Skin River

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • New York: St. Martin, 2004, Titel: 'Skin River', Seiten: 241, Originalsprache
  • München: Knaur, 2007, Seiten: 301, Übersetzt: Silvia Visintini
  • München: Knaur, 2009, Seiten: 346

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Michael Drewniok
Wahnsinn und Gewalt in idyllischer Waldfrische

Buch-Rezension von Michael Drewniok Mär 2007

Seit anderthalb Jahren ist Buddy Bayes Besitzer der Black Chimney Tavern. Außerhalb Gunnars, einer kleinen Stadt im Nordosten des US-Staates Wisconsin einsam gelegen, ist die Kneipe ein beliebter Treffpunkt für Urlauber, Jäger und Fischer. Sie ist aber auch ein Versteck für Bayes, der in seiner Heimatstadt Chicago den Gangster Red um viel Geld betrogen hat und sich nun verborgen halten muss, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Buddy hat sich eingelebt und in der jungen Mutter Margot auch eine Freundin gefunden; er ist zufrieden.

Natürlich meidest er tunlichst öffentliche Aufmerksamkeit. Daher ist es schlecht, dass ausgerechnet er die Überreste der jungen Melissa Teagles im Skin River treibend findet. Sie ist dem "Ziegenhäuter" in die Hände gefallen, einem psychopatischen Serienkiller, der seine Opfer mit dem Messer jagt und zerlegt. Die Existenz eines unsichtbar bleibenden Killers, der womöglich zu den Einheimischen gehört, übersteigt das Verständnis des kriminalistisch nur bedingt fähigen Sheriffs Glen Rafferty. Er hält sich an Buddy Bayes, den Neuling in der Gemeinde, der sich ihm als Verdächtiger anbietet.

Notgedrungen muss sich Bayes selbst als Detektiv versuchen. Leider fehlt ihm jede Erfahrung. Seine ungeschickte Ermittlungen bringen den düpierten Red und seine Schergen auf seine Spur. Sie wollen das unterschlagene Geld, und sie wollen Bayes strafen. So wird der Kneipenwirt plötzlich von zwei Seiten unter Druck gesetzt. Zu allem Überfluss wird der Ziegenhäuter auf Bayer aufmerksam. Er stellt ihm eine Falle und plant seine Form von Vergeltung, denn er hat ein Auge auf Margot geworfen ...

In der Regel kommt es anders als geplant

Solche Thriller liest man gern: Eine einfache und bewährte Story wird mit diversen Hakenschlägen in einen rasanten Thriller verwandelt. Skin River ist stets für eine Überraschung gut. Der Plot wird ordentlich gegen den Strich gebürstet: Die Hauptfigur selbst ist es, die ihren Untergang einleitet. Längst hat der von ihm gefoppte Gangster seine Niederlage als böse Erfahrung abgehakt - er denkt gar nicht daran, seine Zeit damit zu vergeuden, nach Buddy zu suchen. Der hat sich völlig unnötig in der Wildnis eingegraben und tritt jetzt denkbar ungeschickt seinem Gegner noch einmal auf die Füße.

Auf dieser Welt geht eben schief, was gehen kann. Murphys Gesetz ist ein wichtiges Element dieses Romans. Kein Zufall ist so irrwitzig, dass es ihn nicht geben könnte. Bemerkenswerterweise erscheint dem Leser dies nie seltsam, übertrieben oder unlogisch: Sidor hat seine Geschichte vor allem in ihren ersten beiden Dritteln fest im Griff.

Danach wird das bisher so dichte Handlungsgefüge ein wenig löchrig. Der Verfasser muss einen Weg finden die einzelnen Fäden seiner Story, die er so kundig gesponnen hat, für das Finale zu einem soliden Knoten zu verknüpfen. Hier zeigen sich leichte Schwächen, denn Sidor wählt den einfachen Weg und inszeniert eine wilde Verfolgungsjagd, die einerseits in eine mörderische Abrechnung zwischen Bayes und dem Gangster und andererseits mit der Entlarvung des Ziegenhäuters mündet. Das ist wiederum sehr spannend aber nicht raffiniert. Für ein Debütwerk ist Skin River freilich trotzdem von bemerkenswerter Qualität.

Die Vergangenheit will nicht sterben

Das trifft auch auf die Figurenzeichnung zu. Selten treten uns die Protagonisten eines Thrillers so plastisch vor das innere Auge wie hier. Mit Buddy Bayes hat Sidor einen zwielichtigen "Helden" geschaffen. Anfänglich schildert er uns eine sympathischen Zeitgenossen, der mit seiner verbrecherischen Vergangenheit abgeschlossen hat. Bayes hat einen Schurken betrogen, das ist ja nicht so "schlimm". Nun führt er eine Kneipe, kommt gut mit seinen Gästen aus und knüpft sogar zarte Bande zu einer schönen Frau.

