Das Opfer

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • New York: Ballantine Books, 2006, Titel: 'The Wrong Man', Originalsprache
  • Berlin: Argon, 2007, Seiten: 6, Übersetzt: Simon Jäger
  • München: Droemer Knaur, 2008, Seiten: 656, Übersetzt: Anke Kreutzner

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Sylvia Rucker
Im zügigen Tempo durch emotionale Höhen und Tiefen

Buch-Rezension von Sylvia Rucker Dez 2006

Ganz gegen ihre Gewohnheit nimmt die junge Ashley Freemont nach einem beschwingten Abend ahnungslos den gutaussehenden Michael O'Connell, einen Computerfreak und gerissenen Kleinkriminellen, mit zu sich nach Hause. Hätte sie zu diesem Zeitpunkt schon geahnt, welche verheerenden Folgen diese eine Nacht für ihr Leben haben wird, hätte sie sich sicherlich anders entschieden. Denn was für sie lediglich ein harmloser One-Night-Stand war, entpuppt sich bei Michael zu einer krankhaften Obsession. Für ihn ist sie die Frau seines Lebens, seine große Liebe und nichts und niemand soll sie ihm abspenstig machen. Gnadenlos räumt er jedes Hindernis aus dem Weg, dass ihn von diesem Ziel abhält.

Ashleys Bemühungen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, verlaufen völlig ergebnislos im Sand. Schlimmer noch, je mehr sie versucht, ihm das Ende und die Aussichtslosigkeit der Beziehung klar zu machen, um so subtiler beginnt er, ihr seine ständige Präsenz und Allmacht vor Augen zu führen und versetzt sie mit diesem Psychoterror langsam aber sicher in Angst und Schrecken. Als ihr die ganze Sache schließlich über den Kopf wächst, vertraut sie sich endlich ihrer Familie an. Ihr Vater Scott, seine Ex-Frau Sally und deren Lebensgefährtin Hope versuchen nun gemeinsam zum Schutz von Ashley, Michael in seine Schranken zu verweisen.

Aber sie unterschätzen dabei seine Gerissenheit und seine Gefährlichkeit für Ashley und sie alle selbst. Denn weder Gesprächsversuche noch ein finanzielles Angebot führen zum gewünschten Ergebnis. Vielmehr holt Michael nun zum großen Gegenschlag aus und arbeitet systematisch daran, jedes der Familienmitglieder zu diskreditieren und zu ruinieren, wobei ihm seine speziellen Kenntnisse als Computerfreak sehr nützlich sind.

Die Familie sieht jetzt nur noch einen Ausweg: Ashley muss die Stadt verlassen und irgendwo anders ein neues Leben beginnen. Sie engagieren einen Privatdetektiv, den Sally von ihrer Arbeit als Anwältin her kennt, der Michael eindrucksvoll und nachhaltig davon überzeugen soll, dass es besser ist, Ashley zu vergessen und sie in Ruhe zu lassen. Und fast sieht es so aus, als hätten sie es endlich geschafft. Doch der Schein trügt und zwingt die Familie, einen neuen, dramatischen Plan zu entwerfen.

Der Autor John Katzenbach verwendet sehr viel Mühe und Sorgfalt darauf, die einzelnen Charaktere des Buches klar und deutlich zu beschreiben, was zu ausführlich und zu langatmig erscheinen mag. Doch man lernt dadurch die Protagonisten sehr gut kennen; sie sind einem vertraut, man fühlt sich ihnen verbunden und man kann ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Gerade bei der Figur Michael lässt einen diese Genauigkeit über sein krankes Denken nahezu erschauern. Zu Beginn dauert es etwas, bis so richtig Fahrt aufgenommen wird, doch bei einem Buch mit rd. 650 Seiten ist dieser längere Anfang auch gut zu verzeihen, denn schließlich birgt der Rest des Buches wirklich sehr viel explosive Spannung.

Neben der gegenwärtigen Geschichte um Ashley und Michael wird in einem zweiten zeitlich versetzten Handlungsstrang noch eine Art Rückschau dazu gehalten. Eine Frau trifft sich immer wieder mit einem Schriftsteller, der die Geschichte recherchieren und aufschreiben soll. Im Rahmen dieser Gespräche erfährt der Leser heutige Erkenntnisse zu den früheren Geschehnissen und somit schon dezente Ausblicke auf den zukünftigen Verlauf der eigentlichen Handlung.

Katzenbach macht nachdrücklich klar, dass man als Opfer gegen einen solchen gerissenen und kranken Stalker kaum eine Chance hat. Denn leider können Polizei und Justiz erst dann wirklich tätig werden, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Und vor dem Hintergrund, dass Stalking ein Ausdruck einer gestörten Persönlichkeit ist, sind deren Reaktionen auf entsprechende juristische Maßnahme auch nicht unbedingt vorhersehbar. D.h., möglicherweise wird durch eine Anzeige bzw. eine juristische Verfügung, an die sich der Täter halten kann oder auch nicht, für das Opfer in Zukunft alles nur noch schlimmer.

