Die Sekte

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Bantam, 2006, Titel: 'Pig Island', Originalsprache
  • München: Random House Audio, 2007, Seiten: 6, Übersetzt: David Nathan
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 383

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Michael Drewniok
Der schmale Grat zwischen Menschen und Monstern

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jan 2007

Pig Island ist eine kleine Insel vor der Küste Westschottlands, auf der ein gabelschwänziges Ungeheuer umgehen soll. Die abergläubischen Einheimischen auf dem nahen Festland machen dafür die "Gemeinde für Psychogenes Heilen" verantwortlich, die vor Jahren das Eiland käuflich erwarb und sich seither strikt von der Außenwelt isoliert hält. Sektenunwesen und satanische Riten werden den 30 Siedlern nachgesagt, und wenn die Strömung landwärts geht, schwemmt sie oft grässlich zerstückelte Schweinekadaver an den Strand.

Nachdem der Druck auf die Gemeinde stetig stieg, lädt sie nun den Journalisten Joe Oakes ein. Er hat sich einen Namen als Erforscher angeblich übernatürlicher Phänomene gemacht. Auf ihn wird man hören, so hoffen die Inselbewohner, die natürlich abstreiten, dass auf Pig Island Seltsames oder gar Verbotenes vorgeht. Oakes schlägt ein, denn er ist neugierig, den charismatischen Anführer der Sekte zu treffen. Mit Malachi Dove ist er schon vor Jahren einmal aneinander geraten und will diesen Konflikt gern publicitytauglich aufleben lassen.

Auf Pig Island eingetroffen, wird Oakes jedoch mit einer völlig unvorhergesehenen Situation konfrontiert: Dove hat seine Gemeinde schon vor Jahren verlassen und im Inneren der Insel eine schwer gesicherte Festung errichtet, in der er geheimnisvollen Experimenten nachgeht. Seine ehemaligen Gefolgsleute fürchten ihn, denn in manchen Nächten schleicht weiter oben erwähntes Wesen umher.

Oakes gibt nichts auf die Warnungen der Gemeinde. Er verschafft sich Einlass in Doves Domizil und findet die Kreatur - Doves missgestaltete Tochter Angeline. Ihr Vater ist verschwunden. Wie Oakes entdecken muss, hat er seine Festung verlassen und sämtliche Mitglieder der Gemeinde umgebracht. Schlimmer noch: Dove hat Pig Island verlassen und ist auf das Festland geflüchtet. Er weiß sehr wohl, wer ihn in seinem Exil aufgestört hat, und kündigt an sich an Oakes rächen ...

Die einsame Insel gebiert tragisch clevere Monster

Die einsame Insel als Ort des Grauens: ein Motiv, das sich bewährt hat, weil der Ort des Geschehens in seiner Isolation eine Eskalation des Grauens plausibel macht. Kein Wunder, dass es in der Literaturgeschichte so viele Inseln gibt, auf denen sich Seltsames abspielt! Dem Schriftsteller kommt dieser Ort entgegen, denn er ist übersichtlich. Das gilt auch für die Figuren, denn da eine Insel allseitig vom Meer umgeben ist, hat der Verfasser das Kommen und Gehen völlig unter Kontrolle. Für den "Whodunit?"-Krimi ist die Insel ein idealer Ort, wie exemplarisch Agatha Christie 1939 mit "Ten Little Niggers"/"And Then There Was None" ("Zehn kleine Negerlein"/"Und dann gab's keines mehr") unter Beweis stellte.

"Die Sekte" ist allerdings ein Thriller von Mo Hayder. Sie hat sich mit ihren Romanen den Ruf erschrieben, erschreckende Geschichten mit gleich mehreren doppelten Böden zu verfassen. Bei ihr ist das, was wir durch ihre Augen zunächst sehen, niemals das, was sich tatsächlich ereignet. Diesem Credo bleibt sie auch dieses Mal durchaus treu. Trotzdem hat "Die Sekte" bei den Hayder-Fans für arge Verwirrung gesorgt, denn dieses Buch ist (scheinbar) "anders".

Beginnen wir mit dem Titel: Der lautet im Original "Pig Island", was die Handlung wesentlich besser umschreibt als die deutsche "Übersetzung". Zwar beginnt die Geschichte mit einer Sekte, die sich jedoch rasch als reiner Aufhänger für eine gänzlich anders verlaufende Story entpuppt und sehr bald höchst blutig von der Bildfläche verschwindet. Es ist Pig Island, die Insel, die unsere Geschichte prägt, die (zunächst) vom Wahnsinn eines Mannes erzählt, der einst eine Sekte führte, sich jedoch längst von ihr getrennt hat und eigene Pläne verfolgt. Pig Island ist aber vor allem ein Symbol für den Ursprung des Bösen, das dort geboren wurde. Die Insel bleibt in dieser Form präsent, als die Handlung sie noch vor der Hälfte des Romans verlässt.

Haydertypisch ist es der menschliche Wahnsinn, der als Katalysator für das Geschehen wirkt. Malachi Dove hat den Verstand verloren, als er feststellen musste, dass der von ihm propagierte Glaube, von dem er ehrlich überzeugt war, nur ein Hirngespinst ist. Für diese Katastrophe hat er einen "Schuldigen" gefunden: Joe Oakes, der ihm vor vielen Jahren als Journalist eine empfindliche Niederlage bereitet hat. Oakes hat sich in Doves wirrem Hirn zur persönlichen Nemesis entwickelt. Als er - keineswegs zufällig - auf Pig Island auftaucht, erreicht Doves Irrsinn ein neues Niveau. Er verlässt die Insel und bereitet auf dem Festland seine Rache als apokalyptisches Fanal vor.

Sehr raffiniert wirkt diese Story in der Zusammenfassung nicht. Sie ist allerdings als großes Täuschungsmanöver inszeniert, das die Leser mit einbezieht. Zur Erinnerung: Nichts ist bei Hayder, wie es zu sein scheint. Das wahre Monster ist nicht Malachi, und es zelebriert seine Rache an der Welt so raffiniert, dass Hayder es uns erst auf den letzten Buchseiten enthüllt. Leider wirkt dieser Twist ziemlich konstruiert. Da muss in letzter Sekunde noch eine Überraschung kommen, denn das erwarten wir von einem Hayder-Roman. Die Autorin liefert sie uns, doch sie überzeugt nicht wirklich und wirkt wie eine Pflichtübung. Die genauen Gründe können und sollen hier nicht erläutert werden, da sie die Auflösung verraten und potenziellen Lesern den Lektürespaß verderben könnten.

