Der Schatten des Windes

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Barcelona: Planeta, 2001, Titel: 'La sombra del viento', Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Insel, 2006, Seiten: 564, Übersetzt: Peter Schwaar
  • Frankfurt am Main: Insel, 2003, Seiten: 526
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2004, Seiten: 7, Übersetzt: Andreas Pietschmann, Bemerkung: gekürzt
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005, Seiten: 562
  • Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007, Seiten: 855, Bemerkung: Großdruck
  • Frankfurt am Main: Insel, 2008, Seiten: 562
  • Berlin: Insel, 2011, Seiten: 562

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Vor dem Hintergrund eines gespenstisch schimmernden Barcelona inszeniert Zafón eine dicht gewobene Spannungsgeschichte: Daniel Semperes Leben erfährt eine drastische Wende, als er die Schicksalsbahn eines geheimnisvollen Buches kreuzt. Er gerät in ein Labyrinth abenteuerlich verknüpfter Lebensläufe. Es ist, als wiederhole sich vergangene Geschichte in seinem Leben. Alle Menschen, denen Daniel begegnet, insbesondere die Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in einem großen Spiel zu sein.

Der Schatten des Windes

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Letzte Kommentare:
07.01.2017 23:47:00
Lucia

Dieses Buch wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben. Immer wenn man glaubt, die Geschichte des Buches zu erraten, kommt eine neue packende Wendung.

Ich musste oft schmunzeln, dann ergriff es einen auf dunkele Weise und gleichzeitig rührte es bis zum letzten Schluss.

Was ich besonders mochte. Er hat seine eigene Sprache und schafft es die Bilder lebendig zu gestalten.

04.02.2015 10:09:23
julesn

Ich brauche immer ein wenig Zeit um mich einzulesen. Dieser Roman war einer der besten den ich je gelesen habe und als ich mit der letzten Seite fertig war, wollte ich das Buch gleich nochmal verschlingen... Man merkt, dass dem Autor viel an Barcelona - seiner Heimatstadt - liegt und die Geschichte verliert nie an Spannung. Es ist herzig, spannend und authentisch geschrieben. Daumen hoch - kann ich nur empfehlen.

20.09.2013 22:29:35
viola

Ein fazinierendes, vielschichtiges Buch! Zuerst geht es um Bücher, dann um Spieglungen von Vergangenheit- Gegenwart, immer wieder um Suche und Rekonstruktion, politische Dimensionen aus dem Spanien der 50 Jahre, eine ans Herz gehende Liebesgechichte und am Ende ist es wie ein hochspannender Kriminalroman.
Sehr Lesenswert!

21.06.2011 17:47:36
Britta F.

Irgendwie ist dieses Buch in meine kleine Bibliothek der nicht gelesenen Bücher gekommen. Im Buchladen empfahl mir eine Kundin wärmstens, dieses zu lesen, was ich auch tat. Und . ich bin begeistert. Es ist einer meiner Lieblingsbücher. Handelt es sich hier doch um Bücher und einen Autor, der einiges miterlebt. Erzählt wird in der Vergangenheit und in der Zukunft, was die ganze Spannung ausmacht und am Ende klärt sich alles auf. Es ist dann auch schrecklich, wenn man nicht mehr so viele Seiten zu lesen hat, dann versuche ich immer, das in die Länge zu ziehen. Ich werde mir die weiteren Bücher von Carlos Ruiz Zafón kaufen und freue mich schon auf deren Inhalt.

04.06.2011 14:39:57
Lomii

Ich habe das buch schon seit einigen Jahren, und um ehrlich zu sein, bin ich niemand der einen Roman komplett durchliest.
Jedoch kann ich Lesern, die ein solches Problem nicht haben, dieses Buch wirklich nur ans Herz legen!
Ich selbst habe es schon bestimmt 3 oder 4 mal bis über die Hälfte gelesen, einfach weil mich von Zeit zu Zeit der Wille überkam, meine Erinnerungen an dieses grandios beschriebene Buch aufzufrischen, da es jeden Leser schnell in den Bann zieht!

28.04.2011 12:52:33
Valentina

Mir hat dieses Buch ausgesproche gut gefallen. Ich habe mich schnell eingelesen und wollte jede Sekunde erfahren, wie es weitergeht.
Mit diesem Buch fesselt Carlos Ruiz Zafón seine Leser und schafft es, einen Roman, wie man ihn selten liest, zu kreiren.
Ich kann "Der Schatten des Windes" nur weiterempfehlen!