Mit einem sehr angenehmen und unkomplizierten Schreibstil, führt Katzenbach den Leser im zügigen Tempo durch die emotionalen Höhen und Tiefen, die alle Figuren für sich allein und gemeinsam durch diese Ausnahmesituation durchleben. Dabei beschreibt er einfühlsam und gut nachvollziehbar, wie sehr Michael das Leben der gesamten Familie beherrscht und einschränkt. Erst als langsam der Plan der Familie zu reifen beginnt, durch den die Geschichte eine unerwartete Wendung nimmt, wird das Tempo durch die moralischen Betrachtungen dieses Plans vorübergehend ein wenig gedrosselt, um dann aber wieder mit voller Fahrt auf das Finale zuzusteuern.

Mit Das Opfer ist Katzenbach ein packender und spannender Psychothriller über ein immer aktueller werdendes Thema gelungen, der dieser Bezeichnung absolut gerecht wird.

Das Opfer

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Letzte Kommentare:
15.11.2018 19:30:18
Rahel L.

Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem Ehemann/Liebhaber/Exfreund/Exmann oder einem Stalker umgebracht. Trotz warnender Vorzeichen können Polizei und Justiz dem Opfer so gut wie nie helfen. Wenn der Täter gefasst ist, wird er meist zu einer lächerlich geringen Strafe verurteilt- die Tat gilt fast nie als Mord, sondern höchstens als Totschlag im Affekt. In Amerika wird es ähnlich sein. In diesem überaus spannenden Roman wird die im Grunde einzige Möglichkeit geschildert, einem derart bedrohten Opfer zu helfen. Der Schluss dieses Buches stimmt die Leserschaft nicht gerade fröhlich, aber er erfüllt zumindest mit Genugtuung. Eine Frage bleibt allerdings unbeantwortet: hat der Psychopath Michael den Privatdetektiv O ˋ Murphy nun umgebracht oder nicht?

21.09.2014 17:13:10
Bettina748

Das Opfer ist eine nette Lektüre für zwischendurch. Die unkomplizierte Syntax und konstant gehaltene Spannungskurve fesseln den Leser an das Buch und somit schmökert man(n)/frau sich in wenigen Tagen durch den 654-Seiten-Wälzer. Kurzweiliges Lesevergnügen, das nur leider mit dem Titel "Psychothriller" etwas überbewertet ist.

23.08.2014 19:37:12
herbert7

DAS OPFER ist eine brillante Geschichte mit vielen Facetten und gleichzeitig eine tiefgehende Parabel über die Liebe. Wie geht es einem Stalker und wie seinem Opfer? Was können Betroffene unternehmen, solange sie keine Hilfe von der Polizei bekommen? Katzenbach erzählt eine packende Geschichte, die fast schon harmlos beginnt, dann aber immer mehr an Spannung gewinnt. Wie glauibwürdig werden all die Charaktere beschrieben, wie ungeheuerlich sind die Details, die einem einen Blick in die Tiefen der menschlichen Seele erlauben!
Dieser Roman hat mich begeistert und da ich Katzenbach noch nicht kannte, kann ich noch einiges nachholen und erwarte mir dabei großes Lesevergnügen.

09.05.2013 19:33:33
Klaus Alofs

Das Opfer durfte ich als Hörbuch geniessen.
Simon Jäger,der Sprecher, begeisterte mich schon bei "Der Patient"."Das Opfer" ist gut, kommt aber nicht an das das brilliante "Der Patient" heran.Eine interessante Geschichte, die ganz schön bedrohlich wirkt.Da fragt man sich...kann mir das auch passieren ? Die Moral der Geschichte ist etwas fragwürdig, jedoch zeigt es die unglaubliche Verzweiflung in der sich die Hauptakteuere befinden. Gut ist, daß es keinen eigentlichen Helden gibt.Der Privatdetektiv sollte wohl einer werden...aber... ?
Zusammenfassend ist das Opfer doch sehr zu empfehlen.Viel Spass :-)

24.02.2013 21:38:55
Chaos

Habe schon mehrere Bücher besagten Schriftstellers gelesen. Waren meistens absolut spannend. Habe "Das Opfer" aber nur bis zur Hälfte geschafft und dann beiseite gelegt. War zu langatmig. Kommt z. B. an "Der Patient" bei Weitem nicht dran.
Wieso gibt es dieses Buch in 2 verschiedenen Ausgaben?
Bei dem Buch "Das mörderische Paradies" handelt es sich um den absolut identischen Inhalt!?

04.01.2013 23:49:14
Chris

Nach "die Anstalt" und "der Patient" bin ich von diesem Werk Katzenbachs sehr enttäuscht. Die Charaktere sind allesamt neurotisch veranlagt und ihre Handlungen erscheinen schwer nachvollziehbar. man kann sich mit keiner der handelnden Personen identifizieren. Die Beweggründe des Stalkers sind unzureichend beschrieben. Der Handlungsverlauf ist zäh, ständig möchte man rufen: "Mach doch endlich." Die moral des Buches empfinde ich als höchst fragwürdig.

02.08.2011 18:55:12
Kasia

"Das Opfer" von John Katzenbach ist für mich eine perfekte Geschichte.
Sie ist perfekt erzählt und es gibt keine Längen und keine Übertreibungen in ihr.
In manchen Momenten habe ich gedacht: "Weshalb gehen die nicht endlich zur Polizei?!" und habe dann eine schlüssige und logische Erklärung des Autors auf diese Frage bekommen.
John Katzenbach beschreibt einen Stalker und sein Opfer und eine sich anschleichende, nahende Katastrophe, die im absoluten Showdown endet, der an den Fingernägeln knabbern lässt.
Er ist und bleibt für mich einer der wenigen Autoren, deren Bücher von vorne bis hinten spannend bleiben. Drei habe ich bereits von ihm gelesen und dieses hier war eine perfekte Urlaubslektüre bei 36°C im Schatten ...