Insofern passt also "Die Sekte" in Hayders Bibliografie. Darüber hinaus gibt es erneut verstörende Momente, in denen diverse Dachschäden und Perversionen sehr plakativ zur Schau gestellt werden. Selbstverständlich reitet Hayder ausgiebig das für sie reservierte Steckenpferd, was bereits im Impressum der Widmungshinweis auf die "Encyclopedia of Unusual Sex Practises" ankündigt.

Nebelkerzen müssen die Überraschung verhüllen

Für die Handlung bzw. für die Tarnung des eigentlichen Plots ist Hayders Entscheidung wichtig, die Story aus zwei Perspektiven zu erzählen. Diese Aufgabe übernehmen Joe und Alexandra Oakes, ein Ehepaar am Ende aller Gemeinsamkeiten. Joe ist ein Kind der Arbeiterklasse, das sich dort stets wohlgefühlt hat und sowohl beruflich als privat eher handelt als nachdenkt. Alexandra hat unter ihrem Stand geheiratet und ist im Laufe der Jahre so unzufrieden mit dem status quo geworden, dass sie sich in eine Romanze mit ihren Chef, einem berühmten Arzt, hineingesteigert hat, entlassen wurde und sich in psychiatrischer Handlung befindet. Sie ist keineswegs geheilt, ihre seelische Verwirrung wird durch die Pig-Island-Ereignisse noch verstärkt und läutet katalytisch den zweiten Teil der Tragödie ein.

Unfreiwillige Dritte im Bunde ist Angeline, die Malachis prominentestes Opfer wurde. Ihr tragisches Schicksal erregt Oakes' Mitleid, in das sich freilich Eigennutz und eine unkontrollierbare Obsession mischen: Angeline ist der lebende Beweis für seine Pig-Island-Story, die er in einen True-Crime-Bestseller umgießen will. Dafür wird er Angelines Vertrauen verraten und sie in der Öffentlichkeit bloßstellen. Außerdem fasziniert ihn die außergewöhnliche Behinderung, mit der Angeline geschlagen ist. Wie immer geht die Liebe - oder Begierde - bei Hayder seltsame Wege. Dass er Angeline gewaltig unterschätzt, wird Oakes erst klar, als es zu spät ist und Pig Islands wahres Monster und traurigstes Opfer sich an denen gerächt hat, die es hassten, fürchteten und manipulierten, um anschließend einen Neuanfang zu versuchen.

Nur kurz lässt sich Malachi Dove selbst persönlich blicken. Seit jeher ist es ein kluger Zug, Bösewichte im Hintergrund zu belassen. So müssen sich auch in "Die Sekte" die Leser aus bruchstückhaften Informationen ihr eigenes Malachi-Bild zusammensetzen, das stets eindrucksvoller ausfällt als die "Realität": Schurken sind weder überlebensgroß noch genial, sondern primär deshalb erschreckend, weil sie die gesellschaftlichen Normen nachdrücklich ignorieren. Sobald sie ihre Übeltaten "erklären", erhebt die Banalität ihr langweiliges Haupt.

Letztlich kann "Die Sekte" als schnell und schlüssig erzählte, wenn auch nicht gerade elegant geplottete Unterhaltung überzeugen. Dass ein allzu komplexer Unterbau eine Geschichte ruinieren kann, hat Hayder mit "Tokio" unter Beweis gestellt - einem Roman, der mit historischen, politischen und moralischen Grundsatzfragen auf realer Basis quasi hysterisch überfrachtet war, dass die Lesbarkeit weitgehend auf der Strecke blieb. Dies kann man der Geschichte von Pig Island nicht vorwerfen. Die Abgründe der menschlichen Seele bleiben dieses Mal überschaubar. Eine Steigerung des Grauens war wohl selbst Hayder nicht mehr möglich. Sie hat die Notbremse gezogen und den Schrecken wieder "begreifbar" gemacht. Vielleicht ist sie dabei ein wenig zu theatralisch (oder filmisch?) geworden - langweilig aber nicht! Wer mehr von Mo Hayder verlangt, wird es womöglich in "Throwing the Bones", dem dritten Teil der Caffery-Serie, finden.

Die Sekte

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Letzte Kommentare:
15.09.2018 17:22:41
DrHo

Ich habe die ersten 3 Bücher von Mo gelesen und fand sie gut. Ihre Art zu schreiben gefällt mir einfach. Deshalb habe ich mich auch durch dieses Buch sprichwörtlich bis zum Ende gequält. Ganz schlimm fande ich das Ende. Ich hatte die Hoffnung das dies zumindest noch etwas rausreissen kann; aber weit gefehlt Völlig schleierhaft ist mir der Kommentar von Karin Slaughter auf U4, das dies das Beste Buch ist, was Mo Hayder je geschrieben hat. HALLO, geht es noch ?!?. Ich werde ein weiteres Buch wohl von ihr lesen, aber nicht mehr die Geduld aufbringen es bis zum Schluss zu lesen wenn es so schwach beginnt wie die Sekte. Nur das Buch von Simon Beckett " Der Hof " ist so ein " Absturz "im Vergleich zu den anderen Büchern die ich von Mo gelesen habe wie die Sekte.

20.12.2014 11:36:24
PMelittaM

An der schottischen Küste werden merkwürdige Fleischabfälle angeschwemmt, gleichzeitig kursiert ein Video, das auf der vorgelagerten Insel Craignish, auch Pig Island genannt, aufgenommen wurde, darauf ist ein Wesen zu sehen, das nicht menschlich wirkt und einen Schwanz hat. Auf der Insel lebt eine Sekte, beten die Mitglieder etwa den Teufel an und ist er dort leibhaftig erschienen? Der Journalist Joe Oakes erhält die Gelegenheit, die Insel zu besuchen, die Bewohner ahnen nicht, dass er vor 20 Jahren schon einmal mit ihrem Sektengründer aneinander geraten ist. Dann geraten die Dinge aus den Fugen und es gibt Tote …

Mein erstes Buch von Mo Hayder – und direkt eine herbe Enttäuschung. Selten habe ich ein derart langweiliges und noch dazu uninteressantes Buch gelesen. Ab ca. Seite 100 habe ich dann einige Passagen nur noch überflogen. Leider hat sich das Lesen bis zum Ende nicht gelohnt, denn dieses ist zum Einen nicht wirklich überraschend, obwohl es das wohl sein soll, zumindest einen großen Teil davon konnte ich schon vorher ahnen, zum Anderen wirkt die gesamte Geschichte noch dazu recht unlogisch. Der Erzählstil ist ausufernd und wenig pointiert. Leider ist zudem der deutsche Titel nicht wirklich passend, der Originaltitel („Pig Island“) trifft es deutlich besser.

