Lebendig begraben (als Melchior Hala)

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007, Seiten: 236, Originalsprache

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Wolfgang Weninger
Ein mildes Lächeln...

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jun 2007

Wir schreiben das Jahr 1849. In der New Yorker Klinik von Dr. Templeton droht eine Revision. Die Irrenanstalt auf Blackwell's Island beherbergt auch einen illustren Patienten mit totalem Gedächtnisverlust, den Dr. Templeton auf den Namen Edgar Allan Poe getauft hat. Durch Mr. Poe könnten dem zwielichtigen Doktor bei der Prüfung Schwierigkeiten erwachsen, deshalb wird er kurzerhand entlassen.

Edgar Allan Poe wird von Albträumen geplagt. Er will das Rätsel um seine Vergangenheit lösen. In seinem Kopf hört er ständig eine Melodie und als er im Hafen von Bord des Schiffes "Independence" jemanden diese Melodie spielen hört, beschließt er mit dem Kahn nach New Orleans zu schippern. Doktor Templeton hat dort ein Haus und gibt ihm einen Brief an seinen Verwalter mit, damit er sich vorerst dort niederlassen kann.

Unterwegs passiert die Independence ein untergehendes Schiff auf Gegenkurs und Poe rettet eine junge Frau und einen Sarg, der nur unter Widerwillen an Bord genommen wird. Die abergläubischen Seeleute machen diesen Sarg dafür verantwortlich, dass ihr Schiff nicht nur in einen Sturm gerät, sondern auch Matrosen auf hoher See einfach verschwinden.

Poe und die junge Frau kommen nur mit Mühe mit dem Sarg nach New Orleans. In dem Sarg ist die Leiche der Freundin, die unter mysteriösen Umständen Selbstmord begangen haben soll. Poe, der Zusammenhänge zwischen seiner Vergangenheit und dem ungeklärten Ableben wittert, nimmt seine Begleitung mit auf Dr. Templetons düsteres Anwesen, aber dort geht das Grauen erst richtig los ...

Der Drehbuchautor Moritz Wulf Lange hat unter seinem Pseudonym Melchior Hala eine Hörbuchedition der wichtigsten Werke Edgar Allan Poes bei Lübbe Audio erarbeitet und hat zu dieser Serie nun Lebendig begraben als erstes Buch dazu im Bastei Lübbe Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die Rahmenhandlung zu den Horror- und Kriminalgeschichten, die unter Anderem mit Christopher Lee als Sprecher bereits 26 CDs umfasst.

Die 237 Seiten des Taschenbuchs, in denen der "Erfinder des Gruselromans" Edgar Allan Poe und seine Muse Leonie zueinander finden, sind auch höchstens ausreichend, um dem Leser einen Anreiz zu geben, auf die Hörbuchreihe umzusteigen, denn die Stimmen von Iris Berben und Ulrich Pleitgen können sicherlich über den leicht konfusen und seichten Handlungsablauf hinweg trösten.

Die Gruselkrimiheftchen aus dem Bastei Verlag sind zumindest vom schreiberischen Niveau nicht schlechter zu betrachten, wie diese handwerklich brauchbar produzierte Lektüre, bei der man nie das Gefühl hat, einen ausgereiften Roman zu lesen. Eher vermutet man dahinter einen literarischen Schnellschuss, um den momentanen Hype um die Werke Edgar Allan Poes in klingende Münze umzuwandeln. Historische Leichenfledderei und bizarre Tötungsdelikte hat der 1849 verstorbene Autor Poe allerdings mit wesentlich mehr Ambiente zu schreiben verstanden, als es diese Erzählung an den Leser bringen kann.

Da nimmt es nicht Wunder, wenn der Schreiber zu einem Pseudonym greift, denn mit gutem Gewissen kann man dieses Elaborat weder den Lesern von Kriminalromanen anbieten, noch den Freunden des gepflegten Horrors empfehlen. Und über die Ankündigung des Verlages "Die neue Stimme des Suspense-Thrillers: furchteinflößend spannend!" kann man nur milde lächeln und diese deutlich überzogene Aussage mitsamt dem Roman als Effekt heischende Marktschreierei am Besten so schnell wie möglich vergessen.

Lebendig begraben (als Melchior Hala)

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