07.03.2011 10:55:10
madlen

fängt sehr langatmig an wird aber von seite zu seite bzw. von kapitel zu kapitel immer spannender großartig geschrieben mit john katzenbach habe ich noch keine große erfahrung ich lese auch sehr gern lisa jackson , bei katzenbach steht nur die tat an sich im vordergrund , bei jackson auch was drum herum passiert

17.02.2011 07:12:41
eggi

eine hammer harte geschichte brilliant erzählt. ich habe selten in einem buch einen derart detaillierten überblick über die personen gewonnen wie in diesem. die erzählweise ist sehr gut und spannend. die geschichte ist sehr gut aufgebaut und die einzelnen handlungssträne (vor allem die Beziehungn der personen untereinander) sehr gut aufgebaut.
der schluss ist (in sich logischerweise) etwas zu kurz geraten. die "erzählerin" ist anfangs etwas verwirrend, zum schluss aber logisch eingebunden.
ich freu mich auf die nächsten bücher von katzenbach...

24.12.2009 13:15:25
koepper

"Das Opfer" behandelt ein interessantes Thema. Es geht um Stalking. Katzenbach führt die wenigen handelnden Personen ausführich ein, für meinen Geschmack etwas zu ausführlich. Die Geschichte hätte er auch auf 400 Seiten erzählen können, statt 600 zu beschreiben. So wird der Plot mit Fortdauer der Geschichte etwas zäh. Darunter leidet die Spannung etwas und letztendlich wartete ich ungeduldig auf die Auflösung der Geschichte. Dennoch hat das Buch auch starke Momente. Es gelingt Katzenbach gut darzustellen, welchen Schaden Stalking an der Person und an der Familie des Opfers anrichtet . Das beschreibt er subtil und gut nachvollziehbar. Etwas was weniger wäre bei diesem Buch mehr gewesen´. Insofern kann ich " Das Opfer" nur eingeschränt empfehlen.

26.10.2009 01:22:49
Clemens

Im Gegensatz zu meinem ersten Katzenbach "Der Patient" (Hörbuch, gekürzt), von dem ich richtig begeistert war, bin ich von "Das Opfer" etwas enttäuscht. Eine eigentlich spannende Geschichte nervt durch endlose Wiederholungen der immer gleichen emotionalen Befindlichkeiten der handelnden Personen. Aufgrund dessen fand ich auch den Schreibstil ("abgehackt", unprosaisch) reichlich nervig. Auch die Lösung des Stalkerproblems war eigenartig und in keiner Weise zwingend.
Vielleicht sollte man bei Katzenbach Kurzfassungen bevorzugen.

22.09.2009 14:44:22
M. Frerichs-Stein

Das Buch zeigt die Hilflosigkeit der Opfer und die Störung des Täters auf sehr beklemmende Weise. Es ist zügig geschrieben, und sicher ein echter Thriller, der einem geradezu unter die Haut geht.
Streckenweise hat es eine sehr verstörende Wirkung.Es ist sicher nichts für sensible Leser.Aber sehr empfehlenswert für Freunde des psychologisch Abgründigen.

14.09.2009 15:50:34
Abby

Bin grad dabei, aber das Beste Buch von uhm ist der Fotograf. Das Opfer ist langgezogen geschrieben, und diese Zwischengeschichten mit der Frau, die recheriert, nerven etwas. Aber ansonsten find ich ihn als Schriftsteller net schlecht.Muss jetzt noch ein paar Bücher lesen, die Rache, das Rätsel und die Anstalt. Bin mal auf die Verfilmungen gespannt.

09.09.2009 14:51:49
Pennywise

Dieses Buch beschäftigt sich die ganze Zeit um das Thema "Stalking" und beschreibt sehr ausführlich, was in einem Menschen vorgeht, der derart von einer Frau besessen ist, dass er zu allen Mitteln greifen würde, um ihre Aufmerksamheit zu erregen. Psychoterror, Belagerungen, Belästigungen, Gewalt und schließlich auch Mord führen in diesem Buch zu einem echt beklemmenden Bauchgefühl. Super interessan und unwahrscheinlich flüssig geschrieben. Diejenigen die Interesse den diesem Thema haben, werden hier echt auf ihre Kosten kommen.

26.06.2009 20:34:20
nobi

Fand das Buch auch sehr gut, bis auf den Schluss, der hätte dann doch etwas detaillierter sein sollen. Die Ermittlungen der Polizei kamen da ein wenig zu kurz. Mich hat auch die Ich-Form darin, bis zur Buchmitte, etwas irritiert, bis man zum Ende hin wusste, wer damit gemeint war.
Alles in Allem -Gutes Buch

04.05.2009 09:59:27
Leselady

Das Buch ist genial!Es wird sehr detailliert beschrieben,wie einfach es heutzutage,in Zeiten des Internets,einem besessenen Stalker gemacht wird,nach und nach die Kontrolle über sein "Opfer"und das Leben dieses Opfers vollständig zu gewinnen,sodass dieser Mensch und auch seine Familie nirgendwo mehr auf der ganzen Welt sicher fühlen kann.Und man lernt die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele kennen.Ich kann wirklich jedem Thriller Fan nur empfehlen,es zu lesen.der Anfang ist zwar nicht so toll,aber dann wird es von Seite zu Seite spannender und man kanns gar nicht mehr aus der Hand legen,bis man weiß,wie es weiter geht.jedenfalls mir ging es so.