Die Charaktere sind, obwohl in Ich-Form erzählt, allesamt recht oberflächlich gestaltet. Erzählt wird aus den Perspektiven von Joe Oakes und seiner Frau Lexie, wobei deren Perspektive in meinen Augen verzichtbar gewesen wäre. Beiden kommt man aber nicht wirklich nahe, Emotionen und Intentionen sind für mich nicht wirklich greifbar. Die anderen Charaktere werden natürlich nur aus den Perspektiven dieser beiden betrachtet und können daher auch nicht sehr tiefgehend gezeichnet werden.

Für mich der schlechteste Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe – und das, obwohl die Autorin so bekannt ist. Meine Empfehlung: Finger weg von diesem Buch!

03.11.2012 19:42:32
Myrene

Also das Buch fängt fantastisch an und fesselt einen bis zu Hälfte ca. Ab der ersten Erzählung aus Lexis Sicht gehts steil bergab und wird nur noch nervig und geistlos, was wohl mit Ekelhaftem auszugleichen versucht wird. Schade, echt schade. All die guten Beschreibungen und Lobeslieder auf das Buch,haha, die habens alle nicht zuende gelesen, wetten?

11.06.2011 16:28:52
Büchermaus

Es wurde schon viel zur Handlung gesagt, darum nur noch meine Bewertung:

Ich möchte eigentlich nur festhalten, dass mir das Ende ganz und gar nicht gefallen hat. Es wirkt zu konstruiert, zu abrupt, einfach unpassend. Auch dass ein in völliger sozialer Deprivation aufgewachsenes Mädchen derartiges Geschick in der Manipulation von Menschen und im Umgang mit dem Legen falscher forensischen Spuren haben soll, kommt mir nicht ganz plausibel vor. Ansonsten nette, spannende Unterhaltung.

20.10.2010 15:08:51
Mel

"Die Sekte" war im vergangenen Jahr das erste Buch, das ich von Mo Hyder gelesen habe. Den Anfang fand ich gut und gelungen, was man vom Rest des Buches meiner Ansicht nach leider nicht sagen kann. Bisher habe ich keine weiteren Bücher der Autorin gelesen in dem Glauben, dass der Hang zum Unrealistischen zu ihrem Schreibstil gehört. Vielleicht lasse ich mich ja in Zukunft dazu verleiten, ein weiteres Werk von ihr zu lesen in der Hoffnung, dass es mir besser gefällt.

26.07.2010 09:31:18
Schiwi

Habe das Buch sehr schnell gelesen. Zunächst der Ort der Handlung: eine abgelegene Insel, das Wetter entsprechend. Den handelnden Personen drückt man schnell einen Stempel auf: wer wird sterben, wer ist gut, wer böse?
Das Ende fand ich einfach toll! Etwa 15 Seiten vor Schluss mußte einfach noch etwas passieren - aber irgendwie kam es nicht zum erwarteten Eklat. Nein, das Ende war gigantisch, ich fand es toll! Auch wenn der Weg dorthin zuletzt etwas mühselig war.

19.06.2010 12:08:39
signal_fire

Das Buch startet gut, verbreitet eine geradezu unheimliche Atmosphäre und lässt auf spannende Abende hoffen.

Leider wird diese Erwartungshaltung kräftig getäuscht, gegen Ende wirds konfus, sodass ich das Buch auch nicht zu Ende gelesen habe (eins der wenigen)

..schade eigentlich, da Mo Hayder sonst doch eine gute Autorin in diesem Genre ist.

24.01.2010 13:53:40
Alexi1000

Die Sekt war mein erster Roman von Mo Hayder. Lässt mich etwas "zwiegespalten" zurück. Gerade die fast ans unheimliche anmutende Stimmung auf der Insel fand ich sehr gut!
Der andere Teil zieht sich wie schon von einigen erwähnt teils doch etwas hin. Ein merkwürdiger Balance - Akt.
Die Charaktere sind eigentlich recht gut ausgearbeitet und der Schreibstil der Autorin gefällt mir...

da die anderen Bücher von Ihr sehr gut bewertet werden, wird Sie von mir weiterhin eine Chance bekommen...

70°, mit Luft nach oben...

25.09.2009 08:45:42
mylo

Also nach Vogelmann und Behandlung bin ich von einem anderen Buch ausgegangen, welches ich mir im Urlaub - meine Lesestoff war ausgegangen- im Wühltisch gekauft habe.
Nein, Teufelsanbetungen, Ritualen, Satan und einfach eine unwirkliche Geschichte - ohne direkte Spannung - hab das Buch nach etwas mehr als die Hälfte abgebrochen. Nichts für mich, aber für den der´s mag ??

21.09.2009 20:20:53
Coco

"Die Sekte" ist das erste Buch von Mo Hayder, das ich gelesen habe. Ich habe es mir auf Grund der Kurzbeschreibung aus allen anderen rausgesucht; als großer Schottland-Fan wollte ich mal wieder was aus der Ecke lesen. Hätte ich vorher die Kommentare gelesen, hätte ich es mir mit Sicherheit nicht gekauft, und das wäre schade gewesen. Ich weiß ja nicht, wie gut Hayder sonst schreibt, aber mich hat sie schnell gefesselt und der Plot sowie die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr schlüssig und psychologisch gut dargestellt. Besonders die Figur der Angeline ist faszinierend, ihr Wunsch nicht "teuflisch" zu sein, es aber trotzdem spüren zu müssen...davon nicht loszukommen. Auch die kranke Ehe von Oakesy und seiner Frau ist verstörend, aber gut dargestellt. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, fand ich den Gebrauch des Wortes FUCK jetzt nicht weiter schlimm. Es passte zu Oakesys Charakter, ich für meinen Teil habe es nicht Hayders privatem Wortgebrauch zugeordnet. Im Deutschen hätte es mich sicher auch gestört; hier passte es aber. Leider passte es auch dazu, dass ich keinen der Charaktere wirklich sympathisch fand, was sicherlich beabsichtigt war. Das habe ich etwas vermisst; macht das Ende aber leichter zu akzeptieren. Ich kann das Buch trotzdem nur empfehlen.

