Lucifers Erbe

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • New York: Warner Books, 2001, Titel: 'Dark Inheritance', Seiten: 519, Originalsprache
  • Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2006, Seiten: 556, Übersetzt: Regina Schneider

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Wolfgang Weninger
Dieser Roman gefährdet ihre Nachtruhe

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mär 2007

Nach der Geburt seiner Tochter Brett wurde der Anthropologe Dr. Jim Dutton von seiner Frau Valerie verlassen. Trotzdem hat er es dreizehn Jahre lang geschafft nach bestem Wissen und Gewissen nicht nur seine Tochter, sondern auch das Bonobo-Schimpansenweibchen Umber groß zu ziehen. Umber macht in ihrer Entwicklung so erstaunliche Fortschritte, dass er seinem Auftraggeber, dem Pharmakonzern SAC, die überragenden Fähigkeiten verschweigt, obwohl er insgeheim ahnt, dass Umber genmanipuliert ist. Doch SAC hat nicht nur einen Affen mit menschlicher DNA verändert.

Ausgerechnet Valerie, mittlerweile eine Star-Journalistin, die auch am brenzligsten Schauplatz ihre Frau steht, wird von ihrem Boss, auf die heiße Story rund um die Machenschaften der SAC angesetzt. Und um der Entdeckung dieses Skandals zu entgehen, fordert der Konzern die Affen notfalls mit Gewalt zurück, um sie in einem geheimen Forschungscamp in Äquatorialguinea auszuwildern.

Doch Jim Dutton will Umber nicht ausliefern. Und auch die Betreuerin eines weiteren Affen wehrt sich gegen diese Massnahme, wobei der Affe seine Pflegerin tatkräftig verteidigt und einen Mann tötet. Jim Dutton hat nur eine Chance. Mitsamt Brett und Amber fliegt er nach Äquatorialguinea, wo der Regierungschef des ärmsten afrikanischen Landes auf der Zahlliste der SAC steht und diese auch bei den schlimmsten Machenschaften tatkräftig unterstützt.

Doch unter den ausgewilderten Affen auf dem hermetisch abgeriegelten Gelände sind auch welche, bei denen die Genmanipulation zu gefährlichen Zwischenfällen führt, denn die Affen greifen die hier lebenden Forscher und Arbeiter nicht nur an, sie töten Menschen und andere Affen, scheinbar um des Tötens willen. Und genau in diesen Konflikt geraden Dr. Dutton, Brett und Amber, aber auch Valerie und ihr Team, die mittlerweile vor Ort den Geheimnissen auf die Spur kommen wollen ...

W. Michael Gear, selbst Anthropologe und versiert in den Bereichen menschliche Osteologie, Paläontologie, Forensik und Evolution von Primaten, hat gemeinsam mit seiner Frau Kathleen O' Neal Gear das brisante Thema der Genmanipulation an Primaten aufgegriffen und mit "Lucifers Erbe" im Bastei Lübbe Taschenbuchverlag einen mitreißenden Wissenschaftsthriller abgeliefert.

Dass sich Bonobo-Schimpansen wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Menschen bevorzugt als Studienobjekt eignen, haben auch Douglas Preston und Lincoln Child in ihrem Thriller "Mount Dragon" bereits erzählt. Damals ging es allerdings um die Mutation von Grippe-Viren, im vorliegenden 557-Seiten-Werk aus der Feder von Gear & Gear hat Regina Schneider ganz hervorragend eine Geschichte übersetzt, die über das Thema der manipulierten Laboraffen weit hinaus geht. Die fiktive Kreuzung zwischen Mensch und Primat ist zwar bis heute nicht bewiesen und angeblich unmöglich, aber man kann ja nie wissen, was die Forschung tatsächlich in ihren geheimen Labors zu Wege bringt.

Und gerade wegen der vom Fachmann so plausibel interpretierten Fiktion gerät "Lucifers Erbe" zu einem besonders eindringlichen Roman, der schon von den ersten Seiten an zu fesseln vermag und bei dem die Spannung beständig steigt. Wobei den Autoren diesmal auch gelungen ist, die (vorhersehbare) Familiengeschichte zwischen getrennten Eltern, verlassener Tochter und kuscheligem Affentöchterchen so in die Geschichte einzubauen, dass es nicht als störend banal wirkt, sondern für den Handlungsablauf fast zwingend notwendig erscheint.

Gear & Gear haben in diesen Roman wirklich alles eingebaut, was ein amerikanischer Thriller haben muss. Beinharte Action, Mord und Totschlag, exotisches Szenario, tierische und menschliche Tränendrüsensequenzen, aber vor allem eine schnörkellos durchgezogene Story fesseln den Leser von vorne bis hinten.

Für jeden Liebhaber von Wissenschaftsthrillern ist "Lucifers Erbe", dessen englischer Titel "Dark Inheritance" (Dunkle Erbschaft) deutlich besser zum Stoff passt, ein absolutes Muss, denn dieser Roman ist vielleicht sogar noch besser als "Der Schatten Gottes" von denselben Autoren. Eigentlich müsste das Buch den Aufdruck "Dieser Roman gefährdet ihre Nachtruhe" tragen.