04.05.2009 09:48:58
Leselady

Das Buch ist genial!Es wird sehr detailliert beschrieben,wie einfach es heutzutage,in Zeiten des Internets,einem besessenen Stalker gemacht wird,nach und nach die Kontrolle über sein "Opfer"und das Leben dieses Opfers vollständig zu gewinnen,sodass dieser Mensch und auch seine Familie nirgendwo mehr auf der ganzen Welt sicher fühlen kann.Und man lernt die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele kennen.Ich kann wirklich jedem Thriller Fan nur empfehlen,es zu lesen.der Anfang ist zwar nicht so toll,aber dann wird es von Seite zu Seite spannender und man kanns gar nicht mehr aus der Hand legen,bis man weiß,wie es weiter geht.jedenfalls mir ging es so.

15.04.2009 14:55:45
B.Rombacher

Ich habe schon mehrere Romane von John Katzenbach gelesen, aber zum "Opfer" kann ich nach fast 200 Seiten überhaupt keinen Eingang finden. Das ist so was von langatmig und umständlich, steril wie eben ein Gerichtsreporter schreibt.
Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich vor einigen Monaten Stieg Larssons "Triologie" gelesen habe. Von dessen Schreibe ist Katzenbach meilenweit entfert.

19.03.2009 09:42:11
Sunshine

Das Buch ist absolut genial geschrieben. Dass spannendste von John Katzenbach, da er ja auch ziemlich langatmig und mühsam schreiben kann. Die anderen haben mich danach eher enttäuscht, da es das erste war, das ich las. Das Buch ist wirklich gut geschrieben, auch der Stil und die Spannung und die Handlung ist fliessend und logisch. Man kann es nicht mehr weg legen! Mühsame Passagen gibt es wenig bis keine in diesem Buch. Bin jetzt noch am Das Rätsel, aber ich quäle mich jetzt seit 200 Seiten und es ist enorm mühsam, anscheinend wirds ab Seite 400 gut, also halt ich durch. bei Das Opfer kennt man keine solchen Probleme :-)

12.03.2009 12:55:54
lilalu

Wieso habe ich ein Problem mit diesem Autor? Er schreibt ja doch recht ambitioniert und vor allem wortreich - warum kann ich seiner Art zu schreiben dennoch nichts abgewinnen? Er war mal Gerichtsreporter - vielleicht erklärt das einiges! Er schreibt in meinen Augen nämlich keine Krimis, er schreibt überhaupt nicht mit Seele oder aus echter Passion, sondern er be- schreibt lediglich Personen, Umstände, Gegenden. Durch dieses bloße Beschreiben fehlt seinen Storys "das Herz", seine Protagonisten bleiben immer irgendwie blass und ihr Schicksal geht zumindest mir nicht wirklich unter die Haut. Man liest seine Geschichten wie einen Zeitungsartikel, es gibt in seinen Thrillern für meinen Geschmack auch immer zu wenig Überraschendes: Er setzt seine Figuren auf ein Gleis, und auf dem lässt er sie dann bis zum Ende seiner Story durchrutschen. Ärgerlich finde ich auch, dass er sich immer so psychologisch versiert gibt - dabei hat er von Psychologie so gut wie keine Ahnung! Ganz schlecht sind im vorliegenden Roman die weiblichen Figuren gezeichnet - die weibliche Psyche scheint dem Autor ein noch größeres Rätsel als die männliche zu sein... Also, das sollte er lieber lassen! Etwas besser gelingen ihm die beiden männlichen Hauptprotagonisten - der Vater "des Opfers" und der Täter selbst - allerdings (und das ist ohnehin ein ganz großes Manko seiner Romane) ergeht er sich bei der Beschreibung ihrer seelischen Befindlichkeiten auch in immer derselben Wortwahl. Diese endlosen Wiederholungen eines längst bekannten Zustands, die nerven richtig! Fürchterlich sind die Dialoge - das ist ganz, ganz schlecht! So etwas Hölzernes, Holperndes und Statisches liest man selten. Besonders deutlich wird das auf den Seiten, auf denen die Familie den Plan schmiedet, dem Stalker ein Kapitalverbrechen anzuhängen - ganz schlimm!
Generell verliert der Autor zu viele Worte, und damit nimmt er seinen Geschichten, die von der Grundidee her immer erst mal gar nicht so schlecht sind, den Drive. "Das Opfer" empfinde ich schlicht als eine ziemlich langweilige Abhandlung vorhersehbarer Aktionen. Der Geschichte fehlt es an sympathischen Figuren, an "Seele", an Überraschungen, an Spannung und insgesamt an Kreativität. John Katzenbach ist ein Autor, der nicht an die Macht, sondern eher an die Menge der Worte zu glauben scheint und sich damit seine eigenen Storys kaputt schreibt.

19.01.2009 15:31:08
Tim

hhmm, hab im Vorfeld die Stieg Larsson Trilogie gelesen und bin daher im Moment sehr verwöhnt. Das Opfer kann da leider nicht mithalten. Habs trotzdem in wenigen Tagen durchgelesen. Ab Seite 400 wirds richtig spannend. Kann man in jedem Fall lesen, aber der Knaller ist es meiner Meinung nach nicht. 72 Grad.