09.09.2009 08:00:42
Kegelchen

das erste was ich sagen kann ist, WER HAT DIESES BUCH GESCHRIEBEN? auf jedenfall nicht die Hayder oder sie hats in einem Cafe geschrieben oder sie wurde unter Vorhaltungeiner Waffe gezwungen. Ich habe mehr sehr viel mehr erwartet als eine leichte Bettlecktüre, Spannung ist nur selten aufgekommen. In Erinnerung geblieben sind mir Kraftausdrück wie \\"Fuck\\" (dieses Wort sie auf manchenseiten in unmengen benutzt) und die Frage was denn so mystisch und interessant an einem Menschen ist der eine Behinderung hat. Die Geschichte wirkt gezwungen und das Ende war schon meilenweit vorauszusehen. Ich habe die Behandlung und der Vogelmann gelesen und kann nur sagen dass sie mit diesem Buch sehr unter Ihrem Niveu geschrieben hat. Ich bin also eher enttåuscht.

20.08.2009 19:10:10
Georg

Ich kenne von Mo Hayder den Vogelmann und die Behandlung gelesen und war begeistert. Leider konnte Die Sekte keinesfalls an die Qualität dieser beiden Bücher herankommen. Ich fand die Geschichte langweilig und habe lange überlegt, dieses Buch überhaupt zuende zu lesen.
Insgesamt kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen

30.07.2009 18:09:34
Sindy

Also ich habe das Buch gelesen und finde es sehr gut geschrieben.sehr anschaulich und sehr spannend...man weiß lange nicht wer nun "gut" und wer "böse" ist!Ich fands sehr sehr spannend der Beste Thriller den ich bis jetzt gelesen hab und ich hab schon einige gelesen.Ein paar "versaute" Dinge warn bei wo ich mir zum anfang dachte das das Buch dann ja nict so gut seien könnte wenn es so geschrieben ist, aber dann als ich immer weiter las wollte ich gar nicht mehr aufhören.es ist der Autoren sehr gut gelungen von allem etwas mit einzubringen und die Geschichte trotzdem spannend zu haslten.

07.07.2009 19:59:54
Torsten

Mir gefiel das Buch insgesamt recht gut, obwohl ich härteren Stoff erwartet hatte.

Ganz im Gegenteil dazu halte ich von dem Ende nichts. Ehrlich gesagt finde ich die Auflösung ziemlich unfair und gewzungen.

Hoffentlich wird der neue Roman mit Cafery wieder an die Qualität von "Der Vogelmann" und der Düsternis von "Die Behandlung" anschließen.

20.04.2009 09:41:18
Frank

Der Journalist Joe Oakes ist seit Jahren einem charismatischen Sektenführer auf der Spur, der mit seiner Gemeinde abgeschottet auf einer Insel vor der schottischen Küste lebt.
Von Teufelsanbetungen, satanischen Ritualen und eigenartigen Erscheinungen ist die Rede.
Als Joe die Insel betritt, löst er damit eine Welle der Gewalt aus.
"Die Sekte" lässt mich gespalten zurück. Der auf der Insel spielende Teil ist mM nach hervorragend gelungen.der zweite -auf dem Festland- zieht sich eher.
Auch bleiben die Protagonisten seltsam blass, die Charaktere erscheinen eher "unfertig".
Sicher, die Geschichte ist spannend, das Buch gut lesbar, aber bei mir blieb das Gefühl, dass mehr aus der Story hätte gemacht werden können.
Das "überraschende" Ende kam für mich auch eher weniger überraschend, da die Autorin durchaus Hinweise darauf gegeben hat.
Kein schlechter Roman, aber auch kein Highlight.
70%.

13.04.2009 10:34:58
bukinista

Unterschreibe erstmal in allen Punkten bei Khany (25.02.). Dazu kommt noch, dass wohl Frau Hayders Lieblingswort "f..." zu sein scheint, denn sonst würde es nicht immerzu wiederholt werden - und das mehrmals auf einer Seite. Und das nervt. Ob ich mich noch auf ein neues Buch der Autorin im Stil von Vogelmann und Behandlung freuen darf? Ich gebe die Hoffnung nicht auf !

25.03.2009 00:11:02
Mara

Das Buch baut leider erst ab S 220 eine leise Spannung auf...bis dahin ist zwar der große Mord passiert,man fühlt sich aber die ganze Zeit sicher,da 1.der Täter nie gefährlich wird und 2.keine gute Identifikation mit den Personen möglich ist,da ihre Denkweisen und Reaktionen recht unglaubwürdig sind...Auf das ,überraschende' Ende wartet man,wenn man Mo Hayder kennt,ohnehin schon und kann sich somit schon vorzeitig seinen Reim auf die Geschichte machen.Es verfehlt zwar nicht seine beklemmende Wirkung beim Leser,aber ich war froh,dass ichd as Buch hinter mich gebracht habe...Schade...

20.03.2009 16:09:47
Felix

Hey ich hab das buch auch gelesen und finde es einfach geil , auch wenn mo hayder schon bessere Bücher geschrieben hat . Dieses Buch überzeugt mich trozdem da ich es angefangen habe und einfach nicht mehr aufhören konnte.Die situationen sind Detaireich und gut beschreiben.Esist ein bisschen verrwirend am schluss aber alles in allem eins der >besten Bücher die ich gelesen habe

28.02.2009 18:06:14
Alaska447

Das Buch mag ja irgendwie spannend und fesselnd sein. Manche beurteilen es zwar als harmlos und stellenweise sogar langweilig. Aber vielleicht gehöre ich nicht in die heutige Zeit, wenn ich sage: ich finde es im Allgemeinen absolut ekelhaft und abartig! Es ist nichts für zartbeseitete Nerven und für empfindliche Mägen.