28.09.2010 22:27:45
ostetine

Auch mir ist es anfangs nicht leicht gefallen dieses Buch durchzulesen.Ich brauchte drei Anläufe,bin immer auf ca. Seite 55 hängengeblieben!Aber dann hatte ich Urlaub und konte richtig enspannen.Dann habe ich das Buch schnell durchgehabt!Ich konnte nicht mehr verstehen warum ich nicht drangeblieben bin.Eins der schönsten Bücher,die ich je gelesen habe.Es ist in einer wunderschönen Sprache geschrieben und die Idee, es gäbe einen Friedhof der Bücher, hat mich zum träumen animiert.
Ein Krimi ist es zwar nicht unbedingt,und es gibt sicher spannendere Bücher,aber sowas zu schreiben und zu erdenken zeugt schon von großem Einfühlungsvermögen.
Ich werde bestimmt mal ein weiteres Buch von Carlos Ruiz Zafón lesen.

15.04.2010 10:01:52
Marplekrimi

Dieses Buch war eines mit der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe, Carlos Ruiz Zafon schreibt sehr ausdruckstark. Das Buch wurde von Anfang an wunderbar erzählt. Die Protagonisten sind mir sofort ans Herz gewachsen, ganz besonders Fermin, durch seine wunderbare Art, die Menschen auf seine Art und Weise zu begeistern, er sprüht vor Humor und Witz. Fumero der wirklich dunkle Geselle in diesem Buch ist Herrn Zafon wirklich gut gelungen, man lernte richtig ihn zu Hassen, je weiter die Geschichte ihren Lauf nimmt. Begeistert war ich natürlich über die Idee einen Friedhof der vergessenen Bücher in einem Buch zu gestalten, auf so eine Idee muß man erst mal kommen. Ich finde die parallelen zu Daniels Leben und der Geschichte "Der Schatten des Windes" hat der Autor sehr gut dargestellt. Ich bin einfach sehr begeistert von diesem Buch, und natürlich auch von diesem Autor. Dieses Buch wird nicht das letzte von ihm gewesen sein das ich gelesen habe, aber ich weiß nicht ob jemals ein anderes Buch von ihm an dieses heranreichen kann?.

15.02.2010 23:21:04
Marv

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon ist in mehrfacher Hinsicht ein wunderschöner Roman:
Die Geschichte selbst, ein Junge, Daniel Sempere, wählt sich im ‚Friedhof der vergessenen Bücher‘ einen Roman aus, recherchiert nach dem Autor, Julian Carax, und entdeckt, zusammen mit dem Leser, die tragische Vergangenheit des Autors, eine Vergangenheit, die von Hass, Lügen, unerfüllter Liebe und tiefer Freundschaft bestimmt ist, und löst hierdurch wiederum eine Kette von Ereignisse aus, die Daniels Leben und das vieler anderer eine neue Wendung gibt.
Die handelnden Personen, derer es eine Vielzahl gibt, sind für den Leser erfahrbar, authentisch, zumindest soweit, dass man mit ihnen hofft, zittert, trauert, mitfühlt. Sie sind sympathisch und abstossend, schön und hässlich, falsch und wahrhaftig und mit zunehmendem Lesefortgang beginnen sie beim Leser fast physische Gestalt anzunehmen.
Die Sprache und die verwendeten Stilmittel. Zafon gelingt es sehr schnell den Leser zu fesseln, zu binden, einem Sog gleich in das Geschehen zu ziehen. Dies erfolgt zum einem durch die klug konstruierte Geschichte, die mittels verschiedenen Teilfragmente, die unter Wechsel der Erzählperspektiven, durch Interviews, Briefe und Erzählungen, nach und nach das Ausmaß der Tragödie von Julian Carax aufzeigen. Durch die Verknüpfung der Lebensgeschichte von Julian mit der von Daniel sowie durch ein kontinuierlich ansteigenden Spannungsbogen. Unterstützt wird das ganze durch eine Sprache, die neben der eigentlichen Handlung fesselt und als solches schon ein Genuss darstellt.
Zu guter letzt, handelt das Buch von den grossen Themen der Menschheit: Liebe, Hass, Verrat, Freundschaft, Treue, die, wie erwähnt, gut verpackt in einer lesenswerten Geschichte mit liebevoll beschriebenen Akteure und einem einnehmenden Schreibstil verknüpft sind. Ein wunderschöner Roman, den ich gerne weiterempfehle.

