Risk

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • New York: Putnam, 2005, Titel: 'Run the Risk', Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007, Seiten: 4, Übersetzt: Bielenstein, Monica

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Ines Dietzsch
Eine Polizistin zwischen Mutterliebe und Pflicht in einem mörderischen Duell gegen die Uhr

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Jul 2007

Einmal im Jahr blickt die Welt auf das kalifornische Pasadena. Dort findet seit 1890 am Neujahrstag die "Rose Parade" statt, ein Event der von mehr als einer Million Menschen besucht und live im Fernsehen übertragen wird.

Die Story fängt gut an gut an ...

Im Vorfeld der Parade wird die Rosenkönigin gewählt. Dieser Wahl stellt sich auch Lacy, die Tochter der Polizistin und Leiterin der Mordkommission, Alex Delillo. Die im Publikum befindliche, alleinerziehende Mutter wird Zeugin, wie ihre siebzehnjährige Tochter die Bühne für eine umweltpolitische Aktion nutzt und die Veranstaltung ins Chaos versinken lässt. Noch während der allgemeinen Aufregung wird Lieutenant Delillo zu einem Mordfall gerufen und Delillo verpasst zum wiederholten Mal die Chance zu einem klärenden Gespräch zwischen Mutter und Tochter. Ein Versäumnis, das die Polizistin im Folgenden mehr als einmal bedauern wird.

Der Besitzer eines Blumenladens wurde erschossen und die Polizisten vermuten schnell einen terroristischen Hintergrund, weil das Opfer mit Sprengstoffschmuggel aus mexikanischen Militärbeständen in Verbindung gebracht werden kann. Bei einem Bombenanschlag zieht sich Delillos Partner Dave schwerste Verletzungen zu und die Polizistin rekrutiert den Sprengstoffexperten Dylon Harrison für die weiteren Ermittlungen. Die Situation spitzt sich zu, Lacy wird entführt und der Polizei bleiben nur wenige Stunden, um einen Anschlag auf die Parade zu vereiteln und das Leben von Lacy zu retten.

... und erfährt eine Metamorphose zum Serienmörder-Einerlei

Nach dem gelungenen Beginn eines Thrillers über einen möglichen terroristischen Anschlag auf die Bevölkerung einer ganzen Stadt driftet der Debüt-Roman von Scott Frost unvermittelt ins Serienmörder-Fach ab, bleibt aber ganz spannend. Gabriel, so nennt sich der Killer, erpresst Alex Delillo. Er stellt sie vor die Wahl, das Leben eines Fremden oder das ihrer Tochter zu retten. Es entspinnt sich ein mörderisches Duell zwischen Killer und Polizistin. In Angst um ihre Tochter lässt sich die sonst routinierte Ermittlerin von ihren Muttergefühlen steuern und dabei unprofessionell handeln. Bis zum dramatischen und leider auch unbefriedigenden Ende gibt es noch so manche Explosion und müssen diverse Sprengsätze entschärft werden. Eine Aufklärung über die Motivation des Täters bleibt der Autor schuldig.

Der Beginn einer wunderbaren Serie?

Im Auftakt zur geplanten Reihe gerät die Figur der Ich-Erzählerin Alex Delillo zu eindimensional. Dreh- und Angelpunkt ist die komplizierte Beziehung zu ihrer Tochter, belastet durch eine gescheiterte Ehe und den späteren Tod des Ex-Gatten. Man muss abwarten, ob es Frost gelingt, seiner Hauptprotagonistin im nächsten Buch mehr Profil zu geben.

Risk ist leichte, actionreiche Spannungslektüre, bei der man das Köpfchen nicht arg belasten muss. Die Neugier auf Teil zwei, der in deutscher Sprache unter dem Titel Fear - Angst hat einen Namen erscheint, hält sich in Grenzen.

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