28.02.2009 13:24:06
Simon

Also ich habe mir das Buch vor 2 tagen gekauft, und habe es innerhalb von 1 Tag durchgelesen.
Ich finde das Buch spannend, und sehr interessant.
DerAnfang war etwas langweilig dargestellt, weil ich irgendwie nicht den zusammenhang verstanden habe, aber ab dem Teil, wo Oakesy der Journalist sich auf die suche von Malachi macht.

Ich verstehe nur das Ende nicht, wie jetzt der zusammenhang ist. Das hat mich irgendwie verwirrt, warum es jetzt die Story zum Schluß anderesrum erzählt wird. Alsich zuende gelesen hatte, da hatte ich das Gefühl, das diese Geschicht noch nicht zu Ende sein kann, weil es nicht erklärt wurde, wie es dazu gekommen ist.

Mein Fazit ist, der Anfang ist etwas langweilig, aber ab der Hälfte des Buches wird es spannend, und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.

25.02.2009 12:19:07
Khany

Mo Hayder: Die Sekte
Das war nicht Mo Hayder!
Ich habe bis dato alle Bücher von ihr gelesen.
Aber dieses tanzt völlig aus der Reihe!
Selbst Tokio war -trotz einiger Störfaktoren- immer noch als ein Buch von Ms. Hayder zu erkennen. Aber dies...???

Wer Mo Hayder in die Hand nimmt erwartet, Spannung, Action, Brutalität und vorallem bizarre Abgründe.
All das suche ich bei "Die Sekte" heute noch.
(Falls jemand etwas davon gefunden hat, bitte eine PM an mich. Danke.)
Missgestaltete Personen sind jedenfalls keine bizarren Abgründe.
Ich hatte das ganze Buch über das Gefühl, das Ms. Hayder das Buch zwischen Frühstück und Mittagessen kochen geschrieben hat.
Oder das ihr Verlag ein neues Buch von ihr verlangt hat und sie nicht wusste, was sie schreiben soll.
Alles wirkte irgendwie so "halb gar".
Vom Ende möchte ich -natürlich- nichts verraten aber ich frage mich, wie das Ende denn nun eigenlich zu verstehen ist. Denn irgenwie bin nich wirklich Schlau geworden. Die Fragen sind zwar beantwortet, aber es bleiben genug neue offene zurück.

Nicht falsch verstehen, an sich ist das Buch nicht schlecht.
Kurzweiliger Lesestoff für zwischendurch.
Für abends vorm Schlafengehen ideal. Man kann bequem bei einem Kapitel das Buch weglegen ohne sich zu ärgern, das man schon schlafen muss.
Aber wie oben schon gesagt, das war nicht der Stil von Mo Hayder.
Wäre das Buch von einem anderen Autor
gewesen hätte ich warscheinlich gesagt :"gutes Buch".
Aber von Mo Hayder habe ich anderes erwartet.

06.02.2009 10:33:25
Ratz.Fatz

Hier ein Tip an alle zukünftigen Leser von Mo Hayder (übrigens eine meiner Lieblingskrimiautorinnen): Zuerst bitte "Der Vogelmann" und dann "Die Behandlung" lesen! Die Reihenfolge ist hierbei sehr wichtig, da die Behandlung auf dem Vogelmann aufbaut (Und nicht, wie in einem Leserkommentar geschrieben, beide Bücher eine in sich abgeschlossene Handlung enthalten.) Viel Vergnügen.

24.01.2009 04:38:58
Sophia

Es mag sein, dass sich die Storyline etwas hingezogen hat & ja, auch mich haben die Einschübe der nervenden und zickigen Lexie ziemlich genervt!
Dennoch bin ich absolut überzeugt von diesem Buch & würde es jedem anderen sofort weiter empfehlen!
Wer auf Freaks, blutige Grausamkeiten & Gänsehaut-erzeugende Details steht, sollte sich "Die Sekte" unbedingt unter den Nagel reißen und... ja... genießen! :)
Ich liebe dieses Buch! Dass die Handlung erst tatsächlich auf der allerletzten Seite aufgelöst wird, hat mich vollkommen umgehauen und mir ist schon ewig kein so guter Krimi mehr in die Hände gefallen, wie "Die Sekte"!!!
Mit großen Erwartungen hab ich mich danach an "Tokio" gemacht & war ziemlich enttäuscht! Ihr findet "Die Sekte" zog sich ewig?! So kam es mir eher bei "Tokio" vor - schlimm zum lesen & ich wollte das Buch nach der Hälfte schon zur Seite legen...
Jetzt warte ich darauf, mich durch den neuesten Roman von Mo Hayder zu schmöckern! Hoffentlich erfüllt der diesesmal meine hohen Erwartungen!

09.12.2008 09:48:11
Björn

Die ??? Fragezeichen.auf der Insel ist der Teufel los. Meine Herren war das Buch schlecht, unfassbar nach 150 Seiten war Ende. Die Sprache unfassbar schlecht, die Story mit dem "überraschendem" Ende sehr, sehr vorhersehbar. Die Behandlung war gut, aber hart an der Schmerzgrenze, aber diese Buch ist nicht gut und über die Schmerzgrenze hinausgegangen.

08.12.2008 01:32:28
JuleFerreira

mir ging es ähnlich. Nach der Vogelman und die Behandlung konnte ich es kaum erwarten mal wieder was von ihr zu lesen. Hab das Buch in 1 1/2 Tagen gelesen. Ich fand es sehr spannend aber über den Schluss habe ich mich geärgert. Dieser hat mich mit unzähligen Fragen zurückgelassen auch wurde mir nie klar warum Lexi überhaupt beim Psychater war und mit diesem so regen Schriftkontakt hatte. Wer mit dieser Autorin anfängt zu lesen sollte sich der Vogelmann oder die Behandlung vornehmen. Die Reihenfolge ist hier nicht wichtig da beide Bücher in sich abgeschlossen geschrieben wurden.

