Todfreunde

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004, Seiten: 507, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 507, Originalsprache

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In den achtziger Jahren werden in Deutschland Bluterkranke mit HIV-verseuchten Präparaten infiziert und so dem sicheren Tod geweiht. Ärzte, Pharmakonzerne und Politiker formieren sich zu einer Gemeinschaft der Vertuscher.
Dr. Julius Weinert - Abgeordneter und Mitglied des Untersuchungsausschusses - unterschlägt Beweismaterial, so dass es nie zu einem Prozess gegen die Schuldigen kommt. Kriminalhauptkommissar Josef Morian versucht gegen Weinert zu ermitteln, doch er stößt gegen eine Mauer des Schweigens.

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Letzte Kommentare:
12.04.2009 17:03:18
koepper

Mich hat "Todfreunde" nicht überzeugt. Wolfgang Kaes hat etwas zu viel in diesen Krimi gepackt. Die skrupellose Pharmaindustrie, korrupte, vertuschende Politiker, HIV und Pädophilie. Eine Gruppe von Unerschrockenen durchforstet den Filz und versucht einen Mord aufzuklären, der in höheren Politikerkreisen geschah. Da spielt ein Kommisar eine Rolle, der gegen den ausdrücklichen Auftrag des Polizeipräsidenten handelt, eine Journalistin, eine Psychologin und weitere Personen, alles Gutmenschen.
Das Buch greift ein (mehrere) wichtige/s Thema/Themen auf, verzettelt sich aber durch die Stofffülle, wie oben schon erwähnt. Weniger wäre da mehr gewesen. "Todfreunde" bemüht viele Klischees. Natürlich steht der fettwanstige Politiker in Boxershort, auf kleine schmutzige Sexspielchen. Der Böse ist natürlich gut gebaut, schön (wäre da nicht die häßliche Narbe in seinem Gesicht). Er trägt lange Haare, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden hat.
Alles in allem ein mittelmäßiger Krimi, der sich zudem arg in die Länge zieht. Ich hatte mir mehr versprochen.

27.06.2008 13:48:30
dottie62

„Todfreunde“ ist ein brisanter und höchst spannender Thriller.
Allerdings muß man Hausarbeit und Termine vergessen, wenn man dieses Buch einmal angefangen hat, liest man es in einem "Rutsch" durch.

03.04.2007 22:22:48
Wiebke

Nachdem ich mich mit "Die Kette" zu Anfang sehr schwer getan habe, einfach weil es als Polit-Thriller betitelt war, bin ich von "Todfeinde" sehr gefesselt gewesen.
Besonders gefallen hat mir die Freundschaft und der Zusammenhalt von Max, Hurl und Jo, aber auch aller anderen Personen.
Inhalt, Handlung, Spannung und Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Man ist gezwungen immer weiter zu lesen. Wobei ich einige Action-Szenen ein wenig überzogen fand.
Alles in allem: nur zu empfehlen, aber nix für Leute, die eigentlich keine Zeit zum lesen haben, denn lesen wird hier zum Zwang.

09.03.2007 22:21:49
k\'aran

Eine Empfehlung meiner Buchhändlerin - herzlichen Dank!
Trotz einiger tws. - für Krimis aus hiesigen Landen - überzogenen, eher ami-typischen Action-Szenen und der Typisierung des AntiHeld-Helden ein extrem angenehmes Buch!
Spannung, kurze Pause, Spannung, kurze Pause, Spannung, kurze Pause usw.usw. - ohne hektisch und völlig abgehoben zu sein. Wunderbar sympathische Charaktere im Kontrast zu den menschlich/politisch Unsympathen und ein ordentlicher Schuss Romantik machen es angenehm leicht, sich zu identifizieren und wie bei einem langen Tauchgang durch diesen Krimi zu schwimmen und gleichzeitig ein so brisantes, bitteres Thema wie den Missbrauch an Menschen mit in-kauf-genommener Todesfolge - sprich Mord - zu Profit-Renommé-Zwecken in Kombination mit sexuellem Missbrauch/Folter einfach mal mit zu schlucken. Zwar ohne zu ertrinken; aber irgendwie....bleibt etwas von dieser Brühe hängen...
Sehr geschickt umgesetzt > die Thematik zu transportieren, ohne von vornherein mit moralinem Zeigefinger die Lesenden zu vertreiben. Einzig - wenn ichs denn richtig verstanden habe - die Erkenntnis, Pädophile, die selbst Opfer waren und sind, seien nicht erfolgreich therapierbar....hmm, ist mir zumindest zu eingleisig stehen gelassen worden!
Ansonsten bin ich sehr gespannt auf "Die Kette" - ab morgen mein Urlaubskrimi....