01.06.2009 17:16:14
Adam S. Berg

Muss leider Herrn Stefan Iserhot-Hanke mit seiner Kritik recht geben. Ein überschätztes Buch, ganz nett zu lesen, leidlich spannend.
Als Urlaubslektüre am Strand geeignet, aber von der literarischen Qualität einer z.B. A.S Byatt weit entfernt. Die hat mit "Besessen" einen weitaus besseren Liebesroman UND Krimi geschrieben. Ein Krimi ist DSdW nämlich nicht. Um Frau Heidenreich zu zitieren: ein Schmöker!

22.05.2009 07:45:11
Janko

Barcelona kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges. Als der 11-jährige Daniel von seinem Vater zu einem „Friedhof der Bücher“ mitgenommen wird und sich der Junge dort ein ganz persönliches Buch aussuchen soll, verändert sich nicht nur dessen Leben mit diesem Tage nachhaltig. Daniel versucht mehr über den Autor seines Buches Julián Carax, dessen undurchsichtiges Leben und die rätselbehafteten Umstände seines Todes herauszufinden. Warum versucht ein unbekannter all seiner Bücher habhaft zu werden, um sie anschließend zu verbrennen? Wer ist der Mann mit dem ledrigen Gesicht, der des Nachts nicht nur ihm nachstellt? Wer ist der sonderbare Polizist, der auf äußerst brutale Weise zu Werke geht? Carlos Ruiz Zafóns Debut Roman ist, neben einem gewissen Grad an Kriminalliteratur auch eine Geschichte über Liebe und Verlust und den verzweifelten Versuch, der verschiedensten Protagonisten, einer zum Teil unerreichbaren Liebe hinterherzulaufen. „Der Schatten des Windes“ birgt einen mystischen Touch, der mich von der Kulisse und auch des Schreibstils zeitweise an eine Mischung aus Robert Louis Stevensons „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll and Mr. Hyde“, sowie Oscar Wildes „Das Leben des Dorian Gray“ erinnert. Nur eben etwas näher in die Moderne gerückt. Dieser Roman war so gänzlich anders, voller Inspiration und Phantasie. Trotz oder gerade aufgrund seiner mystischen Grundkälte, ist Carlos Ruiz Zafón mit „Der Schatten des Windes“ ein grandioses Stück spanischer Literatur gelungen.
Meine Wertung: 80°

17.05.2009 22:56:44
ABaum71

Anfangs muss man sich wirklich durch die Seiten quälen, wird aber, kaum den dreistelligen Bereich erreicht, mehr als belohnt für das durchhalten.
Unheimlich und sehr bildhaft beschreibt Zafón das Barcelona in den Nachkriegsjahren und in den Jahren des Bürgerkrieges. Er erzählt die Geschichte Daniels der zu dieser Zeit aufwächst und der dem scheinbar verschollenem Autor Julian Carax nachforscht. Einmal mit diesen Nachforschungen begonnen scheinen das Leben Carax´ und das Leben Daniels sich irgendwie zu verbinden. Zafón beschreibt deren beider Leben aus verschiedenen Erzählperspektiven und führt die beiden Geschichten durch kleine Details zusammen. Die anfangs vermisste Spannung steigert sich während des Buches stetig um in einem dramatischen Finale zu enden, welches aber keineswegs übertrieben wirkt.
Alles in allem vielleicht kein Krimi bzw. Thriller, aber dennoch ein anspruchsvoller Spannungsroman, der nicht mal eben nebenbei gelesen werden will.

27.01.2009 17:26:31
momo

Nach einer Buchbesprechung habe ich mir das Buch gekauft und gelesen. Nachdem ich mich durch die ersten Seiten "gearbeitet" hatte, wurde es dann so spannend, dass ich den Rest am liebsten in einer Nacht durchgelesen hätte.
Sowohl Sprache als auch Inhalt finde ich ansprechend: es hebt sich von der "Massenware" ab.
Sehr empfehlenswert!

17.01.2009 15:29:01
mase

Dieses Buch habe ich mir aufgrund Empfehlungen anderer Leser gekauft, die es mit Adjektiven wie „schön geschrieben“ oder „atmosphärisch“ beschrieben hatten. Mehr wusste ich nicht, weder Handlung noch Genre.