27.11.2008 20:19:57
janujay

Ich habe dieses Buch gesehen und gedacht:Yeah, ein Neues von Mo Hayder!!!(hab Behandlung, Vogelmann und Tokio mit Genuss gelesen)Gierig habe ich es zur Kasse getragen und konnte kaum erwarten dieses Buch anzufangen...Doch oh Schreck irgendwie klingt es ganz und gar nicht nach Mo Hayder.Nach einem vergewissernden Blick auf dem Umschlag muss ich einsehen, dass Miss Hayder diesmal ziemlich ins Klo gegriffen hat...Leider kann ich dieses Buch nicht zu Ende lesen, man kommt nicht rein, die Protagonisten sind alles andere als sympathisch, was hat sie sich dabei nur gedacht?Fazit: SeHr enttäuscht.No more Hayder

19.11.2008 23:22:40
cujo31

Ich hab das Buch guten Gewissens gekauft, da ich eigl recht positive Erinnerungen an zwei ihre Bücher hatte. Leider hat sich diese positive Stimmung nicht auf dieses Buch übertragen. Bis zur Hälfte ungefähr war es relativ spannend, man konnte dem Plot einigermaßen gut und flüssig folgen. Ab da wurde es dann aber ein wenig verwirrend und verworren. Die zwischenzeitlichen Einflechtungen von Lexie, der Frau des Hauptdarstellers, haben mehr genervt, als dass sie zu Klärung beigetragen hätten. Zugegebenermaßen muß man Mo Hayder eingestehen, dass das Ende doch relativ überraschend gestrickt war, auch wenn ich zugeben muß, dass mich irgendwie das Gefühl nie losließ, dass dieses Buch ein etwas merkwürdigeres Ende nehmen könnte.
Alles in allem war ich doch relativ enttäuscht, denn die anfängliche Rasanz wurde dann jäh gestoppt und irgendwie wirkte vor allem das letzte Drittel des Buches irgendwie schnell "dahingeschmotzt". Lieblos, viele Fragen bleiben offen.

22.09.2008 10:05:21
tedesca

Ich schließe mich jetzt einfach der Meinung von tassieteufel an, viel besser könnte ich es auch nicht sagen.
Mich hat es ein wenig gestört, dass etliche Elemente, wie eben auch Lexie's Besessenheit zu Christophe, irgendwie nie ihre "Erfüllung" gefunden haben, sondern einfach im Sand verlaufen.
Auf jeden Fall kein Buch für Leute mit sensiblen Mägen.
Wirklich weiterempfehlen würde ich es kaum, da gibt es bessere Thriller. Und im Vergleich zum "Vogelmann" ist es wirklich eine schwache Leistung. Von mir daher nur 65°.

29.08.2008 03:42:13
Elouisa

Mir ging es wie leselupo: irgendwann nach dem ersten Drittel hab ich angefangen querzulesen und das Buch schließlich ganz weggelegt. Ich habe mich regelrecht gelangweilt - keine Spannung, sondern nur hier und da ein durch Schilderung von Brutalität gesetzter Thrill, das ist einfach zu wenig.

Ich kannte davor nur "Die Behandlung" von Mo Hayder (gefiel mir gut), aber jetzt werde ich wohl für lange Zeit die Finger von dieser Autorin lassen.

02.07.2008 09:58:53
tassieteufel

Nach den recht zwiespältigen und vorwiegend schlechten Meinungen zu dem Buch, bin ich doch mit ziemlichen Vorbehalten ans Lesen gegangen. Zugegeben, mit den anderen Büchern der Autorin kann es sich nicht messen, doch gar so schlecht fand ich es auch nicht.
Die ersten 140 Seiten fand ich ganz gelungen, baut sich doch stetig eine recht unheimliche Atmosphäre auf und man wartet gespannt darauf, was als nächstes passiert. Den Bruch in der Erzählweise, als die Geschichte teilweise aus Lexies Sicht erzählt wird, fand ich allerdings störend, für mich hat es einen Teil der Spannung gekostet, vor allem weil Lexies Verhalten recht nervig war. Ihre Bessenheit in
Bezug auf Chistoph stand dann in keinem Verhältnis zu ihrer krassen Reaktion, als sie Joes Gefühle für Angeline entdeckte. Gegen Ende kommt dann wieder Spannung auf, der Überfall auf Lexie ist auch nochmal extrem brutal geschildert und hier kann man schon etwas ahnen wohin die ganze Sache steuert. Was mich an dem Ende gestört hat, sind die vielen offenen Fragen.
Alles in allem konnte man das Buch gut lesen, es hätte teilweise spannender sein können und das recht abrupte Ende läßt einfach zu viele Fragen offen, als daß man das Buch zufrieden beiseite legen kann. Aber die Autorin hat es wieder verstanden, eine verstörende und eindringliche Atmosphäre zu schaffen.

01.07.2008 00:29:02
rumble-bee

Auweh, was schreibe ich nun. Das Buch habe ich innerhalb von zwei Tagen ausgelesen, kann aber letztlich nicht sagen, daß das an der Qualität gelegen hätte.
Vieles, was hier schon geschrieben wurde, stimmt. Was mich vor allem an diesem Buch verstörte, war die teilweise entnervende Langatmigkeit. Richtig, jemand hier sagte, das ändert sich schlagartig, wenn man den Schluss gelesen und VERSTANDEN hat - was wohl nicht auf alle Leser hier zutrifft. Jetzt kommt mein ABER: ein Knalleffekt am Schluss macht aus einem eher zäh geschriebenen Buch auch noch lange kein gutes... bin schon enttäuscht.
vielleicht lag es auch an der Sprache. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, und dieser für mich sehr "unliterarische" Stil trug für mich sehr zur Lese-Quälerei bei. Teilweise konnte man den Sinn der Sätze nur erraten; es las sich alles sehr konstruiert. Vielleicht ist es auf Deutsch besser.
Was mich wirklich ärgerte (!), ist aber, dass sich die Autorin nicht die Mühe gemacht hat, ein neues Thema zu suchen. Schon wieder diese "Freak"-Obsession! Wer "Tokio" gelesen hat, weiß, was ich meine. Da fühle ich mich als Leser doch verschaukelt.

Insgesamt hätte ich deutlich mehr erwartet. Ich habe einfach den Eindruck, Frau Hayder gelingen ihre Bücher besser, wenn sie sich an einen konstanten Helden halten kann - wie Jack Caffery eben. Auf den freue ich mich allerdings wieder.

