Tribut

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Snowbooks, 2004, Titel: 'Adept', Originalsprache
  • München: dtv, 2007, Titel: 'Tribut', Seiten: 412, Übersetzt: Sophie Zeitz

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Sabine Reiß
Mit ein wenig Hokus Pokus

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2007

Adept [lateinisch ›der erlangt hat‹] der, (in eine Geheimlehre) Eingeweihter, Anhänger einer Lehre (aus Meyers Lexikon)

´Adept', so lautet der Originaltitel von Robert Finns Roman Tribut, der nicht nur als Lesetipp, sondern auch mit den Worten: "Achtung, Hochspannung!" auf dem Einband angepriesen wird. So ganz geläufig ist das Wort dem Normalsterblichen nicht und so steigt man erwartungsvoll in die Geschichte ein und ist enttäuscht - zumindest bis Seite 19. Denn bis dahin stört man sich an der Gegenwartsform der Erzählung und an dem Szenario, dass wie ein Puzzlestück zusammenhangslos daherkommt.

Auftakt ist die Beschreibung eines Einbruchs in ein Bürogebäude. Als die Polizei an den Tatort kommt, findet sie dort zwei tote Einbrecher vor, einer von ihnen mit einem Schraubendreher erstochen, der andere erschossen. Inspector Hammonds These lautet: Die beiden haben sich gegenseitig getötet. David Braun, Agent einer renommierten Versicherung, bei der das Einbruchsopfer versichert ist, wird von seinem Arbeitgeber an den Tatort geschickt, was Hammond als Einmischung betrachtet. Von Braun stammt jedoch der wesentliche Hinweis, dass es sich nicht nur um zwei, sondern um drei Diebe gehandelt haben muss. Doch wie ist der unbekannte Dritte entkommen, ist doch als einziger fast unmöglicher Fluchtweg das Fenster denkbar, von dem aus es dreißig Meter in die Tiefe geht?

Der Versicherungsnehmer Alessandro Dasso zitiert David zu sich, um ihm den gestohlenen Gegenstand zu beschreiben. Dabei schwingt die unterschwellige Drohung mit, dass es der Ruin der Versicherung sei, sollte das kostbare Kästchen samt noch kostbarerem Inhalt nicht schleunigst wiedergefunden werden. Die Zeichnung, die er zur Erläuterung anfertigt, vernichtet er sofort, denn das Ornament aus Platin ist so geheim, dass keinerlei Abbild davon existieren sollte, um seine Existenz nicht zu gefährden.

David Braun wendet sich an einen Bekannten, der ihm als Expertin für dererlei Dinge die amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Susan Milton empfiehlt, die derzeit an der Londoner Antikenschule eine Sammlung von neuen Dokumenten aus einem Nachlass sichtet. Der Zufall will es, dass Susan das Ornament wiedererkennt. Am Morgen war sie sogar Zeugin des Überfalls auf die Zimmerwirtin desjenigen, aus dessen Besitz die geheimnisvollen Dokumente stammten, in denen der Hinweis auf das Schmuckstück zu finden ist. Es scheint, als sei nicht nur David auf der Suche nach dem Kleinod, das angeblich über magische Eigenschaften verfügen soll und von dessen Besitz eine Gefahr ausgeht, die man nicht unterschätzen sollte.

Nur ein kleiner Schritt zum Drehbuch

Im zweiten Kapitel wechselt der Autor zur gebräuchlichen Vergangenheitsform als Erzählweise. Die Story kommt aber nicht nur dadurch in Gang, sondern auch durch die Einführung der beiden Protagonisten, die als sehr sympathisch geschildert werden und mit denen man sofort mitfühlt. Robert Finn schildert einige amüsante Situationen und die Spannung steigert sich langsam aber stetig bis zur Mitte, wo es fast scheint, als hätte er sein Pulver verschossen, doch er belehrt den Leser eines Besseren und die Jagd geht weiter.

Insgesamt ist die Story doch sehr amerikanisch, obwohl sie in England angesiedelt ist. Allerdings wird auf Cliffhanger gänzlich verzichtet und am Ende eines jeden Kapitels weiß man, dass die Situation fürs Erste geklärt ist. David und Susan sind von der Gefahr, abgesehen vom Ende, immer ein paar Meilen weiter entfernt, als man das erwarten würde, aber der Unterhaltungswert der Geschichte ist beachtlich. Der Verfilmung von Tribut steht nichts im Wege, da das Buch so plastisch geschrieben ist, dass man schon den Film im Kopf hat.

Es kann aber mehr als einen Highlander geben...

Mit Dan Browns Bestseller Das Sakrileg gibt es nur eine Gemeinsamkeit: Beide Geschichten sind Fiktion und handeln von geheimen Dokumenten und im weitesten Sinne von Legenden um einen geheime Gesellschaft. Finn beschäftigt sich weder mit Verschwörungstheorien noch mit der Suche nach dem Heiligen Gral und nimmt eher Anleihen bei Highlander als beim Templerorden. Die Story ist absolut nicht so trickreich und komplex wie Das Sakrileg, aber man sollte zumindest diese Art von Geschichte nicht ablehnen, sonst hat man gar keinen Spaß daran. Robert Finn präsentiert einen Mix aus Thriller und einem Schuss Übernatürlichem, den man nicht zu Ernst nehmen darf und der sich wirklich gut lesen lässt.

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