Als ich das Buch dann in Angriff nahm, wunderte ich mich schon, denn Joschka Fischer und Elke Heidenreich sind mit Kommentaren auf der Rückseite zitiert. Normalerweise steht dort eher der Stephen King auf meinen Lektüren.

Für mich hatte die Geschichte mehr mit einem Märchen zu tun und das ist jetzt nicht negativ gemeint. „Der Schatten des Windes“ ist wirklich wunderschön geschrieben und ich tauchte sofort in das Buch ein. Mehrmals fragte ich mich, mit welchem Mittel mich Zafón bei der Stange hält, denn das ist kein Buch, das man mal einfach eben „wegliest“. Hätte ich in meinem Bücherregal eine Abteilung mit anspruchsvoller Literatur, dann würde es dort seinen Platz finden.

Der Inhalt hat schon fast epische Ausmasse. Was Zafón in diese 500 Seiten packt, kann den Leser auch fast erschlagen. Ich war immer hin und her gerissen zwischen Faszination und Aufgabe.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, wer etwas besonderes lesen will, in einer wirklich schönen Sprache und ich glaube, das dass diese alleinig das Buch beherrscht, ist hier richtig, aber ob dieses Buch auf die Krimi-Couch gehört? Ich glaube nicht. Das ist eher „richtige“ Literatur und wie ich zugeben muss, mir fast zu schwer und anstrengend.

26.12.2008 02:10:13
mylo

Es muste fast zwei Jahre warten, bis ich es aus dem Regal genommen habe um es zu lesen. Und ich habe es nicht bereut..
Zweifellos ein Buch, dass nach seiner Beendigung noch nachwirkt und man seine Gefühle sortieren muss.
Ob es ein Krimi/Thriller ist und hier hingehört - da kann man sicherlich streiten. Aber es baut doch, nach zugegeben etwas langem Anlauf, eine unbeschreibliche Spannung auf,, wie es manches hier unbestritten eingestellte Buch oft vermissen lässt.
Mich hat das Buch fasziniert, die Personen waren mir so vertraut geworden man empfand echte Sympathie und auch große Antipartien gegenüber den Akteuren.
Das sind 90 Punkte von mir

30.09.2008 20:10:14
cathy

sie müssen das Buch auf spanisch lesen!! was für einen Unterschied!! einfach fantastisch!! wer kein Spanisch kann, hat wirklich Pech, weil vieles mit der Übersetzung verloren geht . Mann muss die Mentälitat und das Humor verstehen können. Wer nicht in Lateinamerika oder Spanien aufgewachsen ist , wird leider manches nicht verstehen

13.09.2008 23:16:54
cujo31

Gleich zuallererst. Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Auch wenn man ein gewisses "Stehvermögen" beweisen muß, bis die eigentliche Geschichte losgeht, wird man für diese Geduld belohnt. Die Faszination dieses Buches für mich liegt mit Sicherheit auch mit einer zuvor geführten Barcelona-Reise, so daß ich Daniel, der Hauptfigur, in Gedanken die Wege durch Barcelona nachlaufen konnte. Eine schön gewobene Geschichte um ein Buch, dessn Schriftsteller Daniel in den Bann zieht und dessen Geschichte Daniel nun herauszufinden versucht.
Ob man dieses Buch nun als Krimi bezeichnen möchte oder nicht, bleibt jedem Leser selber überlassen. Für mich ist es einfach nur eine unheimlich faszinierende Reise, die auch durch die mystischen Beschreibungen Barcelonas eine gewisse Tiefe erreicht.

17.06.2008 11:02:58
sunny

Obwohl die ersten (vielen) Seiten tatsächlich träge bis langweilig geschrieben worden sind (man neigt dazu, das Buch zur Seite zu legen) - sollte man diesem Buch die Chance zum Weiterlesen geben und man wird dann nicht enttäuscht. Der Rest ist ergreifend, fesselnd, romantisch und spannend. - Fazit: ein Buch zum Weiterempfehlen!

18.05.2008 10:46:38
tessa

Mein Mann und ich haben einige Jahre in Barcelona gelebt. "Schatten im Wind" hat uns beide total berührt. Wir schrieben es zuerst unseren Erinnerungen an die Schauplätze zu.
Aber es ist wohl diese "vernebelte Poesie", die auch unsere Freunde in der Schweiz begeisterte, denen wir dieses Buch empfahlen.
Bin gespannt, ob mich auch andere Schauplätze dieses Autors so in Bann zu nehmen vermögen.