25.06.2008 10:08:43
annek

Es ist nun eine ganze Weile her, dass ich "die Sekte" gelesen habe, doch die "Distanz" ändert nichts an meiner Meinung. Verglichen mit Hayders anderen Romanen ist dieses Buch eine Riesenenttäuschung. Es war zügig und auch nicht ohne Spannung zu lesen, wenngleich meilenweit von der Gänsehaut-Spannung entfernt, die ich von Hayder gewohnt war. Die Charaktere und ihr Handeln sind mehr als nur unglaubwürdig und haben mich absolut kalt gelassen...bis hin zum wirklich wirren, plötzlichen, aber (entschuldigt bitte) dämlichen Schluss. Schade eigentlich, denn die Idee, die diesem Roman zu grunde liegt ist gut. Auf mich wirkt "Die Sekte" wie eine "Auftragsarbeit" a la "es muss wieder schnell ein Erfolg her".

Sehr, sehr Schade, denn dass Mo Hayder eigentlich erstklassig ist,hat sie uns allen ja bereits bewiesen.
LAUWARM triffts ganz gut...

25.06.2008 02:54:38
Rolf.P

Mo Hayder ist eine Meisterin der Spannungsliteratur. Auch ihr neuer Thriller ist nichts für schwache Nerven: blanker Horror paart sich hier wieder mit perfektem Spannungsaufbau.

Wer die anderen Bücher der britischen Autorin kennt, weiß, dass ihre erschreckend offene Erzählweise und die teilweise nicht ganz "magenfreundlichen" Details dem Leser einiges abverlangen.
Zweifelsfrei sollte man "Die Sekte" nicht nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen lesen. Fantasievoll treibt sie das Geschehen zügig voran und fabriziert mit muskulösen Beschreibungen von Gewalt ordentliche Spannung.
Leider machen ein schöner Stil und eine prinzipiell tolle Idee noch lange kein gutes Buch, denn der Autorin gelingt es nicht, die Charaktere ihrer Protagonisten genauer zu zeichnen. Sie scheut vor großen Gefühlen, bleibt betont sachlich und rutscht in Abschweifungen aus.
Sehr positiv ist die sich gleich zu Anfang aufbauende Spannung, die den Leser gleich in den Bann zieht, sodass die ersten hundert Seiten wie im Flug vergehen. Doch dann geht der Geschichte überraschend die Puste aus. Die Geschichte und die Personen insgesamt wirken sehr oberflächlich.

Fazit: Ein Buch für Leser, die auch merkwürdige Krimis mögen. Leser, die auf klassische Krimis stehen, sollten das Buch wohl nicht kaufen.

28.04.2008 23:04:46
leselupo

War eines der wenigen Büchern, das ich einfach weggelegt habe und nicht zu Ende glesen habe. Verstand nicht ganz warum Mo Hayder so toll sein soll. War vielleicht mein erstes und falsches Buch von ihr.

28.04.2008 09:45:48
tassieteufel

Nach den recht zwiespältigen und vorwiegend schlechten Meinungen zu dem Buch, bin ich doch mit ziemlichen Vorbehalten ans Lesen gegangen. Zugegeben, mit den anderen Büchern der Autorin kann es sich nicht messen, doch gar so schlecht fand ich es auch nicht.
Die ersten 140 Seiten fand ich ganz gelungen, baut sich doch stetig eine recht unheimliche Atmosphäre auf und man wartet gespannt darauf, was als nächstes passiert. Den Bruch in der Erzählweise, als die Geschichte teilweise aus Lexies Sicht erzählt wird, fand ich allerdings störend, für mich hat es einen Teil der Spannung gekostet,
vor allem weil Lexies Verhalten recht nervig war. Ihre Bessenheit in Bezug auf Chistoph stand dann in keinem Verhältnis zu ihrer krassen Reaktion, als sie Joes Gefühle für Angeline entdeckte.
Gegen Ende kommt dann wieder Spannung auf, der Überfall auf Lexie ist auch nochmal extrem brutal geschildert und hier kann man schon etwas ahnen wohin die ganze Sache steuert.
Was mich an dem Ende gestört hat, sind die vielen offenen Fragen. Wie starb Malachi? Und vor allem, worin bestand eigentlich Angelines Motiv?, schließlich kannte sie Joe ja nicht, also muß Malachi ihr vieles erzählt u. sie in seine Pläne eingeweiht haben. Warum also hat sie ihn dann umgebracht?
Alles in allem konnte man das Buch gut lesen, es hätte spannender sein können und das recht abrupte Ende läßt einfach zu viele Fragen offen, als daß man das Buch zufrieden beiseite legen kann. Aber die Autorin hat es wieder verstanden, eine verstörende und
eindringliche Atmosphäre zu schaffen.

11.01.2008 11:35:52
Krilla

Schade, wenn ein Autor super startet und dann von Buch zu Buch schlechter wird. Tokio war für mich noch akzeptabel aber die "Sekte" habe ich nach der Hälfte nur noch diagonal gelesen und selbst dafür ist mir meine Zeit eigentlich zu kostbar...

28.11.2007 09:02:56
mo

Mo Hayders Bücher mit Inspektor Caffery haben mir sehr gut gefallen. Schlüssig erzählt, wenn auch mit sehr grausigen Details, die man sich auch hätte sparen können. Tokyo hab ich auf Englisch gelesen und erst nicht richtig verstanden, obwohl ich mit dem Nanking Thema etwas vertraut bin - zu theatralisch und überfrachtet. Die Sekte: ist leider nur enttäuschend. Ab letzem Drittel des Buches weiss man schon wies ausgeht zumindestens wenn man die gängigen Filme wie Omen etc. gesehen hat. Hoffe Frau Hayder kann wieder einmal an ihre alten Erfolge anschließen

15.08.2007 19:44:16
Mrs_Delahunty

Dachte Tokyo wäre schon ein Schnitzer gewesen,aber mit Pig Island hat Mo Hayder bewiesen,daß es noch schlimmer geht.
Schuster bleibt bei deinen Leisten.Hoffe inständig,daß sie die Inspektor Jack Caffery Reihe fortsetzt,ansonsten werde ich mir wohl keine Bücher mehr von ihr anschaffen

15.08.2007 14:19:11
Saskia Bischoff

Meiner Meinung nach versteht man erst, nachdem man den Schluss kennt, dass die vermeintlich "langatmigen" oder "uninteressanten" Passagen doch gar nicht so unbedeutend waren.
Ich empfehle jedem Leser, das Buch später noch einmal zu lesen. Mit dem Hintergrundwissen, wie es endet, sieht doch die komplette Handlung ganz anders aus.