Dann holt besagte Vergangenheit ihn nicht etwa ein. Bayes weckt sie, denn er hat noch eine zweite, deutlich düstere Seite. Wenn er in Chicago prüft, ob man ihm auf den Fersen ist, kommt plötzlich der "alte" Bayes zum Vorschein - ein gewiefter Krimineller, für den Gewalt ein alltägliches "Instrument" ist. Dieser Bayes droht, schlägt und schießt. Er ist deshalb kein Psychopath, sondern erledigt nüchtern seinen "Job". Erst weil wir diesen Bayes kennen gelernt haben, erscheint uns die gewaltige Schießerei in und um Buddys Kneipe nicht unwahrscheinlich: Die Situation ist nicht unbedingt neu für unseren bedrängten Mann, und deshalb meistert er sie.

Das Monster zerstört sich selbst

Die zweite zentrale Gestalt des Skin River-Dramas ist der Ziegenhäuter, ein Psychopath der ganz finsteren Sorte. Sidor schildert ihn erfreulich realistisch nicht als diabolisch genialen Übermenschen, der auf überkomplizierte Art killt und quasi nebenbei die verfolgende Polizei mit sardonischen Scherzen neckt. Sein Ziegenhäuter ist ein Mensch, der von seinem dunklen Trieb beherrscht wird. Mit diesem Drang hat er sich arrangiert, er ist ein "organisierter" Serienmörder, der seine Spuren verwischt und es im Laufe vieler Jahre auf eine bedrückend beeindruckende Jagdstrecke gebracht hat, ohne auch nur in Verdacht zu geraten.

Doch seine psychische Situation ändert sich. Sidor schildert einen Ziegenhäuter, der die Kontrolle über sich zu verlieren beginnt. Die inneren Stimmen in seinem Kopf werden so laut, dass er sich nicht mehr darauf konzentrieren kann, seine Tarnung als liebenswert unkonventioneller Außenseiter in der Gemeinde Gunnar aufrecht zu erhalten. Er wird schlampig, versteckt seine Opfer nicht mehr, sondern präsentiert sie. Größenwahn erfüllt ihn. So würde er sich irgendwann sogar dem engstirnigen Sheriff Rafferty verraten, doch da ist Buddy Bayes. Zwar ist der Ziegenhäuter verrückt, dumm ist er nicht. Deshalb legt er falsche Spuren, die Bayes in Verdacht geraten lassen.

Schließlich erfolgt der geistige Zusammenbruch so schnell, dass dem "Ziegenhäuter" solche Schlichen und seine Maske gleichgültig werden. Der Wahn beherrscht ihn vollständig. Diesen Prozess weiß Sidor eindringlich zu schildern. Der Ziegenhäuter ist auf der einen Seite selbst ein Opfer. Die berühmt-berüchtigte "gestörte Kindheit" hat ihn geprägt und die Saat für seinen Krankheit gelegt. Auf der anderen Seite ist der Ziegenhäuter womöglich ein Psychopath von Geburt an. Sidor legt sich hier nicht fest und folgt damit der Forschung, die weiterhin nicht wirklich weiß, wie ein Serienmörder "entsteht" oder "funktioniert".

Zu guter Letzt bleibt vom Ziegenhäuter nur das groteske Zerrbild eines Menschen. Sidor schildert ihn etwa wie den alten Ed Gein, den berüchtigten Mörder und Leichenschänder, der u. a. als Vorbild für den Horrorfilmklassiker "Texas Chainsaw Massacre" diente. Seine letzten Jahre verbrachte Gein in einer Sanatorium für geisteskranke Kriminelle: ein geistig zerbrochener, täuschend friedlicher Mann, der nach Ansicht seiner Ärzte jedoch weiterhin von seinen Dämonen getrieben wurde. Der Ziegenhäuter ist so wahnsinnig geworden, dass sich die in ihm aufgestaute Gewalt nicht mehr gegen unschuldige Opfer, sondern gegen sich selbst entlädt: Die Bestie zerstört sich selbst.

Ein Krimi, der nicht übersehen werden sollte!