18.03.2008 15:02:46
Stefan Iserhot-Hanke

Als Vielleser war es für mich nur eine Frage der Zeit, dass ich mir "Den Schatten des Windes" auch einmal vornehmen würde. Obwohl ich eigentlich um all die Bestseller und literarischen Blockbuster eher einen Bogen mache und mich lieber mit den manchmal wirklich interessanteren Werken beschäftige, welche im Schatten des schnellebigen Literaturbetriebes dahinvegetieren. (Was liegen da für Schätze!!!)
Denn zu oft schon habe ich eine vielgepriesene "literarische Sensation" entnervt und enttäuscht wieder ins Regal gestellt. Mich fragend, ob ich vielleicht einen zu eigentümlichen Geschmack bzw. einen zu speziellen Anspruch hätte, tat ich dann wieder das, was ich eigentlich immer getan habe: Die Bestsellerlisten ignorieren!
Tja,... und nun war es mal wieder so weit. Ich konnte nicht widerstehen. Es können sich doch wirklich nicht hunderttausende Leser irren. Selbst die erhabene Kritikergilde schien sich beim "Schatten des Windes" ja einigermaßen einig zu sein. Und Joschka Fischer, ein mit Sicherheit belesener und gebildeter Intellektueller, wird zitiert mit: "Sie werden alles liegenlassen und die Nacht durch lesen!" Und Frau Heidenreich äußert sich dann auch noch positiv: "Ein wunderbarer Schmöker!"
Na dann. Bei so viel Vorschusslorberen konnte doch eigentlich nichts schief gehen.
Ist es aber!
Sprachlich und stilistisch ist dieser Text wirklich eher durchschnittlich bis ärgerlich. Mag sein, dass der Übersetzer ungenügende Arbeit geleistet hat (manche Stellen klingen wirklich wie durch das grobe Netzt einer Übetrsetzungssoftware gepresst und ansonsten unbearbeitet gelassen). Doch es scheint mir so, als sei auch das Original merkwürdig holprig und unhomogen. Allein der Satzbau ist häufig entweder sperrig bzw. komplizeirt und/oder ungeschickt bis unlogisch. An vielen Stellen gäbe es diesbezüglich grammatikalische Alternativen, welche den Inhalt objektiv besser, stimmiger, intensiver und damit eben literarischer vermitteln würden. Und um Literatur (sogar große wie ich hörte) soll es doch beim "Schatten des Windes" gehen. Oder?
Gerne würde ich Beispiele nennen, doch das würde den Rahmen hier glaube ich sprengen. Viele Formulierungen (besonders in der wörtlichen Rede und in den Beschreibungen der miteinander kommunizierenden bzw. agierenden Figuren), klingen seltsam gestelzt, altmodisch und damit für den Leser blutleer und damit emotional schwer nachvollziehbar. Ich höre schon die Rufe: "Ja natürlich, das soll doch so sein um diese spezielle düstere, entrückte, fast etwas kulissenhafte Atmosphäre des Ortes Barcelona und der Handlung zu transportieren!" Mag sein, dass das die Motivation des Autors war. Es ist jedoch (nach meinem Empfinden) trotzdem nicht gelungen. Weil die Sprache einerseits künstlich, unlebendig und antiquiert daherkommt und andereseits mit abgegriffenen bzw. platten Alltagsfloskeln versetzt ist.
Somit rumpelt der Roman unhomogen mal mehr, mal weniger gelungen von Seite zu Seite. Immer erkenbar bemüht um den richtigen Ton und das richtige Filmlicht am Set. Er mochte mich am Ende jedoch nicht überwältigen und gefangen nehmen. Der Autor und/oder Übersetzer haben sich sprachlich wenig Mühe gegeben. So finden sich z.B. nur wenig wirklich gelungene Metaphern usw., usf.
Hoffentlich ziehe ich mir jetzt nicht den gesammelten Zorn der begeisterten Leserschaft dieses Buches zu. Denn auch die Story, der Plot, die Idee des Textes ist nicht wirklich atemberaubend neu und in keiner Weise vom Hocker reißend.
Das hat Mensch/Leser doch alles irgendwie schon mal so oder so ähnlich gelesen z.B. in der Jugendliteratur bei Cornelia Funke oder bei Pascal Mercier in seinem "Nachtzug nach Lissabon"(nur um zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen). Auch wenn Herr Zafon es dramaturgisch durchaus spannend aufbereitet und das Ganze in eine poetisch/mystisches Schummerbeleuchtung zu tauchen vermag.
Aber das bischen Spannung kann doch nicht den Ruhm dieses Buches begründen! Was denn bitte dann???
In Sachen Philosophie, Lebensweisheiten und sonstigen intelligenten Klugheiten bekommen wir bei Herrn Zafon (im Gegensatz zu Herrn Mercier) nämlich auch nicht gerade Üppiges geboten. Bezüglich Tiefsinnigkeiten plätscher das Buch recht schmalbrüstig dahin und ich fühlte mich am Ende diesbezüglich nur bedingt bereichert. Ich möchte mich aber am Ende eines Buches zwingend bereichert fühlen!
So weit, so vielleicht überkritisch.
Bücher über geheimnisvolle andere Bücher und deren noch viel geheimnisvolleren Autoren, haben ja momentan offensichtlich Hochkonjunktur. Vielleicht hat hier der Pisa-Schock ein wenig mitgeholfen.
Mein Fazit ist: Natürlich ist "Der Schatten des Windes" kein schlechtes Buch! Es hat jedoch diesen Ruhm und diese Ehre nicht verdient. Wohlmöglich bedient bzw. befriedigt es manigfaltige Sehnsüchte bei vielen Lesern. Tja, und was gut beworben wird entwickelt häufig eine erfolgreiche Eigendynamik.
Mit dem Wissen um meine subjektive Unvollständigkeit und meine polemische Ironie, fordere ich andere Leser zum Wider-und/oder Zuspruch heraus.