18.01.2009 16:18:29
claudia

das buch das opfer ist ein spannender thriller ich bin zwar noch nicht fertig mit lesen kann aba schon fast ga nicht mehr aufhören ...es ist wie die anstalt perfekt spannend geschrieben und john katzenbach ist mein lieblingsautor! ich bin schon ganz gespannt auf die weiteren bücher von ihm z.b. der fotograf oder das rätsel, ich freue mich shcon seher darauf!

01.01.2009 20:14:17
Samara

ein klasse buch von katzenbach!! nachem ich die anstalt und den patienten gelesen habe, war das opfer eines der besten! das rasante tempo, mit dem die geschichte erzählt wird, lässt einen nicht mehr aufhören zu lesen... auch wenn das ende für mich etwas zu knapp kommt... ein sehr lesenswertes buch!!

25.12.2008 17:35:48
Ralf Bode

Ein Hammerthriller, der langsam beginnt, dann aber sich dramatisch auf ICE Speed steigert. Nie vorhersehbar, bis zur letzten Seite stetig ansteigende Spannung. In manchen Situationen spürt man förmlich die Anspannung der Handlung und man kann sich sehr gut in die Person hineinversetzen. Unbedingt lesen !!

15.12.2008 23:31:50
Sabrina

Erst klassiges Buch von diesen bewundernswerten Schriftsteller. Sich so eine geniale und ausgefeilte Geschichte, die mit Sicherheit auf eine Wahrheit bassiert, zu mindest zum Teil, niederzuschreiben. Es ist wirklich wert dieses Buch zu lesen, denn es ist spannend, manchmal verwirrend und auf den ertsen Blick nicht zu durchschauen. Es bleibt nervendraubend bis zum Ende. Man kommt von anfangan gar nicht mehr weg von dieser Anzeihungskraft des Buches. Wirklich 1 A.

15.12.2008 11:02:27
Bio-Fan

Kaufen, Lesen, das "Umdrehen" auf dem nächtlichen Nachhauseweg kommt ganz von alleine.
In dieser Stalker-Geschichte beweist Katzenbach, daß eine permanente Bedrohung durch einen Psychopathen, ja dessen alleinige Präsenz, eine viel subtilere Spannung erzeugen kann. als eine mit einem aufs Töten fixierten Serienkiller.
Die Kunststudentin Ashley Freeman wird nach einem One-Night-Stand für Michael O´Connell zum Objekt seiner obsessiven Begierde. Sein Psychoterror beschränkt sich nicht nur auf Ashley, sondern erfasst schnell deren ganze Familie. Doch die weiß, sich zu wehren.
Der deutsche Titel "Das Opfer" ist zumindest doppeldeutig. Zum einen gibt es in der Geschichte mehrere Opfer, die aber auch gleichzeitig Täter sind, zum anderen werden auch Opfer gebracht. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Gibt es sowas wie eine "präventive Notwehr"?
"Das Opfer" ist Psychothrill vom Feinsten - vielschichtig und unkonventionell, für einen Pageturner leider stellenweise zu langatmig, soll heissen, daß ich ganz nervös wurde, wenn´s nicht schnell genug weiterging.
95 Grad

23.11.2008 20:24:05
Leo81

Wer ist das "Opfer"? Wen meint John Katzenbach damit? Ashley? Ein toller und spannender Thriller, der unter die Haut geht. Die Schreibweise von Vergangenheit und Gegenwart machen das Buch sehr lesenswert und macht es interessant. Allerdings schreibt der Autor sehr detailiert... "Das Opfer" kann ich auf jeden fall weiterempfehlen!

17.10.2008 16:50:02
Rob Jaros

Ich habe das Buch vor 1,5 Jahren geschenkt bekommen, das erste Kapitel gelesen und in die Ecke geworfen. Irgendwie konnte ich zu dem ganzen Thema keinen Draht finden. Erst vor ca. 3 Wochen habe ich mich überwunden das Buch durchzulesen und muss sagen: es hat sich gelohnt. Natürlich ist die Story um Ashley & Co. nicht Perfekt und manchmal erhält man auf ein "Warum?" keine Antwort , aber die kleinen Details sind das A und O dieses Werkes. Wie Michael es schafft in Ashleys Leben sich hinein zu schleichen, das Dilemma zwischen Sally & Hope oder eben Michael selbst. Ich kann jedem Thriller Fan dieses Buch empfehlen, auch (wie oben bereits gesagt) das ganze nicht Perfekt ist. Ich finde übrigens den deutschen Titel interessant, der nachdem durchlesen seine Zweideutigkeit zeigt: Zu einem das Opfer Ashley und andererseits das Opfer, dass jeder Charakter erbringen musste.

14.10.2008 19:41:06
Ralf Ludwig

Mir erscheint die Handlung zuweilen sehr konstruiert, einige Ereignisse passen im Kontext nicht zusammen und widersprechen sich. Der Handlungsfaden ist doch stark antizipiert angelegt. Alleine Katzenbach's auf Spannung getrimmter Schreibstil und seine subtilen Beschreibungen der Protagonisten machen es aus, dass man das Buch nicht aus der hand legen möchte.