Auch den Randfiguren schafft Sidor detaillierte Biografien. Hier übertreibt er es in seinem Eifer allerdings, denn der Aufwand lohnt sich nur bedingt. So wichtig werden Figuren wie Sheriff Rafferty, Margot oder Gangster Red nicht, dass sie uns so aufwändig vorgestellt werden müssten. Andererseits fällt auch hier auf, wie geschickt der Autor Klischees vermeidet. Er vervollständigt damit das erfreuliche Bild eines Thrillers, der es keineswegs verdient, im Meer jener Durchschnittskrimis zu versinken, die Monat für Monat auf den deutschen Buchmarkt geworfen werden. Das kann leider leicht geschehen, denn sowohl die Aufmachung als auch der alles und gleichzeitig nichts sagende Covertext verschleiern erfolgreich, welches Kleinod hier auf seine Leser wartet!

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Letzte Kommentare:
07.12.2009 21:56:41
Krimi-Tina

In dem verschlafenen Städtchen Gunnar geht ein Serienmörder um. Der Kneipenbesitzer Buddy Bayes findet die Hand eines der Opfer und gilt dem örtlichen Sheriff seither als verdächtig. Buddy ist zwar nicht unbedingt der, der er scheint, aber mit den Morden hat er nichts zu tun.
Die ersten 100 Seiten war ich mehrmals versucht das Buch weg zu legen. Eine derart große Menge an missglückten Metaphern habe ich noch selten auf einem Haufen gesehen. Bisher war ich der Meinung gewesen, Metaphern dienten dazu eine Geschichte bildhafter und damit vorstellbarer zu machen. Ich hab was dazugelernt, man kann sie auch benutzen um den Leser zu verwirren. Und zu nerven.
Ich hab dann irgendwann aufgegeben verstehen zu wollen, was der Schreiber uns eigentlich sagen wollte und mich durchgebissen. Und siehe da ab dem zähen ersten Drittel entfaltet sich eine, zwar nicht besonders originelle, aber doch spannende Geschichte. Entweder wurde es da dann auch sprachlich besser, oder ich hatte mich dran gewöhnt.
Und gerade die von meine Vorschreibern tw. bemängelte Entwicklung von Bayes vom eigenbrötlerischen aber doch recht braven Kneipenwirt mit dunkler Vergangenheit, zu einem Typen mit ebensolcher Gegenwart ist nach meiner Meinung ein Highlight der Story.
Zum, recht hektischen und dramatischen Ende hin gab es allerdings dann wieder Sätze wie: „Seine Brust saugte die Schrotladung auf“ zu bestaunen.
Ein paar Schnitzer gibt es auch in der Story, so führte z.b. die o.ä. Geschichte um den Sheriff der partout Bayes als Täter sehen möchte, zu keinerlei Konsequenzen und ist daher recht überflüssig.
Halbwegs ordentlich, wäre mit gründlicherem Lektorat sicher besser geworden.

13.07.2009 17:02:49
anath

Eine unspannende Geschichte mit der angemessenen Portion Tristesse die man in einem "verschlafenen Nest in Wisconsin" erwarten sollte. Erstaunlicherweise hat mich diesmal überhaupt nicht gestört, daß der Mörder für den Leser sehr schnell erkennbar war, es blieb unspannend,mehr nicht. Ansonsten konnte ich mit dem Buch ganz gut leben, nur vom Hocker hat's mich nicht gehauen.Und Buddy Bayes ist auch so ein netter Typ daß man durchaus mit fiebern könnte, wenn es ihm ans Leder gehen soll - naja, sooo schlimm war's ja dann doch wieder nicht. Das Buch liest sich eigentlich recht flüssig und hat zumindest mich als Leserin durchhalten lassen bis zur letzten Seite. Kann ich also nur mit gemischten Gefühlen weiter weiter empfehlen ! wer ein nettes Genrebild des amerikanischen Kleinstädtchens haben möchte, der ist jedenfalls nicht schlecht bedient.Ps.: "Höllisch gruselig ", wie auf der Umschlagseite angekündigt fand ich's aber denn doch nicht. ;-)