04.06.2007 09:18:17
Marion

ich habe bisher nur tokyo von mo hayder gelesen, welches mir wirklich gut gefallen hat. zu pig island: ich hab erstaunlich lange gebraucht, um in die geschichte einzudringen - dann hat sie mich stellenweise gefesselt, stellenweise fand ich die beschreibungen doch etwas flach - zum teil so flach, dass ich diverse abschnitte übersprungen habe.
fazit: ich habe sicherlich schon fataler missgriffe getätigt, aber wirklich überzeugt hat mich weder der schreibstil, noch die geschichte, noch das ende.

20.05.2007 20:46:57
Falcón

Was ist an Mo Hayder so faszinierend? Sie schafft es regelmässig dem Leser den Boden unter den Füssen wegzuziehen. Kaum eine andere Thrillerautorin dringt tiefer in die Abgründe der menschlichen Abnormalitäten ein als sie. Unweigerlich denkt man bei ihren Romanen, „mein Gott kann den das wahr sein?“. Und nur zu oft müssen wir beim Vergleich mit der Realität feststellen, das es nur zu Wahr ist.
Leider gelingt ihr in „Die Sekte“ nicht, dieses „Lesegefühl“ hervorzurufen. Nur ganz wenige Male öffnet sich ein Spalt zu den Abgründen der menschlichen Seele.
Einmal als beim Martyrium eines der Opfer, in der sie uns einen unschönen Blick in die Welt von Brandopfer erlaubt, ein anderes Mal, bei der Beschreibung von, und das ist wörtlich zu nehmen, menschlichen Ausgeburten.
Ansonsten, Fehlanzeige. Schade um die interessante und spannungsreiche Ausgangslage. Da wäre mehr drin gelegen.

10.05.2007 19:45:59
Hans

Für mich als Fan der ersten beiden Bücher von Mo Hayder war das Buch eine Riesenenttäuschung. Leider gibt es ja auch bei anderen KrimiautorInnen, u.a. Patricia Cornwell, eine Tendenz, dass die Bücher flacher werden. Hoffen wir das Beste bei Mo Hayder.
Übrigens fand ich den deutschen Buchtitel völlig daneben.

29.04.2007 15:16:17
alina

ich bin auch ein eingefleischter fan von mo hayder. wobei ich allerdings 'tokio' übersprungen habe, da mir die historische komponente die leselust nahm. die also drei anderen bücher betrachtend, war 'die sekte' weniger mitreißend. es gab am ende zwar diesen 'a-ha'-effekt, aber mehr auch leider nicht. zu flach.
für zartbeseitete gilt auch für das aktuelle buch: finger weg!

11.04.2007 14:22:52
Claudia

Leider muss ich mich den anderen Kommentaren anschließen. Bei weitem sorgt "die Sekte" nicht für den Nervenkitzel, wie seine 3 Vorgänger. Besonders das Ende hat mich enttäuscht. Als großer Mo Hayder-Fan kann ich nur hoffen, dass das Wort "Hochspannung" in Ihrem nächsten Buch der Caffery-Reihe wieder großgeschrieben wird.

05.04.2007 13:08:58
anahola

Nun, soooo spannend war es nicht, doch ich habe es gerne gelesen. Das Ende finde ich völlig schwach. Es kommt mir vor, als wären Mo Hayder die Lust oder die Ideen ausgegangen am Schluss. Deher bin ich auch eher enttäuscht. Ich habe in der Tat auch noch auf ein Highlight gewartet, kam aber nicht.

01.04.2007 08:43:16
Miriam

Eigentlich bin ich ein großer Fan von Mo Hayder. Ihre drei vorigen Bücher haben mich absolut überzeugt-sie schafft es mir immer wieder eine Gänsehaut zu verschaffen. So konnte ich es kaum abwarten ihr neues Buch "Die Sekte" zu lesen. Nun bin ich aber eher enttäuscht, als berauscht - keine Gänsehaut! Die Handlung eher langatmig und das Ende unspektakulär!

22.03.2007 15:16:44
Eva

Eigentlich wollte ich das Buch meiner Freundin schenken, da sie Mo Hayder unheimlich toll findet. Leider befand sie sich dann bereits im Besitz eines Exemplars und ich las es selbst.
Ich brauchte für die 381 Seiten nur ca. 4 Tage, da es sich flüssig las und bei mir auch immer wieder die Neugier entfachte, zu erfahren, was als nächstes passiert. Das Ende enttäuschte mich dann sehr!
Im Gegensatz zu "Die Behandlung" fand ich "Die Sekte" eher unspektakulär.
Ich bin auch der Ansicht, dass der Druck des Verlages nach einem neuen Bestseller, der Auslöser zum Schreiben des Buches war, nicht aber ihr eigener Antrieb! Es schien mir lieblos gegenüber der Kunst des Schreibens und einfach nur dahin geschrieben.
Ich bin alles in allem nicht begeistert von dem Buch!

11.03.2007 18:01:39
Kristina

Eigentlich wollte ich nach der "Behandlung" keine Mo Hayder mehr lesen. Sie ist mir eigentlich zu gewaltätig. Dann habe ich mich aber doch entschieden ihr nochmal eine Chance zu geben.
Die Sekte ist , wie schon mein Vorgänger beschrieben hat, teilweise spannend,teilweise langatmig. Ich habe dann einfach Seiten übersprungen. Hat der Handlung keinen Abbruch getan.
Das Ende hat mich sehr enttäuscht. Ich dachte es gäbe nochmal einen richigen Knall, wie man es von ihr gewohnt ist, aber leider plätscherte alle so dahin. Schade...

07.03.2007 11:05:12
Jürgen Uphoff

Leider kann ich mich nicht entscheiden, ist das Buch gut oder nicht. Manchmal war es spannend und manchmal war es lauwarme Kost. Somit möchte ich es jedem selbst überlassen, wie er empfindet. Vielleicht sollte Frau Hayder eine Kreativpause einlegen. Wäre erholsam für alle.