Lucifers Erbe

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Letzte Kommentare:
29.03.2012 22:02:19
Chrisu

Dr. Jim Dutton ist Anthropologe und arbeitet für den Pharmakonzern SAC. Er hat einen Bonobo-Schimpansin namens Umber in Pflege bekommen und soll sie in menschlicher Umgebung aufwachsen lassen. Immer wieder muss er die Ergebnisse seiner Test dem Konzern mitteilen. Bis er herausfindet, dass Umber genmanipuliert wurde. Daraufhin wurde gezwungen, Umber abzugeben, damit sie nach Afrika in ein Camp für Wiedereingliederung in den Dschungel gebracht werden kann. Aber Jim lässt Umber nicht allein - er fliegt mit seiner Tochter mit nach Afrika und entdeckt Unvorstallbares.
Also die beiden Autoren haben sich da wirklich etwas einfallen lassen, das einem zum Nachdenken anregt.
O.K., Genmanipulation kennt man ja schon mit dem Schaf Dolly, aber hier in diesem Fall, wenn Schimpansen genmanipuliert werden, die zu 98 % dem Menschen gleich sind - was wird da wohl herauskommen? Und ist das wirklich so abwägig?
Die Protagonisten wurden hervorragend dargestellt, und auch die Umgebung in diesem Forschungslabor konnte man sich so richtig echt vorstellen. Der Dschungel wie er leibt und lebt, die Regenfälle, die Gefahren usw. Wirklich hervorragend bildlich eingegliedert in die ganze Gegebenheit.
Ein Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann.
Oh, und was mir noch einfällt - irgendwie fehlt etwas zum Schluß. Wie geht es weiter mit diesem Forschungslabor, mit den Affen, mit Umber, mit Jim, Brett, Val usw.
Kommt da noch was nach, oder war das wirklich das definitive Ende?

21.05.2009 13:42:25
Clair

Also was soll ich sagen ich habe das Buch jetzt schon das zweite mal gelesen und bin restlos begeistert. Nur war leider der Schluss viel zu klein, ich mein was ist danach passiert? mit Val und den Affen im reservat? eigentlich sollte man einen zweiten Teil schreiben! Ich denke das ein Teil dieser Geschichte der Wahrheit entspricht. Wer weiß wozu Menschen fähig sind, es gibt ja genügend Beispiele... Ich denke wir rotten uns langsam selber aus und das wird auch immer so sein!

28.05.2008 20:00:04
24_07_75

Auch bei mir stand das Buch lange im Regal!
Nun habe ich es gelesen, fast verschlungen.in meinen Augen ein Spitzen-Titel! Wie Carmen schrieb, ist die Fage "wer oder was sind wir" berechtigt, und auch wie weitkann und darf der Mensch gehen!?
Allerdings war mir der Schluß etwas zu kurz, hätte mich interessiert, was aus Jim und Val wurde, auch was aus Mr. Smyth-Archer!

12.03.2008 21:36:01
Carmen

Hallo
Also ,ich kann mich der Meinung von Bio-Fan nicht anschließen.ich fand den Roman spannend und sehr gut geschrieben, vor allem auch für Laien verständlich.Tränendrüse?Na ja,könnte schmalziger sein.Die Botschaft ist wichtig:Wer oder was sind wir?

14.01.2008 08:10:10
Bio-Fan

Ich weiss nicht, wer obige Rezension geschrieben hat, aber wenn der Satz-" Dieser Roman gefährdet ihre Nachtruhe"- das Fazit sein soll, dann "krieg ich ´nen Affen"- passt gut zum Thema.
Als Freund von Romanen mit wissenschaftlichem Hintergrund (auch von Gear&Gear) war "Lucifers Erbe" für mich eine maßlose Enttäuschung. Hier wird dermaßen auf die Tränendrüse gedrückt, die Affen demaßen "vermenschelt", als sei das Ganze eine Drehbuchvorlage für die ZDF-Serie "Unser Charly". Die Anklänge an "Jurassic Park" lasse ich ja noch gelten, wenngleich Faszination und Spannung nicht annähernd erreicht werden.
Nein, dieser Roman ist nun wirklich keine Werbung für den Wissenschaftsthriller.

11.05.2007 09:00:40
Corinna

Lucifers Erbe hat mir insgesamt gefallen, auch wenn es mich etwas an Jurassic Park erinnert hat.

Der Schreibstil war ganz nach meinem Geschmack und ich werde sicherlich noch weitere Bücher von Gear & Gear lesen, aber dennoch muss ich sagen, dass ich das Buch teilweise ermüdent fand. Auch wenn es dann doch wieder Stellen gibt, die einen so in den Bann ziehen, dass man mit dem Lesen nicht aufhören kann.

04.04.2007 14:49:04
Steffi

Hallo

"Lucifers Erbe" ist ein absolut gelungener und spannender Thriller von der ersten bis zu letzten Seite. Es war mir fast nicht möglich das Buch aus der Hand zu legen --> ich habe es in weniger als 24 Stunden gelesen.
Die wissenschaftlichen Hintergründe sind sehr gut recherchiert und leich verständlich erklärt.
Ich habe dieses Buch zu einem meiner Lieblingsbücher erkoren!

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