12.10.2008 14:30:25
Bio-Fan

Eine 90 Grad "Treffer"- Rezension versus eine 63 Grad Bewertung durch die Leser. Ich tendiere in meiner Beurteilung in Richtung Leserkommentare.
Steven Sidor macht es sich und uns schwer in seinem Debut-Roman. Ins Auge sticht der häufige Gebrauch von äusserst seltsamen Metaphern. Das mag ja ein Ausdruck eines ganz individuellen Schreibstils sein, aber wenn pérmanent der Lesefluß ins Stocken gerät, weil man über ein "Bild" rätselt, so ist das auf die Dauer recht mühsam. Wenn Sidor dann noch sehr häufig das Tempus wechselt - Präsens und Präteritum im Wechsel-, um Personen oder Geschehnisse voneinander abzugrenzen, kommt man sehr schnell an die Grenze der eigenen Toleranz.
Das wäre aber alles halb so schlimm, wäre wenigstens der Plot einigermaßen reizvoll, aber da kommt bis zum Finale kaum Spannung auf. Viel zu früh wird die Identität des Ziegenhäuters preisgegeben, auch Buddys "Geschäftspartner" aus Chicago bringen außer einer wilden Ballerei kaum Verve in die Geschichte.
Ich denke mal, der Rezensent hat das Erstlingswerk Sidors sehr wohlwollend betrachtet und eine Tiefe und Schärfe in den Charakteren entdeckt, die mir verschlossen blieb.
65 Grad

12.09.2007 20:41:34
garyd138

"Skin River" ist definitiv einer der besten Thriller, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Hervorragend herausgearbeitete Hauptfiguren, viel Liebe zum Detail, kurze, auf das Wesentliche bezogene Dialoge, und nicht zuletzt ein wirklich guter, spannender Plot. Das überzeugt. Das einzige Manko liegt in der Kürze des Buches (300 S.). Ich bin gespannt, was uns als nächstes von Herrn Sidor kredenzt wird!

22.08.2007 13:45:33
Babybubbi

Also, ich finde dieser Thriller hat die Bezeichnung "Thriller" überhaupt nicht verdient: er ist langweilig, dieses Hin- und Herspringen von Gegenwart in Vergangenheit ist gar nicht mein Fall, und nach Spannung musste ich bis zum Schluss suchen, das hat dann allerdings auch nichts mehr rausgerissen.
Fazit: Entweder wird das zweite Buch besser, sonst sollte Mr. Sidor vielleicht besser wieder in seinen alten Beruf zurück kehren (viell. Ziegenhäuter? :-) )

18.08.2007 13:04:30
Anja S.

na da bin ich ja froh, dass es anderen Lesern mit diesem Buch genauso geht. ich habe es mehrfach zu lesen probiert und bin über die ersten 20 Seiten nicht hinaus gekommen, da es so langweilig war. Vielleicht gebe ich dem Buch noch eine letzte Chance...

17.08.2007 22:11:13
Thrillertante

Ich kann mich eigentlich nur meinen Vorrednern anschließen: auch ich finde dieses Buch mehr als daneben, kaum Spannung, obwohl das aufgegriffene Thema durchaus ausbaufähig gewesen wäre.
Nein danke, sollte es noch mehr Bücher von S. Sidor geben, für mich definitiv nicht mehr!

17.08.2007 14:46:09
graete

Langweilig, habe schon lange kein Buch weggelegt ohne es zu Ende gelesen zu haben. Es gibt Besseres! Ich kann die Bewertung mit 90° nicht nachvollziehnen.

02.05.2007 14:02:26
Marcel

Du lieber Himmel...wer hat dem Autor eigentlich gesagt, dass es ausreicht ein tolles Buch zu schreiben, indem man gefühlte 50 Metaphern auf einer Seite unterbringt?
Diese oftmals sehr unpassenden Wortspiele sorgen für ein - mir noch nie untergekommenes- holperiges "Lesevergnügen" das seinesgleichen sucht.
Die platte Story und die gesichtslosen Charakter tun ihr übriges dazu, dass sich dieses Buch nah am Rande des Ertragbaren befindet.
Die KC-Wertung kann ich mit 90° nicht mal im Ansatz nachvollziehen. Daher..."Kindas...Finga wech vonne Drogen die beida Wartung da im Spiel warn".

28.04.2007 17:43:59
K.-G. Beck-Ewe

Ich muss entschieden widersprechen.

Alle beschriebenen Aspekte des Romanes bieten jeweils schon für sich genommen eine gute Grundlage für einen aufregenden, oder zumindest interessanten Thriller und die Kombination sollte die-sen Effekt noch potenzieren. Sollte … denn dem Autoren gelingt es, auch die blutrünstigste Begegnung zwischen Täter und Opfer so zu beschreiben, dass man vor Langeweile fast selber umkommt. Mehr oder weniger originelle Wortspiele bremsen den Handlungsfluss an den un-möglichsten Stellen und ansonsten wird kein Beschreibungs- oder Handlungsklischee ausge-lassen. Dabei bleiben alle Figuren platt und hinterlassen keinen wirklichen Eindruck. Es ist dringend zu hoffen, dass der Autor entweder schon an einem wesentlich besseren zweiten Buch arbeitet oder aber seinen alten Job noch nicht aufgegeben hat.