12.03.2008 22:05:24
Struppi

Das Buch ist kein Krimi, eher eine philosophische Reise, die einem nicht mehr loslässt. Super spannend, gut geschrieben, was will man mehr? :-) Eines der besten Bücher.

14.01.2008 00:32:01
Helena

Ich stimme CRI zu!
Die Handlung gehts Anfangs nur langsam voran und ich fand es nicht wirklich spannend, hab es auch öfter weggelegt und mich durch die ersten ...bestimmt.. zweihundert Seiten gequält! Zu Ende hin ist es aber mitreisend. Die Personen kann man sich bildlich gut vorstllen, sowie die Schauplätze.

13.01.2008 15:42:07
Stefan83

Es gibt wirklich nur wenige Bücher, nach deren Beendigung ich einmal tief durchatmen musste, um sowohl das Gelesene als auch meine Gefühle einordnen zu können. „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón ist eines davon. Die Geschichte nimmt ihren Anfang im Barcelona der Nachkriegszeit, als ein Vater, leidenschaftlicher Buchhändler, seinen Sohn Daniel zu einem geheimen Ort führt: Dem Friedhof der Vergessenen Bücher. Nicht vielen bekannt, sind hier zahlreiche vergessene Bücher versteckt, die von Menschen, welche auf sie reagieren, gefunden werden. Nach langem Stöbern in den Regalen sucht sich Daniel eins von dem Autor Julián Carax aus, über den er zuvor, wie auch sein Vater, noch nie etwas gehört hat. Der Titel des Buches lautet „Der Schatten des Windes“ und mit seiner Wahl scheinen die Schicksale und Leben von Daniel und Carax plötzlich miteinander verflochten zu sein. Um mehr über den mysteriösen Schriftsteller zu erfahren, stellt er Nachforschungen an, wobei er zusehends in den Sog dieses fremden Mannes gerät, dessen Bücher von einem Unbekannten seit Jahren gesucht und verbrannt werden. Und so wie Daniel sich in der Lebensgeschichte von Julian verliert, geschieht dies auch mit dem Leser. Selten zuvor hat mich ein Roman derart in den Bann gezogen, mich die Sprache eines Autors gleichzeitig so gefesselt und so bewegt, wie dieser. Selten zuvor sind für mich geschriebene Figuren vor meinem Auge so lebendig geworden. Selbst in den kurzen Pausen in denen ich das Buch beiseite gelegt habe, vermochte ich die Gedanken nicht von ihnen zu lösen, was wohl das größte Kompliment ist, das man einem Schriftsteller machen kann. Die Geschichte selbst ist schlichtweg grandios konstruiert, die Sprache streckenweise so schön, dass man sich allein nur schon an ihr erfreuen könnte. Hinzu kommen der stetig ansteigende Spannungsbogen und die einfach nur atemberaubenden Wendungen innerhalb des Plots, welche beim Leser für ungläubiges Staunen und Gänsehaut sorgen. Zafón führt den Leser dabei stets an der Hand, so dass es selbst bei Wechseln der Erzählperspektive nie zu Unterbrechungen im Erzählfluss, geschweige denn zu langatmigen Passagen kommt. Das Ende macht nur sprachlos und hat mich, zu meiner eigenen Überraschung, zu Tränen gerührt. Insgesamt ist „Der Schatten des Windes“ ein großartiger, einzigartiger Roman, der einem regelrecht ans Herz wächst und an dem es für jeden Buchliebhaber kein Vorbeikommen gibt. Ein Buch über Bücher, Freundschaft, Treue und vor allem die Liebe, das einen Ehrenplatz im Regal eines jeden Kenners verdient hat.

