Ikone

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • New York: HarperCollins, 2005, Titel: 'The Icon', Seiten: 353, Originalsprache
  • München: Knaur, 2006, Seiten: 509, Übersetzt: Michael Benthack

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Wolfgang Weninger
Mit diesem Erstling deutlich übernommen

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mai 2006

Epiros ist im Sommer 1944 von den Deutschen besetzt. Nur wenige Griechen leisten Widerstand, aber als die Deutschen aus der Kirche das Wertvollste stehlen wollen, werden auch konkurrierende Widerstandsgruppen zu Partnern und greifen die Deutschen an. Erfolglos, denn die Kirche wird niedergebrannt, die Verteidiger müssen flüchten und als Rache dafür müssen Frauen, Kinder und Alte ihr Leben lassen. Und dabei verschwindet eine wertvolle Ikone, der heilende Kräfte zugeschrieben werden.

Sechsundfünfzig Jahre später taucht die Ikone in Privatbesitz wieder auf. Die Nachfahren der damaligen griechischen Widerstandskämpfer sind genauso an dem wundersamen Holzbild interessiert, wie die griechisch-orthodoxe Kirche. Ein Enkel eines dieser Wiederstandskämpfer bekommt die Ikone zu Gesicht, denn er ist Kunstsachverständiger der Mittelalterabteilung des Metropolitanmuseums von New Yoirk und soll das zum Verkauf stehende Kunstwerk schätzen. Aber er hat die Rechnung ohne seinen Großonkel und seinen Großvater gemacht. Beide waren 1944 unmittelbar am Raub der Ikone beteiligt und beide wollen aus unterschiedlichen Gründen die Ikone ihr eigen nennen. Doch die jetzige Besitzerin weiß nicht, an wen sie das gute Stück veräußern soll und sucht körperlichen und geistigen Beistand beim Enkel, der dabei ordentlich in die Zwickmühlen der unterschiedlichen Interessensgruppen gerät ...

Neil Olson, Chef einer Literaturagentur in New York, hat seinen ersten Krimi "Ikone" im Knaur Taschenbuchverlag in der Übersetzung von Michael Benthack veröffentlicht. Dieser Krimi bietet von der Thematik und von den Actionsequenzen her alles, was ein guter Krimi haben sollte und so füllt der Autor 507 Seiten mit der Geschichte des wundersamen Marienschreins, der in Jesu Blut getränkt war.

Trotz der Länge des Romans und dem steten Wechsel zwischen den Kriegwirren 1944 und dem Besitzwirrwarr 2000 kann die Geschichte der Ikone und die Feindschaft der heute in Amerika ansässigen griechischen Widerstandskämpfe den Leser nicht überzeugen. Auch wenn der Autor zusätzlich noch einen in Südamerika beheimateten Ex-Nazi und eine von Schwierigkeiten gekennzeichnete Liebesgeschichte einbaut, wird der Thriller nie so richtig spannend. Auch wenn der Autor Peter Robinson auf dem Cover urteilt: "Ikone ist ein mitreißender Roman über Verrat, der einen bis in die frühen Morgenstunden an den Seiten kleben lässt.", war für mich das Lesevergnügen eher eine verwirrend langweilige Zeitverschwendung.

Die hasserfüllten alten Griechen, die zwar um sieben Ecken miteinander verwandt sind, sich aber gegenseitig nicht ausstehen können und permanent einander die Schuld in die Schuhe schieben, dabei von schweren Krankheiten gezeichnet das Erbe auf die Schultern der Nachkommen abladen möchten und ihre Verbindungen von damals pflegen, sind von vornherein nicht sympathisch gezeichnet. Die griechisch-orthodoxe Kirche wird von Geistlichen repräsentiert, die James Bond spielen wollen, und der alte Nazi kann es auch nicht lassen und ficht ordentlich mit.

Und dazwischen stehen zwei junge Menschen, von Zweifeln zerfressen und von Unwissenheit geplagt, die mit- und gegeneinander nicht wissen, was sie tun. Auf jeden Fall gibt es dadurch Beziehungskonflikte und aus denen besteht im Endeffekt das ganze Buch von damals bis heute. Auch wenn Neil Olson kräftig Actionelemente und Geheimdienstflair eingebaut hat, wirkt die ganze Geschichte überkräftig konstruiert und unwirklich, wobei auch der Schluss letztendlich zwar logisch, aber nicht das Gelbe vom Ei ist.

Schade, dass dieser interessante Stoff so mühselig abläuft und so unwirklich realisiert wurde. Mit diesem Erstlingswerk hat sich der Autor deutlich übernommen, weil er zu viel wollte, und dabei vergessen hat, die Geschichte flüssig und logisch zu erzählen, denn an der Sprache und der Übersetzung von Michael Benthack kann man gewiss keine negativen Aspekte vermerken.

Ikone

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Letzte Kommentare:
27.04.2010 08:11:59
Florian

Ich bin zwar erst 15 jahre aber ich konnte nicht genug von diesem buch bekommen.
An diesem Buch kann man nichts aussehtzen da ist einfach alles perfekt.
Schon allein das Titelbild ist großartig.
Und wen man schon die inhaltsangabe liest bekommt man schon lust auf diesen Buch.
Also ich kann nur für mich sprechen ich empfehle das buch die IKONE weiter.

20.10.2008 16:13:50
Abstauber

Mist das hilft mir auch nich bei meinem Referat viel weiter^^ Aber der Kommentar wird wegen Referat anfrge eh gelöscht. Da ich 300 Zeichen aufbringen muss mach ich noch SOnderzeichen .8)W§&"(/&)=%§$%&="$%=!%$="$&!?&$?!"%§R?!/"%R/!?R%R%!R&!%?§R/&!?R!§)(&R!/§R!?§R&!§`R%!R&!%R?!R%!?§R%"§$!)?&!`R&§!R%FGZGFQAHCHÄOGHQEÄVQR/&?§!&!%17r163r3813`r7`316r10`467633`7313%

20.03.2008 22:52:05
Bernhard

Schade. Der Inhalt scheint etwas herzugeben. Aber ... leider. Ein Buch, das eigentlich nur totlangweilig ist. Endlose lahme Dialoge, null Spannung. Sehr schade. Denn vom Klappentext her sollte das Buch eigentlich einiges bieten.
Bernhard Schuberth aus Edenkoben

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