16.08.2008 08:56:09
Sandy

"Das Opfer" von John Katzenbach ist auch für mich einer der besten Psychothriller, die ich je gelesen habe. Man kann sich bestens in die beteiligten Personen hineinversetzen. Die Spannung ist unerträglich, wie die Familie es wohl schafft, sich von dem "Übel" zu befreien.
Weiter so, John Katzenbach!

13.08.2008 19:21:50
sunny81

Dies war mein zweites Buch von John Katzenbach! Hatte zuerst ,,Der Patient" gelesen und war total begeister! Aber nach diesem Buch bin ich sprachlos! ich liebe solche spannenden Bücher wo man nicht erst 100 seiten lesen muß bevor es interessant wird! Dies Buch ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!
Werde mich sofort an die anderen Katzenbach Bücher machen...:-)

01.08.2008 07:33:37
Alexandra

Also, ich habe das erste Mal etwas von John Katzenbach gelesen und war am Anfang etwas skeptisch, da ich dieses Buch mit im Urlaub hatte und mir dachte, dass 600 Seiten vielleicht ganz schön lang sind. Weit gefehlt!!! Hierbei handelt es sich um einen der besten Psychothriller, die ich je gelesen habe und ich muß auch sagen, dass ich festgestellt habe, dass Autoren wie Tess Gerritsen und Kathy Reichs sich immer weiter vom eigentlichen Psychothriller entfernen! So muß es gemacht werden!! Die Handlung geht zügig voran. Es wird eine subtile Spannung erzeugt,die bis zum Schluß anhält. Noch besser hat mir allerdings DER PATIENT gefallen. Deswegen hier nur 95 Grad.Alles in allem super. Ein ganz kleiner Schönheitsfehler ist vielleicht nur die Sache mit der Waffe in dem perfekten Plan. Ihr wißt ja, was ich meine... Aber na ja, so kann es im Leben halt gehen. Ich hätte mir vielleicht ein etwas versöhnlicheres Ende gewünscht. Aber sonst gibt es nichts, absolut nichts auszusetzen. Die KC-Wertung ist eigentlich noch deutlich zu niedrig gegriffen. VOLLTREFFER! Danke, John Katzenbach!

15.06.2008 14:50:37
Markus.Koebler

Extrem spannend, lässt sich zügig lesen weil es nicht mehr aus der Hand gelegt werden kann.
Was mir besonders gut gefällt: Das Buch eröffnet mit einem Gespräch zwischen einem Schriftsteller und einer Frau, die eine Geschichte zu erzählen hat. Am Ende eines jeden Kapitels wird wieder auf das Gespräch zwischen diesen beiden geschwenkt. Und denkt man, man weiß, wo es drauf raus läuft, dann wird in diesem Gesprächsfetzen ein Antrieb geliefert, was denn da noch kommen könnte! Sehr sehr gut gemacht.
Am Ende des Buches erfolgt eine Kurzinterpretation der Hauptfiguren. Und soviel sei unabhängig vom Ausgang verraten: Jeder handelt aus Liebe!

27.04.2008 18:36:03
Heiko Liedtke

wer pure spannung haben, aber auch in abgründe des menschlichen denkens und tun sehen will,liegt bei katzenbach richtig.verwunderlich ,daß hoolywood noch nichts verfilmt hat.

02.04.2008 18:24:55
Vanessa Koch

das Buch ist wirklich super. !
kann es nur empfehlen !
durch die schnellen wechsel zwischen den charakteren bleibt es bis zum Ende überaus spannend! ich konnte das Buch fast gar nicht aus der Hand legen und hab es sogar in der Schule gelesen... [hatte es an drei Schultagen durch =)]

es ist das weitaus beste buch von John Katzenbach das ich kenne !

Gerade als Frau kann man sich sehr gut mit der Story identifizieren ! und es ist wahnsinnig spannend!

17.03.2008 13:54:26
Jennifer N.

Einfach ein klasse Buch, das man einfach nicht aus der Hand legen kann!!
Habe schon mehrere Bücher von Katzenbach gelesen und der Patient sowie das Opfer sind meine absoluten Favoriten.Zwar geht der Autor, wie in all seinen Büchern, stark ins Detail, aber trotzdem bleibt die Spannung nicht aus!
Einfach Spitze und nur weiterzuempfehlen!

12.02.2008 17:53:01
Hubert Zechmeister

Ich habe auch das Hörbuch Das Opfer von argon während der Fahrt zur Arbeit in 1 Woche angehört. War unheimlich spannend und psychologisch reizvoll. Man bekommt es mit der Angst zu tun, was ein Stalker alles auslösen kann!
Sehr zu empfehlen!

12.02.2008 17:52:52
Hubert Zechmeister

Ich habe auch das Hörbuch Das Opfer von argon während der Fahrt zur Arbeit in 1 Woche angehört. War unheimlich spannend und psychologisch reizvoll. Man bekommt es mit der Angst zu tun, was ein Stalker alles auslösen kann!
Sehr zu empfehlen!

08.02.2008 19:50:20
Dieter K. Horn

Habe die Geschichte als Hörbuch genossen. Spannend, packend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Die Geschichte ist noch fesselnder als "Die Anstalt".

29.01.2008 20:07:35
Rolf.P

Ergänzung zu meinem Kommentar vom 29.01.2008,

Claudia hat natürlich recht ! ! ! ! !

Richtig sollte es lauten:

Eine Geschichte, die mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat.

