Tage des Feuers

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • New York: Forge, 2001, Titel: 'Bone Walker', Seiten: 445, Originalsprache
  • München: Heyne, 2005, Seiten: 671, Übersetzt: Christine Roth-Drabusenigg

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Wolfgang Weninger
Thriller, Fantasy und Historie - ein gelungenes Konglomerat

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Apr 2007

Halloween im Chaco Canyon, New Mexiko. Dort wo die Archäologen im Nationalpark die Überreste der Anasazi-Kultur ausgraben, wird der Chef-Archäologe Dr. Dale Emerson Robertson kopfüber eingegraben und die Haut seiner Fußsohlen abgezogen. Ermordet nach einem Ritual der Anasazi-Zauberer, deren Erforschung sein Lebensinhalt war.

Dusty Stewart fühlt sich als Ziehsohn des Ermordeten. Die Mutter hatte ihn schon als Kleinkind wegen ihrer Karriere im Stich gelassen, den Vater verlor er ebenfalls schon früh. Umso härter trifft ihn das grausame Ableben seines Vorbildes. Die rituelle Abschlachtung muss ihre Ursache in der Vergangenheit des Opfers haben, damals, als auch sein Vater und seine Mutter noch an den Grabungen teilgenommen haben und in ihrem jugendlichen Ungestüm die Götter der Anasazin angerufen haben ...

700 Jahre lang blühte im heutigen Pueblo Bonito die Anasazi-Kultur, bevor diese im 12. Jhdt. plötzlich zu Ende ging. Verursacht durch eine 120 Jahre anhaltende Dürre wurde die Maisernte knapp, das Land verwüstete und Hunger und Krankheiten führten zu Kriegen zwischen den Stämmen der Mogollon und der Oshara. Kriegshäuptling Tändler will diese ständigen tödlichen Zwistigkeiten ändern und die Stämme einigen, um ein Überleben zu sichern, aber die Zauberer der rivalisierenden Gruppen wollen ihre Macht nicht aufgeben und Tändler und seine Gefolgsleute beginnen einen Kampf gegen die Mächtigen, die vor brutalem Mord nicht zurückschrecken, gerade so, wie auch Dr. Dale Emerson Robertson sein Leben in der Halloween-Nacht ausgehaucht hat ...

Der dritte Teil der Anasazi-Saga, die von der Archäologin Kathleen O'Neal Gear und ihrem Ehemann, dem Anthropologen W. Michael Gear im Wilhelm Heyne Verlag nach Tage des Wolfs und Tage der Schlange jetzt mit Tage des Feuers abgeschlossen wird, erzählt eine parallele Handlung auf 670 packenden Seiten.

In der Übersetzung von Christine Roth-Drabusenigg beginnt die Geschichte nur langsam in Fahrt zu kommen. Wer die beiden ersten Bände nicht gelesen hat, wird sich mit der ständig wechselnden Erzählstrategie der Gears erst anfreunden müssen und die Einblicke in das Leben der Indianer mit all ihren Gottheiten, Zauberern, Sitten und Gebräuche scheint zu Beginn reichlich verwirrend.

Oftmals hat man den Eindruck, dass die Rahmenhandlung mit dem Mord an Dale Robertson nur schmückendes Beiwerk zur Erläuterung des Lebens vor 800 Jahren dient, denn die Geschichte läuft in der Vergangenheit deutlich spannender ab, als sie es in der Gegenwart tut. Bis sich die Fäden zwischen dem Gestern und dem Heute langsam zu verknüpfen beginnen, ist das halbe Buch bereits gelesen und der erfahrene Thrillerkonsument vermutet zu diesem Zeitpunkt bereits, wer der Täter sein könnte.

Die Charaktere aus dem Heute sind im Wesentlichen nach typisch amerikanischer Thrillermanier sofort in gut und böse zu unterteilen, sind also entweder sofort sympathisch oder von Beginn an unsympathisch dargestellt. Ähnliches gilt für die Personen aus der geschichtlichen Handlung, die zwar etwas schwieriger zu katalogisieren sind, aber im Endeffekt nach demselben Strickmuster handeln und das bis hin zur (vorerst) platonischen Liebesgeschichte.

Tage des Feuers ist, genau wie seine Vorgänger, eine rundum gelungene Thrillerlektüre, die trotz leichter Mängel im Spannungsaufbau von der Dualität der Handlung und der Faszination rund um die Anasazi lebt. Eine Faszination, die auch Douglas Preston & Lincoln Child unmittelbar nach Erscheinen der Trilogie in ihrem Buch Thunderhead vermittelt haben.

In Tage des Feuers mischen sich Thriller, Fantasy und Historie zu einem gelungenen Konglomerat, dass den Leser jeden Genres in seinen Bann ziehen kann, und nicht zu Unrecht beweist, dass das Duo Gear & Gear zu den Top-Vertretern des amerikanischen Wissenschaftsthrillers zu zählen ist.

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