Die Attentäterin

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Paris: Julliard, 2005, Titel: 'L´Attentat', Seiten: 268, Originalsprache
  • München: Nagel & Kimche, 2006, Seiten: 272, Übersetzt: Regina Keil-Sagawe
  • München: dtv, 2008, Seiten: 269

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Amin Jaafie ist Chirurg in einem Krankenhaus in Tel Aviv. Er erhält die schreckliche Nachricht, dass seine Frau bei einem Attentat ums Leben kam. Nicht genug damit - seine Frau soll diesen Anschlag selbst verübt haben. Das kann Jaafie unmöglich glauben. Gegen alle Ratschläge seiner Freunde macht er sich auf die Suche nach den Motiven und Hintergründen des Verbrechens. Dabei gerät er immer tiefer in die Verstrickungen einer tödlichen Feindschaft.

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Letzte Kommentare:
12.09.2014 13:17:50
Matthias Ohl

Ich weiß nicht ob ich hier eine Kritik abgeeben darf weil ich das Buch nicht kenne sondern nur das Hörspiel.

Hier wird kritisiert das einige Fakten nicht stimmen und der Autor nie in Israel war. Da müßte man auch Thomas Harris nennen mit seinem Roman: Schwarzer Sonntag. Und Harris war auch nie in Israel.

Für mich geht es in der Attentäterin darum , das ein Priviligierter Arzt " traumatiesiert " wird (wenn ich es so nennen darf) , als er erfährt das seine Frau sich in einem Restaurant mit siebzehn Schulkindern in die Luft sprengt. Da er es einfach nicht glauben kann , sucht er die angeblichen Verantwortlichen auf und fordert Rechenschaft von Ihnen. Aber als er nicht weiter kommt wird auch für ihn gefährlich.

Es geht also in dem Roman um das WARUM?

11.05.2014 12:33:15
abumidian

Das ganze Buch ist absolut falsch konstruiert. Wie ich schon mehrfach ausgeführt habe: Es ist völlig unmöglich, dass Amin Jaafri von der Dschenin (schreibt man denn Dsch oder J?? Da sollte man sich doch entscheiden, oder?) eine israelische Staatsbürgerschaft erhält, wenn er nicht kollaboriert, das heißt dem israelischen Geheimdienst Informationen gibt, womit er sich bei den Palästinensern sein Todesurteil unterschreibt. Wenn schon, dann müsste die Situation umgekehrt sein: Amin kommt aus der Gegend Nazareth, Sihem (so einen Namen gibt es bei uns nicht…) aus der Gegend Dschenin (oder Jenin, wie auch immer…)
Die sogenannte "Freundschaft" mit diesem Naveed (auch ein völlig nicht-existierender Name) ist völlig unrealistisch. Auf Seite 16 (der Nagel-Kimche-Ausgabe von 2006) drehen die Leute "die Köpfe nach Norden", dabei hat das Attentat weiter südlich stattgefunden. Auf Seite 47 bringt der Schriftsteller den Begriff "Integration, der für unsere Realität völlig fehl am Platz ist, und wiederholt ihn während des Buches mehrmals. Auch wenn Amin ein israelischer Palästinenser wäre, eben zum Beispiel aus der Gegend von Nazareth, spricht man hier nicht von Integration. In der Sderot Yeruschalayim in Yaffa (nicht in Tel-Aviv, Yaffa wurde zwar annektiert, also in Tel-Aviv einverleibt, aber niemand spricht von Tel-Aviv, wenn es um Yaffa geht) gibt es keine Aufzüge. (Seite 65) Auf Seite 78 "überfliegt" Kim (auch kein sehr israelischer Name) den Brief von Sihem, und versteht ihn sofort! Kann sie arabisch? Woher? Auf Seite 103 spricht die Ich-Person von "Religionszugehörigkeit" und von "meinen staatsbürgerlichen Pflichten gewissenhaft nachkommen". Blödsinn! Auf Seite 169 "duzen" sie sich plötzlich! Es gibt weder im hebräischen noch im arabischen eine Höflichkeitsform, somit kann man sich nur duzen und nicht plötzlich duzen.Ausgerechnet Bethlehem und Nazareth, diese beiden Symbole des Christentums, sollen Zentren des muslimischen Terrors sein! So ein Blödsinn.

15.09.2011 16:15:37
stol

Dieser Roman begann recht interessant, nach einigen Seiten aber wurde ich stutzig, denn es wird von Seite zu Seite offensichtlicher, daß der Autor niemals in Israel war und sich nicht einmal die Mühe gemacht hatte, sich vor dem Schreiben dieses Buches über Israel ausreichend zu informieren; sonst hätte er unter anderem gewußt, daß es keine Beduinenprinzen gibt und vor allem, daß die Beduinen mit den Palästinensiern überhaupt nichts zu tun haben. Und somit als potenzielle Attentäter auch nicht infrage kommen.

Hätte er die Handlung nach Algerien, Ägypten oder .. verlegt, wäre es vielleicht ein spannender Roman geworden. So ist es eigentlich nur mal wieder ein Angriff auf Israel und zudem eine Beleidigung der in Israel lebenden Beduinen.

Und dafür ist mir meine Zeit zu schade.

24.08.2008 21:37:42
Anja S.

Dieses Buch ist weder ein Krimi noch ein Thriller, sondern ein Psychogramm des Ex-Ehemannes einer palaestinensischen Selbstmordattentaeterin, der die Gruende begreifen moechte, die seine Frau zu diesem Schritt bewogen haben moechten. Es ist dennoch hoechst lesenwert und eroeffnet Einsichten in eine Welt, ueber die Europaer sonst nicht allzu viel wissen.
"Wovon die Woelfe traeumen" hat mir noch besser gefallen, aber auch dieses Buch ist sehr lohnend.

17.06.2008 18:48:07
Nurei

es ist schon ein gutes buch.aber nicht sooo gut.ja, es ist schon spannend aber nicht so spannend... :D blablablablalbalblablablblalbalblablablblalblab

08.08.2006 15:10:17
Silke Schröder, themenguide.de

Yasmina Khadra ist das Pseudonym des algerischen Schriftstellers Mohammed Moulessehou, eines der wichtigsten Autoren des arabischen Raums. Mit seinem neuen Roman springt er mitten hinein in die hoch aktuellen Konflikte des Nahen Ostens. Er kritisiert die endlose Spirale der Gewalt, das scheinbare Fehlen von Alternativen und die ideologische Engstirnigkeit beider gegnerischer Lager.

Er versucht, dem destruktiven Phänomen der Selbstmordattentäter auf die Spur zu kommen und der Frage, warum selbst Menschen aus privilegierten Lebensverhältnissen so destruktiv und selbstzerstörerisch werden können – wie die studierten Alkaida-Attentäter von Hamburg, London und Madrid. Mit großer Detailkenntnis führt uns Khadra in ein kompliziertes gesellschaftliches Konfliktfeld, das uns schon seit Jahrzehnten begleitet und längst den Raum des Nahen Ostens verlassen hat – selbst wenn auch er keine Lösung präsentieren kann. Jenseits der aktuellen Kriegsschlagzeilen eine ebenso einfühlsame und spannende Erzählung – sehr empfehlenswert.
silke.schroeder@themenguide.de

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