, weiss ich nicht. Wie in den meisten ernsten franz. Thriller wird auch hier kein grosser Wert auf eine Beschreibung des Protagonisten gelegt. Er betritt die Bildfläche und los geht´s. Die oder den Täter/in hatte ich auch bald entlarvt. Eine Bewertung ist mir selten so schwer gefallen wie hier. Besserer Durchschnitt, weil zu überladen.

15.08.2007 22:13:47
Frank

Mhm..da muß ich den Roman dann wohl noch mal vom E-Bay Stapel entfernen.Mein erster Eindruck war tatsächlich so schlecht,daß mich das ganze nach 100 irgendwas Seiten nur noch gelangweilt hat + ich entnervt aufgegeben habe.Wie meine Vorschreiberin schon meinte,hatte das ganze eher wenig von einem Krimi/Thriller,dafür aber -themengerecht- eine sehr einschläfernde Wirkung ob der medizinischen Ausführungen.Aber gut,eventuell ein 2ter Versuch.
Bisher 0%,das war gar nichts.

15.08.2007 21:47:22
Michelle

Ich kann mich der Meinung der Krimicouch nicht anschliessen. Es handelt sich wohl eher um ein Sachbuch für medizinische Abhandlungen zu den Themen Schlafanalyse und Traumdeutung. Mit einem Thriller hat das ganze wenig gemein, Die so hoch gelobte Lösung ist eigentlich nur als banal zu bezeichnen. Nach heutigem krimanlistischen Sachstand ist die Lösung nur eine Frage von Stunden. Der Autor wollte unbedingt ein medizinisches Sachbuch als Thriller herausbringen. Aner selbst die Charakterzeichnung ist ihm nicht sonderlich gelungen. Die meisten Personen bleiben oberflächlich. Die von mir vergebene Wertung liegt mit Ach und Krach noch bei 22 %.