Sorry für den Tippfehler. Gruß Rolf

29.01.2008 16:02:36
Claudia

Ich werde dieses Buch erst noch lesen - habe es gerade erstanden. Habe schon einige Bücher dieses Autors gelesen und war jedesmal von neuem überzeugt.

Anmerkung zur Meinung von Rolf.P. : Kann es sein, dass Du versehnetlich ein "nicht" eingebaut hast wo Du eigentlich keines hast verwenden wollen ?

"Eine Geschichte, die mich von Anfang bis Ende -nicht- in den Bann gezogen hat. "

29.01.2008 02:07:27
Rolf.P

Ein Thriller um das Thema Stalking ist nicht nur hervorragende Spannungslektüre, sondern auch ein Lehrstück, das zeigt, wie verwundbar der Mensch ist und wie wenig es braucht, damit Liebesbeteuerungen zu Psychoterror werden.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregen sollte. Recht und Gesetz sind recht unterschiedliche Dinge, was ist recht, was ist gerecht, was macht uns zum Opfer, was zum Täter.
Eine Geschichte, die mich von Anfang bis Ende nicht in den Bann gezogen hat.

09.11.2007 20:43:10
shura @ tatja

Die Anstalt war präzise beschrieben und spannend .Doch am Ende wurde es dann umso schwächer ich hatte schon am Anfang das gefühl das das Buch sehr in die länge gezogen wurde! Zu diesem zeitpunkt hatte ich mir vorgenommen nie wieder John Katzenbach zu lesen doch irgentwie kam ich dann doch auf " der Patient " und ich muss sagen ich wurde überrascht - nicht wie der patient in die länge gezogen und auch der schluss konnte sich sehen lassen !

16.09.2007 17:29:58
Janine

Ich habe bis jetzt nur das opfer gelesen, aber bin total überrascht. Dieses Buch ist einfach genial, ich finde auch, dass nicht zuviel schnick schnack das Buch extrem auf das eigentliche Thema lenkt. Es ist einfach genial. Ich habe mir nun alle weiteren Bücher gekauft und freue mich wie ein Kleinkind darauf-

02.08.2007 00:49:05
Katista

Ich hab nicht durchgehalten. Hatte "Das Opfer" als Hörbuch und bei CD 4 war Schluß. Nicht nur der Langatmigkeit halber - für meinen Geschmack waren die Charaktere flach, der Stil schlicht schlecht. Bei jedem Satz wußte man mit welcher Formulierung er enden würde. Nie wieder Katzenbach...

01.08.2007 02:17:47
sundary

Nachdem ich "Die Anstalt" von John Katzenbach nach etwas über 200 Seiten erstmal aus der Hand gelegt habe, weil mir die ganze Geschichte zu langgezogen war, habe ich mich zögernd an dieses Buch gewagt.
Es baut sich recht spannend auf, zieh sich wie ich finde dann doch zum hin Ende wieder etwas in die Länge und endet spannend - scheint wohl der Stil des Autors zu sein.
Im großen und Ganzen aber ein recht gut geschriebenes Buch, aber es zählt sicherlich nicht zu meinen Highlight dieses Jahres.

05.05.2007 14:40:37
K.-G. Beck-Ewe

Gerade die "ruhigere" Gangart über weite Teile des Buches und das doch ziemlich offene Ende haben mir persönlich ausnehmend gut gefallen. Die Gewalt in dieser Form ist viel greifbarer und wer schon mal das Missvergnügen hatte, sich mit solchen oder ähnlichen Menschen auseinander setzen zu müssen wird bestätigen können, dass die psychologischen Momente viel mehr an den Nerven der Beteiligten zerren als die Gewaltausbrüche. Die erleben teilweise dann sogar die Opfer als eine Art der Erlösung, so paradox einem das auch erscheinen mag.

05.05.2007 12:39:47
Dörte

Ich finde, man verpasst etwas, wenn man den Roman "nur" liest. Besser noch als das Buch ist das Hörbuch, gesprochen(wie auch Katzenbachs "Die Anstalt" und "Der Patient") von Simon Jäger. Eigentlich wird "gesprochen" dem nicht gerecht, Jäger inszeniert das Buch und verleiht ihm "Gänsehautfeeling". Irre, was der zusätzlich aus dem Buch herausholt!

20.04.2007 10:11:14
Susanne

Für mich ein absolutes Highlight und ich werde jetzt sicher wieder die nächsten Bücher daran messen bzw. lange suchen müssen um ein Buch zu finden, das mich ähnlich fesselt.
Interessant fand ich schon mal, daß J. K. mit sehr wenigen "Mitwirkenden" auskommt. Da gibt es nicht zig Ermittler oder Verdächtige oder Nebendarsteller. Die Protagonisten sind die verschiedensten Persönlichkeiten und ihre Beziehungen untereinander sind einem schon nach kurzer Zeit sehr vertraut.
Die Personen, um die sich alles dreht, bzw. die sich irgendwann umeinander drehen, werden uns am Anfang des Buches vorgestellt und schon im ersten Teil passiert so viel, daß ich mich ein paar mal fragte, was kann denn da noch kommen?? Clever gemacht, hält natürlich den Spannungsbogen für den Leser.
Das Thema an sich, also "Stalking" ist ein heißes Eisen, sehr präsent durch die neue Gesetzgebung in Deutschland, und für die, die gestalkt werden oder wurden, ein nicht enden wollendes Trauma.
Ganz besonders gefesselt haben mich die Gespräche mit dem Reporter, seine Fragen und seine Recherchen. In weiten Bereichen deckte sich das mit möglichen Fragen, die ich gestellt hätte. Und so wird es sicher vielen Lesern gehen.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregen sollte. Recht und Gesetz sind recht unterschiedliche Dinge, was ist recht, was ist gerecht, was macht uns zum Opfer, was zum Täter.
Meine Empfehlung: Lesens- und nachdenkenswert!