23.07.2007 23:27:35
Lars@Krimi-Couch

@Volker Schreibe Deine Kommentare doch bitte das nächste mal mit E-Mail-Adresse, so dass wir auch Kontakt mit Dir aufnehmen können, wenn Du uns so direkt ansprichst. Ansonsten freue ich mich über Deine Mail an lars@krimi-couch.de

23.07.2007 23:19:21
Volker

Ich reihe mich mal ein: ein hervorragendes Buch, wie man es nur sehr selten in die Hände bekommt - doch auf dieser Seite gehört es nicht hin.

Wer ist dafür verantwortlich, welche Bücher hier eingestellt werden? Wie viele Äußerungen von Lesern braucht es, bis ein Eintrag wieder gelöscht wird?

Im Übrigen kann ich zu dem Buch nur sagen: Lesen!

21.07.2007 00:58:52
Katharina

Spannend: ja. Krimi: schwer zu sagen. Unterhaltsam: ja. Man muss allerdings dazu sagen, dass viele zeitliche Aspekte des Buches für die Zeit, um die es eigentlich gehen soll, kaum vorstellbar, wenn nicht sogar unrealistisch sind. Trotzdem ein toller Roman, wenn man ein paar Augen zudrückt und kein Faktenfuchser ist.

06.03.2007 08:43:35
CRI

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dieses Buch als Krimi aufzufassen, wenn ihr es nicht schon hier aufgenommen hättet. Spannung kam erst auf, nachdem ich mich durch bestimmt hundert Seiten gequält hatte, das Buch mehrfach wieder weggelegt hatte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich gefragt, wieso alle dieses Buch so loben, ob es vielleicht ein Fehler war, die spanische Ausgabe zu bestellen und die deutsche Übersetzung viel besser sein kann als das Original... Aber ich gebe zu, der Rest ist durchaus spannend, teils auch gruselig, weil ein Bild von Barcelona in einer heute kaum noch vorstellbaren Zeit gezeichnet wird.

10.02.2007 22:22:29
Katrin

was soll ich sagen.. :-)

als indiz, wie gut dieses buch für mich war, kann ich folgendes angeben..

a) ich bin kein vielleser
b) es war der erste roman, den ich komplett auf französisch gelesen habe
c) ich hatte es trotzdem in rekordzeit durch..

sehr empfehlenswert!

wie schon gesagt wurde, ist es nicht ein krimi im klassischen sinne; allerdings mangelt es nie an SPANNUNG !!!

wenn man sich was gutes tun möchte, ist dieses buch ein muß! :-)

09.02.2007 15:18:34
Andreas

Eigentlich ist dieses Buch kein Krimi. Es ist eher ein Erzählung über einen Jungen, der die Geschichte des Autors eine Buches recherchiert und dabei erwachsen wird.

Die Geschichte war mitreißend und spannend - also als sehr lesenswert zu empfehlen.

Ich gebe hier mal keine Punkte, da dieses Buch m.E. nicht auf Krimi-Couch passt. Wenn wir auf einer anderen Couch wären, würde ich 95 Punkte geben.

17.01.2007 20:08:06
Elsa B.

Mein absolutes Lieblingsbuch.Es ist spannend und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.Alle die denken sie hätten keine Zeit zu lesen,sollten sich diesem Roman widmen...denn man wird sich die Zeit einfach nehmen so großartig wie das Buch ist. Es hat mich so sehr faziniert das ich gerade mal in Tagen damit durch war und sogleich noch mal lese.....Danke für dieses tolle Weihnachtsgeschenk!!!