@Barbara - den Spoiler in Deiner Bewertung finde ich nicht gut. Muß das sein?

07.04.2007 08:21:35
pezie

Sollte "Das Opfer" tatsächlich besser sein als die unsägliche "Anstalt", die ich nach zwei Dritteln entnervt ins Altp*pier gegeben habe?

("Ihr Beitrag enthält nicht erlaubte Wörter". Pardon? Welches? Altp*pier? Das wäre ja lächerlich.)

29.03.2007 21:26:11
herb

J.K. hat mit " Das Opfer" wieder einmal Meilensteine gesetzt. Hervorragend geschildert ,wie eigentlich die Opfer versuchen mit verhältnismäßigen Mitteln sich des Stalkers zu entledigen und dabei scheitern. Wie schwer sie sich tun Recht und Gesetz dem Rücken zuzukehren, weil sie wissen, dass auf legalem Wege dem Stalker nicht beizukommen ist. Auch die wechselnden Erzählperspektiven machen die Geschichte abwechslungsreich und geben ihr einen eigenen Pfiff. Mehr als gelungen ist der Epilog, gefühlsergreifend und mehr als einmal schluckend hätte der Roman ruhig weiter gehen können.Meinem Vorgänger kann ich mich nicht anschließen. Auch ich habe Talk Talk gelesen und war vom Ende eher enttäuscht. Aber schön, dass es doch so unterschiedliche Ansichten gibt. Jedenfalls war nach "Die Anstalt" , "Der Patient", "Das Opfer" für mich der beste Roman.

25.03.2007 17:25:41
Thomas Csulits

Katzenbachs Das Opfer hat mich (fast) auf ganzer Linie enttäuscht. Da werden schon fast quälend lang die Seelennöte der Protagonisten beschrieben (200 Seiten weniger hätten diesem Buch gut getan, in diesem Sinne ist schlank dann doch schöner) und ein Vorurteil Akademikern gegenüber in mir geweckt: Sind die Studierten wirklich zu blöd, mal alle Hemmungen beiseite zu werfen und einem Kotzbrocken wie O`Connell eins auf die Zwölf zu geben? Da wird gezagt und hin und her überlegt, gezweifelt und geängtigt und gefürchtet und . . . Ja, man könnte schon fast Sympathie für den Übeltäter empfinden. Mein Tip: Lesen und vergessen. Boyle beschreibt das ganze in Talk Talk um Längen besser.

19.03.2007 09:44:43
Heike

Für mich gehört "Das Opfer" zu den Lesehighlights 2007. Die Geschichte des Stalkers Michael O'Connell und seiner Angebeteten Ashley ist wirklich sehr faszinierend und auch sehr kontrovers geschrieben. Mit Sicherheit löst dieses Buch die Frage auf "Wie weit können - dürfen Eltern und Angehörige gehen, um ihr Kind zu schützen. Jeder der selbst Kinder hat, wird sich diese Frage schon gestellt haben. Die Beschreibung des "Ekelpaketes" O'Connell ist schon beeindruckend. John Katzenbach beschreibt in allen seinen Büchern das Seelenleben seiner Protagonisten sehr ausführlich. Mann oder Frau muss sich darauf einlassen können. Das die "ersten 600 Seiten nur vor sich hinplätschern" kann ich nicht bestätigen. Ich hatte Gelegenheit bei der Lesung mit John Katzenbach zu diesem Buch dabei zu sein. Der Schauspieler Rainer Strecker hat die einige Passagen aus dem Buch phantastisch gelesen. Dabei wurde auch der großartige Stil des Buches hervorgehoben. Wohltuend ist auch für mich, dass die Ermittlungsarbeit der Polizei nur eine untergeordnete Rolle spielt.
PS. John Katzenbach selbst habe ich an diesem Abend als einen sehr sympatischen Menschen kennen gelernt. Freue mich schon auf das nächste Taschenbuch Oktober 2007!

08.03.2007 20:36:00
Ursula Kamizuru

Ich fand das Buch sehr spannend und konnte es 2 Tage lang nicht aus der Hand legen.
Das war mein erstes Buch von diesem Autor, einfach klasse geschrieben.

23.02.2007 17:16:29
Tobi

Also ich bin ja der erste der eine Rezension zu dem Buch schreibt, dass freut mich ja schonmal!!!! ;-)

Man sollte dieses Buch eher als "Psychologischen-Report" sehen anstatt eines typischen Thriller, denn ansonsten hofft man auf Spannung die hier höchstens minimal vorkommt!!! Die ersten knappen 600 Seiten plätschern nur so vorsich hin, bis man auf ein packendes und ergreifendes Ende trifft .... Aufgrund des phänomenalen Endes gib ich 69°

Persönlich denke ich das man aus dem Buch viel viel mehr hätte rausholen können!!!